18 Anzeichen dafür, dass die Finanzmärkte weltweit in eine entsetzliche Todesspirale geraten

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28. August 2013 von UBasser


Von Michael Snyder

Sie sehen es kommen, nicht wahr? Die Rendite für zehnjährige US-Treasuries schießt in die Höhe, der S&P 500 ist an neun von elf der letzten Handelstage gefallen, und aus aller Welt erreichen uns besorgniserregende Nachrichten über die wirtschaftliche Lage. Die erwartete »finanzielle Korrektur« rückt näher, Investoren rennen zu den Notausgängen.

Eine solche Häufung von gleichzeitigen Anzeichen für finanzielle Probleme haben wir seit den Tagen unmittelbar vor der letzten großen Finanzkrise nicht mehr gesehen. Es ist fast so, als braue sich ein »perfekter Sturm« zusammen, viel von dem »smarten Geld« wurde aus Aktien und Rentenpapieren bereits wieder zurückgezogen. Könnte es sein, dass wir uns auf einen neuerlichen Albtraum einer Finanzkrise zubewegen? Könnten wir eine Wiederholung von 2008 oder vielleicht noch Schlimmeres erleben? Natürlich glauben viele, eine große Finanzkrise wie 2008 werde es nie wieder geben.

Viele halten so ein »Untergangsgerede« für töricht. Es sind dieselben Leute, die auch den letzten Finanzkrach nicht haben kommen sehen und die sich nicht auf den nächsten vorbereiten, obwohl die Warnzeichen eindeutig sind. Hoffen wir auf das Beste, aber bereiten wir uns auf das Schlimmste vor. Momentan sieht es gar nicht gut aus. Es folgen 18 Anzeichen dafür, dass die weltweiten Finanzmärkte in eine entsetzliche Todesspirale geraten…

#1) Die Rendite für zehnjährige US-Treasuries [Staatspapiere] ist an fünf der letzten sechs Handelstage gestiegen, am Montag erreichte sie kurzzeitig die Marke von 2,9 Prozent.

#2) Rapide steigende Zinsen erschrecken Investoren und veranlassen sie, ihr Geld schleunigst aus Anleihen abzuziehen…

Investoren haben bisher im August fast 20 Milliarden Dollar aus Mutual Funds und börsennotierten Fonds abgezogen. Das ist der viertgrößte je erlebte Rückzug, laut TrimTabs-Daten. Im Juni zogen Investoren 69,1 Milliarden Dollar ab – der bisherige Rekord.

#3) Der Ausverkauf von US-Treasuries wird von Ausländern angeführt. Vor allem China und Japan verkaufen besonders aggressiv Anleihen…

China und Japan führten im Juni einen Exodus aus US-Treasuries an, nachdem es erste Anzeichen gab, dass die US-Zentralbank das Stimulusprogramm zurückfährt. Zahlen zeigen, dass der Nettoverkauf von Treasuries durch das Ausland den Rekordwert von 40,8 Milliarden Dollar erreichte.

Die Verkäufe waren Teil von Nettoverkäufen an langfristigen US-Wertpapieren durch Ausländer in Höhe von 66,9 Milliarden Dollar im Juni, dem fünften aufeinanderfolgenden Monat von Kapitalabfluss, dem größten seit August 2007, wie Zahlen des US-Finanzministeriums vom Donnerstag zeigten.

China, der größte ausländische Gläubiger, reduzierte seine Bestände an Treasuries auf 1,2758 Billionen Dollar und Japan kappte seine Bestände im dritten Monat hintereinander auf 1,0834 Billionen Dollar. Zusammen genommen bedeutete das einen Nettokapitalabfluss bei Treasuries in Höhe von 40 Billionen Dollar.

#4) Dank rapide steigender Renditen sind einige der größten börsennotierten Fonds im Moment schwer getroffen

• Der 18 Milliarden Dollar schwere Fonds iShares iBoxx $ Investment Grade Corporate Bond (Ticker: LQD) ist laut S&P Capital IQ seit dem 2. Mai um 7,94 Prozent gefallen, einschließlich reinvestierter Zinsen aus den Anleiheholdings des Fonds.

• Der 3,7 Milliarden schwere iShares Barclays 20+ Year Treasury Bond (TLT) ist in derselben Zeit um 15,9 Prozent abgestürzt. Bei steigenden Zinsen werden längerfristige Anleihen normalerweise stärker getroffen als kurzfristige. Zum Beispiel ist der Fonds iShares Barclays 3-7 Year Treasurey Bond (IEI) seit dem 2. Mai um 3,2 Prozent gefallen.

• Der PowerShares Emerging Markets Sovereign Debt (PCY), der in Staatspapieren von Schwellenländern investiert, ist um 12,7 Prozent gefallen. Das Fondsvermögen beläuft sich auf 1,8 Milliarden Dollar.

#5) In den letzten Wochen haben wir die größte Häufung von Hindenburg-Omen seit den Tagen unmittelbar vor Beginn der letzten Finanzkrise erlebt.

#6) George Soros hat eine Menge Geld darauf gewettet, dass der S&P fallen wird.

#7) Momentan ist der S&P 500 an neun der elf letzten Handelstage gefallen.

#8) Aktienkäufe auf Kredit sind auf ein extrem gefährliches Niveau gestiegen. Das gleiche Muster haben wir unmittelbar vor dem letzten Finanzkrach und vor dem Platzen der Dot-com-Blase gesehen.

Die ausgelassene Stimmung macht sich breit, während Aktienkäufe auf Kredit an der Wall Street einen Umfang von fast 377 Milliarden Dollar erreichen, kurz unter dem Allzeitrekord und deutlich über den Spitzenwerten vor dem Dot.com-Crash und der Lehman-Krise.

»Investoren waren selten stärker gehebelt als heute«, hieß es bei der Deutschen Bank. Der Anstieg der Aktienkäufe auf Kredit sei ein »Warnsignal« und sollte genau beobachtet werden.

#9) Der Zuwachs an neuen Darlehen und Pachtverträgen der Geschäftsbanken ist so langsam wie nie seit dem Ende der letzten Finanzkrise.

#10) Einem schockierenden Bericht zufolge kaschieren die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac »Milliarden von Dollar« an Verlusten. Muss ihnen erneut aus der Patsche geholfen werden wie bei der letzten Finanzkrise?

#11) Wal-Mart meldete enttäuschende Verkaufszahlen für das zweite Quartal. Der Verkauf ging in Märkten, die seit mindestens einem Jahr bestehen, um 0,3 Prozent zurück. Damit setzt sich der seit Jahren bestehende Trend fort.

#12) Die Zahl der Privatinsolvenzen in den USA erlebte den größten Vierteljahres-Anstieg seit drei Jahren.

#13) Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes hat in den USA einen neuerlichen Tiefstand erreicht.

#14) Die massiven Unruhen in Ägypten könnten den Fluss von Öl aus dem Nahen Osten unterbrechen…

Nach einer Woche blutigen Durchgreifens der ägyptischen Armee hat die Furcht vor einer Unterbrechung der Öllieferungen an den Westen den Ölpreis in die Höhe getrieben. Der Preis für die Sorte Brent erreichte am Donnerstag mit 111,23 Dollar den höchsten Wert seit vier Monaten. Wenn sich die Unruhen weiter verschärfen – oder sich auf andere Länder ausweiten –, werden die Risikoprämien, die zurzeit in den Rohölpreis eingerechnet sind, vermutlich weiter steigen.

#15) Die Aktienpreise in Europa haben den größten Rückgang in sechs Wochen erlebt.

#16) Die japanische Staatsverschuldung hat kürzlich die Eine-Billiarde-Yen-Marke überschritten, viele Beobachter gehen davon aus, dass der Kollaps des japanischen Finanzsystems jederzeit einsetzen könnte.

#17) In Indonesien stürzt der Aktienmarkt »brutal ab«.

#18) In Indien ist die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen von 7,1 Prozent im Mai auf 9,25 Prozent heute in die Höhe geschnellt.

Achten Sie in den nächsten Monaten besonders auf die großen Banken, die als »zu groß, um bankrottzugehen« gelten, sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten. Bei der nächsten Finanzkrise werden sie wieder eine Hauptrolle spielen. Sie sind unglaublich rücksichtslos, und wie James Rickards jüngst in einem Interview mit Greg Hunter sagte, sind wir weit schlechter gerüstet, mit einer großen Bankenkrise fertigzuwerden, als 2008…

Was wird die nächste Krise auslösen? Rickards sagt: »Das Problem 2008 waren die Banken, die als ›zu groß, um bankrottzugehen‹ galten. Die Banken sind heute größer. Ihre Derivate-Bücher sind dicker. Mit anderen Worten: Alles, was 2008 falsch war, ist heute schlimmer.« Rickards warnt: »Beim letzten Mal, 2008, als die Krise begann, lag die Bilanz der Fed bei 800 Milliarden Dollar. Heute beträgt sie 3,3 Billionen Dollar und steigt mit einer Rate von jährlich einer Billion.« … »Sie werden eine schlimmere Bankenkrise erleben als beim letzten Mal, weil das Bankensystem größer ist ohne die Ressourcen, weil die Fed leergezapft ist.« Zur Frage der Gelddruckerei bei der Fed sagt Rickards voraus: »Ich glaube nicht, dass sie das tun werden. Die wirtschaftliche Basis ist schwach. 50 Millionen Amerikaner erhalten Lebensmittelmarken, 24 Millionen sind arbeitslos und elf Millionen arbeitsunfähig, und all diese Zahlen steigen.«

Wir haben uns nie auch nur ansatzweise von der letzten Finanzkrise und der letzten Rezession erholt. Jetzt rollt die nächste Welle des wirtschaftlichen Kollapses heran, und zwar schnell. Ich hoffe, dass Sie sich die Zeit nehmen, sich auf den nahenden Sturm vorzubereiten, denn er wird äußerst schmerzlich sein.

Quelle: Kopp-Verlag

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Ubasser

2 Kommentare zu “18 Anzeichen dafür, dass die Finanzmärkte weltweit in eine entsetzliche Todesspirale geraten

  1. Apokalypse

    We made the mountains shake with laughter
    As we played hiding in our corner of the world
    Then we did the demon dance and rushed to nevermore
    Threw away the key and locked the door

    „Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel der Erkenntnis empfangen; sie versteckten sie. Sie sind selbst nicht hineingegangen, und die hineingehen wollten, ließen sie nicht. Ihr aber, werdet klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“

    Jesus von Nazareth (nicht in der Bibel zu finden)

    „So kam mit dem Gold und der Arbeitsteilung zugleich der große Friedensstörer, der Zins, auf die Welt. Die Arbeitsteilung an sich verlangt keinen Zins. Wer sollte da auch Zins zahlen und weshalb? Die Arbeitsteilung hätte also den Menschen allgemeinen Wohlstand bringen sollen, da sie ja kein Vorrecht einzelner, sondern allen Menschen zugänglich ist. Aber aus den Händen des Goldes empfing die Menschheit diese Götterkraft nur unter der Bedingung des Zinses, und damit auch der Trennung der Menschen in arm und reich. Als ob neidische Götter der Menschheit den Machtzuwachs nicht gegönnt, die Unabhängigkeitserklärung der Menschen vom göttlichen Gängelband gefürchtet und dem dadurch vorgebeugt hätten, dass sie nach dem Grundsatz „teile und herrsche“ den Zins als Spaltpilz in die Menschenfamilie eingepflanzt hätten!“

    Silvio Gesell (Ist der Bürger- und Völkerfrieden vereinbar mit der Goldwährung?)

    Wo wir heute vielleicht schon sein könnten, wäre die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) bereits nach dem ersten Weltkrieg verwirklicht worden (womit sich der zweite erübrigt hätte), kann bestenfalls erahnen, wer die „Großen Vier“ (Heinlein, Asimov, Lem, Clarke) vollständig gelesen hat. Wo die Menschheit aber heute wäre, hätte es die „heilige katholische Kirche“ nicht gegeben, sprengt jedes Vorstellungsvermögen!

    In the misty morning, on the edge of time
    We’ve lost the rising sun, a final sign
    As the misty morning rolls away to die
    Reaching for the stars, we blind the sky

    Die Erbsünde – und damit auch Massenarmut, Umweltzerstörung, Terrorismus und Krieg sowie alle anderen Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen – lässt sich nicht verbieten (wie bereits in Genesis_3 beschrieben), sondern kann nur mit Intelligenz aus der Welt geschafft werden! Dazu muss man erst einmal wissen, was die Erbsünde ist.

    Oh they say that it’s over
    And it just had to be
    Oh they say that it’s over
    Poor lost children of the sea

    Jüngstes Gericht

  2. neuesdeutschesreich sagt:

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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