Der Judenstern

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28. August 2012 von UBasser


Judenstern…

andere Bezeichnung für Gelber Stern, den die Juden um deutschen Herrschaftsbereich im 2. Weltkrieg tragen mußten.  Grundlage hierzu bildete eine Verordnung, die am 23.11 1939 auf das besetzte Polen erlassen, und an 2.9 1941 auf das Reichsgebiet mit Wirkung vom 15.9 1941 erweitert wurde.

Der gelbfarbene Stern mit der Aufschrift „Jude“ mußte auf der linken Brustseite bis zum Kriegsende getragen werden.

In Frankreich, Dänemark und Norwegen wurde der Judenstern nicht eingeführt.

Die Verfügung zum Tragen des gelben Judensterns und die Aufhebung der Sondervergünstigungen für jüdische Weltkriegsteilnehmer werden dem NS-Regime als antisemitische Maßnahme vorgeworfen.

Tatsächlich gingen sie aber zumindest mit auf Forderungen zionistischer Kreise und auf Drängen von  Gegnern des NS-Regimes zurück.

 Dr. Dr. Erwin Goldmann, jüdischer Herkunft und im Dritten Reich Betreuer der nichtarischen Christen in Württemberg, dann mit Berufsverbot belegt und später verhaftet, schrieb in seinem Buch: „Zwischen den Völker“(1) auf Seite 129 ff:

„Im Jahre 1938 erzählten mir Gestapo-Beamte bei einer der häufigen Rücksprachen wegen  der Angelegenheiten meiner Schutzbefohlenen, in Berlin habe bei den zuständigen Stellen ein Direktor Georg Kareski als überzeugter Zionist wiederholt den Vorschlag gemacht, das Tragen eines Judensterns einzuführen.  Da mir klar war, zu welchem Unglück in verschiedener Hinsicht eine solche Maßnahme führen müßte, rief ich ihn sofort in Berlin an.“ 

Am übernächsten Tag suchte Goldmann den Zionisten auf, und Kareski verteidigte hart seine Meinung: „Kareski hat deshalb auch die Nürnberger Gesetze von 1935 (zur Reinheit des deutschen Blutes) ehrlich bejaht und sah in ihnen Weg zu einer klaren Trennung der beiden Völker – bei Berücksichtigung ihres Eigenlebens.

Jüdische Frauen mit Judenstern

Jude mit dem Stern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Paul Joseph Goebbels

„Nach seinen (Kareski) Angaben hat er das Goebbels schon gegen Ende 1935 bestätigt.  Was mich damals tief bewegte, war die Überlegung, wie schwer das Tragen eines Judensterns für viele werden würde, die nicht solch vorbehaltlos völkischen Standpunkt teilen können.  Am 28. Oktober 1939 wurde dann die von Kareski mit empfohlene Maßnahme für das General-Gouvernement befohlen und am 15. September 1941 für das ganze Reich.“

Kareski hielt es in seinem und seiner Freunde Standpunkt ohne Rücksicht auf Andersdenkende für richtig und würdig.  Als die Sprache auf die nichtarischen Christen kam, zuckte Kareski die Schultern: „Was haben wir uns um Euch Gojims (jüdische Bezeichnung für die Nichtjuden) zu kümmern?“  – Er gab außerdem zu, daß die Sonderbestimmungen für jüdische Frontkämpfer nicht zuletzt auf Ansuchen jüdischer Kreise beseitigt worden sein.  Das ist mir später auch im Württembergischen Innenministerium amtlich bestätig worden.

Kareski machte ferner keinen Hehl aus den Anstrengungen seiner Kreise, die Mischlinge ersten Grades auf dieselbe Stufe wie Volljuden bringen zu lassen.

Auf Seite 133 heißt es dann bei Goldmann weiter:

„Andererseits war er (Admiral Canaris) es, der bei Hitler selbst die Einführung des Judensterns mit allen ihm zur Verfügung stehehenden Mitteln durchdrückte.  Beim SD habe ich erfahren, daß er das gegen den Rat von Dr. Goebbels(2) und vielen anderen maßgeblichen Persönlichkeiten der Regierung, Partei, Wehrmacht und Polizei – selbst unter Mißachtung der Weltmeinung – erreichen konnte.  Nachträglich kam ich zu der Überzeugung, daß Canaris nach all dem, was ich von ihm gehört und gelesen habe, bei seinem Doppelspiel bis 1944 absichtlich die Abscheu der Welt gegen Deutschland geschürt hat.  Jedes Mittel, ohne Rücksicht auf etwa Betroffene, war dem Admiral und seinen Gesinnungsgenossen bei ihrem Tun recht.  Kareski und Canaris haben sich in der Frage des Judensterns aus völlig verschiedenen Gründen und auf völlig verschiedenen Wegen eingesetzt.“

Die Aussagen Dr. Goldmanns werden von anderer Seite voll bestätigt.  In Seinem Buch „Die Tragödie der deutschen Abwehre“(3) bringt Karl Bartz ein Kapitel unter der Überschrift „Canaris verlangt den Judenstern“(4). Darin beschreibt er die Einzelheiten, aufgrund von Angaben des früheren Chefs des Ministeramts im Propagandaministerium, Staatssekretär Gutterer, wie der Vertreter der Abwehr, ein Oberst M., in einer der täglichen Konferenzen Dr. Goebbels‘ mit den Abteilungsleitern und Rundfunkintendanten plötzlich die Einführung einer äußerlichen Kennzeichnung der deutschen Juden gefordert habe:  „Admiral Canaris sieht darin (jüdische Spionage und Verbreitung defätistischer Gerüchte, H.W.) eine große Gefahr, er wendet sich daher mit der Bitte an Sie, Herr Reichsminister, als Gauleiter von Berlin, Maßnahmen zu erwägen, damit zumindest die Juden in Berlin äußerlich gekennzeichnet werden.“ 

Auch sollten die „Juden der Hauptstadt“ in „Baracken oder sonstigen Sammelunterkünften“ zusammengezogen werden.  Goebbels lehnte erregt ab, wie auch jeder andere sich zu Wort meldende Teilnehmer an der Konferenz:

„Goebbels, der schon während des Vortrags alle Konsequenzen solcher Maßnahmen erfaßt hat, ist sehr erregt … Er unterbricht den Oberst – „Unmöglich!  Das ist ein Ding der Unmöglichkeit!  Ich kenne meine Berliner!  Was wird dabei herauskommen?  Ein allgemeines Bedauern und Wehklagen wird einsetzen.  Überall wird es heißen:  Die armen Juden! Und die ganze Aktion wird sich gegen die Bewegung auswirken.  Eine Anzahl sensibler Juden wird durch die Kennzeichnung zum Selbstmord getrieben werden, und wir werden im Ausland noch mehr Kredit verlieren..“(5)

Etwa 14 Tage später wiederholte dort Oberst M. unter Vorlage von Dokumenten Canaris‘ Wunsch nach Kennzeichnung der Juden und Kasernierung…  Als wieder Ablehnung erfolgte, bat Canaris bei Goebbels um einen Vorsprachetermin, den er wenige Tage darauf bekam.  In Gegenwert von Oberst M. und Staatssekretär Gutterer betonte Canaris dann: „Ich möchte zusammenfassend betonen, daß die Juden a) gekennzeichnet b) Umgesiedelt werden müssen. Dies unter allen Umständen, weil die Nachteile für das Reich bei Belassung des bisherigen Zustandes viel größer sein werden, als die psychologische Belastung, die damit verbunden ist“(6)

Goebbels hatte Bedenken gegen diese Forderungen und setzte deswegen eine Chefbesprechung dazu an, zu deren Vorbereitung sich wenige Tage später führende Vertreter des Auswärtigen Amtes (AA), der Parteikanzlei, des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) unter anderen zur weiteren Behandlung bei Goebbels trafen.  Unterstaatssekretär Luther vom AA wies Canaris Wunsch scharf zurück, das RSHA äußerte schwere Bedenken, keiner stimmte Canaris zu oder sprach für seinen Vorschlag.  Eine Ministerbesprechung fand daraufhin nicht mehr statt.

Wilhelm Canaris (1887 – 1945)

Canaris leitete dann seinen Plan Hitler direkt zu, der einschließend die Einführung des Judensterns befahl, die Ghettoisierung der Juden Berlins aber strikt ablehnte.  Heute ist wohl überzeugend erwiesen, daß Canaris schon sehr früh Hoch- und Landesverrat beging und möglichst der Reichsregierung schadende Aktionen einleitete sowie durchführte.  Auch dafür bringt Bartz viele weitere Beispiele.

 

 

 

 

 

 

 

Ernst Nolte

Der Berliner Historiker Ernst Nolte beurteilt die Bestrebungen der Zionisten ähnlich und schreibt(7): „Die Nürnberger Gesetze, weitgehend ein Versuch der Beschwichtigung gegenüber den radikal antisemitischen Teilen der Partei … fanden aber grundsätzlicheb Beifall unter den Zionisten, die ebenfalls die rechtliche und schließlich die räumliche Trennung von zwei verschiedenartigen Völkern als Ziel hatten“.

 

 

Georg Karediski

Georg Kareski, Vorsitzender der zionistischen Organisation in Deutschland, meinte in einem Interview mit der NS-Zeitung „Der Angriff“:

Ich habe seit vielen Jahren eine reinliche Abgrenzung der kulturellen Belange zweier miteinander lebenden Völker als Voraussetzung für ein konfliktfreies Zusammenleben angesehen … Die Nürnberger Gesetze vom 15. September 1935 scheinen mir, von ihren staatsrechtlichen Bestimmungen abgesehen, ganz in der Richtung auf diese Respektierung des beiderseitigen Eigenlebens zu liegen.  Wenn das jüdische Volk sich zwei Jahrtausende nach dem Verlust seiner staatlichen Selbstständigkeit trotz fehlender Siedlungsgemeinschaft und sprachlicher Einheit bis heute erhalten hat, so ist das auf zwei Faktoren zurückzuführen: seiner Rasse und die starke Stellung der Familie im jüdischen Leben.  Die Lockerung dieser beiden Bindungen in den letzten Jahrhunderten war auch für die jüdische Seite Gegenstand ernster Sorge.  Die Unterbrechung des Auflösungsprozesses in weiten jüdischen Kreisen, wie er durch die Mischehe gefordert wurde, ist daher vom jüdischen Standpunkt rückhaltlos zu begrüßen.“‘

 

Das Interview erschien im „Angriff“ am 23. Dezember 1935.  Zitiert auch in FZ, „Verschwiegene Dokumente“ München 1999 Bd. 2, S. 148

Anmerkungen

 

1  Erwin Goldmann „Zwischen den Völkern.  Ein Rückblick, Erlebnisse und Erkenntnisse“ Cramer Verlag, Köln 1975 s. 129-133, auch zitiert in Udo Walendy Historische Tatsachen Nr. 10 „Deutsch-israelische Fakten“ Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1981, S. 23

2  Joseph Goebbels hat „sich intensiv gegen den vom Widerstandskämpfer und gleichzeitigen Chef der deutschen Abwehr Admiral Canaris geforderten und schließlich durchgesetzten Judenstern gewehrt“;  Richard Harwood, in „historische Tatsachen Nr. 1“, „Starben wirklich sechs Millionen?“ Historical Review Press, Richmond (England) 1975, S. 18

3  Karl Bartz. „Die Tragödie der deutschen Abwehr“ Pilgram Verlag, Salzburg 1955, Neuauflage K.W. Schütz, Pr. Oldendorf 1972, S. 95-106

4  Ebenda, S. 95 – 112

5  Ebenda, S. 100

6  Ebenda S. 104

7  Ernst Nolte „Die Deutschen und die Vergangenheit“, Propyläen Frankfurt/M, 1995 S. 59f.

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Ubasser

3 Kommentare zu “Der Judenstern

  1. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Über die jüdische Kriegserklärung (es gab tatsächlich eine ganze Reihe davon!) und die Entwicklung der Feindseligkeit des Internationalen Judentums gegenüber Deutschland (nicht: gegenüber dem Regime!) enthält der folgende Artikel wertvolle Zusatzinformationen:

    http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/deutsch/archiv/artikel/jkriegserklaerung.html

  2. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Es ist außerordentlich verdienstvoll, daß Ubasser dieses völlig unbekannt gebliebene
    (will sagen: verschwiegene!) Kapitel ausführt!

    Es ist sehr wichtig zu wissen, wie es überhaupt dazu kommen konnte, daß im Dritten Reich die Juden erst gekennzeichnet, dann deportiert und in Lager gebracht wurden. Zwar ist in dem umfassenden Bericht des Roten Kreuzes von 1948 festgehalten, daß Deutschland ohnehin im Einklang mit dem internationalen Recht handelte, wenn es die Juden internierte. Deutschland war (laut Rotem Kreuz) aus zwei Gründen dazu berechtigt: Die Juden wurden als Sicherheitsrisiko für den Staat angesehen. Und zweitens, die internationalen Organisationen des Judentums hatten im Namen der jüdischen Minderheiten in allen Staaten wiederholt Deutschland den „Krieg erklärt“ (zB „Juda declares war to Germany!“). Zwar können diese feindseligen Erklärungen nicht als Kriegserklärungen im formalen Sinn betrachtet werden, da es keinen Staat „Juda“ gab. Aber diese Kriegserklärungen berechtigten Deutschland nun vollends, die jüdische Minderheit als staatsfeindliches Element zu sehen und zu internieren. Wie Ubasser ausführt, hat die gesamte Staatsspitze des Dritten Reiches die Forderungen von Canaris vehement abgelehnt.

    Es darf ja nicht vergessen werden, daß die westalliierten Mächte (die Sowjetunion sowieso!) alle Menschen, die sie willkürlich als Sicherheitsrisiko betrachten wollten, ebenfalls in Konzentrationslager verbracht haben. Allen voran die USA, Kanada und GB. Die USA haben ihre eigenen Staatsbürger mit deutschen, italienischen und besonders japanischen Ahnen (!!) in Lager gesperrt. Diese Gruppen haben selbstverständlich niemals so etwas wie eine „Kriegserklärung“ gegen die USA ausgesprochen. Als die Lager zu Kriegsende aufgelöst wurden, hat kein einziger der Internierten irgendeine Entschädigung erhalten.

    Kareski war ja nicht irgendwer, nicht irgendein kleiner Jude. Er war Direktor einer Berliner Bank und ein einflußreicher Mann; zudem war er Präsident der „Zionistischen Gesellschaft Deutschlands“, also der Kopf der zionistischen Bewegung; er war außerdem offizieller Berater der Reichsregierung in Judenfragen!

    Schwer zu glauben, daß Kareski und Canaris unabhängig voneinander Judenstern und Deportation gefordert haben. Canaris war ein blutrünstiger Gegner des Dritten Reiches. Sein (kriegsentscheidender!) Verrat hat Hunderttausenden von deutschen Soldaten das Leben gekostet. Er hat also nicht als besonders erbitterter „NAZI“ gehandelt, oder als Feind der Juden. Er war im Gegenteil dafür bekannt, daß er den Juden mit warmer Sympathie gegenüberstand. Er hat zahlreichen Juden im Dritten Reich geholfen, auch zur Ausreise mit allen Vermögenswerten.

    Was kann aber dann die Motivation von Canaris, dem Chef der Abwehr gewesen sein, sich derart weit aus dem Fenster zu hängen, von der Staatsspitze Kennzeichnung, Diskriminierung und Deportation zu fordern?

    Eine mögliche Antwort besteht in der Zielsetzung der zionistischen Bewegung.
    Die Zionisten waren damals eine kleine Minderheit unter den Juden. Besonders die deutschen Juden, die sich als gute heimattreue Deutsche, eben bloß mit jüdischem Glauben, betrachteten, standen den im Grunde absurden Plänen der Zionisten skeptisch und ablehnend gegenüber. Keiner wollte seine einflußreiche Stellung in Deutschland aufgeben, um im Nahen Osten auf Landwirtschaft umzuschulen. Die (im übrigen falsche!) Behauptung, vor 2000 Jahren wären die Juden doch in Palästina ansässig gewesen, und das gebe ihnen ein volles Recht auf das Land und dazu, die Palästinenser zu vertreiben, überzeugte nicht.

    Um innerhalb der Judenheit Einfluß zu gewinnen, brauchten die Zionisten staatlichen Druck von seiten Deutschlands. Wie die Aktivitäten des Präsidenten der Zionistischen Reichsvereinigung, Direktor Kareski, zeigen, förderten die Zionisten mit allen Mitteln Tendenzen im NS, die Juden zu diskriminieren. Kareski begrüßte wärmstens die Nürnberger Gesetze und schlug erhebliche Verschärfungen vor. Es gibt sehr starke Hinweise darauf, daß auch die pogromartigen Unruhen der „Reichskristallnacht“ durchaus nicht von den NS, sondern von Agenten des Judentums inszeniert worden waren (Ingeborg Weckert: „Feuerzeichen“). Zionisten und Nationalsozialisten hatten in Bezug auf die Judenfrage gemeinsame Interessen: Beide wollten, daß die Juden Deutschland verlassen. Da die übrigen Staaten der Welt die Aufnahme von Juden ablehnten (Konferenz von Evian), kam als Zielland der jüdischen Auswanderung nur Palästina in Frage, und das genau wollten die Zionisten ja erreichen!

    Es gab deshalb eine enge Zusammenarbeit zwischen den Zionisten und der Staatsführung des Dritten Reiches. Es wurde ein für die Juden außerordentlich günstiges Auswanderungsabkommen unterzeichnet („Haavara“), und die radikasten Gruppen unter den Zionisten boten Hitler sogar an, mit der Waffe in der Hand in jüdischen Verbänden für Deutschland zu kämpfen. Krieger aus Palästina sollten eine Art „jüdischer SS“ bilden!

    Canaris hatte als Chef der Abwehr natürlich enge Auslandskontakte und unternahm mehrfach Reisen ins neutrale Ausland. Es kann so gewesen sein, daß internationale zionistische Organisationen an den Judenfreund und Regimefeind Canaris herantraten und ihm nahelegten, die Diskriminierung und Deportation der Juden zu fordern.

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