Kulturzerstörung – Verdi, Semper und die moderne Tristesse des Holokaust?

5

14. Januar 2014 von UBasser


Von Hans Püschel

Paßt das zusammen? Nein, nie-, nie-, niemals, aber es wird gemacht. Man möchte es herausschreien! Seit Jahren, gar verstärkt und mit allen großen Künstlern. All die kleinen Regisseure von heute meinen, sie müßten uns zeigen, wie die Großen von einst ihr Werk verstanden wissen wollen.
Man sitzt erwartungsvoll im ehrwürdigen Hause, schon ganz gefangen im Zauber, den Semper einst gestaltet hatte. Dann setzt das Wunder Verdischer Musik ein. Ich habe keine große Ahnung von Musik aber spüre förmlich, wie der zerreißende, wundersame Klang – es müssen die Geigen sein mit ihrer leise schwellenden melodiösen Dissonanz – einem Herz und Sinne aufschließt, gefangen nimmt, machtlos macht. Haus und Musik werden eins, mal ganz leis und mal ohrenbetäubend füllend, zu einem tief beeindruckenden Erlebnis.

Dann öffnet sich die Bühne – und es ist wie ein Faustschlag!
Eine graue Häßlichkeit, die da aufzieht. Alle Spieler in Alltagsklamotten. Das Bühnenbild sind eine Sesselkiste , 100 Quadratmeter grauer Bühnenboden und 40 Quadratmeter mal schwarze oder rote Bretterwand. Wie sollen der Zauber, das Wunder vor dem Bühnentor und der Müllhaufen dahinter zusammengehn? Ich könnte des auf der Decke über mir aufgeführten Kotzebues “Werke studieren”, welches geflügelte Wort aus Kinderzeiten mir einfällt. Zwischendurch kommen Darsteller in Unterhosen, wie ich’s auch in der Salzburger “Zauberflöte” unlängst gesehen habe. Enttäuschung und Wut steigen auf.

Ihr Regisseure – warum zerstört ihr wunderbarste Kunstwerke?
Soll das Publikum gar nicht mehr die Schönheit als Gesamtkunstwerk erleben? Ihr wollt nicht, daß die Menschen eingefangen werden? Gut, man schließt die Augen, verzichtet auf das Mitlesen des deutschen Textes, um nicht die szenische Abstoßung zu erleiden. Und trotzdem, von manch anfänglicher, cooler distanzierter Überlegenheit ist im dritten Akt – dessen Anfang man dank der Pause auch mitbekommt – nichts mehr übrig. Jede Schnoddrigkeit ist verflogen. Alle sind voll und ganz drin und weg in Verdis Musik. Weil Verdi und Semper selbst vom dämlichsten Regisseur nicht kaputt gemacht werden können? Ich maße mir kein Urteil über die Perfektion von Gesang und Orchester an – aber

für mich und alle anderen ringsum war “La Traviata” wunderschön!
Warum lassen wir uns seit Jahren und Jahrzehnten die Kunst der alten Meister zerstören und vergrätzen? Zumindestens den visuellen Part des Erlebens. Denn er ist doch wesentlicher Bestandteil eines Bühnenstücks und vom Schöpfer desselben gewollt und vorgegeben. Offenkundig gespaltene, kranke, auf jeden Fall kleingeistige Seelen dürfen sich als “Regisseure” auf unseren Bühnen austoben, landauf, landab. Die selbst nichts auch nur annähernd Heranreichendes zustande bringen und deshalb aus Neid versuchen, die Kunstwerke der Großen klein zu machen? Und die Masse der Deutschen akzeptiert es, einige grad noch grummelnd, aber doch duldend?

Gibt es deutsche Kultur nur noch zerrissen, zerstört?
Kunst und Kultur, die geschaffen wurden, die Menschen fühlend und geistig zu erheben, ihnen ihre höhere Bestimmung erlebbar zu machen. Eben daß da mehr ist als Fressen, Saufen und Triebausleben, zu neudeutsch Selbstverwirklichung. Was einst große, seltene Begabungen mit ihrem Herzblut geschaffen haben, machen ihre Nachkommen als seelische Kretins, die allenthalben das Sagen haben, wieder zunichte? Weil sie diese Größe nicht aushalten? Schon gar nicht den Volksmassen als Publikum diese Größe, daß gefühlte über sich Hinauswachsen, sich Vergessen als Gemeinschaftserlebnis zukommen lassen wollen. Oder dürfen? Denn es ist ja offenkundig ein allgemeines Symptom, also kein Zufall.

Der Mythos Holokaust hat unsre Jugend psychisch geschändet!
In Studien an Tausenden unserer Kinder nachgewiesen und bestätigt, daß diese mentale Störung mit der Holokaustkeule im Schulunterrricht beginnend verursacht und zementiert wird. Das ganze deutsche Volk ist in jahrzehntelanger Schuldgefangenheit und Selbsterniedrigung in den geistigen Kriechgang gezwungen. Die großartigsten Leistungen und Schöpfungen unsrer Vorfahren dürfen wir nur noch manipuliert, verfälscht, kriminalisiert, in Unrecht und Verbrechen gesetzt wahrnehmen? Hinter jeder klassischen Großartigkeit steht sofort unser “aber”, der erhobene Nazi-Zeigefinger, das in jedes erdenklich Bösartige Verdrehte. Dresden als großes Symbol:

Überall das sichtbar zerhackte deutsche Rückgrat des Armee-Museums!
Über die ganze zerbombte Altstadt, die wichtigsten, mühsam wieder errichteten Kulturbauten bis zu dem, was heute noch in ihnen stattfindet. Nie im Original. Überall wird mit dem symbolischen Fallbeil in unsre Seele, Kultur und Selbstbewußtsein gehackt. Und überall lassen wir diese großen und kleinen Verbrecher an unserem Volke gewähren, ihren kranken Haß gegen dieses, das eigene Volk austoben. Unsre Mütter und Väter waren großartige Menschen? Vielleicht gar großartigere als wir?

Da seien der Neunschwänzige und der Zentralrat vor!
Wir halten uns ja für moralisch sooo überlegen und trauen ihnen, unsern Vorfahren alles, aber auch alles nur erdenklich Unmenschliche und Schlechte zu? Wieso nur? Weil es uns ein paar Tausend verkommene Sieger und ihre Umerzieher-Heimkehrer so eingetrichtert haben? Aber wir können doch gar nicht so weit vom Stamm weggefallen sein, liebe Landsleute und Mitäppel, wie der Sachse sagt!
Und darum möchte ich wie Vater Germont fast flehentlich jedem deutschen Jung’ in Erinnerung rufen oder auch singen:
“Hat dein heimatliches Land keinen Reiz für deinen Sinn?
Wer zerriß das schöne Band, das dich zog zur Heimat hin?
Schwebt nicht deiner Kindheit Bild durch den Traum in stiller Nacht?
Hast du niemals dankerfüllt an der Väter Haus gedacht?

…sowie einige Gedanken der Leser:

Der Untertan sagt:

Was mir gerade dazu einfällt – weitgehend ohne Wertung:

Hallelujah von Händel – Zitat: „langweilig“

Ernsthafte(!) Diskussion im DLF(?) über Chorsingen in Deutschland: „Aber die Nazis haben soviel im Chor gesungen.“
„Wo man singt, da laß dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“
Dann muß das 3. Reich ja besonders gut gewesen sein.

Früher mußte der Volksschullehrer ein Musikinstrument beherrschen.
Wie mal ein Volksschullehrer so schön sagte: „Musikunterricht ist für mich Singen.“

Kürzlich: „Richard-Wagner-Musik macht krank.” Das haben Wissenschaftler herausgefunden.

Vor mindestens 30 Jahren: „Auf deutsch kann man nicht singen. Das ist keine Sprache für Lieder.“
In Freiburg gibt es Das Deutsche Volksliedarchiv.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Volksliedarchiv

Mir fällt noch eine kleine Geschichte ein, für deren Wahrheit ich mich allerdings nicht verbürgen kann: Japaner besuchten ein Konzert in Deutschland. Nach dem Konzert wurden sie gefragt, wie es ihnen gefallen hätte. Antwort: Na ja, es ging, der Anfang war am besten. – (Was war der Anfang? Antwort: Das Stimmen der Instrumente.)

Theodor Wiesengrund Adorno war wohl Musikwissenschaftler. Er soll an der Entwicklung der Rockmusik beteiligt sein, die wiederum eine Geheimdiensterfindung sein soll, um die Kinder ihren Eltern zu entfremden.

Sogenannter Rechtsrock ist zu verurteilen, weil er ebenfalls seelenzerstörend wirkt.

Liedersammlung
http://ingeb.org/

Musik und Kunst eignen sich hervorragend zur direkten Seelenzerstörung. Und die Opfer machen die Zerstörer zu Milliardären.
Und was unter guter Literatur, Kunst und Musik zu verstehen ist, das sagen uns dann erleuchtete Kritiker, Giganten ds Geistes.

Dike sagt:

Verehrter Herr Püschel,

wieder ein Artikel mit Ihrem Herzblut geschrieben, wie so viele von Ihnen.

Das heutige, sogenannte Regietheater auf den Bühnen der BRD ist der Rundumausschlag, der ungeheuerlichste Angriff auf unsere Kultur, den es in unserer langen Kulturgeschichte gegeben hat. Alles Schöne, Hehre, Großartige, die Kunst selbst wird besudelt und zertreten. Die jüngeren Generationen sollen gar nicht mehr wissen, noch ahnen können, was von unseren genialen Komponisten geschaffen wurde. Daß sich das deutsche Publikum, ein ehemalig kultiviertes Volk, diesen Dreck, der auf es geschleudert wird überhaupt gefallen läßt, ja, überhaupt dafür bezahlt!, ist unfaßbar.

Meines Wissens führt nur noch die Met in New York traditionelle Operninszenierungen auf und zwar deshalb, weil die Leute das so w o l l e n und lauthals protestieren würden, wäre dem nicht so.

Den Schund boykottieren ist e i n Mittel. Wenn niemand hingeht und dafür bezahlt, m ü s s e n die Verunstallter-Regisseure umdispionieren oder gehen.

Zeckentod sagt:

Ja, was wir da erleben, ist ein neuer Angriff des KULTURBOLSCHEWISMUS, wie wir ihn schon einmal in den “Zwanziger Jahren” hatten – und sein Boden ist ein verdorbener Liberalismus im Bürgertum, der dem Bolschewismus erneut den Weg bereitet, indem diese sich “liberal” fühlenden Schlafmützen eben sitzen bleiben, statt gegen eine solche Kulturschande protestierend den Saal zu verlassen:

“Lenin sprach einmal zu Klara Zetkin von den ,Mistbeeten der bürgerlichen Gesellschaft’. Unsere abendländische Kultur war beim Angriff des Bolschewismus nicht in sich gefestigt, sondern krank und zerfressen… Der Bolschewismus nahm sich dieser Krankheitsherde an,… um die Zerstörung zu beschleunigen. Wir werden diesen Krankheitskeimen… immer wieder begegnen und dabei finden, daß sie ihren Sitz vor allem in dem ZERFALLENDEN LIBERALISMUS haben. Es führt vom verdorbenen Liberalismus fast ein gerader Weg zur bolschewistischen Kulturrevolution.” (Zitat aus dem empfehlenswerten Buch von Kurt Hutten, “Kulturbolschewismus. Eine deutsche Schicksalsfrage”, aus dem Jahr 1932 – Verlag W. Kohlhammer. Stuttgart – aktuell auch im Blick auf den kulturrevolutionären Angriff auf die Schule durch die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg! Zur verhängnisvollen Rolle des Liberalismus hat auch M. Kleine-Hartlage aktuell ein wichtiges Buch publiziert, das diese Fragen aufgreift, unter denen wir und unsere Kultur leiden.)

Soweit einige Worte aus der Leserschaft!

..

Ubasser

5 Kommentare zu “Kulturzerstörung – Verdi, Semper und die moderne Tristesse des Holokaust?

  1. Natur sagt:

    Was es damals schon vor 100 Jahren gab. Der Film wäre natürlich besser ohne die anti-deutsche Propaganda, visuell sehr gut gemacht.
    http://www.arte.tv/guide/de/048243-000/monte-verita
    Auch das ist Teil unserer Kultur und Kunst.

  2. Roady sagt:

    in der Scala und anderen großen Bühnen der Welt buhen die Opernfreunde den Regisseur oder die Bühnengestaltung aus, gibt es hier nur noch Duckmäuser?

  3. Germania2013 sagt:

    Gut.

    Ich gebe zu, keine Ahnung von Klassischer Musik zu haben. Deshalb will ich inhaltlich zum Artikel nichts hinzufügen.

    In einem aber irrt der Autor: Kunst ist Sein. Erschaffen. Kreativität. Kunst ist Sein in höchster Vollendung, wenn denn dann noch Können dazu kommt.
    Zumindest nannte man früher solch eine Tätigkeit Kunst.

    Was heute Kunst genannt wird, ist meist vom Zeitgeist beeinflusster Abfall. Gewollte Hässlichkeit,Zerstörung und Verwirrung der Menschen. Kunst darf nicht mehr schön, erhaben sein. Um Künstler zu sein, muss man auch nichts mehr können, bestes Beispiel ist hier die „Bildende Kunst“, in deren Bereich ich mich drei Jahre lang aktiv aufgehalten habe.
    Dasselbe gilt für Musik – und fürs Schreibtechnische. In beiden Bereichen habe ich aktiv Erfahrung machen können – es ist grauenhaft. Ich bin sicher, dass das Grauenhafte, der Abfall, der Schund, so gewollt ist.
    Die Menschen sollen nicht mehr lernen, erfahren, was schön und wertvoll ist. Sie sollen an Schund und Müll gewöhnt werden. Und, sie sollen nicht mehr kritisieren. Das gelingt nur, wenn es nur noch Müll gibt, der uns als „Kunst“ verkauft wird, logisch. Hätten die Menschen Vergleichsmöglichkeiten, würden sie den Schund erkennen.

    Kunst – Künstler sein – ist aber noch mehr. Es lässt vergessen, dass die drei F, kombiniert mit saufen, Lebensinhalt sein könnten. Ich als Künstler, der ich um die Kraft meiner Fähigkeit, Dinge zu erschaffen, weiß, schei**e auf die drei Fs und saufen muss ich auch nicht. Mir kann keine Droge mehr was, auch kein Geld, kein nichts, ich bin unverführbar. Außer – durch das Schöne, die Kunst, die wahre Kraft des Erschaffenden, der auch nur hehre Motive haben kann, denn sonst wäre seine Kunst Müll. Das sieht man ja direkt. Wessen Geistes Kind ein Künstler ist. Zum Glück. Noch. Sehe ich das.
    Ich hoffe, andere auch. Dass sie das noch lange sehen.

  4. neuesdeutschesreich sagt:

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

Kommentare werden moderiert. Freischaltung erfolgt unregelmäßig.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Archive

Zugriffe gesamt

  • 3,112,720 Zugriffe
%d Bloggern gefällt das: