Morbus ignorantia – Die Krankheit Unwissen

"Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft und wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit." – George Orwell

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden nicht von den Nationalsozialisten ermordet


liebknecht_luxemburg

Als sich allerlei SED-Fossilien und sonstige Linke vor einigen Tagen wieder ein Mal in Berlin versammelten, hieß es in mehreren Nachrichtensendungen, dies geschähe zum Gedenken an die “von den Nazis ermordeten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht”.

Das ist Quatsch. Die beiden Spartakisten wurden am 15.1.1919 erschossen. Zu dem Zeitpunkt gab es noch gar keine Nazis. Die Deutsche Arbeiterpartei, die Vorläuferin der NSDAP, war, ganz kurz vorher, am 5.1.1919 in München gegründet worden und auch nur dort aktiv. Erst am 12. September 1919 sollte Hitler eine ihrer Versammlungen besuchen, und erst am 24.2.1920 kam es zur Umbenennung in “NSDAP”.

Mit dem Tod Luxemburgs und Liebknechts hatte eine ganz andere Partei zu tun. Es war die SPD, die mit der Hilfe von Freikorps den kommunistischen Spartakus-Aufstand niederschlug. Einer dieser Truppenverbände, die “Wilmersdorfer Bürgerwehr”, nahm die Revolutionsführer gefangen und erschoss sie, aber nicht, ohne sich vorher des Rückhalts des SPD-Reichswehrministers Gustav Noske zu versichern.

Waldemar Pabst, der kommandierende Offizier der Bürgerwehr, gab ein Telefongespräch mit Noske folgendermaßen wieder:

Nachdem Noske Pabst aufgefordert hatte, die Genehmigung des Generals von Lüttwitz zur Erschießung der Gefangenen einzuholen, sagte Pabst:” Die werde ich nie bekommen”.

Darauf Noske: “Dann müßen Sie selbst verantworten, was zu tun ist.”
(Quelle: “Eine Leiche im Landwehrkanal, Klaus Gietinger, 1.Auflage 2009.)

Diese Äußerung eines Sozialdemokraten betrachtete der Offizier als Freibrief, was wohl auch beabsichtigt gewesen sein dürfte.

Mag sein, daß Luxemburg und Liebknecht nach einem Prozeß wegen Hochverrats zum Tode verurteilt worden wären. Sie ohne Verfahren zu töten, war allerdings Mord, nur eben keiner, den Nationalsozialisten begangen hätten. Die Kommunisten wußten das. Wegen der Verstrickung eines SPD-Mannes in diese Tat kam es nie zu einer Volksfront gegen die NSDAP. So konnte Hitler gegen eine gespaltene Linke die Macht ergreifen.

Heute soll das nicht mehr wahr sein. Viele Linke und SPD`ler hätten gerne eine rot-rote Regierung. Dabei stört die wahre Geschichte. Also wird sie umgeschrieben und findet sicherlich bald den Weg in die Schulbücher. Die Nazis waren`s. Das ist bequem. Darauf können sich alle einigen.

Quelle: Freies Pommern

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Ubasser

16 Antworten zu “Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden nicht von den Nationalsozialisten ermordet

  1. netzband 22. Januar 2014 um 03:25

    nochmal hier auch, die Quellen um was es ging bei Rosa Luxemburg:
    Als letztens Oskar Lafontaine zusammen mit Gregor Gysi zu Rosa Luxemburgs Grab pilgerten, wußten sie angeblich nicht, daß es leer ist und was die als so humanistisch Verehrte wirklich bezweckte.
    Liebknecht kam aus der SPD und beide wollten die im Kampf stehenden deutschen Soldaten sabotieren durch Verweigerung der Kriegskredite. Also Teil des Dolchstoßes, nicht?
    Ludendorff entwickelte einen Kriegssozialismus, kann man das so nennen? aus dem der nationale Sozialismus hervorging in Elend und schwerer Zeit des deutschen Volkes.
    Rosa Luxemburg ließ aber ihre Absichten durchblicken, als Beispiel zwei Stellen:

    {1.} Rosa Luxemburg: Zur russischen Revolution IV
    Zuerst veröffentlicht 1922 von Paul Levi nach dem handschriftlichen Manuskript aus dem Nachlaß. Rosa Luxemburg, Gesammelte Werke, Bd. 4
    http://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1918/russrev/teil4.htm

    “Russland:…..Jawohl: Diktatur! Aber diese Diktatur besteht in der Art der Verwendung der Demokratie, nicht in ihrer Abschaffung,….
    genauso würden auch bisher die Bolschewiki vorgehen, wenn sie nicht unter dem furchtbaren Zwang des Weltkriegs, der deutschen Okkupation und aller damit verbundenen abnormen Schwierigkeiten litten, die jede von den besten Absichten und den schönsten Grundsätzen erfüllte sozialistische Politik verzerren müssen.

    Ein krasses Argument dazu bildet die so reichliche Anwendung des Terrors durch die Räteregierung, und zwar namentlich in der letzten Periode vor dem Zusammenbruch des deutschen Imperialismus, seit dem Attentat auf den deutschen Gesandten. Die Binsenweisheit, daß Revolutionen nicht mit Rosenwasser getauft werden, ist an sich ziemlich dürftig.

    Alles, was in Rußland vorgeht, ist begreiflich und eine unvermeidliche Kette von Ursachen und Wirkungen, deren Ausgangspunkte und Schlußsteine: das Versagen des deutschen Proletariats und die Okkupation Rußlands durch den deutschen Imperialismus. Es hieße, von Lenin und Genossen übermenschliches verlangen, wollte man ihnen auch noch zumuten, unter solchen Umständen die schönste Demokratie, die vorbildlichste Diktatur des Proletariats und eine blühende sozialistische Wirtschaft hervorzuzaubern. Sie haben durch ihre entschlossene revolutionäre Haltung, ihre vorbildliche Tatkraft und ihre unverbrüchliche Treue dem internationalen Sozialismus wahrhaftig geleistet, was unter so verteufelt schwierigen Verhältnissen zu leisten war. Das Gefährliche beginnt dort, wo sie aus der Not die Tugend machen, ihre von diesen fatalen Bedingungen aufgezwungene Taktik nunmehr theoretisch in allen Stücken fixieren und dem internationalen Proletariat als das Muster der sozialistischen Taktik zur Nachahmung empfehlen wollen. Wie sie sich damit selbst völlig unnötig im Lichte stehen und ihr wirkliches, unbestreitbares historisches Verdienst unter den Scheffel notgedrungener Fehltritte stellen, so erweisen sie dem internationalen Sozialismus, demzuliebe und um dessentwillen sie gestritten und gelitten, einen schlechten Dienst….”

    Der bolschewistische Terror war also:

    “…entschlossene revolutionäre Haltung, ihre vorbildliche Tatkraft und ihre unverbrüchliche Treue dem internationalen Sozialismus…”

    nur die deutschen Arbeiter waren schuld, daß es so radikal wurde… und es gab halt ein wenig vorteilhaftes Bild ab, was dort geschah…?

    “…Denn eine mustergültige und fehlerfreie proletarische Revolution in einem isolierten, vom Weltkrieg erschöpften, vom Imperialismus erdrosselten, vom internationalen Proletariat verratenen Lande wäre ein Wunder. Worauf es ankommt, ist, in der Politik der Bolschewiki das Wesentliche vom Unwesentlichen, den Kern von dem Zufälligen zu unterscheiden. In dieser letzten Periode, in der wir vor entscheidenden Endkämpfen in der ganzen Welt stehen, … waren Lenin und Trotzki mit ihren Freunden die ersten, die dem Weltproletariat mit dem Beispiel vorangegangen sind, sie sind bis jetzt immer noch die einzigen, die mit Hutten ausrufen können: Ich hab’s gewagt!…
    Und in diesem Sinne gehört die Zukunft überall dem „Bolschewismus“.”“”“

    • netzband 22. Januar 2014 um 03:27

      {2.} lest bitte selbst:

      Rosa Luxemburg
      Was will der Spartakusbund? (Dezember 1918)
      http://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1918/12/waswill.htm
      Dieser Entwurf des Programms der KPD stammt aus der Roten Fahne (Berlin), Nr. 29, 14. Dezember 1918

      “I) Am 9. November haben Arbeiter und Soldaten das alte Regime in Deutschland zertrümmert. Auf den Schlachtfeldem Frankreichs war der blutige Wahn von der Weltherrschaft des preußischen Säbels zerronnen. Die Verbrecherbande, die den Weltbrand entzündet und Deutschland in das Blutmeer hineingetrieben hat, war am Ende ihres Lateins angelangt. Das vier Jahre lang betrogene Volk, das im Dienste des Molochs Kulturpflicht, Ehrgefühl und Menschlichkeit vergessen hatte, das sich zu jeder Schandtat mißbrauchen ließ, erwachte aus seiner vierjährigen Erstarrung – vor dem Abgrund.

      Am 9. November erhob sich das deutsche Proletariat, um das schmachvolle Joch abzuwerfen. Die Hohenzollern wurden verjagt, Arbeiter- und Soldatenräte gewählt……..”

      Übrigens stand in dem Schuldparagraph des Versailler Diktats und in der Präambel Ähnliches.

  2. Pingback: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden nicht von den Nationalsozialisten ermordet | volksbetrug.net

  3. Waffenstudent 21. Januar 2014 um 19:35

    Von Freicorps und Waffenstudenten

    PROLOG:

    Es ist einfacher den Beitrag hier mit Bildern zu lesen: Quelle: http://eisberg.blogsport.de/2009/01/17/ … tradition/

    TRADITION IST TRADITION:

    „Es ist mehr dran als mensch glaubt!“ – ___„…wer, wie, was, wieso, weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm.“ – Blog

    « Jungle-Leserbrief 47/2008 – Populismus-Baustein: Antiamerikanismus, Unterkategorie: Bush-Bashing »

    Deutsche Korporationen in Freikorps-Tradition – am 17. Januar 2009 – in Allgemein, Braunzone, Lokal – Tübingen und Zeitgeschichte

    Arbeitermörder – Ti­tel­blatt des USPD-​Ma­ga­zins „Freie Welt“

    ARTIKEL:

    Tra­di­ti­on ist Tra­di­ti­on

    Das kor­po­rier­te Ge­schichts(zerr)bild fin­det bei Ver­bin­dungs­kri­ti­kern lei­der häu­fig nicht ge­nü­gend Auf­merk­sam­keit. Denn nicht nur Se­xis­mus, rech­te Um­trie­be oder eli­tä­res Ge­ha­be dis­kre­di­tie­ren Stu­den­ten­ver­bin­dun­gen, son­dern auch ihr ver­fälsch­tes Ge­schichts­bild und -​ver­ständ­nis.
    Ge­schichts­ver­fäl­schung wird von Kor­po­rier­ten nicht nur im Bezug auf ihre Be­tei­li­gung im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus be­trie­ben. Hier wird gerne be­haup­tet Stu­den­ten­ver­bin­dun­gen wären ver­bo­ten wor­den (1). Auch die vor­aus­ge­gan­ge­ne Ge­schich­te wird von Kor­po­ra­tio­nen häu­fig ver­zerrt dar­ge­stellt.

    DB-Gefallenenliste
    aus dem Ver­bands­or­gan der „Deut­schen Bur­schen­schaft“, den „Bur­schen­schaft­li­che Blät­ter“

    Die „große Men­sur“ im Ers­ten Welt­krieg, der „Op­fer­gang“ im Zwei­ten Welt­krieg oder der Frei­korps-​Ein­satz sind seit Jahr­zehn­ten po­si­ti­ve Be­zugs­punk­te nicht nur der, oh­ne­hin sehr weit Rechts­au­ßen an­zu­sie­deln­den, Bur­schen­schaf­ten, son­dern auch der an­de­ren, teil­wei­se eher li­be­ra­len und mo­der­ni­sier­ten Kor­po­ra­tio­nen („Par­ty­ver­bin­dun­gen“). Die­ses Ge­schichts­bild wird schein­bar kei­ner­lei kri­ti­schen Re­vi­si­on un­ter­wor­fen, son­dern nur tra­diert und re­pro­du­ziert. Wis­sen­schaft­li­che Lek­tü­re wird nur an den Stel­len zi­tiert, an denen sie dem ei­ge­nen Ge­schichts­bild dien­lich.

    My­thos: Frei­korps als Re­pu­blik-​Ver­tei­di­ger
    Die Be­tei­li­gung von Stu­den­ten, ins­be­son­de­re aber von Ver­bin­dungs­stu­den­ten, an den rechts­ra­di­ka­len Frei­korps war enorm. An­fang der 1920er Jahre sol­len 33% der deut­schen Stu­den­ten Frei­korps-​Mit­glie­der ge­we­sen sein. Nicht we­ni­ge Stu­den­ten­ver­bin­dun­gen glie­der­ten sich ge­schlos­sen in Frei­korps-​Ver­bän­de ein.
    Diese Frei­korps waren, wie unten aus­ge­führt, fast durch­weg re­pu­blik­feind­lich, an­ti­de­mo­kra­tisch und teil­wei­se noch kai­ser­treu. Mit der Zeit wur­den sie zu­sätz­lich auch noch ra­di­kal-​an­ti­se­mi­tisch. Der Kampf gegen die Wei­ma­rer Re­pu­blik wurde damit zum Kampf gegen „die Ju­den­re­pu­blik“.

    Die Frei­korps ent­stan­den in Re­ak­ti­on (im wahrs­ten Sinne des Wor­tes) rech­ter Krei­se auf die Kriegs­nie­der­la­ge. In ihnen sam­mel­ten sich ra­di­ka­li­sier­te Mi­li­tärs, Ex-​Sol­da­ten und pa­ra­mi­li­tä­risch ge­schul­te An­ge­hö­ri­ge der jün­ge­ren Ge­ne­ra­ti­on, die am Welt­krieg nicht mehr teil­neh­men konn­te, aber die Kriegs­pro­pa­gan­da zur Gänze auf­ge­so­gen hatte („Ge­ne­ra­ti­on des Un­be­ding­ten“). Ziel war es auf nied­ri­ger Ebene den Krieg gegen in­ne­re und äu­ße­re Fein­de fort­zu­set­zen. Dafür stell­ten sich 250-​400.​000 Frei­korps-​An­ge­hö­ri­ge nach dem Prin­zip „der Feind mei­nes Fein­des ist mein Freund“ auch der ge­mä­ßig­ten SPD-​Re­gie­rung zur Ver­fü­gung, die ver­such­te einen Wei­ter­gang der No­vem­ber-​Re­vo­lu­ti­on und so­zia­le Un­ru­hen zu un­ter­drü­cken. Als „Blut­hun­de“, so der SPD-​In­nen­mi­nis­ter Gus­tav Noske („Mei­net­we­gen! Einer muss der Blut­hund wer­den“), wur­den Frei­korps gegen auf­stän­di­sche Ar­bei­ter im Ruhr­ge­biet, in Thü­rin­gen oder gegen die bay­ri­sche Rä­te­re­pu­blik los­ge­las­sen. Zu­sam­men mit der Reichs­wehr prak­ti­zier­ten die Frei­korps eine blu­tig-​ef­fek­ti­ve Auf­stands­be­kämp­fung, die über 5.​000 Tote for­der­te. Die Auf­stän­di­schen, dar­un­ter nur zum Teil Par­tei­kom­mu­nis­ten, kämpf­ten da­mals für eine ge­sell­schaft­li­che Um­ver­tei­lung und die Bei­be­hal­tung bzw. Ein­füh­rung des ba­sis­de­mo­kra­ti­schen Rä­te­sys­tems. Wir spre­chen hier oh­ne­hin von einer KPD vor ihrer Bol­sche­wi­sie­rung, die erst Mitte der 1920er ein­setz­te.

    Der große My­thos, der nach 1945 von den Kor­po­ra­tio­nen sorg­sam ge­pflegt wird, ist die Be­haup­tung, dass es sich bei den Frei­korps um eine Art von Re­pu­blik-​Ver­tei­di­gern ge­han­delt hätte. Das sahen die Frei­korps selbst aber zu ihrer Zeit an­ders. Wäh­rend vor 1933 bei den Frei­korps die an­ti­bol­sche­wis­ti­sche Stoß­rich­tung be­tont wurde, wer­den den Frei­korps erst post­hum viel hehre Mo­ti­ve un­ter­stellt.
    Dabei han­del­te es sich in Wahr­heit le­dig­lich um ein zeit­wei­li­ges Zweck­bünd­nis­ge­gen zwi­schen Frei­korps und der MSPD-​Re­gie­rung gegen einen ge­mein­sa­men Feind. Die Mo­ti­ve der Frei­korps lagen nicht in der Ver­tei­di­gung der Wei­ma­rer De­mo­kra­tie, son­dern in der Be­kämp­fung der „Roten“, „Spar­ta­kis­ten“ und „Bol­sche­wis­ten“. Die Er­mor­dung von Karl Lieb­knecht und Rosa Lu­xem­burg in Ber­lin durch Frei­korps-​Mit­glie­der war kein zu­fäl­li­ger Ex­zess (Die Lei­che Lu­xem­burgs wies 30 Trit­te ge­na­gel­ter Schuh­soh­len und 120 Kol­ben­hie­be auf.), son­dern Aus­druck einer hass­er­füll­ten Feind­bild-​Ideo­lo­gie.
    Das Bünd­nis zwi­schen Frei­korps und Re­gie­rung war dabei sehr brü­chig wie der Kapp-​Lütt­witz-​Putsch zeig­te. Beim rech­ten und an­ti­de­mo­kra­ti­schen Kapp-​Putsch im Früh­jahr 1920 waren Frei­korps maß­geb­lich be­tei­ligt.
    Auch die an­de­ren „Ein­satz­ge­bie­te“ der Frei­korps spre­chen nicht für deren de­mo­kra­ti­sches Selbst­ver­ständ­nis. Gegen die Aus­wir­kun­gen des „Ver­sail­ler Ver­tra­ges“ bzw. die all­ge­mei­ne Nach­kriegs­ord­nung kämpf­ten Frei­korps in Ober­schle­si­en (1919-​21) oder im Bal­ti­kum, wo 40.​000 Frei­korps-​Mit­glie­der („Bal­ti­ku­mer“) 1919 eine Art „Pri­vat-​Feld­zug“ gegen die „Roten“ führ­ten. Im Bal­ti­kum wur­den die Frei­korps aus Deutsch­land bei ihrem an­ti­bol­sche­wis­ti­schen Feld­zug, unter dem auch die ein­hei­mi­sche Be­völ­ke­rung der Let­ten und Esten litt, sogar von einem Frei­korps un­ter­stützt, dass sich aus Mit­glie­dern der deutsch­spra­chi­gen Min­der­heit ge­bil­det hatte. Die­ses Frei­korps nann­te sich „Bal­ten­re­gi­ment“ (1918-​1920) und war eine in Est­land aus Deutsch-​Bal­ten und Sol­da­ten der sich auf­lö­sen­den deut­schen Trup­pen ge­bil­de­te Frei­wil­li­gen­ein­heit. Sie re­kru­tier­te sich laut dem ent­spre­chen­den Wi­ki­pe­dia-​Ein­trag zu einem gro­ßen Teil aus Corps­stu­den­ten der Uni­ver­si­tät Tartu und des Ri­ga­er Po­ly­tech­ni­kum.

    Nach der im Kapp-​Lütt­witz-​Putsch 1920 of­fen­bar ge­wor­de­nen Un­treue der Frei­korps zur jun­gen Re­pu­blik wur­den viele Ver­bän­de von der Re­gie­rung of­fi­zi­ell auf­ge­löst. Meist grup­pier­ten sich diese „auf­ge­lös­ten“ Ver­bän­de aber le­dig­lich um und exis­tier­ten im Un­ter­grund wei­ter. Nicht we­ni­ge schlos­sen sich der so ge­nann­ten „Schwar­zen Reichs­wehr“ oder spä­ter der NS­DAP-​Schlä­ger­trup­pe SA an. Die En­tente hatte ja im Ver­trag von Ver­sail­les die Mit­glie­der­zahl der deut­schen Armee auf 100.​000 Mann be­grenzt. Um diese Be­stim­mung zu un­ter­lau­fen wurde eine so ge­nann­te „Schwar­ze Reichs­wehr“ eta­bliert, die sich aus Wehr­bün­den, Frei­korps und Ve­te­ra­nen­ver­bän­den zu­sam­men­setz­te. Mit die­ser Schat­ten­ar­mee war der Grund­stein zu einer grö­ße­ren Armee, einer An­griffs­ar­mee, ge­legt. Denn deut­sche Mi­li­tärs plan­ten be­reits vor 1933 eine Re­van­che für den ver­lo­re­nen Welt­krieg.

    Zum Bei­spiel: Tü­bin­gen
    Die Tü­bin­ger Stu­den­ten­ver­bin­dun­gen „Guest­pha­lia“, „Liech­ten­stein“, „Ghi­bel­li­nia“, „Ger­ma­nia Tü­bin­gen“ und „Stutt­gar­dia“ be­tei­lig­ten sich nach­weis­lich an zwei Frei­korps-​Ein­hei­ten („Tü­bin­ger Stu­den­ten Com­pa­nie“). Ins­ge­samt kam ein Ba­tail­lon mit 800 Mann zu­sam­men, dass in eine „Schloss­berg“- und in eine „Ös­ter­berg“-​Kom­pa­nie auf­ge­teilt wurde.

    Stuttgardia Tübingen
    die Tü­bin­ger Ver­bin­dung Stutt­gar­dia beim Frei­korps-​Ein­satz

    Diese bei­den Stu­den­ten-​Kom­pa­ni­en waren zum Ein­satz in Ober­schle­si­en, in Stutt­gart (April 1919), Augs­burg, Mün­chen (Mai 1919) und im Ruhr­ge­biet (März 1920). Min­des­tens bei dem „Ein­satz“ in Mün­chen pflas­ter­ten Lei­chen den Weg der Frei­korps. Vom 30. April bis 4. Mai 1919 sind in Mün­chen und Um­ge­bung von den Re­gie­rungs­trup­pen, dar­un­ter auch die Frei­korps, etwa 500 Per­so­nen er­schos­sen wor­den („auf der Flucht“ oder „in Not­wehr“), unter ihnen auch 21 ka­tho­li­schen Ge­sel­len. Amt­lich re­gis­triert wur­den nur 181, und zwar als „töd­lich ver­un­glückt“. Am 02.​05.​1919 er­mor­den Frei­korps­mit­glie­der, dar­un­ter ver­mut­lich auch Tü­bin­ger Ver­bin­dungs­stu­den­ten, in Grä­fel­fing (Bay­ern) 53 rus­si­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne.

    Der Frei­korps-​Ein­satz wird noch heute in den Ver­bands­blät­tern an­er­ken­nend er­wähnt:

    Die Ge­ne­ra­ti­on 1920 – 1940 war von einem un­bän­di­gen Le­bens­wil­len be­stimmt. Er war her­aus­ge­wach­sen aus ge­kränk­tem Stolz eines ver­lo­re­nen Krie­ges und aus dem Trotz einer zu­dik­tier­ten al­lei­ni­gen Kriegs­schuld. Die­ser Le­bens­wil­le – in der Not­zeit der In­fla­ti­on und Ar­beits­lo­sig­keit als Über­le­bens­wil­le ge­stei­gert – war ge­tra­gen vom Geist der Frei­korps und der Ju­gend­be­we­gung. Er ent­ar­te­te im na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Stolz und Über­mut, der schließ­lich zu­tiefst stürz­te.

    Tü­bin­ger Blät­ter 49 – De­zember 2003, Organ des Win­golf Tü­bin­gen, Seite 11

    Auch das Lied, das die Kriegs­ge­ne­ra­ti­on im Win­golf (die Lei­fa­mi­lie „Sieg­fried“) , näm­lich Volkers Nacht­ge­sang (E. Gei­bel) an­stimm­te, war längst ver­klun­gen: „Die lich­ten Ster­ne fun­keln kalt und stumm – wohl fins­ter ist die Stun­de, doch hell ist Mut und Schwert …“ Man­cher Win­gol­fit reih­te sich da­mals ein in die Tü­bin­ger Stu­den­ten­re­gi­men­ter, die die junge Re­pu­blik gegen den chao­ti­schen Mob (Mün­chen) si­cher­ten (1919).

    Tü­bin­ger Blät­ter 49 – De­zember 2003, Organ des Win­golf Tü­bin­gen, Seite 55

    Trotz­dem die Kor­po­ra­ti­ons-​Stu­den­ten das beste Men­schen­ma­te­ri­al für den SA-​Dienst stel­len und mit Be­geis­te­rung dabei sind, scheint man immer noch auf Miß­trau­en zu sto­ßen. […] Die Kri­tik ver­gaß die Leis­tun­gen der Stu­den­ten-​Ba­tail­lo­nen von Lan­gen­marck und der Kom­pa­gni­en, die sich nach dem Krieg in den Frei­korps her­vor­ta­ten, ver­gaß fer­ner, dass Horst Wes­sel Korps-​Stu­dent und Wal­ter Flex ein Bur­schen­schaf­ter war, ver­gaß end­lich auch die Ähn­lich­keit mit dem heu­ti­gen Ge­dan­ken­gut.

    Dr. Fritz Veiel, Bun­des­lei­ter der Bur­schen­schaft Ger­ma­nia zu Tü­bin­gen, in: „Son­der­be­richt an alle Phi­lis­ter, In­ak­ti­ven und Ak­ti­ven“, Fe­bru­ar 1934 (nach: Joa­chim Lang: acht­zehn-​acht­und­vier­zig – ran, ran, ran!, in: Schwä­bi­sches Tag­blatt vom 10.​09.​1998)

    Landsmannschaft Ghibellinia
    Screen­shot vom 03.​05.​2005

    Zum Bei­spiel: Mar­burg
    Auch in der Uni­ver­si­täts­stadt Mar­burg schlos­sen sich Stu­den­ten, dar­un­ter wie­der be­son­ders Kor­po­rier­te, als so ge­nann­te „Zeit­frei­wil­li­ge“ der Reichs­wehr und den Frei­korps an. Die Reichs­wehr hatte am 19. März 1920 dazu auf­ge­ru­fen. In Tei­len Deutsch­lands war näm­lich der Ge­ne­ral­streik gegen den an­ti­de­mo­kra­ti­schen Kapp-​Lütt­witz-​Putsch in wei­ter­ge­hen­de po­li­ti­sche For­de­run­gen (z.B. nach einer Um­ver­tei­lung) um­ge­schla­gen. Die MSPD-​Re­gie­rung hatte Pro­ble­me die so­zia­len Pro­tes­te mit der Reichs­wehr ge­walt­sam ein­zu­däm­men. Die her­bei­ge­ru­fe­ne Reichs­wehr ver­such­te mit Auf­ru­fen Frei­wil­li­ge zu mo­bi­li­sie­ren, um ihre Rei­hen zu stär­ken.
    In Mar­burg sol­len 1.​800 Stu­den­ten von ins­ge­samt 4.​000 dem Reichs­wehr-​Auf­ruf ge­folgt sein.
    Bei dem Vor­marsch die­ser Ein­hei­ten in Thü­rin­gen kam es auch zu einem Kriegs­ver­bre­chen. In Mech­t­er­städt, einem Dorf bei Gotha in Thü­rin­gen, wur­den am 23. März 1920 15 Ar­bei­ter durch das Mar­bur­ger Stu­den­ten­korps „Has­so-​Nas­so­via“ als „Rä­dels­füh­rer“ ver­haf­tet und am 25. März „auf der Flucht er­schos­sen“. Als Folge wur­den 14 an dem Mas­sa­ker be­tei­lig­te Mar­bur­ger Zeit­frei­wil­li­ge an­ge­klagt und in drei un­ter­schied­li­chen Ver­fah­ren frei­ge­spro­chen. In den Rich­ter-​Ses­seln saßen noch die die­sel­ben Rich­ter wie zu Kai­sers Zei­ten und damit Per­so­nen, die fast durch­weg auf dem rech­ten Auge blind waren.

    Die­ses Mas­sa­ker wird noch heute in dem Ver­bands­or­gan der „Deut­schen Bur­schen­schaft“, den „Bur­schen­schaft­li­chen Blät­tern“ apo­lo­ge­tisch dar­ge­stellt. Der Autor Man­fred Rud­loff schreibt in der Aus­ga­be 3/1998: „Dabei kam es zu einer wil­den Schie­ße­rei, bei der alle Ge­fan­ge­nen er­schos­sen wur­den.“ Alle 15 Ge­fan­ge­ne sol­len also bei einer „Schie­ße­rei“ er­schos­sen wor­den sein. Nie­mand wurde nur ver­letzt, alle ge­tö­tet. Mehr als un­wahr­schein­lich. Alles deu­tet viel­mehr auf eine ge­ziel­te Hin­rich­tung hin.

    Fazit
    Freikorps gestern
    Ges­tern

    Freikorps heute
    Heute (Screen­shot von der Home­page der Bur­schen­schaft Ger­ma­nia Ham­burg)

    Wer so sehr auf seine Tra­di­tio­nen pocht, muss sich auch an sei­ner Ge­schich­te und sei­nem Ge­schichts­bild mes­sen las­sen.
    Der nicht sel­ten zu fin­den­de po­si­ti­ve Bezug auf die rechts­ra­di­ka­len Frei­korps und ihre mör­de­ri­schen Ak­ti­vi­tä­ten stellt ein ei­gen­stän­di­ges Ideo­lo­gie-​Frag­ment kor­po­rier­ter Iden­ti­tät dar. Um die­sen po­si­ti­ven Bezug auf ihre Frei­korps-​Ge­schich­te zu le­gi­ti­mie­ren wer­den Frei­korps ent­ge­gen den his­to­ri­schen Tat­sa­chen als Re­pu­blik-​Ver­tei­di­ger dar­ge­stellt. Dabei waren die Frei­korps nicht die Ver­tei­di­ger der Wei­ma­rer De­mo­kra­tie, son­dern ihre To­ten­grä­ber. Dass zeigt sich an ihrem Ver­hal­ten wäh­rend des Kapp-​Lütt­witz-​Put­sches, wäh­rend des No­vem­ber-​Put­sches in Mün­chen oder auch in den Bio­gra­fi­en vie­ler Frei­korps­mit­glie­der, die nicht sel­ten bei der SA en­de­ten.

    In ge­wis­sem Sinne ehr­li­cher, ist es, wenn sich die bur­schen­schaft­li­chen Hard­li­ner von der Da­nu­bia Mün­chen lie­ber auf die na­tio­na­lis­ti­sche Tra­di­ti­on der Frei­korps be­zie­hen. Da­nu­ben tauch­ten näm­lich re­gel­mä­ßig bei den „An­na­berg-​Ge­denk­fei­ern“ (2) der „Ka­me­rad­schaft Frei­korps und Bund Ober­land“ auf dem Wein­berg bei Schlier­see auf. Das „Frei­korps Ober­land“ war gegen die bay­ri­sche Rä­te­re­pu­blik zu Felde ge­zo­gen, hatte in Ober­schle­si­en ge­wü­tet und hatte sich am Münch­ner Putsch­ver­such der NSDAP 1923 be­tei­ligt. Bei den „An­na­berg-​Ge­denk­fei­ern“ am Schlier­see käme wohl nie­mand auf die Idee sich auf Frei­korps als Re­pu­blik-​Ver­tei­di­ger zu be­ru­fen.

    By R. Schwar­zen­berg

    An­mer­kun­gen
    (1) Die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten an den Hoch­schu­len schlos­sen vor 1933 häu­fig Bünd­nis­se mit den Kor­po­rier­ten und be­dank­ten sich 1933 dann erst ein­mal mit der Auf­he­bung des Men­sur-​Ver­bo­tes. Spä­ter wur­den die Kor­po­ra­tio­nen als „Ka­me­rad­schaf­ten“ in den „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Deut­schen Stu­den­ten­bund“ ein­ge­glie­dert und das nur teil­wei­se unter Zwang.
    (2) Auf dem ober­schle­si­schen An­na­berg hat­ten deut­sche Na­tio­na­lis­ten gegen na­tio­na­lis­ti­sche pol­ni­sche Auf­stän­di­sche ge­kämpft. Die Auf­tei­lung Ober­schle­si­ens an Polen und Deutsch­land stand bevor und jede Seite woll­te für sich einen größt­mög­li­chen Vor­teil bei die­ser Tei­lung er­rei­chen.

    Ver­wen­de­te Li­te­ra­tur (Aus­wahl)
    Man­fred Rud­loff (Ger­ma­nia Mar­burg): Mar­bur­ger Zeit­frei­wil­li­ge der Reichs­wehr 1920 im mi­li­tä­ri­schen Ein­satz in Tü­bin­gen, in: „Bur­schen­schaft­li­che Blät­ter“ 3/1998, Seite 159

    Bern­hard Schro­eter (Ger­ma­nia Jena): Le­ser­brief „Noch ein­mal Mech­t­er­städt“, in: „Bur­schen­schaft­li­che Blät­ter“ 4/1999, Seite 228-​229

    Klaus-​Die­t­er Ste­fan: Blind wie zu Kai­sers Zei­ten, Ost­ber­lin 1985, Seite 89-91

    Ute Wied­höft: Kon­ti­nui­tä­ten kor­po­rier­ter Men­ta­li­tä­ten im ers­ten Welt­krieg, in: Hirsch­feld, Ger­hard / Kru­meich, Gerd / Lan­ge­wie­sche, Die­t­er / Ull­mann, Hans-​Pe­ter (Hg): Kriegs­er­fah­run­gen. Stu­di­en zur Men­ta­li­täts­ge­schich­te des Ers­ten Welt­kriegs, Essen, 1997

    Son­der­heft „Met­zel­sup­pe“ des AK Club­hau­sia zum Ein­satz des Tü­bin­ger Stu­den­ten­ba­tail­lons in Mün­chen 1919, http://​clubhausia.​fsrvv.​de/?​download=sonderheft_​metzelsuppe.​pdf

    Dr. Bern­hard Sauer: Frei­korps und Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, in: „An­ti­fa­schis­ti­sches Info-​Blatt“ Nr. 81 – Jan/Fe­br-​2009, Seite 39-43

    Quelle: http://eisberg.blogsport.de/2009/01/17/ … tradition/

  4. Frank 21. Januar 2014 um 19:18

    Wowwwww! Finde ich toll wie alles verweiblicht wird:
    ———-Die Deutsche Arbeiterpartei, die Vorläuferin der NSDAP, war, ganz kurz vorher, am 5.1.1919 in München gegründet worden und auch nur dort aktiv. Erst am 12. September 1919 sollte Hitler eine ihrer Versammlungen besuchen, und erst am 24.2.1920 kam es zur Umbenennung in “NSDAP”.———–
    in meiner Schulzeit sprach man noch von dem „VorläufER“ der NSDAP, aber wenns die Frauen waren? Solls mir recht sein 🙂 🙂 🙂

    • Enrico, Pauser 21. Januar 2014 um 20:28

      Lieber Frank….
      unsere deutsche Sprache, läßt keinen Zweifel an weiblich/männlich oder sächlich zu!
      Die Partei = weiblich ——-> warum überventillierst du bei der Berichterstattung der NACHFOLGERIN? (der Parteigenosse = männlich und demzufolge nen NACHFOLGER aber derdiedas Partei ist und bleibt weiblich = NACHFOLGERIN :mrgreen:
      LG

      • UBasser 21. Januar 2014 um 20:51

        Nein, @Enrico, Vorläufer ist männlich! DER Vorläufer…genauso wie DER Professor! Dieses dumme -in ist Zeichen des Genderwahnsinns… Früher z.B. hat man stets nur von Lesern geschrieben oder gesprochen, da waren die Frauen und Männer gemeint, heute muß man -in noch mit anfügen…sozusagen als doppelte Dummheit zu Verunstaltung der Sprache!
        LG

      • Frank 21. Januar 2014 um 21:31

        @Enrico, Pauser

        Nur mal zur Klarstellung ! Hier schreibt unter @Frank nicht der Frank den Du von anderen Blog´s kennst.

        Das kann ich nun mal nicht ändern. 😦

        • Enrico, Pauser 21. Januar 2014 um 21:54

          :mrgreen:
          Ich kenne viele Frank’s 😉
          …habe dich gaaaaaanz sicher NICHT mit DEM (hust) Frank verbuchstabelwechselt 😉
          ….auch wollte ich dich nicht provozieren—-> ich sehe es halt bissl lockerer!
          Meine Meinung ist folgende:….man sollte sich nicht immer durchs System locken lassen und damit „negative Energie“ erzeigen—-> davon leben diese MINUSmenschen nämlich!
          Alles locker, lieber Frank 🙂

    • UBasser 21. Januar 2014 um 20:47

      Gut @Frank, wenn Du es so sagst, fällt es mir auch auf, aber sollte der Autor „Vorläuferin“ auf DIE Partei bezogen haben, kann man es sogar noch verstehen, obwohl es grammatisch totaler Unsinn ist. Vorläufer ist männlich! …der Vorläufer

      Der Autor, sollte er weiblich sein, nennt Zuhause auch seinen Teller … die Tellerin 😉

  5. Pingback: EUdSSR: Lenins Erbe | BildDung für das VOLK

  6. Reiner Dung 21. Januar 2014 um 17:34

    „Daß ich die Aktion ohne Zustimmung Noskes gar nicht durchführen konnte – mit Ebert im Hintergrund – und auch meine Offiziere schützen mußte, ist klar. Aber nur ganz wenige Menschen haben begriffen, warum ich nie vernommen oder unter Anklage gestellt worden bin. Ich habe als Kavalier das Verhalten der damaligen SPD damit quittiert, daß ich 50 Jahre lang das Maul gehalten habe über unsere Zusammenarbeit.“

    Waldemar Papst (1880 – 1970) – der für die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verantwortliche Freikorpsoffizier (so jedenfalls in einer posthum aufgefundenen Abschrift eines Briefes aus dem Jahre 1969)

    5) „Einer muß den Bluthund machen! Ich scheue die Verantwortung nicht.“

    Gustav Noske (1868 – 1946) – sozialdemokratischer Reichswehrminister

    Anmerkung: Die demokratisch legitimierte Niederschlagung bewaffneter Aufstände mit angemessenen Mitteln ist die eine Sache – die feige Ermordung von Rädelsführern ohne rechtsstaatliches Gerichtsverfahren die andere!

    6) Über das Ergebnis der Vernehmung (Wilhelm) Piecks haben Sie (Waldemar Papst) geschrieben: Pieck habe „seine eigenen Genossen in einem Umfange verraten, der es uns ermöglichte, die weiteren Aufstände in Berlin rasch niederzuschlagen. Herr Pieck war nämlich so freundlich gewesen, mir alle militärischen Angaben zu machen über Wohnungen und Ausweichquartiere der prominenten Führer seiner Partei, ihre Telephone beziehungsweise diejenigen ihrer „Gastgeber“, die Waffenlager und deren Ausweichstellen, die Alarmorganisation, die Sammelplätze und so weiter.“

    DER SPIEGEL 16 / 1962 vom 18.4.1962 (SPIEGEL-GESPRÄCH mit Waldemar Papst, den für die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verantwortlichen Freikorpsoffizier)

    Anmerkung: Es erstaunt auf den ersten Blick, daß Wilhelm Pieck trotz dieses folgenschweren und umfangreichen Verrats später höchste Posten in der jungen DDR und (aus KPD und SPD zwangsvereinigten) SED bekleiden konnte.

    http://www.luebeck-kunterbunt.de/Zitate/Zitate47.htm
    ————————————————–
    Freimaurer und Marxisten

    Etwa um die Zeit, da Friedrich Ebert erster Präsident der nach dem freimaurerisch‑goetheschen Weimar benannten ersten deutschen Republik wurde, nämlich am 8. Februar 1920 schrieb der Freimaurer Winston Churchill, damals Kriegs‑ und Luftfahrtminister von Großbritannien, im ‚Illustrated Sunday Herald‘:

    „Seit den Tagen eines Spartacus­-Weisshaupt bis hin zu jenen eines Karl Marx, eines Trotzky, Bela Kuhn, einer Rosa Luxemburg und einer Emma Goldman in den USA, ist diese weltweite Konspiration mit dem Ziel einer Überwältigung unserer Zivilisation und der Konstruktion einer Gesellschaft auf der Grundlage verhinderter Weiterentwicklung, neidischer Bosheit und unmöglicher Gleichheit ständig im Wachsen begriffen. Sie spielte eine nicht zu leugnende sichtbare Rolle in der Tragödie der Französischen Revolution. Sie war Ausgangspunkt für eine jede subversive Bewegung im XIX. Jahrhundert. Und jetzt hat schließlich diese Bande außerordentlicher Personen aus der Unterwelt der großen Städte Europas und Amerikas das russische Volk beim Schopfe gefaßt und ist unzweifelhaft zu Herren jenes Riesenreiches geworden“.

    http://www.luebeck-kunterbunt.de/Freimaurer-Kritik/FM_und_Marxisten.htm
    ————————————

    Die Freunde Rosa Luxemburgs randalieren, treten und spucken im Friedhof auf den Gedenkstein für die Opfer des Stalinimus

    Wehe dem Volk, wenn diese Linksextremisten, die sich um die Linke Gedenkfeier zum Todestag von Rosa Luxemburg gruppierten, die alleinige Macht erringen. Die SPD und Grünen arbeiten ja bereits daran, die Nachfolger der SED überall hoffähig zu machen. Wehe dem Volk, wenn diese Linksextremisten, die sich um die Linke Gedenkfeier zum Todestag von Rosa Luxemburg gruppierten, die alleinige Macht erringen.
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/01/14/die-freunde-rosa-luxemburg-randalieren-treten-und-spucken-im-friedhof-auf-den-gedenkstein-fur-die-opfer-des-stalinimus/

  7. Pingback: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden nicht von den Nationalsozialisten ermordet « lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

  8. Bergmann 21. Januar 2014 um 14:02

    “Von den Nazis ermordeten…” hat sicherlich besseren Ausklang und Wirkung, als „von der SPD…“. So manches wird den „Nazis“ in die Schuhe geschoben, während die wahren Täter scheinheilig Betroffenheit und Empörung spielen.

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