Homo americanus christianus

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26. November 2014 von UBasser


von Idas

Tomislav Sunić hat in Homo Americanus den Amerikanismus als die heute vorherrschende treibende Kraft des Egalitarismus beschrieben. Doch der homo americanus ist der säkularisierte homo christianus. Die USA sind zweifellos die bestimmende Macht der heutigen Zeit. Mit ihrem Eintritt in den Ersten Weltkrieg haben sie das Ende des alten Europas eingeleitet. Spätestens mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben sie ihrer Version der egalitären Demokratie und der linken Gedankenkontrolle namens „Political Correctness“ in Europa zur Geltung verholfen. Die USA sind aber auch – sowohl in ihrer Eigendarstellung als auch in der Fremdwahrnehmung – das christlichste aller christlichen Länder. Wie wir gesehen haben, ist das kein Widerspruch, ja, es passt wie die Faust auf’s Auge.

homo

Die USA werden oft als alttestamentarisch, mithin als jüdisch beschrieben. Doch ihr Christentum ist nicht jüdisch. Zumindest ist das Jüdische nicht bestimmend. Christentum ist nicht Judentum. Christentum ist wild gewordenes Judentum, d.h. manichäischer Monotheismus und Auserwähltheitsglaube plus Sendungsbewusstsein. Das Christentum will die Welt christlich machen; es kann nicht ruhen, bis der letzte Mensch Christ geworden und „errettet“ ist. Die eine Christenheit ist das Ziel; die Völker sollen zur „Menschheit“ geformt werden. Der Christ kennt daher nur Christen und Nicht-Christen. Und egal welche familiären oder völkischen Bindungen er besitzt, ist dem Christen der Christ – egal welche familiären oder völkischen Bindungen dieser besitzt – der Nächste. Der Judaismus ist volkserhaltend, das Christentum ist es nicht; das Judentum zieht Grenzen, das Christentum reißt sie ein. Es ist also das neutestamentarische, christliche Element, das die USA auszeichnet. Das Alte Testament ist nicht das Hauptproblem; es ist das Neue Testament, das die christliche Religion und ihre weltlichen Kinder zum Problem macht. Die auf dem Neuen Testament beruhende Ethik des Christentums ist das Gift für die Völker.

Das Christentum der USA tritt in der Form der linken Ideologie der Gleichheit auf. Ihr politisches Sendungsbewusstsein – der Amerikanismus – ist das religiöse von damals. Herman Melvilles Worte über Amerikas Bestimmung zeigen den christlichen Charakter des Amerikanismus noch in deutlicher Weise. Der Autor von Moby Dick schrieb in der Mitte des 19. Jahrhunderts:

Dem Hause der Knechtschaft entronnen, folgte Israel vor Zeiten nicht den Wegen der Ägypter. Ihm wurde eine besondere Offenbarung zuteil; ihm wurden neue Dinge unter der Sonne anvertraut. Und wir Amerikaner sind das einzige auserwählte Volk, das Israel der Gegenwart; wir tragen die Bundeslade mit den Freiheiten der Welt. Vor siebzig Jahren entrannen wir der Knechtschaft und außer unserem Erstgeburtsrecht – ein ganzer Erdteil ist ja unser – hat uns Gott als künftiges Erbe die weiten Reiche der politischen Heiden gegeben, die erst noch kommen und im Schatten unserer Bundeslade Ruhe finden sollen und keine blutbefleckten Hände erheben werden. Gott hat vorherbestimmt, die Menschheit erwartet große Dinge von unserer Rasse und große Dinge keimen in unserer Seele. Die übrigen Nationen müssen bald hinter uns zurückbleiben. Wir sind die Pioniere der Welt, die Vorhut, die durch die Wildnis unversuchter Dinge geschickt wurde, um in der Neuen Welt, der unsrigen, einen neuen Pfad zu bahnen. In unserer Jugend liegt unsere Kraft, in unserer Unerfahrenheit unsere Weisheit. […] Lang genug haben wir an uns selbst gezweifelt und uns gefragt, ob der politische Messias wirklich erschienen sei. Doch er ist da, in uns, und wir müssen nur seine Eingebungen zu Wort kommen lassen. Und wir wollen nie vergessen, dass mit uns zum ersten Mal beinah in der Geschichte der Erde nationale Selbstsucht zur schrankenlosen Menschenliebe wird; denn wir können Amerika selber nichts Gutes tun, ohne zugleich der Welt eine Wohltat zu erweisen.

(Herman Melville: Weißjacke, Zürich 1948, S. 263ff.)

Der homo americanus will in grenzenloser Menschenliebe die Welt beglücken und amerikanisch machen; er kann nicht ruhen, bis das letzte Land seine Ruhe unter amerikanischer Herrschaft findet. Die „weiten Reiche der politischen Heiden“ stehen ihm offen. Man beachte die Wortwahl: Alle Nicht-Amerikaner sind „politische Heiden“, die bekehrt werden müssen, damit sie aufgenommen werden können in das auserwählte Volk, das dereinst zur „Menschheit“ wird. Die Zeit des amerikanischen Isolationismus war nur vorübergehend – bis der „wilde Westen“ (die religiösen Heiden) erobert und die Einflusssphäre des amerikanischen Doppelkontinents gesichert war. Mit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg, der nicht zufällig ein Kreuzzug war, „to make the world safe for democracy“, wurde die Mission zur Bekehrung der „politischen Heiden“ global; und nach 1945 stand ihrer Weltbeglückung nichts mehr im Weg.

Der homo americanus christianus ist unser Totengräber.

*  *  *

Quelle: Ahnenreihe

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Ubasser

 

2 Kommentare zu “Homo americanus christianus

  1. Amita sagt:

    Mich erinnert dieses fundamentalistisch extremistische Christentum auch an die Ziele der Zionisten u.a. extremistisch konditionierten Juden.

    Komisch wie sie diese Fundamentalisten die Welt bekehren wollen wobei diese doch schon in Europa zumindest christlich war. Sie meinen wir bräuchten ein immer gewalttätigeres und gemeineres Christentum wohl, welches die Nächstenliebe, Menschenrechte, und Menschlichkeit mit Füßen tritt.

    Das Neue Testament ist das Problem??? Huh… obwohl es doch schon weiterentwickelt war als das völkermordende und ewig strafende (wegen nichts) alte Testament das wirklich eine Beleidigung Menschen der noch halbwegs mit gesundem Menschenverstand denken kann.

    Grenzenlose Menschenliebe??? ☞Menschenverachtung☜. Wenn alle tot sind gibts endlich Ruh. Schwachsinn diese extrem dumme kindische religiöse Arroganz.

  2. johannes3v16 sagt:

    Diese Sichtweise deckt sich exakt mit dem letzten Akt hin zur jüdischen NWO.Das sogenannte linke Christentum ist in Wahrheit das jüdisch kommunistische atheistische Judentum das sich in vielen Fassetten im Christentum verbirgt, das sich mal wieder anschickt die Welt zu „retten“, was einer kompletten Ausweidung und Versklavung gleich kommt.Wer glaubt dass das Christentum Schuld an der Misere ist in der wir stecken sollte, sich das neue jüdische 315 Milliarden EU „Investitionsprogramm“ ansehen, das zwangsweise dem „Steuerschuldner“ aufgeladen wird und einer despotischen Minderheit zu Gute kommt. Und das ist jüdisch marxistische Enteigung, Abschaffung von Eigentum,Religion,Familie,Volkstum, etc..

    Communism/Jews have taken America over! Look around its true

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