Entnazifizierung und Umerziehung zu Marionetten – das wichtigste Kriegsziel der Alliierten!

13

17. Oktober 2013 von UBasser


Die heutige gehirngewaschene allgemeine Aussage:

„Eine personelle Umschichtung wie in der Sowjetischen Besatzungszone zogen die westlichen Besatzungsbehörden nicht in Erwägung, sie schien ihnen funktionsgefährdend, und überdies hätte sie heftige Opposition deutscher gesellschaftlicher Institutionen herausgefordert, mit denen die Militärregierungen sich arrangieren wollten – so vor allem der Kirchen.“

Die Tatsachen

Alliierte Beschlußlage

Alliiertes Entnazifizierungslager

Alliiertes Entnazifizierungslager

Radikale Säuberungsaktionen, auch gegen deutsche Lehrer, wurden nicht nur „in Erwägung gezogen“, sie waren verbindlicher Bestandteil des gemeinsamen Abkommens aller alliierten Siegermächte in Potsdam 1945. Darin wurde u.a. verfügt, daß alle Deutschen aus Diensten und Ämtern nahezu aller Berufe zu entfernen seien, die sich feindlich gegenüber der Besatzungsmacht zeigen oder die aktive Mitglieder der „Nazi-Party“ waren.(1) Die Mitgliedschaft im NS-Lehrerbund (NSLB, eine Parteiuntergliederung) war jedoch nicht freiwillig weil damit z.B. auch finanzielle Versorgungsansprüche und Sozialversicherungen gekoppelt waren. Es sind Fälle belegt, daß die Weigerung zum Eintritt in den NSLB und in die NSDAP zum Berufsverbot als Lehrer führte und damit zur Gefährdung der eigenen wirtschaftlichen Existenz. Über die politische Einstellung sagte diese Zwangsmitgliedschaft also wenig aus.(2)

Anmerkung: Die Unterstellung, es habe bei der feindseligen Brutalität der Siegermächte Unterschiede zwischen Ost und West gegeben, sind im diskutierten Zusammenhang sachlich falsch. Eine politische Säuberung aller deutschen Lehrer wurde gemeinsam von ihnen beschlossen und durchgeführt.

Lehrer-Säuberungen

Die Verfolgungspraxis zeigte bald, daß sich die Massensäuberungen relativ wahllos gegen die berufstätige deutsche Bevölkerung insgesamt richtete, ohne ernsthaften Bezug zu früheren politischen Aktivitäten oder Einstellungen zur Besatzungsmacht. Die politischen Säuberungen der Alliierten sind statistisch am besten dokumentiert für die US-Besatzungszone Bayern. Bis September 1946 wurden dort zum Beispiel auf 17.818 Planstellen für Volksschullehrer (=Hauptschule) insgesamt 9.831 Lehrer entfernt. Das entspricht einer Quote von 55,2 Prozent. Allerdings waren 1.355 dieser Planstellen unbesetzt, weil die Lehrer während des Krieges zum Fronteinsatz eingezogen worden waren und gefallen oder noch nicht aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren. Demnach wurden dort also rund 60 Prozent der tatsächlich aktiven Volksschullehrer ohne Prüfung einer individuellen Verfehlung Opfer der Verfolgungen. Die statistischen Daten über die Entlassungen von Lehrern an höheren Schulen (Mittelschulen, Gymnasien) sind heute bemerkenswerterweise „verschwunden“. Ein Ministeriumsmitarbeiter aus jener Zeit wußte aber von einer Quote von mehr als 75 Prozent zu berichten.(3)

Dieses Vorgehen war konsequent, da alle bekannten Sieger-Pläne für ein Nachkriegsdeutschland von seiner kulturellen Demontage ausgingen. Unterrichtsinstitutionen sollten nicht mehr fortgeführt werden. Erst die ausufernde Jugendkriminalität (München: Panther-Bande, Einzelfall Siegfried Helm), einschließlich Plünderung in Kasernen der Besatzer, zwang die Besatzungsmächte, Schulen wieder einzuführen zur Kontrolle deutscher Jugend. Bei dieser Beobachtung fällt vor allem die Nähe auf zu Inhalten des „Nizer-Plans“ über den Umerziehungseinfluß künftiger Schulen im Besatzungsdeutschland.

