Morbus ignorantia – Die Krankheit Unwissen

"Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft und wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit." – George Orwell

Die Zuspitzung der Krise um Danzig 1939


Von Gert Schultze – Rhonhof

Ein Teil der früheren Provinz Westpreußen ist die Stadt Danzig als Hauptstadt der Provinz. Doch 1920 rückt sie gesondert in das Rampenlicht der Weltgeschichte. Die Hansestadt wird am 15. November 1920 nach dem Beschluß der Siegermächte ohne Volksabstimmung vom Deutschen Reich getrennt und „unter den Schutz des Völkerbunds gestellt“. Die Bürger Danzigs verlieren die deutsche Staatsbürgerschaft und sind nun Bürger eines neu gebildeten „Freistaats Danzig“. In Stadt und Umland leben zu der Zeit 340.000 Menschen. 97% der Bevölkerung sind bis dahin deutsch. Die Bevölkerung verlangt in den Jahren zwischen beiden Kriegen mehrmals eine Volksabstimmung über ihre Zugehörigkeit zum Deutschen Reich. Der Völkerbund lehnt alle Begehren in dieser Richtung ab.

Polen und Danzig

Auch Polen ist nicht mit dem Status Danzigs als Freistaat unter Völkerbunds-Herrschaft zufrieden. Während der Siegerkonferenz von Versailles hat die polnische Delegation gefordert, Danzig dem neuen Polen anzugliedern. Die Begründung wird hier wieder weitgehend aus einer frühen Zugehörigkeit der Stadt zu Polen abgeleitet.

Der Freistaat Danzig ab 1920

Artikel 104 des Versailler Vertrags bestimmt, daß Danzig fortan eine „Freie“ Stadt mit eigener, autonomer Verwaltung unter der Regie eines vom Völkerbund ernannten Hochkommissars sein soll. Die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten Danzigs obliegt nach dem Vertrag der polnischen Regierung. Die Interessen Danzigs im Ausland werden also in den nächsten 19 Jahren von Warschau aus vertreten und nicht mehr von Berlin. Nach Artikel 104 gehört Danzig von 1920 an außerdem zu Polens Zollgebiet. Die Danziger Wasserstraßen und der gesamte Hafen stehen den Polen ohne Einschränkung zur Benutzung zur Verfügung. Polen überwacht den Eisenbahn- und Wasserstraßenverkehr in Danzig und Umgebung. Die Post und Telefonverbindungen von Polen in den Hafen – allerdings nur diese – werden polnischen Behörden übertragen. Polens Einfluß auf den Freistaat ist damit klar begrenzt. Doch in den 19 Jahren bis 1939 versucht der Staat Polen, sich den Freistaat in einer Folge kleiner Schritte Zug um Zug einzuverleiben.

Polens Danzig-Politik

Polen dehnt das eigene Postnetz auf den ganzen Freistaat aus, obwohl der polnische Postdienst nach Versailler Vertrag ausschließlich für den Hafen vorgesehen ist. Es weigert sich, die Völkerbundwährung, den Danziger Gulden, auf Danziger Gebiet als Zahlungsmittel anzunehmen. Das polnische Militär legt gegen den ausdrücklichen Protest des Danziger Senats ein Munitionsdepot im Hafen an. Dann versucht es, die eigenen Truppen im Hafen zu verstärken, um – wie es heißt – das Depot zu schützen. Die Verstärkung der polnischen Soldaten im Hafen von Danzig scheitert allerdings am Einspruch des Völkerbunds. 1932 nutzt Polen einen englischen Flottenbesuch in Danzig, um eigene Kriegsschiffe dorthin zu verlegen. Als der Senat der Freistadt dagegen Einspruch einlegt, wird ihm mitgeteilt, daß „polnische Kriegsschiffe das nächste öffentliche Gebäude beschießen werden, falls die Danziger Bevölkerung die polnische Flagge auf den polnischen Schiffen beleidige“. Ab August 1932 beansprucht Polen dann generell das Recht zum Aufenthalt seiner Flotte im Danziger Hafen. So weitet sich der Zugriff Polens auf den Freistaat langsam aber unaufhörlich aus.

In Danzig steigt das Verlangen nach Anschluß an das Mutterland. In Deutschland glaubt man das Recht auf eigener Seite, als Hitler den Anschluß Danzigs und sichere Verkehrswege ins abgeschnittene Ostpreußen fordert. Und in Polen nehmen Wut und Haß gegen die „illoyalen“ Danziger Bürger zu.

Ab Juni 1939 mehren sich im Freistaat Danzig die gegenseitigen Beschuldigungen und Verdächtigungen zwischen der deutsch-Danziger Bevölkerung und den polnisch-Danziger Behörden. Polnische Militärtransporte fahren durch den Freistaat, ohne daß sie, wie es vereinbart ist, vorher beim deutschen Danziger Senat gemeldet werden. Die polnische Militärbesatzung auf der  Westerplatte  neben Danzigs Hafen wird auf 240 Soldaten verstärkt, obwohl der Völkerbund nur 88 zugelassen hat. Die polnischen Zöllner, ursprünglich sechs Beamte, sind inzwischen 110 geworden.

