Gregor Gysi agierte als „Patron der Stasi“

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13. Januar 2014 von UBasser


„Patron der Stasi“: Diese pointierte Bezeichnung des DDR-Bürgerrechtlers Rolf Henrich lässt Gregor Gysi, den Granden der Linkspartei, erneut im Zweilicht stehen. Neue Archivalien-Funde und Interpretationen von Experten aus dem Umfeld der Birthler-Behörde bringen den damals privilegierten „DDR“-Anwalt erneut in schwere Bedrängnis. Sie sind weitere Mosaiksteine, die ein für Gysi sehr unschönes Bild verdichten. Schon seit langem ist klar: Der eloquente Medienliebling war im grauen Alltag des SED-Staates ein getreuer „Systemling“, ein Zuträger und Scharfmacher.

Henrich hat diese andere Seite Gysis erlebt. Der Kollege Gysis wurde nach der Veröffentlichung des Werkes „Der vormundschaftliche Staat“ (1989) als Anwalt kaltgestellt, verlor die Zulassung und damit seine Existenz. Die Stasi sah in dem Oppositionellen einen Staatsfeind, der Apparat wollte den Kritiker fertigmachen, die übliche Routine wurde in Gang gesetzt. Vor wenigen Monaten musste Henrich aus Dokumenten erfahren, dass Gysi als Vorsitzender des DDR-Anwaltskollegs der Stasi die Verfolgung des Bürgerrechtlers mittels des Gummiparagraphen „Staatsfeindliche Hetze“ (§106 StGB der DDR) geradezu aufnötigte. Gysi, ein Denunziant reinsten Wassers, kritisierte angesichts des noch ausbleibenden Strafverfahrens, die „nicht nachvollziehbare“ Entscheidungsfindung von Staatsanwaltschaft und Mielke-Apparat. Das DDR-Verfolgungstandem war dem System-Anwalt schlichtweg zu lasch.

„Notar“, „Gregor“: Hinter den IM könnte sich Gysi verborgen haben

Bereits die Archivfunde in Zusammenhang mit den bislang nicht identifizierten „Inoffiziellen Mitarbeitern“ (IM) „Gregor“ und „Notar“ legten den begründeten Verdacht nahe, dass Gysi unter diesen Decknamen als Informant und Handlanger der Stasi arbeitete. Die einschlägigen, von Gysi als „Stasi-Sammelmappe“ abqualifizierten Dokumente, in denen sogar eine von Erich Mielke signierte Auszeichnung des IM festgehalten wurde (1985), erhärteten damals den Verdacht. In Anwalt Gysi fand die Staatsführung einen Juristen, der heiße politische Eisen anfassen sollte. Sie schob Gysi vor, um eine sublime und diskrete politische Sedierung von lauten Kritikern zu erreichen. Dem Westen gaukelte man eine seriöse anwaltliche Vertretung vor, intern strebte man ein Verschwinden der Wortführer aus der öffentlichen Wahrnehmung an. Insbesondere in den Fällen der Dissidenten Bahro (2 Jahre Haft wegen „staatsfeindlicher Hetze“) und Havemann wurde Gysi von oben eingeschaltet. Sein Vater (Minister Klaus Gysi) hatte direkten Zugang zu Honecker, der den Ost-Berliner Anwalt Gysi „herzlich grüßen“ ließ. Honecker definierte sogar den Auftrag („Ein Vertrauensverhältnis zu Havemann aufbauen, damit er seine Außen-Propaganda einstellt“).

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Danke an Franz!

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Ubasser

Ein Kommentar zu “Gregor Gysi agierte als „Patron der Stasi“

  1. drbruddler sagt:

    Warum eigentlich immer nur er? Weil er im Parlament immer das sagt, was man dort nicht hören möchte? Wo bleibt die Akribi bei IM „Erika“? Wie sieht es eigentlich mit der NAZI-Vergangenheit viele westlicher Politiker aus? Da ist mir der Gysi allemal lieber und trotzdem nicht geheuer.

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