Anmerkung: Zur kulturellen Demontage des besiegten Deutschland wurden in der US-Besatzungszone rund zwei Drittel aller Lehrer ohne geprüften Grund aus ihrem Beruf entfernt.

Proteste gegen die Besatzungspolitik

Nach den Protesten des ersten bayerischen Ministerpräsidenten Fritz Schäffer und des ersten bayerischen Kultusministers Hipp wurden beide durch Besatzungskommissare abgesetzt, die Regierung mußte zurücktreten. Die angebliche Angst der Alliierten vor „heftiger Opposition deutscher gesellschaftlicher Institutionen“ ist insoweit kaum zu erkennen. Nicht nur Lehrer wurden „umgeschichtet“, auch andere Berufsgruppen wurden Opfer der politischen Verfolgungen in den westlichen Besatzungsgebieten. Im US-Besatzungsgesetz Nr. 8 vom September 1945 wurde verfügt, daß die gesamte Privatwirtschaft zu säubern sei. In der US-Zone erfaßte daraufhin der große Staubsauger an einem Tag 25.000 Bankbeamte, etwa 50 Prozent aller dort Beschäftigten. Als der US-Militärgouverneur General Patton gegen diese Besatzungspolitik in Washington protestierte wurde auch er „umgeschichtet“ und seines Amtes enthoben. Sein plötzlicher Tod kurz darauf durch einen mysteriösen Auto-Unfall hinterläßt bis heute Fragen.

Anmerkung: Es gab heftige heftige Opposition in Deutschland gegen die stalinistischen Säuberungen der US-Besatzung, doch gibt es keinen Hinweis auf irgendeine Wirkung. Im Gegenteil wurden auch bis zur Hälfte der Beschäftigten in anderen Schlüsselberufen ohne Grund entlassen.

Saubere Kirchen
Aufhebung der Säuberungsfeme gegen eine Lehrerin aus Sinzig/RLP im Oktober 1948

Aufhebung der Säuberungsfeme gegen eine Lehrerin aus Sinzig/RLP im Oktober 1948

Als der Münchner Kardinal Faulhaber protestierte, blieb dies ergebnislos. Im Gegenteil wurden auch die Kirchen Ziel alliierter Säuberungen, vor allem die katholische Kirche. In Regensburg z.B. wurden 77 Prozent der Mitarbeiter in katholischen Gemeinde-Ämtern aus ihren Arbeitsstellen entfernt in Augsburg sogar 82 Prozent. Auf alliierter Seite war man der Auffassung: „Die Religion in Deutschland ist ein Problem für die Demokratie“. Daß das alliierte Besatzungsregime sich angeblich mit den deutschen Kirchen „arrangieren“ wollte, ist also ebenfalls schwer zu erkennen.(4)

Anmerkung: Besonders anstößig sind die Unwahrheiten des nominierten Verfassers bei der ausdrücklichen Erwähnungen der Kirchen als angeblich bevorzugter Adressaten westlicher Besatzungsmächte. Speziell US-amerikanische Säuberungen hatten sogar ausdrücklich die politische Unterdrückung deutscher Kirchen zum Ziel mit entsprechender Säuberung ihres Personals.