Der Zollinspektorenstreit 1939

Besonders kritisch wird im Sommer 1939 ein Zwist, der als der „Zollinspektorenstreit“ bekannt geworden ist. Ab Mai verschärfen sich Kontrollen und Verhalten der polnischen Zollbeamten gegenüber den Danzigern im kleinen Grenzverkehr, der für die Menschen dort in ihrer Insellage von besonderer Bedeutung ist. Die polnischen Zollbeamten maßen sich gegenüber ihren deutschen Kollegen Befehlsbefugnisse an, die sie so nicht haben, und die Zahl der polnischen Beamten wird wesentlich erhöht. Die deutsche Polizei behauptet, ein Teil der zusätzlichen Zollbeamten gehöre dem polnischen Nachrichtendienst an und werde auf diese Weise nach Danzig eingeschleust. Die deutschen Beamten arbeiten daraufhin mit den polnischen nicht mehr recht zusammen. Die wiederum verzögern die Ausfuhr Danziger Agrar- und Fischereiprodukte, die im heißen 39er Sommer besonders leicht verderben. In dieser angespannten Lage beschwert sich der Präsident des Danziger Senats Greiser beim polnischen Generalkommissar über die beschriebenen Vorfälle und kündigt an, daß deutsche Zollbeamte von den polnischen zu Zukunft keine Weisungen mehr entgegen nehmen werden. Der Generalkommissar Chodacki schickt dem Präsidenten Greiser als Antwort postwendend ein Ultimatum, diese Weisung bis 18 Uhr des gleichen Tags zurückzunehmen, andernfalls

„wird die polnische Regierung unverzüglich Vergeltung gegen die freie Stadt anwenden“.

Außerdem teilt Chodacki mit, daß der polnische Zoll ab sofort bewaffnet werde. Hitler, vom Senatspräsidenten um Rat gefragt, drängt, für Entspannung zu sorgen und „die Angelegenheit nicht noch mehr zu vergiften“. Es gelingt dem Präsidenten Greiser den Generalkommissar Chodacki zu bewegen, das Ultimatum aufzuheben.

Kriegsgefahr um Danzig

So belanglos dieser Zwischenfall auch scheint, er zeigt doch, wie nah die Welt am Rand des Krieges steht. Staatssekretär im Auswärtigen Amt von Weizsäcker übermittelt dem polnischen Geschäftsträger in Berlin die Mißbilligung der Reichsregierung zum Zollinspektorenstreit, zum Ultimatum und zur Drohung gegenüber der Danziger Bevölkerung. Der nimmt Rücksprache mit seinem Ministerium in Warschau und teilt von Weizsäcker tags darauf offiziell mit, daß Polen jede Einmischung der Reichsregierung in die polnisch-Danziger Beziehungen zu Lasten Polens als „Angriffshandlung“ betrachten werde. Das polnische Außenamt gibt damit zu verstehen, daß schon jedes Parteiergreifen der Reichsregierung zu Gunsten Danzigs und zu Lasten Polens Krieg bedeuten werde. Angesichts des unbedeutenden Zollstreits in Danzig ist das eine ganz massive Drohung, zumal England und Frankreich zugesichert hatten, Polen in jedem von Deutschland ausgelösten Krieg zu unterstützen.

Hitler zeigt sich über das polnische Ultimatum in dieser ohnehin so spannungsreichen Zeit empört, und er spricht davon, daß „die Grenze seiner Duldsamkeit erreicht ist“. Polens Presse gießt nun noch Öl ins Feuer, indem sie schreibt, Hitler habe im Zollstreit „klein beigegeben“ und eine einzige ein wenig schroffe Note habe genügt, „ihn in die Knie zu zwingen“.

Das ist drei Wochen vor dem Krieg. Das Chodacki-Ultimatum und Hitlers Reaktion darauf so kurz vor Kriegsbeginn lassen Rückschlüsse auf dessen Absichten in Bezug auf Polen zu. Wenn der „Führer“ wirklich Krieg mit Polen statt nur Danzig und die Transitwege hätte haben wollen, hätte er ihn jetzt leicht haben können. Er hätte dem Danziger Senat nur bedeuten müssen, im Zollinspektoren-Streit nicht nachzugeben. Polen wäre dann, wie angedroht, gegen den Freistaat vorgegangen. Danzig hätte als Reaktion darauf den Anschluß an das Deutsche Reich erklären können und Polen wäre – das ist sicher – militärisch gegen Danzig vorgegangen. Damit hätten die Polen und nicht die Deutschen den Krieg, der in der Luft liegt, ausgelöst. Wenn Hitler Anfang August 1939 unbedingt Krieg mit Polen hätte haben wollen, hätte er sich diese Chance kaum entgehen lassen. Er hätte Senatspräsident Greiser wohl nicht den Rat gegeben, „die Angelegenheit nicht noch mehr zu vergiften.“

Auf deutscher Seite werden die polnischen Ausschreitungen gegen Angehörige der deutschen Minderheit inzwischen durch Repressalien gegen Polen im Reichsgebiet vergolten. Den Ausweisungen von Deutschen dort folgen Ausweisungen von Polen hier. Das alles heizt die antideutsche Stimmung in Polen weiter an. Derweilen rumort es in Danzig, wenn auch auf eine andere Weise. Die deutsche Bevölkerung der Stadt fordert auf Großveranstaltungen mit der Parole „heim ins Reich“ den Anschluß an das Mutterland. Die SS-Heimwehr tritt im August zum ersten Male öffentlich mit einer Parade in den Straßen Danzigs auf.

Auch der August bringt keine Besserung der Lage. Das Deutsche Reich bleibt gegenüber Polen bei den bekannten Forderungen. Die Polen lehnen jede Einigung zu ihren Lasten in der Danzig- und der Transitwege-Frage ab. Engländer und Franzosen versuchen, die Russen gegen Deutschland in den Krieg zu ziehen, ehe Deutschland seinerseits die Russen für die kommenden Auseinandersetzung zur Neutralität verpflichtet. Derweil wird die Hintergrundmusik aus Danzig und aus Polen immer schriller.

Botschafter Hendersons Mäßigungsversuch

Am 16. August versucht Englands Botschafter Henderson noch einmal von Berlin aus zu Vernunft und Mäßigung zu raten. Er schickt Außenminister Halifax ein Telegramm:

„Ich würde persönlich empfehlen, der polnischen Regierung nahezulegen  – und zwar sofort –  ,ihren hiesigen Botschafter anzuweisen, irgendeinen diplomatischen Schritt zu unternehmen, was ihm über Göring ein leichtes sein sollte. … Lipski ist, trotz allem, was vorgefallen ist, hier immer noch „persona grata“. Die Polen könnten vorschlagen, zum Verhandlungsstand vor dem März zurückzukehren … um es zu ermöglichen, wieder in Gespräche einzusteigen.“

Zwei Telegramme am Folgetag von Halifax an Kennard in Warschau zeigen keine Reaktion auf Hendersons Empfehlung.

In der letzten Woche vor dem Kriegsausbruch versuchen polnische Flak-Batterien noch ein paar Mal, Passagiermaschinen der Deutschen Lufthansa auf ihrem Flug von Berlin nach Königsberg über der Ostsee abzuschießen. Es kommt zu zahlreichen Schießereien an den Grenzübergängen zwischen polnischen und deutschen Zollbeamten und Soldaten, wobei es viele Tote gibt. Das „Abfackeln“ deutscher Bauernhöfe im polnischen Grenzland geht unvermindert weiter. Die deutsch-polnische Grenze steht im August 1939 auch ohne Krieg in Flammen .

Quelle: Vorkriegsgeschichte

..

Ubasser

27 Antworten zu “Die Zuspitzung der Krise um Danzig 1939

  1. Tobi 18. August 2015 um 20:02

    Das hört sich alles plausibel an, aber wie passt das einlaufen des Linienschiffes Schleswig Holstein in Danzig und der zeitlich passende Überfall auf den Sender Gleiwitz zusammen. Da der ja von verkleideten deutschen Soldaten vorgenommen worden sein soll, passt die Abfolge wieder zu einem Überfall. Wie sind da die Theorien?

  2. Enrico, Pauser 6. März 2014 um 23:12

    @Dr. Gunther Kümel. 4. März 2014 um 17:15
    Man muß es klar sagen, immer wieder: POLEN WOLLTE AUF TEUFEL-KOMM-RAUS KRIEG!
    ————————————————————————————-
    guggst du bitte AKTUELL—> Situation Ukraine!!!

    JAAAAAAAAAAAAA du hast Recht—-> 1939 war diese Nation schon einmal das Zünglein an der Waage 😦 Déjà-vu, mehr sage ich nicht dazu!!!

    —-> Nur diesmal geht Deren Rechnung NICHT auf denn W I R haben aus der Geschichte gelernt, auch wenn wir im eigenen Volk als Aussenseiter/Verschwöhrungstheoretiker angesehen werden—> es wird so kommen, ob DENEN das beliebt oder NICHT—> die ordentliche Geschichtsrevision wird kommen !!!

    Ich selber lehne es ab, mich in der 2’ten Generation nach dem WKII, als deutscher VERBRECHER hinstellen und versklaven zu lassen!

    Es wird Zeit, „eine rote Linie“ zu ziehen, die die WELTKRAKE(wir wissen wer das ist!) nicht mehr übertreten darf!!!

    J E T Z T ! ! ! !

  3. herbert 6. März 2014 um 19:28

    https://ia600308.us.archive.org/5/items/WeckertIngrid-AuswanderungDerJudenAusDemDrittenReich200461S..pdf/WeckertIngrid-AuswanderungDerJudenAusDemDrittenReich200461S..pdf

    Interessantes Buch.

  4. neuesdeutschesreich 6. März 2014 um 00:02

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

  5. Pingback: Die mediale Schlammschlacht – keine Fakten, keine Beweise…aber Lügen ohne Ende! « lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

  6. johannes3v16 4. März 2014 um 22:01

    Hat dies auf John3v16 rebloggt.

  7. Enrico, Pauser 4. März 2014 um 21:00

    Ich möchte zum allgemeinen Völkerverständnis beitragen—>http://www.youtube.com/watch?v=5vUDmFjWgVo

  8. Herbert 4. März 2014 um 20:55

    Sehr interessant auf aufschlussreich sind m.E die sog „Weissbücher“, können aus dem Netz geladen werden als .pdf Datei.
    Noch interessanter ist ein Buch von Annelies von Ribbentrop. DIE KRIEGSSCHULD DES WIDERSTANDES. Aus Britischen Geheimdokumenten 1938/39.

    Ich erlaube mir aus dem Vorwort zu zitieren:
    >>In dem vorliegenden Buch wird die These Ribbentrops an Hand von britischen und alliierten Geheimdokumenten und Memoiren der entscheidenden Akteure aus allen Lagern erstmals eindeutig bewiesen. Die deutschen Verschwörer in Spitzenstellungen des Reiches haben immer wieder in den Jahren 1938 und 1939 die englische Regierung aufgefordert, Deutschland entgegenzutreten und das Risiko eines Kriegsausbruches zu laufen, da sie nur im Falles eines Krieges die psychologischen Voraussetzungen für gegeben hielten, Hitler zu beseitigen.<< Ende Zitat.

    D.h. Die Verschwörer hatten den Engländern versprochen Hitler sofort nach Kriegsausbruch zu erledigen und somit hätten die Engländer einen schnellen Sieg errungen. Mit diesem "Versprechen" im Hintergrund wurden die Polen natürlich richtig frech.
    Deutscherseits vertreten bei dieser illustren Gesellschat waren der Chef des Generalstabs, Staatssekretäre im Auswärtigen Amt, der Reichsbank Präsident, Canaris, Weizsäcker, Goerdeler, Kleist-Schmenzin. Diese Namen werden zumindest im Buch aufgeführt.

    Nach dieser Lektüre konnte ich mir vorstellen warum die Engländer nach dem 20. Juli 1944 SÄMTLICHE Verschwörer über das Radio veröffentlichten. Da wollte der Betrogene wohl die Betrüger beseitigen.

  9. Skeptiker 4. März 2014 um 19:08

    Vertrag von Versailles einfach erklärt

    Die besten Geschichten schreibt immerhin noch das Leben!
    Hier erfährst Du die ungefilterte Wahrheit. Aber Vorsicht, sie könnte Dein bisheriges Weltbild erschüttern oder es gar zerstören! Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wäre nur deine Schuld wenn sie so bleibt. Wir haben immer noch Besatzungsstatus und keinem interessiert das. Wann wollt Ihr endlich aufwachen?

    Sei herzlichst eingeladen zu unserer ultimativen Lügen-Gesellschaft info. aus Vasallensklavenstaat “USrael Besatzungs Kriegsbeute Republik” BRD-Finanzagentur-GmbH. Die BRD ist kein Rechtsstaat!. Sie ist nichts anderes, als eine kriminelle jüdische “Juristen und Parteiendiktatur”(Verwaltung) die uns die kriegsgeilen Alliierten 1945 beschwert haben, und wird geführt von juristisch “volksfeindlichen” Hochverrätern, nach dem angeblich geltenden Grundgesetz.

    Quelle:
    http://totoweise.wordpress.com/2014/03/03/hallo-welt/

    Gruß Skeptiker

  10. Waffenstudent 4. März 2014 um 19:07

    Die erlebte polnisch deutsche Freundschaft

    Eine Überarbeitung des Artikels, den Lisa im Nationalen Forum Deutschlands veröffentlichte, und der dort über das NPD-Netz aufgerufen werden kann.

    Eine bitterböse Satire über das seltsame Geschehen zwischen Weichsel und Bug vor dem 1.9.1939

    Leider waren die Polen schon immer dafür bekannt, dass sie alles total übertreiben müssen. Uns so kam es daß, die Polen zwischen den beiden Weltkriegen ganz besonders ihre sprichwörtliche Deutschfreundlichkeit mal wieder völlig übertrieben.

    Deutschland hatte Polen anno 1916 in die Unabhängikeit entlassen. Das war möglich, nachdem das Deutsche-Österreichische Heer die Armee der Russen aus dem Gebiet um Warschau vertrieben hatten. Denn bis zum Jahre 1916 waren die Polen entweder Untertanen des russischen Zaren, oder des österreichischen Kaisers. Von den Dreibundmächten Österreich und Deutschem Reich wurde die polnische Republik also erst mitten im ersten Weltkrieg wiederbegründet. Begrenzt wurde der junge Staat im Westen von Preußen, im Süden von Habsburgisch-Galizien und der Curzonline im Osten. (Das für seine buchstäbliche Treue bekannte Italien war inzwischen aus dem Dreibund ausgetreten und auf die antideutsche Seite gewechselt. Und dafür erhielt es per Diktatfrieden später zur Belohnung das immer und ewig italienische Südtirol) Nun wieder zum Thema: Der polnische Dank an seine eigentlichen Geburtshelfer und vielgeliebten Deutschen Nachbarn war unerwartet und übertrieben überschwenglich.

    Denn schon 1919 in den sogenannten Verhandlungen für den Versailler Vertrag fielen die Polen durch ihre ideenreichen konstruktiven Vorschläge auf: So sollte zum Beispiel die polnische Westgrenze zwischen Lübeck und ca. 50 km östlich von Dresden verlaufen. Um diesen deutschfreundlichen Vorschlägen auch genügend Nachdruck zu verleihen, besuchten sie 1920, ohne hierfür eine Einladung erhalten zu haben, schon mal Oberschlesien. (Übrigens, auch weit im Osten, suchte man nach neuen Staatsgrenzen. Richtung Baltikum, in Litauen vereinnahmte man sofort die seit ewigen Zeiten unpolnische Stadt Wilna. Und auch hinten in Richtung Ukraine und Weißrußland fruchtete ihr dynamischer politischer Konstruktionismus. (Es stimmt, Ihr habt ja recht, das ist auch eine Kunstrichtung. Die kann im Museum bewundert werden. Parallelen zwischen dieser Kunstrichtung und der polnischen Politik sind allerdings rein zufällig)

    Ende 1920 wurde die sog. Curzon-Linie festgelegt, welche eine polnische Regierung aber nie anerkannte. Denn eine Anerkennung dieser Grenze hätte Polen gezwungen, seine konstruktiven Aktivitäten im Osten wieder rückgängig machen zu müssen. Polen ist das Land ohne Grenzen, nur mit Linien. Und diese Linien wurden bisher nie von den Polen selbst gezogen, sondern es sind immer die anderen, welche diese Linien vorschreiben.

    Die Ähnlichkeiten mit der Entstehung der so genannten Oder-Neiße-Linie sind reiner Zufall. Denn Polen erhält immer die Grenzen, die es gar nicht braucht, und welche meist nur dem militärischen Sieger nützen. Und so sorgten die Sieger von 1918 auch dafür, daß Polen nun ein Drittel der Ukraine und halb Weißrußland, sowie über die Hälfte von Litauen behalten durfte. Damit bestand die Mehrheit der polnischen Staatsbürger nun aus Nichtpolen. (Dabei ist bis heute noch nicht definierbar, was einen Polen genau charakterisiert. Einigendes Band ist nur eine Kunstsprache, welche an der Universität Breslau entwickelt wird)

    In Oberschlesien sah die Welt allerdings anders aus: Die dort ansässigen deutschen Bewohner erkannten damals noch nicht die verschiedenen tollen Errungenschaften der multikulturellen Gesellschaft und warfen die netten uneingeladenen Besucher aus Warschau und Umgebung mit Hilfe deutscher Frontsoldaten und junger Freiwilliger einfach wieder raus. Sie schickten diese ungewollte Bereicherung einfach wieder nach Hause. Das war erst einmal Pech für die Polen!

    Aber die Herren aus Warschau freundeten sich nicht mit dem Gedanken an, einfach die Flinte ins Korn zu werfen. Und sie überzogen, die großen, in den von den Versailler Menschenfreunden aus Frankreich, GB und USA, den Polen zugesprochenen Gebieten, Westpreußen und Posen mit einer noch nie da gewesenen Deutschfreundlichkeit, die sich bis zum 1.9. 1939 noch steigern sollte. Jeglicher Gebrauch der deutschen Sprache wurde mit Strafe belegt, die deutschen Schulen geschlossen, deutsche Lehrer und andere Beamte fristlos entlassen. Über 100.000 Deutsche konnten diesem herzlichen Druck nicht standhalten und flohen ins Restreichsgebiet, wobei ihre redlich erworbenen Grundstücke, Häuser und Höfe natürlich verloren gingen.

    Im Jahre 1932 hatte der polnische Generalstab eine ganz besonders ausgefallene Idee: Wir erobern das Deutsche Reich! Was bei Litauen, der Ukraine und Weißrußland funktionierte, muß ja auch im Westen klappen. Und nur der damalige Staatspräsident und ehemalige General Pilsudski meinte, das könne vielleicht auch in die Hose gehen. So blieb der Traum eines polnischen Generals mit unaussprechlichem Namen (aber welcher polnische Name läßt sich schon aussprechen, ohne daß man sich die Zunge verrenken muß) auf einem weißen Schimmel durchs mit polnischen Fahnen geschmückte offene Brandenburger Tor zu reiten, erstmal nur ein Traum.

    Anno 1934 schlossen das Deutsche Reich, mit einem Herrn Hitler als Reichskanzler, und Polen einen Nichtangriffspakt. In diesem Vertrag verzichtete Deutschland auf vieles, was bis 1919 unter deutscher Hoheit stand, zum Beispiel Westpreußen, Danzig, Posen, Ostoberschlesien. (Ein späterer Bundeskanzler, nämlich Dr. Helmut Kohl, der ja Historiker ist, nahm sich noch 1990 diesen Vertrag von 1934 zum Vorbild und Beispiel. Er verzichtete sofort, ganz großzügig, als die Polen nach dem Mauerfall in Berlin alle seit 1945 von ihnen widerrechtlich besetzten Gebiete an das Deutsche Reich zurück geben wollten). Auch dieser unmögliche Korridor, von dem schon 1919 Lloyd George, ein englischer Politiker sagte, dort würde sich ein neuer Krieg entzünden, wurde ohne Widerspruch vom ach so bösen Addi und seiner Verbrecherclique (O-Ton DDR-Geschichts-Wissenschaft) als eine Realität anerkannt.!

    Doch auch das stoppte nicht die krankhafte Germanophilie vieler Polen. Als 1935 überraschend General Pilsudski starb, besannen sich die Polen auf ihre uralten Adelparlamente, die den Staat einst regiert hatten. Bei der Suche fanden sie á la Szlata, das polnische Adelsparlament, welches bis zum Jahre 1795 den polnischen König bestimmen sollte. Bei dieser Abstimmungsform ging immer nur derjenige Kandidat als Sieger hervor, welcher am besten zahlte. Dabei war das Zahlungsmittel egal. Es wurde in Form von Geld, Pferden oder Mätressen entlohnt. Der Laden hatte damals in Europa einen derart schlechten Ruf, daß auch ganz leicht die drei auf einander folgende polnische Teilungen möglich waren. Denn alle drei mit der Teilung beschäftigten Länder wurden von aufgeklärten Herrschern regiert. Und die Regenten von Russland, Preußen und Österreich konnten diesem hilf- und machtlosen Klüngelpütz-Staat gar nichts abgewinnen (Pardon, das war ein zu langer Einschub, wo waren wir doch gerade noch mal stehen geblieben?) Ach ja, beim toten Pilsudski und seinen vielen Diadochen (Das letzte Wort erklärt Lisa jetzt lieber nicht, weil es ein viel zu langer Einschub wird)

    General Pilsudski war nun tot und die restlichen Generale, davon hatte Polen mehr als genug, die kloppten sich (Das ist hier auch wörtlich zu nehmen) um die Nachfolge. Demokratie ohje die war im damaligen Polen ein Fremdwort – übrigens fast in ganz Europa, nur die kleine Schweiz und die Intrigen-Insel bildeten da eine Ausnahme. Allerdings bildete auch die Intrigen-Insel keine wirkliche Ausnahme; denn hier hatte man die geliebte Diktatur nur derart geschickt und perfekt getarnt, daß nur das ganz klein bischen demokratische davon zu sehen war.

    Mitte 1938 kam dem polnischen General, der sich machtbesessen nach oben an die Regierungsspitze durchgeschlagenen hatte, eine saugute Idee: „Ich schmeiß die Deutschen und die Juden aus ganz Polen raus und hol die deutsche Stadt Danzig heim; Denn Danzig, das ist so hilflos und verlassen, und der Völkerbundsquatsch mit der Freien Stadt, was juckt der mich?“ Nun gab es in Danzig ein Postamt. (Oh Pardon, jetzt gehen mit Lisa die Pferde durch.) Eins nach dem anderen, bittte! Bleiben wir erst einmal bei den Deutschen und den Juden, wobei letztere bekanntlich damals im Deutschen Reich auch nicht überall so gerne offenkundig gesehen waren. Doch die Polen wollten beide Gruppen so schnell wie möglich loswerden. Wie sagte schon so schön einst Erich Mielke: „Ich liebe Euch doch alle!“ Gut, das Deutsche Reich wollte ebenfalls die in den zwanziger Jahren aus Polen eingesickerten Juden wieder an Polen zurückgeben. Und nun entstand ein Dilemma. Die Juden wurden in das Niemandsland zwischen Polen und Deutschland geschickt. Polen wollte sie nicht zurückhaben, und Deutschland wollte sie nicht länger behalten.

    Aus Frust über diese erzwungene Wartestellung besuchte am 8.11.1938 ein gewisser Henschel Grünspan die deutsche Botschaft in Paris. (Es hätte auch die polnische sein können.) Aber das wird dann eine ganz andere Geschichte (Herr vom Rath möge Lisa bitte verzeihen, daß sie seinen Tod ausklammert. Aber dann kommen wir ganz vom Thema ab und landen bei einem Thema, das in der BRD zu sehr mit juristischen Fallstricken belegt ist und darauf hat Lisa nicht die geringste Lust.)

    Nun da die auserwählten Jungs und Mädel kein Thema mehr waren, kamen endlich die Deutschen in Westpreußen dran. Polnische Gäste besuchten deutsche Höfe, zündeten öfter mal ein Feuerchen an oder freundeten sich mit der Dame des Hauses an, nur die Dame nicht mit ihnen. Sollte in solchen Momenten mal der Mann nach Hause gekommen sein, gab es einen mit dem Hammer, aber nicht auf den polnischen Gast, sondern VON ihm und seinen Kumpels. (Wer sich noch intensiver über diese überraschenden netten Besuchspraktiken informieren möchte, sollte die Schriften der ehemaligen Volksschullehrerin Else Löser lesen, aber bitte nur auf ganz nüchteren Magen! Die Schriften sind nämlich nur schwer verdaulich.)

    Bald wurde es nun zum beliebten polnischen Volkssport, deutsche Grenzgebiete zu besuchen, z.B. Lyck und Johannisburg in Ostpreußen. Natürlich ging man damals nie ohne Waffen aus dem Haus, wenn man den deutschen Nachbarn besuchte, den man ja so liebte. (Lisas Großmutter und andere Verwandte haben ihr so einiges über diese Besuche erzählt, die waren immer über diese polnischen Gäste besonders erfreut.)

    Nun aber endlich nachdem so viiiiielll Spannung aufgebaut ist, endlich zum Postamt im Danzig! Aufgrund der Bestimmungen des Diktatfrieden, dem Versailler „Vertrages“ gab es in Danzig ein eigenständiges polnisches Postamt. Tja in einer Stadt mit damals 95% deutscher Bevölkerung, wohlgemerkt. (Warum gibt es eigentlich in Berlin und Wien noch kein Türkisches Postamt?) Und polnische Postbeamte gehen auch grundsätzlich nie ohne Waffen zur Arbeit. Ein Gewehr und eine Pistole gehören ja schon immer zur Grundausstattung eines Briefträgers. Wir wissen es ja, die bösen Wachthunde könnten böse zubeißen! Die deutsche Regierung protestierte in den Zwanziger Jahren beim Völkerbund und gar nichts geschah. Nach 1934 hat die damalige deutsche Regierung den Völkerbund verlassen. „Eine Quasselbude und einen Laberverein, nannte die damalige Reichsregierung die Veranstaltung in Genf. Der bringe doch nichts und verschlinge nur Geld. Tatsächlich sah man von Genf aus ganz gelassen und völlig untätig zu, als bei der von Stalin gewollten Hungersnot in der Ukraine, Anfang der dreißiger Jahre Millionen Bauern verreckten. Ähnlichkeiten mit der heutigen UNO sind nur rein zufällig und sicherlich nicht gewollt.

    Die deutsche Regierung, hoffte, durch Grenzanerkennungsvertrag und Nichtangriffspakt wäre Ruhe an der Ostgrenze. Pustekuchen! (In den polnischen katholischen Kirchen wurden offiziell kleine Flugblätter verteilt, auf denen zu lesen war, daß jeder mittellose Pole mit einem eigenen Bauernhof belohnt werde, sobald die Deutschen erst einmal alle vertrieben worden seien.) Die polnischen Freundlichkeiten nahmen immer mehr zu. Bis die deutsche Regierung, fataler Weise die Intrigeninsel und Frankreich höflich darum bat, gemeinsam in Warschau zu intervenieren, damit sich die aufgeheizte Lage in den deutsch polnischen Grenzregionen wieder beruhigen könne. Übrigens diese beiden Staaten hatten mit der Regierung von Polen geheime Blankovollmachtsverträge abgeschlossen. Warum, weiß der Geier, oder manch anderer jenseits des Großen Teiches. Die deutsche Reichsregierung, die wußte jedenfalls nichts davon. Denn hätte sie davon gewußt, so wäre sicher anders verfahren und der Kriegsbeginn nach hinten verschoben worden.

    Doch die polnische Regierung, die sich ja der Rückendeckung dieser Großmächte bewußt war, antwortete auf die deutschen Offerten einfach nicht. Die deutsche Regierung hatte sogar der deutschen Presse verboten, Negatives über Polen zu berichten. (Das ging damals noch ganz offiziell, heute läuft so etwas inoffiziell. Das ist halt der ganz große Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur. Inzwischen ist Deutschland ja endlich und bekanntlich auch eine Demokratie, aber die vielen Blätter schreiben trotzdem meist alle Dasselbe seltsam, seltsam.)

    Das Deutsche Reich hatte Polen dazu noch eine exterritoriale Autobahn angeboten. Sie sollte entweder an Danzig südlich vorbei oder westlich davon mit deutschem Geld gebaut werden. Damit wollte man sicher stellen, daß die Deutschen ohne Polenprügel unversehrt aus Berlin nach Ostpreußen bzw. Hinterpommern kamen. (Ostpreußen war durch den unmöglichen Korridor schon zur Insel geworden.) Tja, der Autobahnbau war zu jener Zeit so beliebt, wie heute das Surfen im Weltnetz.

    Jetzt wäre die Geschichte eigentlich zu Ende doch nun kommt der große Knall, nämlich der Krieg. Zwar lud Benito Mussolini noch zu Entspannungsgesprächen, und Frankreich sagte seine Teilnahne zu, aber dann intervenierte die Intriegeninsel, und Frankreich sagte seine geplante Teilnahme wieder ab! Und nun die Frage, wer war hier der Aggressor und wem ist der Kragen geplatzt? Aber diese Frage muß jeder Leser des Artikels ganz alleine erörtern! Auch das Schreiben eines alten deutschen Besinnungsaufsatzes mit dem Thema „Wer war schuld?“ kann bei der Beantwortung der Frage möglicher Weise sehr hilfreich sein.

    Nekrolog: Noch drei Tage nach Kriegsbeginn, also genau an dem Tag, an dem die Intrigeninsel und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärten, wurden in Bromberg (Westpreußen) von Polen noch schnell um die 1000 deutsche Zivilisten umgebracht.

    Diese Fakten, hier mal etwas sarkastisch-ironisch gebracht, fallen heute leider gerne unter den Tisch, denn wer glaubt nicht gerne – und mancher verdient gut daran – das Märchen vom bösen (Berliner, oh pardon, vom bösen Braunauer) Wolf und dem armen unschuldigen (Warschauer) Geißlein?

    Eure ungezogene, aber nicht umerzogene Lisa

  11. Dr. Gunther Kümel. 4. März 2014 um 17:15

    Man muß es klar sagen, immer wieder: POLEN WOLLTE AUF TEUFEL-KOMM-RAUS KRIEG!

    Polen war nicht das arme, schwache Land, das vom mächtigen Nachbarn angegriffen worden ist.
    Polen war seit seiner Gründung 1916 (durch das Reich und Österreich) ein aggressiver, imperialistischer Staat. Das Ziel war ein „Großpolen“ von der Ostsee (von Hamburg bis Litauen) bis zum Schwarzen Meer, einschließlich des Kaukasus (!!), Litauen, Weißrußland, der Ukraine einschließlich der Krim. Die deutsche Hauptstadt sollte nach Frankfurt am Main verlegt werden, denn „Berlin liege auf slawischem Boden“. In den kurzen Jahren von 1918 bis 1939 führte Polen Angriffskriege gegen alle seine Nachbarn und annektierte so viele Gebiete, daß es in Polen nur eine knappe Mehrheit ethnischer Polen gab. Noch 1938 erzwang Polen von Litauen und von Tschechien durch Ultimaten und Kriegsdrohung Gebietsabtretungen. Polen forderte sogar, daß ihm die Großmächte Kolonien zuwiesen!!

    Die Gier Polens nach Krieg und Annexion fremden Besitzes ist kurz und treffend dargestellt in dem dünnen Bändchen Scheil: „POLEN 1939: Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug“, Verlag Antaios, Reihe ‚Kaplaken‘ Nr.37, 2013.

    Eine äußerst informative Reihe, preiswert und bei jedem Thema in hervorragender Darstellung in kürzester Form auf den Punkt gebracht.

  12. Kurzer 4. März 2014 um 15:58

    „…Hitler stand 1939 vor dem Abschluß seiner TEILREVISION des Versailler Vertrages. Während in der ach so demokratischen Weimarer Republik jeder geteert und gefedert worden wäre, der auch nur auf einen Quadratmeter deutschen Bodens verzichtet hätte, war er nun dabei eine einvernehmliche Lösung mit Polen über die Frage des Korridors und über Danzig zu finden. So hätte er sogar auf den Korridor verzichtet, wenn Polen auf seine anderen äußerst moderaten Forderungen eingegangen wäre. Ein belgischer Diplomat sagte damals laut David Hoggan, das kein Staatsmann der Welt Polen ein großzügigeres Angebot hätte machen können als Hitler. So und jetzt gehen wir mal ans Eingemachte:

    Die Preisfrage ist: warum ist Polen nicht auf das großzügige deutsche Angebot eingegangen. Die vordergründige Antwort würde lauten wegen der englischen Beistandsgarantie. Doch warum gab England diese völlig sinnlose Garantie. Polen war in 2 Wochen ohne jegliche englische Unterstützung erledigt und ist 1945 an Stalin ausgeliefert worden. Die Hintergrundmächte wußten, daß nach der Lösung der Fragen mit Polen das Deutsche Reich an niemanden mehr irgend welche Forderungen gehabt hätte und sich damit auf viele Jahre kein Kriegsgrund mehr finden lies. Die englische “Garantie” für Polen und die am 3. September erfolgte englische Kriegserklärung an das Reich wäre unter keinen Umständen erfolgt, wenn nicht Roosevelt über geheime Kanäle (u.a. durch seinen Botschafter William C. Bullitt) Churchill schon im Sommer 1938 hätte mitteilen lassen, daß die USA “im kommenden Krieg” an der Seite Englands kämpfen werden. Wie langfristig die Pläne waren zeigt auch der Umstand, daß Roosevelt (Rosenfeld) 1933 als eine seiner ersten Amtshandlungen die Sowjetunion und damit Stalins Genickschuß- und Völkermordindustrie (z.B. Massenmord in der Ukraine) diplomatisch anerkannte, während er von Beginn an das nationalsozialistische Deutschland dämonisierte und das obwohl selbst Systemhistoriker Hitler bis 1939 maximal 200 Todesopfer anhängen. Interessanterweise war Roosevelts erster Botschafter in der Sowjetunion William C. Bullitt…“

    aus meinem Aufsatz: http://lupocattivoblog.com/2013/09/01/seit-5-45-uhr-wird-jetzt-zuruckgeschossen/

Bitte nur 4 - 5 Links im Kommentar! Eventuelle Freischaltungsprozedur kann etwas länger dauern! Notfall nochmals veröffentlichen und keine offensichtliche Phantasiemailadresse nehmen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: