Tageskommentar:

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10. Dezember 2013 von UBasser


Von Michael Winkler

Der Wirtschaftsflügel war dagegen, die Jungabgeordneten waren dagegen, doch als es zum Schwur kommen sollte, haben alle den Schwanz eingekniffen. Auf dem kleinen Parteitag der Merkel-Partei wurde der Koalitionsvertrag mit der SPD bei nur zwei Enthaltungen abgenickt. Einmal mehr haben die Damen und Herren der CDU gezeigt, daß sie Auge in Auge mit der großen Genossin Vorsitzenden keinerlei Rückgrat besitzen. Das mittelmäßigste Mittelmaß, die angeblichen Volksvertreter, sind eben auf ihre Pöstchen angewiesen, und da sie nicht von ihrem Gewissen aufgestellt werden, sondern von ihrer Partei, wagt keiner einen Widerspruch. Da empfehle ich den Einheits-Sozialisten der CDU Folgendes, zumindest als Klingelton auf dem abgehörten NSA-Handy: „Die Partei, die Partei, die hat immer recht!

Das Jahr 2014 nähert sich bedrohlich. Falls Sie noch Silber kaufen wollen – da fällt, im Rahmen einer EU-Angleichung, der günstige Mehrwertsteuersatz auf Münzen weg, ab dem 1.1.2014 zahlen Sie wie bei Barren volle 19%. Für die Pkw-Maut haben zwar weder die Seehoferei noch die Ramsauerei ein Konzept, aber erst mal steigt die Kfz-Steuer, damit sich die deutschen Autofahrer auch die Maut für Ausländer leisten können. Zum 1. Mai tritt der neue Punkte- und Bußgeld-Katalog in Kraft. Was mal als Georg-Leber-Käse eingeführt worden ist, wird damit zur Peter-der-Große-Ramsauerei. Ab 1. Juli muß man als Pkw- und Lkw-Fahrer eine Warnweste mitführen, damit Autobahn-Raser besser erkennen können, was sie gleich über den Haufen fahren. Wobei das nur die bekannten und schon beschlossenen Gemeinheiten sind. Was die 90%-Koalition an sonstigen Überraschungen einführen wird, steht in den internen Zusatzprotokollen zum Vertrag, die nicht einmal SPD-Mitglieder zu lesen bekommen.

In Thailand gibt es Neuwahlen. Das reicht den protestierenden angeblichen Demokraten nicht, denn die Premierministerin Yingluck Shinawatra möchte, wie es in Demokratien üblich ist, zur Wahl antreten und den Souverän, also das Volk entscheiden lassen. Protestführer Suthep Thaugsoban möchte das nicht, er hätte es lieber, ohne Gegenkandidaten zur Wahl anzutreten. Es ist ja auch lästig, andere Meinungen zu akzeptieren, ja überhaupt zu gestatten, daß sie geäußert werden dürfen. Vermutlich schwebt Herrn Suthep eine Regierungsform wie in Merkeldeutschland vor: austauschbare sozialistische Einheitsparteien, die allesamt einer Kanzlerin huldigen, deren oberste Regierungsmaxime darin besteht, jederzeit einen Airbus für eine Weltreise verfügbar zu haben. Das alles garniert mit einer gleichgeschalteten Presse, die gehorsam die Regierungsmeinung vorträgt und jegliche Abweichung als „Rechtspopulismus“ geißelt und unterdrückt.

Der Springer-Verlag möchte den Fernsehsender N24 übernehmen. Wie schön, so bekommt das Kaffeekränzchen aus Friede Springer, Liz Mohn und Angela Merkel einen offiziellen Kanal zur Hofberichterstattung. Dann braucht sich niemand mehr durch die Buchstabenwüsten der BILD zu kämpfen, alles kommt sowohl bunt als auch in Farbe direkt ins Haus, und die bisherigen schreienden Schlagzeilen werden uns direkt ins Gesicht gebrüllt.

Quelle: Michael Winkler

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Ubasser

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