Ganz im Gegensatz zu dem, was die oben genannte Aussage uns heute weismachen will, war die Besatzungszeit in Wirklichkeit vor allem in ihren Anfängen eine alptraumhafte Schreckensherrschaft für die deutsche Bevölkerung, auch im Westen. Westalliierte Besatzungsbehörden verhafteten im ersten Jahr nach dem Krieg rund 280.000 angebliche NS-Täter.(5) Alliierte Besatzungsgerichte der Westzonen sprachen tausende von Verurteilungen aus, davon 800 Todesurteile, von denen mehr als 500 vollstreckt wurden.(6) In Einzelfällen kam es auch zur willkürlichen Erschießung deutscher Passanten auf der Straße durch Besatzungssoldaten. Wie z.B. in einem Fall ohne Bestrafung des Täters.(7) Selbst US-Offiziere in Frankfurt stellten fest: „The Germans fear American Gestapo“.(8)

Das Fazit

Die oben genannte Aussage zeigt vor allem erhebliche Unkenntnis der historischen Fakten und Hintergründe alliierter Besatzungsherrschaft in Deutschland und zeichnet dabei ein abwegiges Bild des deutschen Alltags in den westlichen Besatzungszonen. Eine breit angelegte politische Säuberung des besiegten Gegners war vertraglich verabredetes Kriegsziel der Siegermächte. Das als „de-nacification“ oder „re-education“ bezeichnete Gehirnwäscheprogramm stammte von anglo-amerikanischen Theoretikern und offensichtlich schon ausweislich seiner Begriffe nicht unbedingt aus der Sowjetischen Besatzungszone, wo die Umerziehung etwas „handfester“ und blutiger konzipiert wurde. Die im Zitat versuchte peinliche Mohrenwäsche für die westlichen Besatzungszonen geht vielleicht unausgesprochen von dem Maßstab aus, daß die Entnazifizierung dort weniger Todesopfer kostete als unter der Sowjetherrschaft. Die vielfach von politischem Fanatismus charakterisierten Maßnahmen wurden jedoch auch im Westen insgesamt radikal und meist ohne Sinn für gerechte Maßstäbe durchgeführt.

Belege:

(1) Nachweis der alliierten Beschlußlage
Im Abschlußprotokoll der Konferenz von Potsdam vom 1. August 1945, Kap. II – „The Principles to Govern…“, Abschnitt A – „Political Principles“, Absatz 6: „All members of the Nazi Party who have been more than nominal participants in its activities and all other persons hostile to Allied purposes shall be removed from public and semi-public office, and from positions of responsibility in important private undertakings.“ Publiziert in: Foreign Relations of the U.S.Diplomatic Papers. The Conference of Berlin (The Potsdam Conference) 1945 Vol 2. Washington 1960, S.1482.
(2) Berufsverbot im NS-Staat
Laut rückblickender Denkschrift des bayrischen Lehrervereins vom 10. Januar 1948, publiziert in Müller, Winfried: Schulpolitik in Bayern im Spannungsfeld von Kultusbürokratie und Besatzungsmacht 1945-1949. München 1995, S.71. Ebd., S.76 der Brief von Lehrer Otto E. vom 30. Januar 1948 mit dem Bericht über eine Entlassungsdrohung wegen fehlender Parteimitgliedschaft.
(3) Entlassungszahlen
Laut Statistik der bayrischen Schulbehörde vom 25. September 1946, publiziert in: Müller, Winfried: Schulpolitik, a.a.O., S.71
(4) Katholische Säuberungen
Laut Zentner, Ch: Das Dritte Reich. Bd. 5, o.O., o.J., S.231. Das Demokratieproblem laut Rupieper, Hermann-Josef: Die Wurzeln der westdeutschen Nachkriegsdemokratie. Der amerikanische Beitrag 1945-1952. Opladen 1993, S.120.
(5) Massenverhaftungen
Deschner, G.: Entnazifizierung. In: Zentner, a.a.O., Bd. 5, S.225.
(6) Fleißige Henker
Insgesamt „nur“ 5.000 Verurteilungen für alle Westzonen laut Steinbach, Peter: Nationalsozialistische Gewaltverbrechen. Berlin 1981, S.29. Laut Deschner in Zentner, a.a.O., S.230 f. sollen allerdings alleine nur in der US-Zone 6.000 Verhaftete zu Arbeitslager und Vermögenskonfiszierung verurteilt worden sein.
– Willy Brandt (=Herbert Frahm): Verbrecher und andere Deutsche: „Ich habe mich nie zu einer Begeisterung für Todesurteile aufraffen können, aber so wie die Welt, in der wir leben, nun einmal ist, rechnete ich damit, daß es notwendig sein werde, eine ganz große Anzahl wertlosen nazistischen Lebens auszulöschen.“ Zitiert nach Peter Kleist: Wer ist Willy Brandt? Hannover 1970, S.26.
Sebastian Haffner: Vereinigte Staaten von Europa. In: World Review 10.12.1942: „Aller Wahrscheinlichkeit nach bedeutet unser Sieg die Tötung von 500.000 jungen Deutschen, entweder durch ein summarisches Kriegsgericht oder ohne eine solche Zermonie.“
(7) Schützeneifer
Bericht eines Auslandskorrespondenten: „Ein Volk auf Abbruch“ in der Schweizer Zeitung „Die Tat“ vom 26.02.1947, publiziert auch in Zentner, a.a.O., S.253.
(8) US-Gestapo
– Wochenbulletin der US-Militärverwaltung der Stadt Frankfurt/M. vom 8. September 1945. Zitiert nach Deschner in Zentner, a.a.O., S.225.
– New York World Telegram, 21. Januar 1946: „So ist es nun einfach, die Amerikaner betrachten die deutschen Frauen als Beuteobjekte, genauso wie Photoapparate und Feldstecher.“

Quelle: histor.ws

..

Ubasser

13 Kommentare zu “Entnazifizierung und Umerziehung zu Marionetten – das wichtigste Kriegsziel der Alliierten!

  1. Sonny sagt:

    Also da ich gerade ein Referat zu dem Thema machen, bin ich unter anderem auch auf diesen Artikel gestoßen. Ich hab schon davor einiges gelesen gehabt und mir war daher klar, dass die Entnazifizierung definitv ihre Schattenseiten hat und die sind ganz klar auch in der wahllosen Entlassung aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Artikel ein wenig so wirkt, als wäre es schlecht gewesen rigoros zu entnazifizieren. Und das ist falsch. Schaut man sich das ganze genauer an, wurde längst nicht genau entnazifiziert. Da kamen viel zu viele davon.
    Die Entnazifizierung ist ein Thema, das meiner Meinung nach kein positives Licht auf irgendwen wirft, weder auf die Alliierten noch auf die Deutschen.

  2. […] eine unrühmliche Rolle z. B. bei den Nürnberger Schauprozessen und generell bei der sog. Entnazifizierung. Eine weitere Gefährdung ging aus von der „Jüdischen Brigade“, die die gesamte Bevölkerung […]

  3. neuesdeutschesreich sagt:

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

  4. Waffenstudent sagt:

    VON LEHRERN UND ANDEREN ERLEBNISSEN VOR DEM KREUZ

    Unser Lehrer war jung, klein aber stämmig und stammte von der Ahr. Etwa ein Drittel der Unterrichtszeit nutzte er dazu, uns Jungen und Mädchen mit den Grundregeln des Luftkampfes einer Me 109 vertraut zu machen. Er war nämlich als Jagdflieger mit Kriegsabitur noch zu verschiedenen Einsätzen gekommen und hatte wohl als einer der wenigen seiner Kameraden den Krieg unversehrt überlebt. Seine Schilderungen waren derart genau, daß einige Schüler möglicherweise in der Lage gewesen wären, eigenständig mit einer Me 109 zu fliegen. Diese Erzählungen wurden durch beindruckende Schilderungen von Nahkämpfen an der Westfront umrahmt, zu denen man unseren Lehrer zum Schluß noch eingesetzt hatte. Grundsätzlich hatte der Mann das, was man früher „Schneid“ nannte. Damals in der dritten und vierten Schulklasse hatte ich große Achtung vor dem Mann.

    Nun war er Lehrer an einer katholischen Volksschule im Sieg- und Hellertal und mußte den ganzen Umerziehungsschwachsinn, nämlich deutsche Kinder zu braven katholischen Pazifisten zu erziehen, mit umsetzen. Damals gab es noch die praktizierte Prügelstrafe, und unserem Lehrer wurden gern die kräftigen älteren Schüler zugeführt, die gefrevelt hatten, damit er sie mit dem Rohrstock tüchtig abstrafte. Dabei gehörte zu den strafenswerten Schandtaten auch das Schwänzen eines Pflichtgottesdienstes, Schwätzen während der Messe, fehlerhaftes Messdienern, unfertige Hausaufgaben, Verspätungen, Bummeln auf dem Heimweg und vieles mehr. Natürlich war der Pastor ständig in der Schule und kontrollierte die Arbeit der Erzieher. Bei Wandertagen, dem Weg zum Sportplatz oder in die Kirche, führte der Weg immer wieder an Wegkreuzen vorbei. Diese Situation nutze unser Lehrer besonders gerne, um seine Umerziehungsbeflissenheit unter Beweis zu stellen. Dann ging er nämlich schnell ein Stück voraus sowie am Wegkreuz vorbei, wartete dort und verdrosch jedes Kind, welches vergessen hatte sich zu bekreuzigen. Dabei betraf es immer etwa ein halbes Dutzend Schüler; denn der Rest begriff blitzschnell, worauf es jetzt ankam.

    Einmal, nachdem die Schilderungen eines für unseren Lehrer erfolgreichen Luftkampfes beendet wurden, war die Klasse aufgekratzt und der Lehrer hatte Schwierigkeiten, mit einem normalen Unterricht zu beginnen. Es gab tüchtig Ohrfeigen für die Mädchen und den Rohrstock für die Jungen. Aber mehrere Kinder schwätzen trotzdem weiter, und ein Schüler soll sogar noch gepfiffen haben. Das war dem Lehrer dann wohl doch zuviel, und er wollte unbedingt wissen, wer da gepfiffen hatte. Übrigens, damals hat man seine Mitschüler auch noch nicht verraten. Aber niemand gab zu, gepfiffen zu haben. Daraus entwickelte sich eine Machtprobe, welche der Lehrer unbedingt gewinnen wollte, indem er hoffte denjenigen Schüler ausfindig zu machen , von dem er meinte, daß dieser der unbekannte Pfeifer war. Schließlich filterte der Lehrer zwei mögliche Knaben heraus, zu denen auch ich gehörte. Wir wurden vor die Klasse befohlen und mit den Methoden der psychologischen Kriegsführung vertraut gemacht. Trotzdem blieben wir dabei und behaupteten weiter, daß wir es nicht waren, die gepfiffen haben sollten. Inzwischen war ich so durcheinander, daß ich mir nachträglich durchaus vorstellen konnte, vielleicht doch gefiffen zu haben und wollte gerade gestehen, als der Lehrer urplötzlich sein letztes Geschütz auffuhr. Er verlangte nämlich, daß wir uns beide vor das Klassenkreuz stellten, und zu Jesus sprechen sollten. Dabei betonte er, daß wir eine Totsünde begehen würden, falls wir uns erdreisten sollten, jetzt noch weiter die Unwahrheit zu behaupten. Ich schaute befehlsgemäß das große Klassenkreuz an und beschloß, jetzt erst recht bei meinem Verleugnen der Tat zu bleiben. Denn das Gehabe widerte mich an, und ich verlor auf die Sekunde jeden Respekt vor unserem Lehrer. So standen wir beide denn einige Minuten stumm vor Kreuz. In der Klasse war es mucksmäuschen still; denn alle Kinder wollten natürlich genau hören, was wir denn nun sagen würden. Auf einmal bekam mein Nebenmann einen Schreianfall und kreischte ohne Unterlass: „Ich war es nicht!“ Er war gar nicht mehr zu beruhigen und der Lehrer schickte ihn nach Hause. Ich stand immer noch standhaft vor dem Kreuz und glotzte angeekelt auf das Gebälk. Nachdem der Mitschüler die Klasse verlassen hatte, kam der Lehrer wieder zu mir, und behauptete, daß ich sowohl gepfiffen als auch den Jesus am Kreuz belogen habe. Bei seinen Worten stöhnte die ganze Klasse laut auf. Ich durfte mich setzen und machte mir schon mal Gedanken über die anstehenden Pausen und den Heimweg. Denn beide würden nur unter anhaltendem Prügeln zu überstehen sein. Und so kam es auch. Die Pausen waren noch erträglich, aber der Heimweg um so heftiger. Denn da ward ich zum Freiwild aller. Schließlich gereichte es auch dem letzen Assi zur großen Ehre, tüchtig auf jemanden einzudreschen, der Jesus am Kreuz belogen hat. – Ich war damals, bei dem Ereignis, gerade mal zehn Jahre alt. –

  5. hannebu sagt:

    Da gibt es ja einen gewissen Rüdiger Klasen von staatenlos.info der ja auch die Mär von der Entnazifizierung verbreitet.
    Es sind ja viele ihm nachgerannt und haben die ominöse Urkunde 146 unterschrieben.

    • UBasser sagt:

      Na, dieser Rüdiger Klasen ist sowieso dubios. Vieles erklärt er richtig, aber das Fazit ist komplett falsch! Das alles scheint ein Schwindel zu sein, weil das Ergebnis genau wieder in eine Sackgasse führt.

      Also, prinzipiell Vorsicht und nicht auf diese Internetseite reinfallen – kein Deutscher ist Staatenlos!!! Alle Unsinn!
      PS: Der Artikel soll klar stellen, welche Lügen verbreitet werden, bezüglich der „Entnazifizierung“ in Westdeutschland. Es war genauso wie in der DDR – nur vielleicht nicht ganz so blutig! Von wegen die Alliierten wären human gewesen…pah – alles Lüge, jedes Wort was wir von ihnen und ihrer Geschichtsschreibung kennen!

      • hannebu sagt:

        Ich kenne Klasen persönlich aus der „Lorenz-Bewegung“, da wollte er unbedingt den Kaiser zurück, ist so 3 Jahre her, deswegen hatte mich sein „Sinneswandel“ stutzig gemacht.
        Eventuell gab es da einen Auftrag, er war ja mal NPD-Kreisvorsitzender und dann 3 Jahre aus dem „Verkehr“ gezogen.
        Seine Seiten sind ja auch in England gehostet, ganz in der Nähe der CoL

      • Was nutzen ca. 80% Wahrheit, wenn 20% Systemmüll „gut platziert“ an Mann gebracht wird 😦
        …du bist auf dem richtigen Wed, lieber Uwe!
        LG, vorallem an deine Familie 😉

      • spöke sagt:

        ^Rüdiger Klaasen besitzt selber noch einen Personalausweis ,den er selber ja als Staatenlos Dokument tituliert. Den hat er einem Niederländischem TV Team gezeigt.
        Klaasen hat ja mit vielen Dingen die er propagiert absolut Recht. Nur geht er ins falsche Licht.(meiner Meinung nach)
        Dennoch ist sein Einsatz in der Sache beispiellos, und ich würde mir wünschen wenn es mehr dieser Leute für die richtige Sache gäbe

Kommentare werden moderiert. Freischaltung erfolgt unregelmäßig, jedoch mindestestens 2 Mal täglich.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Archive

Zugriffe gesamt

  • 2,968,537 Zugriffe
%d Bloggern gefällt das: