Dritte-Welt-Land mitten im Pfälzer Wald: Wasserlos im Schliertal

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29. Januar 2014 von UBasser


In der rheinland-pfälzischen Gemeinde Frankenstein, genauer noch im Ortsteil Schliertal, sind zahlreiche Menschen beheimatet, die an ihrem aktuellen Wohnort noch nie in den Genuß einer voll erschlossenen Wasserversorgung kamen. Grund ist der Umstand, daß das Schliertal behördlich immer nur als Wochenendhausgebiet ausgewiesen wurde. Die Ortsgemeinde Frankenstein hatte im Jahre 1973 für das Wochenendhausgebiet Schliertal jedoch einen Bebauungsplan aufgestellt, worauf viele Anwohner auch ihren festen Wohnsitz dort hinverlegten. Natürlich in der nicht unberechtigten Hoffnung, daß das Tal schleunigst an die öffentliche Wasserversorgungs- und Abwassereinrichtung angeschlossen wird. „Wir leben doch nicht in der Dritten Welt“, dachten da wohl viele blauäugig.

Doch weit gefehlt. Bis heute wurde von Seiten der Gemeinde der Anschluß an die öffentliche Wasserversorgung verweigert. Lediglich eine Wasserschöpfstelle stellte die Gemeinde Frankenstein den Anwohnern auf einem Bauhofgrundstück zur Versorgung des Schliertals in der Vergangenheit zur Verfügung, die man gegen eine Gebühr benutzen konnte. Inzwischen wurde aber das Bauhofgrundstück, wo die Zapfstelle sich befand, an einen privaten Unternehmer verkauft. Am 27. Januar 2014 entfernte die Gemeinde daraufhin die Wasserschöpfstelle ohne sich jedoch scheinbar ausreichend Gedanken über die zukünftige Wasserversorgung der Schliertaler zu machen. Die stehen jetzt nämlich vollkommen ohne das kostbare und lebensnotwendige Nass da.

Maßgeblich verantwortlich für den Skandal sehen die Schliertaler den Ortsbürgermeister Eckhard Vogel (FWG) und den Verbandsbürgermeister Walter Rung (CDU). Diese kalte Gleichgültigkeit beider Bürgermeister führte nun dazu, daß die Bürger im Schliertal wasserlos in die Zukunft blicken. Der Eilantrag einer von den Schliertalern gebildeten Interessensgemeinschaft scheiterte auch unbarmherzig vor Gericht. Die Bewohner der gut 50 Wohnhäuser, die Kinder und Erwachsene verschiedenen Alters sowie Pflegebedürftige, die im Schliertal leben, sind dementsprechend schockiert und verstehen die Welt nicht mehr.

Während hier in der Bundesrepublik aufschlagende ausländische Sozialtouristen aus aller Welt den Allerwertesten aus deutschen Steuergeldern gepudert bekommen, scheint man gleichzeitig unbescholtenen Deutschen offensichtlich die Grundversorgung mit Wasser in Rheinland-Pfalz verweigern zu wollen. Die politische Klasse verschanzt sich feige und mitleidlos hinter dem Amtsschimmel und unzulänglichen langatmigen Vorschriften. Selbst kleine Kinder und Pflegebedürftige können die Herzen der Verantwortlichen nicht erweichen hier eine für beide Seiten annehmbare Lösung herbeizuführen.

Offensichtlich fehlt den Bewohnern des Schliertal der so genannte Migrationshintergrund. Sofort würde bei Ausländern eine linke bis linksextreme oder auch kirchliche Unterstützungsgruppe Partei für sie ergreifen und eine rasche zufriedenstellende Regelung finden. Aber da es sich nur um profane Deutsche handelt, kann man die Siedlung im Schliertal wohl nun zu einer degradierten Dritten-Welt-Ortschaft im Pfälzer Wald zählen. Die pfälzischen Bürgermeister Vogel und Rung, wo der eine frei, der andere christlich sein möchte, sollen sich gehörig etwas schämen.

Sogar in dem 50 km entfernten vorderpfälzischen Harthausen scheint man mit Ausländern mehr Mitgefühl zu haben, als in Frankenstein mit den einheimischen Schliertalern. Die Harthausener sammelten jüngst erst schlappe 22.000 Euro für Brunnenbohrarbeiten für einen windigen afrikanischen Aufbauhelfer aus Togo. Mit dem Geld kaufte dieser nur zwei ordinäre Handschwengel-Pumpen und der Löwenanteil der gesammelten Summe versickerte offensichtlich in dunkle Kanäle. Während zumindest nun aber irgendein unbekanntes Kaff im schwarzen Togo durch die popligen Pumpen aus der finsteren britisch-französischen Kolonialvergangenheit in die heutige Zeit katapultiert wurde, werden im Schliertal nicht nur Kinder und Pflegebedürftige zu Menschen dritter Klasse degradiert. Und das in einem der reichsten Industrieländer der Welt.

Quelle: Der Dritte Weg

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Ubasser

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