1913 – Warum Deutschland Schiffe baut

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23. Dezember 2013 von UBasser


Jetzt dürfen wir uns vorbereiten auf ein „Jahrhundertjubiläum“. Nächstes Jahr im August wird es 100 Jahre, als der erste Weltkrieg begann. Die „Urkatastrophe des 20. Jahrhundert“ (George F. Kennan), der Beginn des „2. Dreißigjährigen Kriegs“ von 1914 bis 1945, wie von anderen Historikern bezeichnet. Er wird zutreffend auch als der „Kulminationspunkt und Katalysator der Aggressions- und Vernichtungspotenziale des wissenschaftlich-technischen Zeitalters der Hochindustrialisierung(..)“ bezeichnet.

Erst jetzt, bald hundert Jahre danach, erlebt man in der Publizistik nach und nach eine etwas differenziertere Betrachtungsweise der „Kriegsschuld“ – trotz Guido Knopp. Die wurde einseitig den Deutschen, dem „aggressiven“, „imperialistischen“, nach „Hegemonie strebenden“ Deutschen Kaiserreich angelastet.

Es war das „Verdienst“ eines deutschen Historikers – Fritz Fischer – dass die anfänglich noch etwas differenzierte Betrachtung im In- und Ausland in den sechziger Jahren in die fatale deutsche Allein-Schuld-Bezichtigung transformiert wurde (www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-30369053.html).
In der Folge war es nicht mehr „politisch korrekt“, die deutsche Alleinschuld in irgendeiner Weise in Frage zu stellen. Denn es war dann noch andererseits die Gefahr gegeben, auch für den Zweiten Weltkriegs andere oder weitergehende Ursachen als die sattsam propagierten auszumachen („Adolf Hitler – in Versailles geboren?“).

Ist es erlaubt, anzumerken, wir seien massiven Geschichtsverfälschungen ausgesetzt (gewesen)?

Was die „Re-Edukations“-Bemühungen der Alliierten nach dem 2. Weltkrieg nicht fertig gebracht haben, wurde durch deutsche Historiker in Perfektion exekutiert. Zu nennen ist da – nicht mit der höchsten wissenschaftlichen Reputation ausgezeichnet, aber mit der höchsten medialen Wirkungsmacht – Guido Knopp. Der Haus- und Hof-Historiker der GEZ-Medien, mit höchstem Betroffenheits-Charakter ausgestattet. Auf anspruchsvollerer Ebene ist der „Historikerstreit“ mit den bekannten Schuld-Protagonisten in den achtziger Jahren zu erwähnen.

Es sind ausgerechnet Publizisten und Historiker aus dem Anglo-Amerikanischen Sprachbereich, die sich von der, von den Deutschen am intensivsten kultivierten und übernommenen Sieger-Propaganda, abwenden.
Christopher Clark, ein in Großbritannien lebender australischer Historiker, hatte es mit seinem großartigen Buch „Preußen – Aufstieg und Niedergang 1600–1947“ gewagt, von der Theorie des sog. Sonderwegs der Deutschen abzuweichen. Mit seinem neuesten Buch „Die Schlafwandler“ wird erstmals seit langem die Alleinschuld am 1. Weltkrieg eindrucksvoll infrage gestellt.

Wer bisher historische Ausarbeitungen wie die von Patrick Buchanan (Churchill, Hitler und der unnötige Krieg), von Gerd Schultze-Rhonhof (1939 – Der Krieg der viele Väter hatte), Rudolf Czernin (Ende der Tabus) oder von Konrad Löw (Deutsche Schuld 1933-1945?) zitiert, wird bis dato umgehend in der Ecke der Revisionisten, der Rechts-Gesinnten oder -Extremisten gesteckt. Ganz zu schweigen ist von Ernst Nolte, dem „Gottseibeiuns“ der polit-korrekten Zunft seit dem Historikerstreit.

Ich stieß vor kurzem auf einen Beitrag eines ebenfalls verfemten und damit seit Jahrzehnten totgeschwiegenen Schriftstellers, Hans Grimm. Seinen „Briefen an Sohn oder Tochter in „Warum-Woher- Aber Wohin“ (1954) stellt er die Frage voran „Warum ist es für einen Deutschen so schwer, ein Deutscher zu sein, in seinem Heimatland wie in der Welt? Woher stammt dieser ablehnende Zusammenschluß der Welt und besonders Europas, der das unglückselige Schicksal unseres Volkes in den letzten vierzig Jahren bestimmt hat?“ Er fragt nach dem „Schicksal eines Erdteils, dessen Herz und Mitte vergiftet und verwundet ist“.

Hans Grimm zitiert in dem „siebten Brief“ einen englischen Pazifisten, der 1913 in einem Beitrag einen Deutschen zu Wort kommen läßt. Das hier gesagte „könnte (man) sich mal überlegen“, meine ich, so wie der Engländer damals feststellte.

 

… In unserer Münchner Anfangszeit hatte in der Universität ein Zusammentreffen von Pazifisten stattgefunden. Bei jenem Treffen hatte der bekannte englische Pazifist Sir Norman Angell eine Rede gehalten, sie wirkte damals ausgesprochen antideutsch. Mir wurde zu meinem Er staunen in Hamburg ein Schriftstück gezeigt, das Norman Angell in der ,Rangoon Times’ 1913 veröffentlicht hatte.
Ich möchte … das Schriftstück vorlegen, dem achten Brief voraus, der vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges handelt.

Sir Norman Angell gab seinem Aufsatz den Titel ,Why Germany builds’ (Warum Deutschland Schiffe baut). Er schrieb: „Beim Gespräche mit einem Deutschen hatte ich versucht, die englische Unruhe vor der Möglichkeit eines deutschen Einfalls in England zu deuten. Ich hatte auf unsere englische Unsicherheit (vulnerability), oder was wir dafür hielten, hingewiesen und daß wir unsere Weltmacht als solche niemals miß braucht hätten. Deutschland scheine uns nicht so ungesichert und hätte vielleicht in der Vergangenheit seine Macht gelegentlich mißbraucht. Mein Deutscher hörte mich geduldig an, und als ich ausgeredet hatte, nahm er das Wort. Er sprach ruhig und eindringlich:
„Sehen Sie, sagte er, Sie erwähnten zuletzt alte Familiensitze in England. Wissen Sie wohl, daß es in Deutschland keine solche Art Besitzungen, die aus der Vergangenheit auf uns hätten kommen können, mehr gibt? Sie sind alle — bis auf ganz wenige — zerstört worden durch Angreifer und Eindringlinge, vor allem durch die Franzosen, die Russen oder ihre Söldner und Verbündeten. Ich nehme an, daß Sie die Geschichte des 30 jährigen Krieges kennen und auch die Geschichte der Kriege Ludwigs XIV. und Napoleons gegen Deutschland und daß Sie wissen, daß diese Ihre jetzt neu entdeckten französischen Freunde unser Land immer und immer wieder verwüstet haben, daß sie seine Bevölkerung tatsächlich und wörtlich um die Hälfte vernichteten, sie in Schmutz traten und verkommen ließen! Vergegenwärtigen Sie sich einmal: Edinburgh, Glasgow, Newcastle, Liverpool, Manchester, Leeds, Sheffield, Birmingham und Nottingham, alle von der Bildfläche verschwunden und nicht nur die Häuser zerstört, nein, auch jeder Mann, jede Frau und jedes Kind dieser Ortschaften verschwunden. Dergleichen geschah nicht in einer weit zurückliegenden Zeit, sondern in einer immerhin so nahen Zeit, daß Ihr Ururgroßvater noch davon hätte erzählen können.

„Selbstverständlich können weder Sie noch irgend welcher anderer Hörer sich auch nur vorstellen, was es heißt, 10 Millionen Menschen eines Volkes seien vernichtet. Und doch wurde um diese 10 Millionen die Bevölkerung Deutschlands vermindert während der genannten Kriege. Was gibt es in England hiermit zu vergleichen oder ihm gegenüberzustellen? Wann hat man in England jemals ungezählte Massen Eurer Frauen und Kinder heimatlos fortgetrieben gesehen und ihre Leiber haufenweise dann auf den Landstraßen gefunden, Gras im Mund als einzige Nahrung, die der Besieger ihnen gelassen hatte? — Und diese selben damaligen Besieger und Eindringlinge, die in alles zerstörenden Haufen über deutsches Land hereingebrochen waren, die prahlen heute wieder damit, daß sie von neuem bei uns einfallen werden, sobald sie können. Ich sage, sie prahlen damit. Können Sie mir auch nur einen Politiker in Frankreich nennen, der aussprechen würde, er habe seine Hoffnung auf einen Angriff auf Deutschland fallengelassen? Sondern das ist Frankreichs erklärte und offene Politik.
Dies ist aber nur eine Seite unserer Gefahr, nämlich die Gefahr im Westen; auf der andern Flanke haben wir als Nachbarn 160 Millionen halbbarbarische Völker, die sich stark vermehren, davon nicht mehr als ein Achtel schreiben oder lesen kann. Und diese unsere direkten Nachbarn werden regiert von einer reaktionären Bürokratie, die durchaus militärisch ist. Meinen Sie wohl, daß solch ein Staat, dessen Grenze direkt an die unsere stößt, keine Gefahr bedeutet?

„Jawohl, mein lieber Engländer, seit Generationen bis zum letzten Dienstag vor acht Tagen, dem 18. Februar 1913, hat England stets gepredigt, daß jene russische große Macht die ständige Gefahr und Bedrohung der westlichen Welt sei und hat dies gepredigt, obgleich niemals ein russischer Soldat den Fuß auf englischen Boden gesetzt hat; vielmehr hat England den Krimkrieg geführt, um das Großwerden dieser russischen Macht aufzuhalten, um sie zu hindern an einem Marsch in der Richtung Eurer fernen asiatischen Besitzungen. Bei uns sind es aber nicht ferne Besitzungen, die bedroht sind, es ist unser eigener Grund und Boden. Das ist also unsere Lage zu unserer Rechten und zu unserer Linken. Feinde, von denen wir zu erdulden gehabt haben, was vor uns kein anderes zivilisiertes Volk zu erdulden gehabt hat unter den Händen seiner Feinde. Die ganze Geschichte beider Nachbarstaaten ist eine einzige Geschichte der Eroberung, im französischen Fall aus leidenschaftlicher unersättlicher Eroberungssucht, der Ihr Engländer und wir uns früher haben Schulter an Schulter entgegenstemmen müssen. Und heute noch macht diese Großmacht, die Euer eigener Feind durch Jahrhunderte gewesen ist, also kein Geheimnis daraus, daß sie beabsichtigt, uns sofort wieder anzugreifen, sobald sie es kann.

„Natürlich sind wir ein militärisches Volk geworden! Können Sie sich noch darüber wundern? Aber gekämpft haben wir immer nur entweder auf unserm Boden, oder wir sind auf ihn zurückgekehrt, sobald wir den Eindringling zurückgeworfen hatten. Ihr aber? Ihr habt in jedem Lande unter der Sonne gekämpft, nur nicht in Eurem eigenen! Und wo Ihr einmal gekämpft habt, da seid Ihr auf Eure Weise geblieben. Wo haben wir jemals versucht, Eroberungen zu machen? Wo sind wir in Gebieten sitzen geblieben außer in solchen, die durch Geschichte, Rasse und Sprache einen Teil Deutschlands ausmachten? Unsere Soldaten haben Eure Schlachten in Amerika geschlagen, wo sind unsere amerikanischen Besitzungen? Wir halfen Euch, die Macht Napoleons I. zu brechen, haben wir dabei etwa französische Kolonien geerbt wie Ihr? Wir halfen Euch Eure Schlachten in Spanien gewinnen, eines unserer Regimenter trägt noch heute als Abzeichen den Namen ,Gibraltar’. Ihr besitzt die Festung, wir den Namen auf den Uniform-Ärmeln! Dies ist ältere Geschichte. Und wie steht es mit der neuen? Nach unserer Erinnerung an Vergangenes waren wir eines Tages die Sieger über unsere alten französischen Feinde. Frankreich lag zu unsern Füßen, nicht so sehr dank unserer Stärke als dank der Zwietracht im französischen Volke. Wir begegneten dem französischen Volke, sich gegenseitig mordend, gespalten, ohne Hilfe niedergebrochen, hoffnungslos. Was taten wir? Nahmen wir eine Politik Ludwigs XIV. oder Napoleons I. auf, oder die Politik, die Louis Napoleon sich zu eigen gemacht haben würde, wäre er der Sieger gewesen? Wir eroberten nichts! Wir verleibten dem neuen Deutschen Reich einen deutschen Teil wieder ein, der deutsch nach Sprache und Geschichte war und der vom deutschen Volkskörper durch das Schwert vor zwei Jahrhunderten abgetrennt worden war. Begannen wir danach einen Beute- und Siegeszug irgendwo? Wir sind die einzige Großmacht, die nicht in den Krieg zog, in wirklichen Krieg, während der letzten vierzig Jahre. In diesen vierzig Jahren habt Ihr Engländer große und kleine Kriege geführt und habt Eure Eroberungen fortgesetzt. Ihr habt damals genommen: Burma, Britisch Belutschistan, einen Teil der Strait Settlements, Rhodesia, Nigeria, Uganda, Njassaland, Britisch-Ostafrika, Transvaal, den Oranje-Freistaat, Ägypten! Frankreich hat in dieser Zeit ein ganzes Reich erobert: Cochin-China, Cambodja, Annam, Tonkin, Madagaskar, Tunis, Senegambien, Dahomey und endlich Marokko. Was kann Deutschland dagegen aufweisen? Von den Einverleibungen, die Rußland unternahm, ganz zu schweigen. „Und doch behauptet Ihr jetzt, auf Grund welcher politischen Sterndeuterei kann ich nicht sagen, zu wissen, daß wir die Angreifer auf Euch sein werden, wir, die unter dem Schutze unserer nationalen Bewaffnung unser Schwert in der Scheide bewahrt und unsere Ausdehnung in Werken des Friedens gesucht haben, und die wir versuchten, Europa ein Beispiel einer sozialen Organisation zu geben.

„Was soll all dieses Gerede von einem neuen Frankreich, von dem wir bei Euch hören, weiter heißen als die Auferstehung des alten? Ihr seid es jetzt, die das Gespenst des Revanchekrieges, das vor ein bis zwei Jahren fast verschwunden war, wieder erweckt habt, ohne Euer Dazutun und ohne Eure Ermutigung wäre es wohl ganz verschwunden . . .

„Also mit diesen 160 Millionen Russen zu unserer Rechten und dem alten militärischen Feind zu unserer Linken, bei dem man sogar davon spricht, daß er seine schwarzen Kolonialtruppen gegen uns verwenden werde, mit diesen beiden Feinden, die uns immer wieder überfallen und unsere Ortschaften und Städte zerstört haben, tut Ihr Euch jetzt auf ein mal zusammen zu einem neuen Überfall aus anderer Richtung!

„Was meinen Sie, sollen wir da tun? Stillsitzen und ruhig abwarten, bis man einen Grund findet, uns zu überfallen? Lieber Freund, unsere Antwort auf Euer drohendes englisches Expeditionskorps ist eine deutsche Flotte! Wir müssen versuchen, jenes Korps daran zu hindern, unsere Küsten zu erreichen oder die Küsten unserer Feinde und Eurer Verbündeten zu erreichen. Dazu bauen wir zunächst eine Flotte, (und bauen sie, um nicht vom Nachschub an Nähr- und Rohstoffen abgeschnitten zu werden).

„Ihr sprecht davon, daß Ihr zu einem alten Freunde (nämlich Frankreich) halten müßt. Mit dem ,alten Freund’ meint Ihr nicht etwa einen, der mit Euch wie wir, seit über tausend Jahren Frieden gehalten hat, der mit Euch Eure Schlachten geschlagen hat, sondern einen, der gegen Euch gekämpft hat. Wenn wir jetzt Euer plötzliches Verwischen der alten Feindschaft mit Frankreich mit ansehen, haben wir dann nicht recht, wenn wir uns überlegen, was Ihr eigentlich meint, und wenn wir Vorsichtsmaßnahmen zu treffen beginnen?

„Ich bin kein Kenner von politischen Geheimnissen, aber mir will scheinen, daß Ihr eine Zustimmung Frankreichs in der ägyptischen Angelegenheit braucht. Ist dem nicht so? Und was kostet Euch das? Daß Ihr Frankreich woanders beistehen sollt, gegen uns augenscheinlich, wenn Frankreich das nötig erscheint… Wir hatten gehofft, daß Eure Haltung in der Marokkofrage gegen uns wenigstens die Hälfte Eurer Verpflichtungen Frankreich gegenüber beglichen hätte, trotzdem scheint es uns jetzt, daß Ihr Frankreich unterstützen sollt in allen möglichen Kämpfen gegen uns. Daher die Erfindung vom ,neuen Frankreich’. Wieder hören wir jetzt das Wort vom Revanchekrieg, und hören dabei Euch, die Ihr selbst eine große französisch sprechende Provinz im Besitz habt und niemals daran denken würdet, sie aufzugeben, dasselbe Wort gebrauchen und gegen uns Partei ergreifen in einer Auseinandersetzung, in der es darum geht, daß wir eine deutsch sprechende Provinz, die keine 200 Jahre zu Frankreich gehört hat, sondern fast tausend Jahre zum Reiche gehörte, im Besitz haben. Nochmals frage ich: Was wollt Ihr Engländer, das wir nun eigentlich tun sollen?

„Ich möchte Sie nicht damit beleidigen, daß Sie vielleicht dächten, die unsere Küste schützende Flotte könnte irgend etwas zu tun haben mit einem beabsichtigten Überfall auf Indien, Kanada oder Australien. Selbst die blindesten Ihrer Landsleute oder die verranntesten haben aufgehört vorzugeben, England sei in größerer Gefahr vor uns als vor Rußland oder den Vereinigten Staaten oder vor Japan. Ihr wißt im Grunde alle ganz genau, daß der Bau unserer Flotte andere Ursachen hat!

„Ich bin, wie gesagt, nicht erfahren in der hohen Politik, aber ich möchte ohne weiteres folgende Vermutung aufstellen: Bereitwillig würden wir eine Begrenzung des Ausbaus unserer Flotte vornehmen, sobald Eure Staatsmänner offen und unzweifelhaft erklärten: England bleibt neutral in den deutsch-französischen Angelegenheiten und den deutsch-russischen Angelegenheiten! Aber das wollen Eure Staatsmänner nicht erklären, und immer mehr wird der Bevölkerung Englands beigebracht, daß sie Freund und Verbündeter unserer Feinde sein müsse. Sehen Sie, darum müssen wir unsere Schiffe bauen!”

Der englische Pazifist Sir Norman Angell schließt diese seine Mitteilung aus dem Jahre 1913 mit dem Satz: „Ich habe, lieber Leser, hiermit nicht meine Ansicht vorgetragen! Ich habe Dir nur berichtet, was der Deutsche antwortete, mit dem ich geredet hatte. Ich meine jetzt, Ihr könntet es Euch einmal überlegen.”

 

Quelle: Volksbetrug.net

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Ubasser

15 Kommentare zu “1913 – Warum Deutschland Schiffe baut

  1. Kint sagt:

    Grandios, in der Tat. Besser, klarer, richtiger kann man´s wohl nicht formulieren.
    Danke!

    Die dt. Alleinschuld am 1. WK scheint mir übrigens eher eine deutsche Spezialsicht zu sein – vermutlich um gar nicht erst Verbindung zum 2. WK aufkommen zu lassen. Britische Historiker sprechen seit vielen Jahrzehnten vom 30-jährigen Krieg des 20. Jahrhunderts. Entsprechend wurde diese ihm gebräuchliche Formulierung des Premiers Major in Deutschland hier in Übersetzungen glatt unterschlagen.
    International dürfte C. Clark wohl weit weniger Aufsehen erregt haben.
    Mag es sein, dass der historische Klein-Tumult hier inszeniert ist, um ihn der BRD von außen als Hinweis auf dt. Revanchismus oder so etwas vorzuhalten? So in dem Sinne: Was sich in Dtl. rührt, muss ja gefährlich sein? Passt doch gut zum „100-jährigen“, mit dem die EU-Oberen immer wieder warnend den „Frieden in Europa“ anmahnen…

    • Skeptiker sagt:

      @Kint

      Hier zum Beispiel.
      Der-zweite-30-jaehrige-Krieg-Teil-3

      Die passende Zitate.

      “Wenn den Deutschen auch noch so großes Unrecht angetan wird so findet sich doch immer ein obskurer deutscher Professor, der so lange an der Objektivität herumbastelt bis er bewiesen hat, dass die Deutschen Unrecht getan haben.

      “BARONIN DE STAEL (1766-1817) – “De L`ALLEMAGNE”
      >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
      “In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.”

      KURT TUCHOLSKY (1890-1935) – DT. SCHRIFTSTELLER
      >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
      “Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.”

      FRIEDRICH ENGELS (1820-1895)
      >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
      “Die Staatsmänner werden billige Lügen erfinden und der Nation, die angegriffen wird, die Schuld geben, und jedermann wird über solche das Gewissen beschwichtigende Fälschungen erfreut sein, und er wird sie eifrig lernen und es ablehnen, irgendwelche Gegenargumente zu prüfen.”

      MARK TWAIN
      >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
      “Die Deutschen haben das Recht, ihre eigenen Bedingungen zu stellen. Sie wollen nur im Frieden leben und von den neidischen Nachbarn weder belästigt noch geteilt werden. Frankreich hat sich ständig in die deutschen Angelegenheiten gemischt…”

      Die Zeitung „DAILY NEWS”, London, am 08.09.1870 in Bezug der Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland.
      “Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren ist, dass die guten Menschen nichts tun.”

      Edmund Burke, Amerikanischer Philosoph (1729 – 1797)
      >>>>>>>>>>>>>>>>>>
      Quelle:
      http://deutscher-freiheitskampf.com/aufklarende-zitate-2/aufklarende-zitate/#comment-8224

  2. Frank sagt:

    Danke @Ubasser

    Eine grandiose Antwort, dieser Brief.
    Ich war mal so frei auf den LC-Blog zu verlinken.

    Gruß

  3. Deutscher sagt:

    Versteh ich nicht, das Deutschland nicht alleine Schuld am 1. Weltkrieg hatte ist doch schon seit langem bekannt.

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