Das Haavara Abkommen – Teil 4

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15. Februar 2012 von UBasser


Der Madagaskarplan

Fast gleichzeitig erschienen 1997 auf dem deutschen Büchermarkt die zwei Werke, die sich mit dem Thema „Madagaskar-Plan“ befassen und die Genese dieses Planes ausführlich darlegen. Darüber hinaus sind diese Werke jedoch eine kurzgefaßte Geschichte der antisemitischen Bewegungen in Europa seit dem Ende des 19. Jahrhunderts – jedenfalls soweit diese mit dem Thema Madagaskar in Zusammenhang stehen.

Madagaskar sieht mitunter fast so aus wie das trockene Palästina

Madagaskar, die ca. 600 000 qkm große Insel im Indischen Ozean, östlich von Afrika, in der Höhe von Mosambik, war zu Beginn dieses Jahrhunderts im Gespräch als Verbannungsort für die europäischen Juden. Verschiedene Persönlichkeiten und Organisationen aus unterschiedlichen Ländern machten sich für die Idee stark, die Juden aus Europa auszuweisen und sie auf eine Insel zu verbannen. Die Gründe waren teils religiöser, teils rassentheoretischer Natur.

Das Stichwort „Madagaskar“ fiel zum ersten Mal 1885 in einem Artikel des deutschen Kulturphilosophen Paul de Lagarde (1827-1891) mit dem Titel „Über die nächsten Pflichten deutscher Politik“. Darin erhob er die Forderung, daß für deutsche Siedler im westlichen Teil Rußlands Gebiete erworben werden sollten. Anläßlich der geplanten Völkerverschiebung sollten, so schreibt er, die Juden Polens, Rußlands und Österreichs, „nach Palästina oder noch lieber nach Madagaskar“ geschafft werden. Das war jedoch lediglich eine marginale Bemerkung, der kein konkreter Plan zugrunde lag.

Lagardes Gründe waren rein religiöser Natur. Als Theologe sah er einen diametralen Unterschied zwischen Altem und Neuem Testament. Nach seiner Meinung hatte sich Jesus von der jüdischen Kultur und Tradition, wie sie sich im ersten Jahrhundert mit dem Aufkommen des Pharisäismus zu entfalten begann, bedingungslos getrennt und eine andere Ethik vertreten. Das Judentum, so wie es sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt habe, sei das gerade Gegenteil zu den christlichen Wertvorstellungen. Die Anwesenheit von Juden in christlichen Ländern zerstöre deren Eigenart und Kultur. Lagarde:

»Wir Europäer, wir Christen, sind nicht das, was wir sein sollten, wenn noch Juden unter uns sind.« (Jansen, S. 49)


Paul de Lagarde

»Paul de Lagarde war […] der erste, der den Vorschlag machte, daß die Judenfrage am besten gelöst werden könnte, indem man die Juden nach Madagaskar schickte. Er war jedoch nicht der erste […], der verlangte, daß sie überhaupt aus Europa verschwinden müßten. Zahlreiche Philosophen hatten dafür plädiert, die Juden nach Palästina zu verbannen, da die Kluft zwischen jüdischer und christlicher Kultur nun einmal unüberbrückbar schien.«

»Es besteht kein Zweifel darüber, daß Lagarde mit seinen Auffassungen zur Judenfrage sowohl gemäßigte Antisemiten wie Stöcker und Treitschke beeinflußt hat als auch ausgesprochen rassistische Judenhasser wie Wilhelm Marr, Liebermann von Sonnenberg, Otto Boeckel und Theodor Fritsch. Alle priesen seine Meinung über die Juden, aber nur die rassistischen Judenhasser stimmten seinem Vorschlag zur Lösung der Judenfrage uneingeschränkt zu.«

Zu den »rassistischen Judenhassern«, wie Jansen es ausdrückt, gehörte Henry Hamilton Beamish, der Gründer und Präsident der »Britons«. Zweck dieser Organisation war es, »das Geburtsrecht der Briten zu schützen und die britische Gesellschaft vor fremden Einflüssen« zu bewahren. Zu den Fremden zählten sie in erster Linie die Juden. Beamish vertrat ganz ungeniert die Idee der zwangsweisen Absonderung und sah dafür zunächst Palästina vor. Das ergab sich zwangsläufig nach der »Balfour Declaration« vom 2. November 1917, mit der der britische Außenminister die »Gründung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina« befürwortet hatte. Erst der Widerstand aus römisch-kirchlichen Kreisen gegen diese Idee veranlaßte Beamish als neues Zielland Madagaskar vorzuschlagen und in Zukunft vehement zu verteidigen. Er verbreitete seine Idee in zahlreichen Zeitungsartikeln und auf Vortragsreisen, die ihn in die ganze Welt führten. So trat er u.a. am 18. Januar 1923 auf einer Veranstaltung der Nationalsozialisten im Münchner Zirkus Krone auf, wo zunächst Adolf Hitler vor ca. 7.000 Zuhörern gesprochen hatte. Er pflegte auch weiterhin den Kontakt zu nationalsozialistischen Kreisen, die durch ihn wohl zum ersten Mal mit der Idee „Madagaskar“ in Berührung kamen.

Die Madagaskar-Idee wurde von da an von zahlreichen antisemitischen Gruppen vertreten und auf internationalen Antisemiten-Kongressen diskutiert.

Als nächster Vertreter dieser Vorstellung trat Egon van Winghene auf die Bühne, dessen wirklicher Name, Herkunft und Nationalität den meisten unbekannt blieb. Er begründete die Wahl seiner zahlreichen Pseudonyme mit der Gefahr, die sich für ihn ergeben könnte, wenn er über die Judenfrage schriebe, denn die Juden würden versuchen, sich an ihm zu rächen.

1931 erschien Winghenes Werk Arische Rasse, Christliche Kultur und das Judenproblem, in welchem er die Juden für den Verfall der europäischen Kultur verantwortlich macht.

Die Lösung all der Probleme sieht er in der Verbannung der Juden auf die Insel Madagaskar, die, im Gegensatz zu Palästina, groß genug sei, um alle Juden Europas aufzunehmen. Dort sollten sie ihren eigenen Staat gründen dürfen, der jedoch der Kontrolle der christlichen Nationen unterliegen müsse.

Der Holländer Winghene verwahrte sich dagegen, „Antisemit“ genannt zu werden. Es gehe »um weit Höheres, als um Pogrome und um Radau-Antisemitismus, den wir als sinnlos, weil ergebnislos, ablehnen. Es geht doch um die Rettung unserer Rasse, unserer Völker, unserer Kultur, unserer Ideale, unserer Zukunft und nicht zuletzt unseres Friedens vor feindlicher Heimtücke. Es gilt demnach vor allem Pro-Arier zu sein, nicht Anti-Semit.«

Sein Haupttätigkeitsfeld war ab 1933 die Zeitschrift Welt-Dienst im Erfurter U. Bodung-Verlag. Er leitete diesen Verlag zusammen mit seinem Gründer, Ulrich Fleischhauer, und propagierte dort unermüdlich die Madagaskar-Idee.

Gelegentlich gab es Differenzen, mit der nationalsozialistischen Regierung, die seine diversen Vorschläge auf Schaffung aller möglichen Einrichtungen, die der Aufklärung über die »Judengefahr« und der Propagierung einer zwangsweisen Ausweisung dienen sollten, regelmäßig nicht beantwortete. Das zunächst positive Gewährenlassen der beiden Herren des Welt-Dienstes wandelte sich im Lauf der Zeit aber in Bespitzelung und argwöhnische Ablehnung. Winghene verließ schließlich den Verlag und ging nach Budapest, wo sich seine Spur verlor. Der Madagaskar-Gedanke wurde jedoch vom Welt-Dienst weiterhin vertreten.

In den zwanziger und dreißiger Jahren taucht noch eine Reihe weiterer Namen von Persönlichkeiten auf, die sich für die Idee einer jüdischen Siedlung auf Madagaskar stark machen, darunter vor allem Engländer und Franzosen. Aber ihnen allen mangelte es an konkretisierbaren Vorschlägen.

Es war Polen, das 1926 als erstes Land mit einem konkreten Plan zur Aussiedlung der Juden nach Madagaskar an die Öffentlichkeit trat. Die polnische Regierung nahm Kontakte zu dem französischen Kolonialminister auf, der seinerseits die Frankreich unterstehende Insel für die Einwanderung von Juden zur Verfügung stellen wollte. Eine dreiköpfige polnische Prüfungskommission wurde nach Madagaskar geschickt, um Ansiedlungsmöglichkeiten für polnische Juden zu erkunden. Der Kommission gehörten Major Mieczyslaw Lepecki, Leon Alter und Salomon Dyk an. Lepecki vertrat die Ansicht, dass 40000 bis 60000 Juden im Hochland angesiedelt werden könnten, doch Alter war der Meinung, die riesige Insel böte höchstens für 2000 Juden Platz…

Neben der polnischen und der französischen Regierung erwogen auch die britische Regierung und sogar das Joint Distribution Committee (JDC), Juden in Madagaskar anzusiedeln.

In Deutschland hatte man seit dem Haavara-Abkommen vom August 1933 vor allem Palästina als Auswanderungsland für deutsche Juden im Sinn. Der arabische Widerstand bewog hingegen England, das das Mandat über Palästina hatte, im Laufe der Jahre die Zuzugsmöglichkeiten für Juden immer weiter einzuschränken. In der deutschen Regierung war es vor allem das Außenministerium mit seinem »Referat Deutschland«, das sich immer wieder gegen Palästina als Einwanderungsland für Juden aussprach. Es sah in der Konzentration von deutschen Juden in einem einzigen Land eine Gefahr für Deutschland selbst. Jerusalem könnte sich dann als »Machtbasis des Judentums entwickeln, vergleichbar mit der Bedeutung des Vatikans für den politischen Katholizismus oder Moskaus für die Komintern«.

Diese Position wurde vor allem nach der im Juli 1937 erfolgten Veröffentlichung des „Peel-Planes“ eingenommen. Dieser hatte eine Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat vorgeschlagen. Hitler allerdings hielt an dem Haavara-Abkommen und dem Auswanderungsland Palästina fest. Er ließ sich auch durch zahlreiche Memoranden, Vorträge und Eingaben nicht bewegen, von seinen Vorstellungen abzuweichen.

Im Juli 1938 tagte in Evian-les-Baines die schon erwähnte internationale Flüchtlingskonferenz, auf der vor allem die Frage der Aufnahme jüdischer Flüchtlinge diskutiert wurde. Alle 32 Teilnehmerstaaten waren sich darüber einig, daß ihre Länder dafür kein Kontingent zur Verfügung stellen könnten. Deutschland nahm an dieser Konferenz offiziell nicht teil, obwohl anscheinend inoffizielle Kontakte bestanden.

Im November 1938 folgte die sogenannte „Kristallnacht“ statt. Sie wurde der Anlaß zu ganz intensiven Bemühungen der deutschen Regierung, die Ausweisung der Juden durch Erleichterung ihrer Auswanderung voranzutreiben. Auf Anregung Hitlers legte Reichsbankpräsident Hjalmar von Schacht einen Finanzierungsplan vor, der die Aussiedlung von Juden erleichtern sollte. Dabei wurden auch erste Madagaskarpläne vorgeschlagen.

Schacht begann außerdem Verhandlungen mit Rublee, dem Vorsitzenden des »Internationalen Flüchtlingskomitees«, das sich aus der Flüchtlingskonferenz von Evian gebildet hatte. Diese wurden nach Schachts Rücktritt von Görings Ministerialdirektor Helmut Wohlthat fortgeführt und schlossen im Februar 1939 mit einem Abkommen, das die Massenauswanderung von Juden aus Deutschland mindestens bis zum Kriegsbeginn legal ermöglichte. Wohlthat verhandelte auch über eine bregenzte jüdische Ansiedlung in Rhodesien und Britisch Guinea bis spät in den April 1939 hinein.

Anfang 1938, zehn Tage vor dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, wurde Adolf Eichmann mit der Sammlung von Material für eine „außenpolitische Lösung der Judenfrage“ beauftragt.

Verschiedene NS-Führer befürworteten den Plan, darunter Julius Streicher, Hermann Göring, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Joachim von Ribbentrop sowie Hjalmar Schacht. Doch erst im Frühjahr 1940, als die Absicht Heinrich Himmlers, die Juden und Polen aus den annektierten westpolnischen Gebieten ins Generalgouvernement auszusiedeln, mit dem ökonomischen Pragmatismus Hermann Görings und des Generalgouverneurs Hans Frank kollidierte, wurde der Madagaskar-Plan ernsthaft diskutiert.


Legationsrat Franz Rademacher

Die Abschiebung der Juden in eine afrikanische Kolonie erschien den Nationalsozialisten aus mehreren Gründen immer plausibler: Da sie mit einem baldigen Sieg über Frankreich und Großbritannien rechneten, spekulierten sie auf die Verfügungsgewalt über die französischen Kolonien und die britische Handelsflotte. Durch die Besetzung zusätzlicher westeuropäischer Gebiete gerieten hunderttausende Juden in den deutschen Einflussbereich, und die Umsiedlung einer halben Million Juden in ein „Judenreservat“ bei Lublin hatte sich inzwischen als unrealisierbar herausgestellt. Hitler übertrug die Umsetzung von Himmlers „fremdvölkischen „Plänen dem Referatsleiter für „Judenfragen“ im Auswärtigem Amt, Franz Rademacher. Dieser entwickelte darauf ausführliche,bis ins Detail gehende Entwürfe und Vorschläge.

Um sicherzustellen, dass die Rassenfrage nach einem Friedensvertrag mit Frankreich nicht durch taktische Rücksichten des Auswärtigen Amtes vernachlässigt werden würde, schlug Rademacher am 3. Juni 1940 vor, den Sieg über Frankreich unmittelbar für eine Aussiedlung möglichst vieler europäischer Juden „zum Beispiel nach Madagaskar“ zu nutzen. Auf einer Konferenz über die Zukunft des französischen Territoriums informierten Hitler und Ribbentrop 18. Juni 1940 Benito Mussolini und den italienischen Außenminister, Graf Ciano, über den Madagaskar-Plan. Zwei Tage später teilte Hitler seine Absichten Großadmiral Erich Raeder mit.


Reinhard Heydrich war auch für Madagaskarplanungen zuständig

Himmlers Stellvertreter, Reinhard Heydrich, erklärte sich unverzüglich für eine territoriale „Endlösung der Judenfrage“ zuständig.

Von diesem Zeitpunkt an wurde die Arbeit am Madagaskar-Plan sowohl im Auswärtigen Amt als auch in der SS vorangetrieben. Im Generalgouvernement wurde die Gettoisierung der Juden im Hinblick auf den Madagaskar-Plan gestoppt. Abstand genommen wurde außerdem von der Umsiedlung der Juden aus Litzmannstadt(Lodsch) ins Generalgouvernement. Man plante nun, die dortigen Juden nach dem Sieg über Großbritannien auf dem Seeweg nach Madagaskar zu deportieren.

Interessant ist dabei, daß kurz vor dem Krieg Großbritanien, ebenfalls schon 2000 Juden Richtung Madagaskar in Marsch setzte und in Erwartung einer Madagaskarplanlösung sie schon nach Mauritius deportiert. Darüber lief im TV auf Phönix eine interessante Doku.

In Rademachers entwickelten Plan, war die Mitwirkung zahlreicher Dienststellen vorgesehen: Das Auswärtige Amt sollte gemeinsam mit weiteren europäischen Ländern einen Friedensvertrag mit England und Frankreich ausarbeiten; das Amt für den Vierjahresplan sollte die Verwendung jüdischen Vermögens und die Kanzlei des Führers die Transporte koordinieren; die Propaganda sollten Goebbels und das Auswärtige Amt übernehmen; die SS schließlich sollte die europäischen Juden sammeln und später das riesige Inselghetto verwalten.


Adolf Eichmann war als Reichsgouverneur für ein jüdisches Madagaskar vorgesehen

Eichmann leitete umfassende Erkundungen ein und schickte Mitarbeiter ins Hamburger Tropeninstitut und in die französischen Kolonialarchive in Paris. Expertenkommissionen, die nach Madagaskar geschickt wurden, kamen jedoch zu unterschiedlichen Ergebnissen, wobei die negativen, die eine Ansiedlung von Europäern auf dieser Insel für unmöglich hielten, überwogen.

Anfang Juli 1940 traf Eichmann sich mit einer Gruppe deutsch-jüdischer Funktionäre, die binnen 24 Stunden die wesentlichen Gesichtspunkte für eine Evakuierung von vier Millionen europäischen Juden bei Kriegsende auflisten sollten. Die Besprechung fand jedoch ein abruptes Ende, als die jüdischen Funktionäre sich ausschließlich für den Bestimmungsort Palästina interessierten, den Eichmann nun mehr kategorisch ausschloss.

Im Unterschied zum Plan des Auswärtigen Amtes, das eine Beteiligung vieler Dienststellen vorsah, verfolgte die SS die Strategie, Heydrich die gesamte Leitung des Projekts zu übertragen – von der Finanzierung über den Transport bis hin zu Sicherheitsvorkehrungen und sogar diplomatischen Verhandlungen.

Mit Panzerstop bei Dünkirchen , wo ein möglicher Friedenschluß mit Großbritannien verhundert wurde ,kam das Vorhaben im September 1940 schlagartig zum Erliegen. Spätestens als Operation Seelöwe endgültig abgeblasen wurde. Die beschlossene territoriale Endlösung für die Juden im deutschen Machtbereich ist damit verhindert worden. „Territoriale Endlösung“ hätte aber keine Wannseekonferenz bedeutet und deshalb auch keinen Holocaust!

Die Bedeutung des Dünkirchner Panzerstops bekommt dadurch noch eine zusätzliche makabere Note. In der Endkonsequenz hätte ein fast komplett kapituliertes britisches Expeditionskorps , Großbritanniens Krieg höchstwahrscheinlich beendet, Madagaskar für die europäischen Juden ermöglicht und den Holocaust verhindert.

Dokumenteninhalt

Eine Studie des Auswärtigen Amtes zur Auswanderung der Juden
Auswärtiges Amt Berlin, den 25.Januar 1939 83-26 19/1

An alle diplomatischen und berufskonsularischen Vertretungen im Ausland
Es ist wohl kein Zufall, daß das Schicksalsjahr 1938 zugleich mit der Verwirklichung des großdeutschen Gedankens die Judenfrage ihrer Lösung nahegebracht hat. Denn die Judenpolitik war sowohl Voraussetzung wie Konsequenz der Ereignisse des Jahres 1938. Mehr vielleicht als die machtpolitische Gegnerschaft der ehemaligen Feindbundmächte des Weltkrieges hat das Vordringen jüdischen Einflusses und der zersetzenden jüdischen Geisteshaltung in Politik, Wirtschaft und Kultur die Kraft und den Willen des deutschen Volkes zum Wiederaufstieg gelähmt. Die Heilung dieser Krankheit des Volkskörpers war daher wohl eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Kraftanstrengung, die im Jahre 1938 gegen den Willen einer Welt den Zusammenschluß des großdeutschen Reiches erzwang.

Die Notwendigkeit für eine radikale Lösung der Judenfrage ergab sich aber auch als Konsequenz der außenpolitischen Entwicklung, die zu den im Altreich lebenden 500.000 Glaubensjuden weitere 200.000 in Österreich einbrachte. Der unter dem Schuschnigg-System ins Maßlose gewachsene Einfluß des Judentums in der österreichischen Wirtschaft machte sofortige Maßnahmen notwendig, die die Ausschaltung des Judentums aus der deutschen Wirtschaft und den Einsatz des jüdischen Vermögens im Interesse der Allgemeinheit zum Ziele hatten. Die als Vergeltung für die Ermordung des Gesandtschaftsrats vom Rath einsetzende Aktion hat diesen Prozeß so beschleunigt, daß der jüdische Einzelhandel – bisher mit Ausnahme ausländischer Geschäfte – im Straßenbild völlig verschwunden ist. Die Liquidierung der jüdischen Großhandels- und Fabrikationsbetriebe und des Haus- und Grundbesitzes in der Hand von Juden wird allmählich so weit gefördert, daß in absehbarer Zeit von jüdischem Besitz in Deutschland nicht mehr gesprochen werden kann. Allerdings ist darauf hinzuweisen, daß es sich nicht um eine entschädigungslose Beschlagnahme jüdischen Vermögens handelt wie z. B. bei der Konfiskation der Kirchengüter während der französischen Revolution. Vielmehr erhält der enteignete Jude für seinen Besitz Reichsschuldverschreibungen, deren Zinsen ihm zustehen.

Das letzte Ziel der deutschen Judenpolitik ist die Auswanderung aller im Reichsgebiet lebenden Juden. Es ist vorauszusehen, daß schon die einschneidenden Maßnahmen auf wirtschaftlichem Gebiet, die den Juden „vom Verdienst auf die Rente“ gesetzt haben, den Auswanderungswillen fördern werden. Im Rückblick auf die vergangenen 5 Jahre seit der Machtergreifung ist jedenfalls festzustellen, daß weder das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums noch die Nürnberger Judengesetze mit ihren Durchführungsvorschriften, die jede Assimilierungstendenz des Judentums unterbanden, wesentlich zur Abwanderung der deutschen Juden beigetragen haben. Im Gegenteil hat in jeder Periode innenpolitischer Beruhigung ein solcher Rückstrom jüdischer Emigranten eingesetzt, daß sich die Geheime Staatspolizei veranlaßt sah, jüdische Rückwanderer mit deutschem Paß zunächst zur politischen Kontrolle in einem Schulungslager unterzubringen.

Aus Politik und Kultur war der Jude ausgeschaltet. Aber bis 1938 war seine wirtschaftliche Machtposition in Deutschland und damit sein zäher Wille, bis zum „Anbruch besserer Zeiten“ auszuhalten, ungebrochen. Bezeichnend für diese Taktik des hinhaltenden Widerstandes ist das Programm einer in Polen neu gegründeten jüdischen Partei, allen auf Emigration des Judentums gerichteten polnischen Maßnahmen den Kampf anzusagen. Solange der Jude noch in der deutschen Wirtschaft verdienen konnte, so lange brauchte in den Augen des Weitjudentums die jüdische Bastion in Deutschland noch nicht aufgegeben werden.

Der Jude hatte aber die Konsequenz und die Kraft des nationalsozialistischen Gedankens unterschätzt. Zugleich mit dem in Versailles zur Niederhaltung Deutschlands geschaffenen Staatensystem in Mitteleuropa brach 1938 auch die jüdische Machtposition in Wien und Prag zusammen.
Italien stellte sich mit seiner Rassengesetzgebung Deutschland im Kampf gegen das Judentum an die Seite. In Bukarest übernahm ein Kenner der Judenfrage, Professor Goga, mit einem gegen das Judentum gerichteten Programm die Regierung, ohne sich allerdings gegen den übermächtigen internationalen Druck von Paris und London durchsetzen zu können. In Ungarn und Polen wurde das Judentum unter Sondergesetzgebung gestellt. Überall beginnt jetzt der deutsche außenpolitische Erfolg von München wie ein Erdbeben in seinen Ausläufern auch in entfernten Staaten die seit Jahrhunderten befestigte Position des Judentums zu erschüttern.

Es ist auch verständlich, wenn das Weltjudentum, „das sich Amerika als Hauptquartier ausersehen hat“, das Abkommen von München, das nach amerikanischer Auffassung den Zusammenbruch der demokratischen Front in Europa bedeutet, als eigene Niederlage empfindet. Denn das System der parlamentarischen Demokratie hat erfahrungsgemäß stets den Juden auf Kosten der Gastvölker zu Reichtum und politischer Macht verholfen. Wohl zum ersten Mal in der modernen Geschichte muß das Judentum jetzt eine bereits gesicherte Stellung wieder räumen.

Dieser Entschluß wurde erst 1938 gefaßt. Er äußerte sich in dem Bemühen der westlichen Demokratien, insbesondere der Vereinigten Staaten von Amerika, den nunmehr endgültig beschlossenen jüdischen Rückzug aus Deutschland d. h. die Abwanderung des Judentums unter internationale Kontrolle und Protektion zu stellen. Der amerikanische Präsident Roosevelt, „der bekanntlich in seinem engeren Rat von einer ganzen Reihe von Exponenten des Judentums umgeben ist“, berief bereits Mitte 1938 eine Staatenkonferenz zur Beratung der Flüchtlingsfrage ein, die in Evian ohne besondere sachliche Ergebnisse tagte. Beide Fragen, deren Beantwortung die Bedingung einer geordneten jüdischen Abwanderung bildet, blieben offen: einmal die Frage, wie diese Auswanderung zu organisieren und zu finanzieren sei, zweitens die Frage, w o h i n die Auswanderung zu lenken sei.

Zur Beantwortung der ersten Frage schien insbesondere das internationale Judentum nicht geneigt zu sein, einen Beitrag zu liefern. Vielmehr betrachtete es die Konferenz – und das später von ihr in London unter Führung des Amerikaners Rublee gebildete Komitee – als ihre Hauptaufgabe, Deutschland unter internationalem Druck zur Freigabe des jüdischen Vermögens in möglichst weitem Ausmaß zu zwingen.
Deutschland sollte also die Abwanderung seiner 700.000 Juden mit der Preisgabe deutschen Volksvermögens erkaufen. Dabei ist zu bezweifeln, ob das internationale Judentum Überhaupt ernstlich die Massenabwanderung seiner Rassegenossen aus Deutschland und aus anderen Staaten ohne das Äquivalent eines Judenstaats wünscht. Die in den bisherigen jüdischen Vorschlägen eingeschlagene Taktik zielt jedenfalls weniger auf die Massenabwanderung von Juden als auf den Transfer jüdischen Vermögens ab.

Es ist selbstverständlich, daß der Transfer auch nur eines Bruchteils jüdischen Vermögens devisentechnisch unmöglich wäre. Die Finanzierung einer Massenabwanderung deutscher Juden ist daher noch ungeklärt. Auf Anfragen wäre gesprächsweise zu erwidern, daß deutscherseits damit gerechnet werde, daß das internationale Judentum – insbesondere die Verwandten der auswandernden Juden – die Abwanderungsaktion ebenso nachdrücklich unterstützen würde, wie es seinen mittellosen Rassegenossen zu einer Zeit, als Deutschlands Schwäche den Zustrom der Ostjuden nicht aufhalten konnte, die Einwanderung nach Deutschland ermöglicht habe. Es sei jedenfalls an Hand der Polizei- und Steuerakten nachzuweisen, daß die große Masse der Juden mittellos nach Deutschland einwanderte und in wenigen Jahren oder Jahrzehnten zu Vermögen gelangte, während das deutsche Volk durch die Tributbestimmungen des Versailler Diktats seinen Besitz verlor oder in Arbeitslosigkeit verkam. Es bestehe daher deutscherseits auch kein Verständnis für das Mitleid, mit dem eine angeblich humanitäre Welt die Enteignung dieses dem deutschen Volke durch jüdische Geschäftsmethoden entzogenen Besitzes als ein Unrecht beklage.

Die zweite Frage, in welche Zielländer eine organisierte Abwanderung der Juden gelenkt werden soll, konnte von der Konferenz in Evian ebenso wenig beantwortet werden, da jedes der beteiligten Länder unter Bekundung grundsätzlicher Anteilnahme an dem Flüchtlingsproblem sich außerstande erklärte, größere Massen jüdischer Auswanderer auf seinem Territorium aufnehmen zu können. Nachdem noch in den Jahren 1933/34 über 100.000 Juden aus Deutschland legal oder illegal den Weg ins Ausland gefunden hatten und sich mit Hilfe ihrer jüdischen im Ausland lebenden Verwandten oder des Mitleids humanitär eingestellter Kreise in einen neuen Gaststaat einnisten konnten, haben inzwischen fast alle Staaten der Welt ihre Grenzen gegen die lästigen jüdischen Eindringlinge hermetisch verschlossen. Das Problem der jüdischen Massenauswanderung ist damit zunächst praktisch festgefahren. Viele Staaten sind bereits so vorsichtig geworden, von ordnungsmäßig einreisenden Juden mit deutschen Pässen eine Bescheinigung der deutschen Behörden zu verlangen, daß ihrer Rückreise nichts entgegensteht.

Bereits die Wanderungsbewegung von nur etwa 100.000 Juden hat ausgereicht, um das Interesse, wenn nicht das Verständnis, vieler Länder für die jüdische Gefahr zu wecken. Wir können ermessen, daß sich die Judenfrage zu einem Problem der internationalen Politik ausweiten wird, wenn große Massen der Juden aus Deutschland, aus Polen, Ungarn und Rumänien durch den zunehmenden Druck ihrer Gastvölker in Bewegung gesetzt werden.
Auch für Deutschland wird die Judenfrage nicht ihre Erledigung gefunden haben, wenn der letzte Jude deutschen Boden verlassen hat.

Es ist bereits heute für die deutsche Politik eine wichtige Aufgabe, den Strom der jüdischen Wanderung zu kontrollieren und nach Möglichkeit zu lenken. Allerdings besteht keine Veranlassung, mit anderen Staaten wie Polen, Ungarn und Rumänien, die selbst die Abwanderung ihrer jüdischen Bevölkerungsteile anstreben, an der Lösung dieses Probleme zusammenzuarbeiten. Erfahrungsgemäß konkurrieren bei dieser Prozedur die gleichgerichteten Interessen und hemmen die Verwirklichung des vordringlichen deutschen Anspruchs auf Aufnahme der deutschen Juden in andere Zielländer.

Zwar hat die rumänische Regierung einen offiziellen Appell an die Reichsregierung unter dem Motto der menschlichen Moral und Gerechtigkeit gerichtet, an einer internationalen Aktion zur Lösung der Judenfrage mitzuarbeiten. Andererseits hat aber Polen Ende Oktober v. J. eine Verordnung erlassen, deren Durchführung die Rückkehr von 60.000 aus Deutschland ansässigen Juden polnischer Staatsangehörigkeit nach Polen praktisch unmöglich gemacht hätte. Bekanntlich mußte sich die Reichsregierung daraufhin entschließen, etwa 16.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit, denen ihre Familien folgen werden, kurz vor Inkrafttreten der polnischen Verordnung nach Polen abzuschieben. Die ungarische Regierung hat allerdings insoweit Verständnis für die deutsche Judenpolitik gezeigt, als sie von sich aus die Arisierung jüdisch-ungarischer Geschäfte in Deutschland d.h. Ersetzung der jüdischen Geschäftsinhaber durch nationale Ungarn in Aussicht gestellt hat. Im allgemeinen zeigt sich aber das Bild, daß das egoistische Interesse der beteiligten Staaten an einer vorzugsweisen Abschiebung ihrer eigenen jüdischen Volksteile vor jeder internationalen Lösung den Vorrang besitzt. Deutschland wird daher selbst die Initiative ergreifen, um zunächst für die Abwanderung der Juden aus Deutschland Mittel, Wege und Ziel zu finden.

Palästina, das der Volksmund bereits schlagwortartig zum Auswanderungsland bestimmt hat, kommt als Ziel der jüdischen Auswanderung schon deswegen nicht in Frage, weil seine Aufnahmefähigkeit für einen Massenzustrom von Juden nicht ausreicht. Unter dem Druck des arabischen Widerstands hat die Britische Mandatsregierung die jüdische Einwanderung nach Palästina auf ein Minimum beschränkt. Von deutscher Seite war zunächst die Auswanderung deutscher Juden nach Palästina durch Abschluß eines Abkommens mit der Vertretung des Judentums in Palästina, das den Transfer jüdischen Vermögens im Wege zusätzlichen Exports ermöglichte, weitgehend gefördert worden.(Haavara-Abkommen). Abgesehen davon, daß durch diese Methode lediglich einer geringen Anzahl vermögender Juden, aber nicht der Masse besitzloser Juden die Auswanderung ermöglicht wurde, standen auch grundsätzlich außenpolitische Erwägungen dieser Form der Auswanderung entgegen: Der Transfer jüdischen Vermögens aus Deutschland trug nicht unwesentlich zum Aufbau eines Judenstaats in Palästina bei.

Deutschland muß aber in der Bildung eines Judenstaats, der auch in Miniaturform für das Weltjudentum eine ähnliche Aktionsbasis wie der Vatikanstaat für den politischen Katholizismus bilden würde und der nur einen Bruchteil der Juden absorbieren könnte, eine Gefahr sehen. Die Erkenntnis, daß das Judentum in der Welt stets der unversöhnliche Gegner des Dritten Reiches sein wird, zwingt zu dem Entschluß, jede Stärkung der jüdischen Position zu verhindern.
Ein jüdischer Staat würde aber dem Weltjudentum einen völkerrechtlichen Machtzuwachs bringen.


Alfred Rosenberg
hat diese Gedanken in seiner Rede in Detmold am 15. Januar d. J. folgendermaßen formuliert:

„Das Judentum erstrebt heute einen Judenstaat in Palästina. Aber nicht etwa, um den Juden in aller Welt eine Heimat zu geben, sondern aus anderen Gründen; das Weltjudentum müsse einen kleinen Miniaturstaat haben um exterritoriale Gesandte und Vertreter in alle Länder der Welt senden und durch diese seine Herrschaftsgelüste vorwärtstreiben zu können. Vor allem aber will man ein jüdisches Zentrum, einen jüdischen Staat haben, in den man die jüdischen Hochstapler aus aller Welt, die von der Polizei anderer Länder verfolgt werden, unterbringen, mit neuen Pässen ausrüsten und dann in andere Teile der Welt schicken kann. Es ist zu wünschen, daß die Judenfreunde in der Welt, vor allem die westlichen Demokratien, die über soviel Raum in allen Erdteilen verfügen, den Juden ein Gebiet außerhalb Palästinas zuweisen, allerdings nicht, um einen jüdischen Staat, sondern um ein jüdisches Reservat einzurichten.“

Das ist das Programm der außenpolitischen Haltung Deutschlands in der Judenfrage. Es besteht deutscherseits ein größeres Interesse daran, die Zersplitterung des Judentums aufrechtzuerhalten. Die Kalkulation, daß sich damit in der ganzen Welt Boykottherde und antideutsche Zentren bilden würden, läßt die bereits jetzt zu beobachtende Erscheinung außer acht, daß der Zustrom der Juden in allen Teilen der Welt den Widerstand der eingesessenen Bevölkerung hervorruft und damit die beste Propaganda für die deutsche Judenpolitik darstellt.

In Nordamerika, in Südamerika, in Frankreich, in Holland, Skandinavien und Griechenland – überall, wohin sich der jüdische Wanderungsstrom ergießt, ist bereits heute eine deutliche Zunahme des Antisemitismus zu verzeichnen. Diese antisemitische Welle zu fördern, muß eine Aufgabe der deutschen Außenpolitik sein.
Sie wird weniger erfüllt durch deutsche Propaganda im Ausland, als durch die Propaganda, die der Jude zu seiner Verteidigung in Gang zu setzen gezwungen ist.
Sie wird sich in ihrer Wirkung zuletzt gegen ihn selbst wenden. Die Berichte der deutschen Auslandsbehörden beweisen die Richtigkeit dieser Auffassung:

Presse und amtliche Berichterstattung aus Nordamerika melden laufend von antijüdischen Kundgebungen der Bevölkerung. Es ist vielleicht symptomatisch für die innenpolitische Entwicklung in USA, daß die Hörerschar des bekannten antijüdisch eingestellten „Radiopriesters“ Coughlin auf über 20 Millionen angewachsen ist.
– Die Gesandtschaft in Montevideo berichtet am 12. Dezember v. J., „daß der jüdische Zustrom monatelang Woche für Woche andauert. Es steht außer Frage, daß der Antisemitismus hier wächst.“ – Saloniki berichtet unter dem 30. November 1938: „daß Kräfte am Werk sind, um den Haß gegen die Juden zu schüren“, und gleichzeitig, daß das griechische Freimaurertum die antisemitische Bewegung zu hemmen bemüht ist. –

In Frankreich sollte sich im April d. J. die Pariser Stadtversammlung über einen Antrag aussprechen, auf Grund dessen die Naturalisierung von Juden in Zukunft abgelehnt werden sollte. Die Beratung über die Judenfrage endete mit einer Schlägerei der Debatteredner. Lyon berichtet am 20. Dezember v. J.:
„Die Einwanderung jüdischer Flüchtlinge hat hier letzthin zu Unliebsamkeiten geführt. Die allgemein in Frankreich bestehende, auf geschäftlichen und Konkurrenzgründen beruhende Abneigung gegen die neuen Eindringlinge ist unverkennbar.“ – Diese Abneigung ist inzwischen so gewachsen, daß sich bereits eine jüdische Abwehr gegen den Antisemitismus in Frankreich organisiert hat (Bericht Paris vom 19. November v. J.). –

Die Gesandtschaft im Haag berichtet am 30. Dezember v. J.: „Unter dem Eindruck der zahlreichen Emigranten aus Deutschland, die sich namentlich in Amsterdam sehr breit machen, ist der Antisemitismus in Holland im starken Zunehmen. Und wenn es so weiter geht, kann der Fall leicht eintreten, daß der Holländer für das Vorgehen Deutschlands gegen die Juden nicht nur Verständnis gewinnt, sondern auch den Wunsch empfindet, es ebenso zu machen wie wir.“ –

Die Gesandtschaft in Oslo berichtet am 8. April v. J.. „Während noch vor wenigen Jahren das Straßenbild 0slos kaum durch Juden entstellt wurde, ist hierin in letzter Zeit ein starker Wandel eingetreten. Auf den Straßen, in den Restaurants und vor allem in den Kaffeehäusern sitzen die Juden zu scheußlichen Klumpen geballt.
Die Norweger werden mehr und mehr verdrängt. Die norwegische Presse, die bisher so gar kein Verständnis für die Judenfrage hatte, merkt plötzlich, was es heißt,
wenn eines Tages die Kinder Israels wie die Heuschrecken in ein Land einfallen. Es wird eine ganz heilsame Lehre rein, die Norwegen hier erteilt wird.“

Diese Beispiele aus der Berichterstattung der Auslandsbehörden können beliebig vermehrt werden. Sie bestätigen die Richtigkeit der Erwartung, daß die Kritik an den mangels Tatbestandes in vielen Ländern nicht verständlichen Maßnahmen zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Lebensraum eine Übergangserscheinung darstellt und sich in dem Augenblick gegen das Judentum selbst wenden wird, wo der Augenschein die Bevölkerung lehrt, was die jüdische Gefahr für ihren Bestand bedeutet. Je ärmer und damit belastender für das Einwanderungsland der einwandernde Jude ist, desto stärker wird das Gastland reagieren und desto erwünschter ist die Wirkung im deutschen propagandistischen Interesse. Das Ziel dieses deutschen Vorgehens soll eine in der Zukunft liegende internationale Lösung der Judenfrage sein, die nicht von falschem Mitleid mit der „vertriebenen religiösen jüdischen Minderheit“, sondern von der gereiften Erkenntnis aller Völker diktiert ist, welche Gefahr das Judentum für den völkischen Bestand der Nationen bedeutet.

Im Auftrag

Schumburg

 

Teil 1

Teil 2

Teil 3

gefunden bei: Das Haavara Abkommen

 

Ubasser

10 Kommentare zu “Das Haavara Abkommen – Teil 4

  1. Antimist sagt:

    Madagaskar wäre zum damaligen Zeitpunkt ideal gewesen und die Behauptungen, man könne dort nur ein paar tausend Juden ansiedeln, waren wohl von den Juden frei erfunden. Heute gibt es in M. 22 Mio Einwohner.

    Man hätte die dortigen Ureinwohner großzügigst aussiedeln müssen. Egal, wieviel Geld das gekostet hätte. Es wäre selbst heute noch ein Gewinn für die Welt, die 22 Mio auszusiedeln und jedem 10 Mio € für ein neues Leben in die Hand zu drücken.

    Das ist der Schaden, den die Welt wohl innerhalb eines Monats oder einer Woche durch die Juden erleidet!

    Die Juden müßten komplett von den Nichtjuden der Welt isoliert werden. Total. Keine Hilfe, kein Handel, keine Kommunikation. Kein Jude darf je die Insel lebend verlassen. Sonst fängt alles noch einmal von Vorne an.

  2. adeptos sagt:

    die juden können NICHT LIEBEN weil ihr Herz VERSTOCKT IST -VERSTOCKT heisst UNGERECHT….so steht es schon im AT…….OCKT stammt von der Wurzel ACHT -8 ist die Zahl der Gerechtigkeit – steht auch für den CHRISTENGOTT >>> (G) OTT >>>> wenn man zum Beispiel das G -das kleine häckchen -aufbiegt – gibt es wieder eine 0 , so heisst gott eigentlich OTTO -was acht bedeutet – die liegende 8 „steht“ für die unendlichkeit -ohne Anfang und ohne Ende……(sorrry kurzer discurs :-))

  3. […] Teil 4 Share this:TwitterFacebookE-MailDruckenGefällt mir:Gefällt mirEinem Blogger gefällt das Artikel. « „Wer Steuern oder illegale Abgaben an die Bundesrepublik in Deutschland freiwillig zahlt – begeht Hochverrat am deutschen Volk..“! – Teil II Bedrohungen durch BRD – “Behörden” » […]

  4. komm nicht drauf sagt:

    @UBasser

    “Normalerweise sollten sie uns lieben……????”

    Ohne uns kein Israel.
    Mit Israel haben nicht nur wir uns, sondern den Arabern und der ganzen Welt ins Knie geschossen.

    Der Teufel hat Dank anderer endlich seine eigene Hölle bekommen.

    Das war die Dümmste Idee, die es neben der Atombombe und Gentechnik je gab.

  5. komm nicht drauf sagt:

    @UBasser

    „Normalerweise sollten sie uns lieben……????“

    Ja.
    Weil wir dem Artikel nach so blöd waren und e alles versuchten Ihnen alles recht zu machen. Warum auch immer.

    Das wir Deutschen so naiv und blöd waren und sind, muß wohl am Rassencharakter liegen.

  6. komm nicht drauf sagt:

    Jetzt habe ich die 4 Teile gelesen und weiß immer noch nicht, wieso uns die Juden pausenlos seit 1945 anpissen. Nach diesem Artikel verstehe ich es erst noch weniger als vorher. Eigentlich müssten sie die Deutschen lieben. Oder verpass ich da dauernd was?

    • UBasser sagt:

      Normaler Weise sollten sie uns lieben 🙂
      Warum nicht? Warum nutzen die Juden jeden nur aus? Welchen Zweck verfolgen sie? Dieser kleine Artikelserie ist nur dafür bestimmt, zu erkennen, das wir verarscht werden. So siehts aus. Normalerweise sollten sie uns lieben……????

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