Kleine Analyse: Toleranz – Die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit

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29. Dezember 2014 von UBasser


Von Götz Kubitschek

Es gibt kaum ein besseres Beispiel für dieses Erlahmen der Abwehrbereitschaft als die Umdeutung des Wortes »Toleranz«. Die heutige Form der Toleranz ist die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit. Ob sie in der Notwendigkeit ihrer stammesgeschichtlichen Entwicklung liegt, vermag nur ein Ethologe zu sagen. Festzustehen scheint, daß ihr trotz vielstimmiger Warnrufe und glasklarer Fakten nicht beizukommen ist. Vielleicht ist diese weiche, pathologische Form der Toleranz tatsächlich ein wichtiger Indikator für einen an das Ende seiner Kraft gelangten Lebensentwurf, hier also: den europäischen.

Toleranz ist nämlich zunächst ganz und gar nichts Schwaches, sondern die lässige Geste eines Starken gegenüber einem Schwachen. Während ich hier sitze und vermessen den acht Todsünden von Konrad Lorenz eine neunte aufsattle, toleriere ich, daß eine meiner Töchter im Zimmer über mir trotz angeordneter Bettruhe vermutlich einen Tanz einstudiert. Von Toleranz diesen rhythmischen Erschütterungen gegenüber kann ich nur sprechen, weil ich a) einen klaren Begriff von angemessenem Verhalten in mir trage und die Störung als Abweichung von dieser Norm erkenne, b) in der Lage wäre, diese Abweichung nicht zu tolerieren, sondern sie zu beenden, c) sie tatsächlich im Verlauf meines Vater-Seins schon unzählige Male nicht toleriert habe.

Zur Verdeutlichung hilft es, mit allen drei Kriterien ein wenig zu spielen: Wer a) nicht hat, also Angemessenheit und Norm nicht kennt, muß nicht tolerant sein: Er wird jede Entwicklung hinnehmen und sich einpassen oder verschwinden, wenn es gar nicht mehr geht; wer b) nicht kann, der empfundenen Störung und Beeinträchtigung also hilflos gegenübersteht, kann keine Toleranz mehr üben: Er kann bitten und betteln und sich die Haare raufen oder über das Argument und die Mitleidsschiene den anderen zur Rücksichtnahme bewegen. Das Kräfteverhältnis hat sich jedoch verschoben, und wenn der Störer keine Rücksicht nehmen will, bleibt dem Schwächeren nur übrig, sich mit seiner Unterlegenheit abzufinden. Und c)? Toleranz kann kein Dauerzustand sein. Wer den Regelverstoß dauerhaft toleriert, setzt eine neue Regel, weitet die Grenze des Möglichen aus, akzeptiert eine Verschiebung der Norm. Zur Toleranz gehört der Beweis der Intoleranz wie zur Definition des Guten das Böse.

Toleranz ist also eine Haltung der Stärke, niemals eine, die aus einer Position der Schwäche heraus eingenommen werden kann. Wer schwach ist, kann nicht tolerant sein; wer den Mut zur eigentlich notwendigen Gegenwehr nicht aufbringt, kann seine Haltung nicht als Toleranz beschreiben, sondern muß von Feigheit, Rückzug und Niederlage sprechen: Er gibt Terrain auf – geistiges, geographisches, institutionelles Terrain.

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Zitate über Toleranz:

  • „Heute sind wir voll Entzücken, morgen beugen wir den Rücken. Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eignen Land. Heute sind wir liberal, morgen hängen wir am Pfahl.“ — Helmut Zott
  • „Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.“ — Friedrich Nietzsche
  • „Toleranz bedeutet heute die staatsbürgerliche Pflicht, den vermeintlich Intoleranten zu denunzieren, ihm mit der sozialen Vernichtung zu drohen und damit zum Schweigen zu bringen.“ — Thorsten Hinz
  • „…Die, welche die Neigung und Gewohnheit haben, das äußerliche Benehmen, überhaupt das Thun und Lassen der Andern im Stillen, bei sich selbst einer aufmerksamen und scharfen Kritik zu unterwerfen, arbeiten dadurch an Ihrer eigenen Besserung und Vervollkommnung: denn sie werden entweder Gerechtigkeit, oder doch Stolz und Eitelkeit genug besitzen, selbst zu vermeiden, was sie so oft strenge tadeln. Von den Toleranten gilt das Umgekehrte: nämlich hanc veniam damus petimusque vicissim.“ — Arthur Schopenhauer
  • „Wer auf die Frage: wer ist der Jude? eine klare Antwort geben will, vergesse das Eine nie: daß der Jude, dank dem Hesekiel, der Lehrmeister aller Intoleranz, alles Glaubensfanatismus, alles Mordens um der Religion willen ist, daß er an die Duldsamkeit immer nur dann appellierte, wenn er sich bedrückt fühlte, daß er sie selber jedoch niemals übte noch üben durfte, denn sein Gesetz verbot es ihm und verbietet es ihm auch heute – und morgen.“ — Houston Stewart Chamberlain: Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts. 1899. S. 428 (Randnummer 509)
  • „Toleranz wird den zerstörenden Mächten der großstädtischen Hefe gewährt, nicht von ihnen gefordert.“ — Oswald Spengler
  • „Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf. Das ist Gesetz!“ — Ernst Jünger

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Ubasser

24 Kommentare zu “Kleine Analyse: Toleranz – Die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit

  1. Hier dann noch die 10. Todsünde: Das Mitleid

    Man nennt das Christenthum die Religion des Mitleidens. – Das Mitleiden steht im Gegensatz zu den tonischen Affekten, welche die Energie des Lebensgefühls erhöhn: es wirkt depressiv. Man verliert Kraft, wenn man mitleidet>. Durch das Mitleiden vermehrt und vervielfältigt sich die Einbusse an Kraft noch, die an sich schon das Leiden dem Leben br Das Leiden selbst wird durch das Mitleiden ansteckend; unter Umständen kann mit ihm eine Gesammt-Einbusse an Leben und Lebens-Energie erreicht werden, die in einem absurden Verhältniss zum Quantum der Ursache steht (- der Fall vom Tode des Nazareners) Das ist der erste Gesichtspunkt; es giebt aber noch einen wichtigeren. Gesetzt, man misst das Mitleiden nach dem Werthe der Reaktionen, die es hervorzubringen pflegt, so erscheint sein lebensgefährlicher Charakter in einem noch viel helleren Lichte. Das Mitleiden kreuzt im Ganzen Grossen das Gesetz der Entwicklung, welches das Gesetz der Selection ist. Es erhält, was zum Untergange reif ist, es wehrt sich zu Gunsten der Enterbten und Verurtheilten des Lebens, es giebt durch die Fülle des Missrathnen aller Art, das es im Leben festhält, dem Leben selbst einen düsteren und fragwürdigen Aspekt. Man hat gewagt, das Mitleiden eine Tugend zu nennen (- in jeder vornehmen Moral gilt es als Schwäche -); man ist weiter gegangen, man hat aus ihm die Tugend, den Boden und Ursprung aller Tugenden gemacht, – nur freilich, was man stets im Auge behalten muss vom Gesichtspunkte einer Philosophie aus, welche nihilistisch war, welche die Verneinung des Lebens auf ihr Schild schrrieb. Schopenhauer war in seinem Rechte damit: durch das Mitleid wird das Leben verneint, verneinungs-würdiger> gemacht, – Mitleiden ist die Praxis des Nihilismus. Nochmals gesagt: dieser depressive und contagiöse Instinkt kreuzt jene Instinkte, welche auf Erhaltung und Werth-Erhöhung des Lebens aus sind: er ist ebenso als Multiplikator des Elends wie als Conservator alles Elenden ein Hauptwerkzeug zur Steigerung der décadence – Mitleiden überredet zum Nichts! … Man sagt nicht „Nichts“: man sagt dafür „Jenseits“;
    oder „Gott“; oder „das wahre Leben“; oder Nirvana, Erlösung, Seligkeit … Diese unschuldige Rhetorik aus dem Reich der religiös-moralischen Idiosynkrasie erscheint sofort viel weniger unschuldig, wenn man begreift, welche Tendenz hier den Mantel sublimer Worte um sich schlägt: die lebensfeindliche Tendenz.
    (aus https://archive.org/details/Nietzsche-Friedrich-Der-Antichrist, S. 9)

    Mathilde Ludendorff schreibt dazu, dass die plappernden Toten mit abgestorbener Seele nur noch das Mitleid als Gefühl kennen.

  2. […] Fingerspitzengefühl besitzen. […] Eine sich immer mehr verstärkende Folge von Lehren über Toleranz wird so […]

  3. Waffenstudent sagt:

    POLITISCH AKTUELLES PLAGIAT:

    VON TEUFLISCHER WORTSINNVERDREHUNG ODER VON DER WICHTIGKEIT DER BEGRIFFSERKLÄRUNG:

    Der Euro stürzt Europa in die Katastrophe | Drucken |
    31.05.2012

    Nun sieht es also doch danach aus, als ob man Griechenlands Ökonomie den Weg allen Irdischen gehen lässt. Aber was musste dieses Land, seine Bewohner aber auch alle anderen Europäer leiden, Lügen ertragen und zahlen. Was war (ist) das für ein schwerer Tod. Keinem Menschen in seinem Umfeld würde man so ein würdeloses und sinnlos kampfreiches Ableben zumuten.

    Was darf der Staat, seine Vertreter und die Europäische Union?

    von Thomas Bachheimer, Wien

    Die zum Teil nicht gewählten Politeliten aus Brüssel haben so ziemlich alles aufgeboten um ihren Willen – das Verbleiben des Südlandes im Euro – durchzusetzen. Was wurde nicht alles gelogen, um die sinnlosen Hilfestellungen aus zentraleuropäischem Raum herauszupressen und um diese dann den Gläubigern Griechenlands in den Rachen zu schieben. Vergessend, dass die Gläubiger (europäische Banken) dieses Risiko sehr wohl selbst eingegangen sind und auch vergessend, dass diese Gläubiger diese Risiken genommen haben, weil sie wussten, dass die Freunde in der Politik sämtliche demokratischen Prozesse vernachlässigen und lügen würden, dass sich die Balken biegen – nur um den Banken aus der selbstverschuldeten Klemme zu helfen. Der Putsch der Politiker gegen ihre Völker hat begonnen.

    An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage, wie weit darf ein Staat oder eine supranationale Organisation gehen um den Willen der Eliten durchzusetzen. Darf er mittels Propaganda seine oder die Interessen einer Gruppe durchsetzen? Darf er Unwahrheiten verbreiten, darf er Situationen dramatisieren, darf er Medien manipulieren – auch wenn er damit vermeintlich Gutes im Sinne hat? Im Folgenden sind die Waffen (unvollständige Aufzählung) angeführt, welche in die ungleiche Schlacht mitgenommen wurden.

    Das bewusste Belügen – oder das Verdrehen ökonomischer Tatsachen

    Die europäische Staatengemeinschaft hat zu wahrhaft drastischen Mitteln gegriffen, ihre Bürger zu belügen und zu enteignen. Wir wurden im Mai 2010 belogen (der deutsche Bundespräsident Köhler hat sich daraufhin zurückgezogen): es hieß, die Hilfe müsse sein, danach ginge es ja wieder aufwärts mit Griechenland. Und jeweils wenige Tage, nachdem wieder undemokratisch „geholfen“ wurde, taten sich neue Probleme – bestens durch die Medien dramatisiert – auf.

    Darf der Staat Verträge brechen, Verfassungsgesetze biegen?

    Darf der Staat zusätzlich zur schleichenden Enteignung durch Inflation noch eine „Spezialprojekt-Enteignung“ wie ESM, ESFS durchführen? Und wenn, darf er das ohne Zustimmung des Volkes, oder kommt dies einer Entmündigung gleich?

    Der Bruch eingegangener Verträge und Regeln, welche in Akkordanz mit dem Volk, mit der EU und deren Mitgliedern geschlossen wurden, nimmt immer monströsere Ausmaße an. Als Beispiel soll hier die „No Bail-out-Rule“ genannt werden. Diese besagte, dass weder ein einzelnes EU-Land, noch die EU, noch die EZB einem budgetundisziplinierten Land mittels Steuergeldern beispringen darf. Diese Regel wurde spätestens im Mai 2010 gebrochen und seitdem ständig verletzt. Diesen Vertragsbruch möchte man nun mit dem ESM rückwirkend wiedergutmachen – indem man nationale Hoheitsrechte an eine kleine Gruppe von Eliten transferiert. Schön, sie reparieren ein rechtliches Manko, jedoch wohlvergessend, dass damit die österreichische Verfassung durch den mit dem ESM verbundenen Souveränitätstransfer schwer gebrochen wird.

    „Wenn Regierungen Verfassungen ändern wie Hausordnungen, dann ist der Weg zur Tyrannei nicht mehr weit.“

    Missbrauch der Massenmedien und Ablenkung vom Thema

    Die größte Umverteilungsaktion der jüngeren Menschheitsgeschichte muss natürlich irgendwie begründet werden. In Ermangelung natürlicher bzw für den Normalbürger verständlicher Gründe greift man hier zu eher drastischen Mitteln. Die Worte „Hilfe, Solidarität, Verantwortung, sozial, demokratisch“ werden uns immer wieder via Medien eingetrichtert. Ironie hier: alles Worte, die die Staatsvertreter von uns verlangen, sie selbst sind aber überaus nachlässig im Ausleben dieser Begriffe. Ohne Medien geht so eine Sinnverdrehung natürlich nicht vonstatten. Früher haben zumindest gewisse Medien dem Volk das Wort geredet. Kritische Medienbeobachter berichten heute jedoch: Noch nie war die Kluft zwischen Volkeswunsch und der Berichterstattung der Massenmedien größer, der Unterschied deutlicher erkennbar. Kaum ein Medium getraut sich noch gegen die EU und ihre Verwalter zu berichten.

    Hier drängt sich auch die Untersuchung des Wortes Nachrichten auf: kommt dieses Wort nicht von nach gerichtet bzw sich danach richten? Werden Nachrichten gesendet, damit man sich danach richtet? Ein schönes Beispiel von Ablenkung vom wahren Problem war die EU-Krainerwurst-Diskussion im April.

    Dutzende Male lancierte der österreichische ORF dieses wahrhaft geringe Problem in den wichtigsten „Nachrichten!“ und Magazinsendungen, um vom ESM, Fiskalpakt und anderen Grauslichkeiten abzulenken.

    Wortsinnverdrehung und Wortmissbrauch

    Der Sinn der Worte wird verdreht, die Bedeutung abgedreht bis zur Verunstaltung verändert und sogar umgekehrt. Dies deutete schon ein ganz großer Österreicher in einem Satz, der eine geradezu hellseherische Qualität in sich birgt, an:

    „Wir verdanken den Amerikanern eine große Bereicherung der Sprache durch den bezeichnenden Ausdruck weasel-word. So wie das kleine Raubtier, das auch wir Wiesel nennen, angeblich aus einem Ei allen Inhalt heraussaugen kann, ohne daß man dies nachher der leeren Schale anmerkt, so sind die Wiesel-Wörter jene, die, wenn man sie einem Wort hinzufügt, dieses Wort jedes Inhalts und jeder Bedeutung berauben. Ich glaube, das Wiesel-Wort par excellence ist das Wort sozial. Was es eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.“ (Friedrich August von Hayek)

    Besser kann man es nicht ausdrücken. Das Wort „sozial“ wird missbraucht zum Wohle der politischen Machthaber, der Nicht-Produktiven, ein kleiner Teil verbleibt den wirklich Benachteiligten. Die Politiker kaufen sich die Stimmen der s.g. Unterprivilegierten mit dem Geld des produzierenden Teiles der Bevölkerung. Der ursprüngliche Wortsinn von „sozial“ kann nicht sein, dass man dem produktiven Teil einer Wirtschaft bis zu 50% der Arbeitsleistung wegnimmt, um es an den immer größer werdenden Teil der Nichtproduktiven zu verteilen. Der Sold des nichtproduzierenden Teiles der Bevölkerung wird für den Einzelnen immer größer, aber auch gemessen am BIP steigen die „Gesamt-Nichtleister-Löhne“. Einige Jahre noch und die Leistungsträger werden von jenen finanziell erdrückt, die sie schultern. Das kann nicht die Bedeutung des Wortes „sozial“ sein.

    „Die ’soziale Gerechtigkeit‘ ist einfach ein quasi-religiöser Aberglaube von der Art, dass wir ihn respektvoll in Frieden lassen sollten, solange er lediglich seine Anhänger glücklich macht, den wir aber bekämpfen müssen, wenn er zum Vorwand wird, gegen andere Menschen Zwang anzuwenden. Und genau dieser Zwang findet im Moment statt indem ein halber Kontinent zum ’sozialsein‘ zwangsverpflichtet wird.“ (Friedrich August von Hayek)

    „Sozial“ ist den wirklich Bedürftigen zu helfen, sich selbst zu helfen. Selbstverständlich sollten finanziell schlechter Gestellte Zugang zu bester ärztlicher Versorgung und Bildung haben. Dies geht nur über ein staatlich organisiertes Gesundheits- und Bildungssystem. Genau hier soll der Sozialstaat seine Rolle, aber auch seine Grenze, finden!

    Ein weiterer missbräuchlich verwendeter Begriff ist „die Demokratie“. Der Wortstamm Demos heißt „kleine Gruppe, Bezirk“ und niemals „Volk“, wie es uns schon von Kindheitstagen an eingetrichtert wird! Zum Einen gabs im antiken Griechenland nur räumlich eng begrenzte Demokratien, da selbige wesentlich überschaubarer waren und der Missbrauch in größeren Anwendungsgebieten nicht mehr erkennbar und bekämpfbar war. Dies war auch für die USA (Vereinigte Staaten!) bis Franklin angedacht. Steirische Politiker hingegen lassen sich für eine Vergrößerung von Verwaltungseinheiten feiern und glauben wirklich, dass sie so Geld einsparen werden – witzig. Die haben aus Brüssel einfach nichts gelernt. Seit wir von dieser großen Ver(ge)walt(ig)ung regiert werden, haben wir alle die Übersicht verloren.

    Weiters durften in den Stadtstaaten nur jene wählen, die einen Beitrag zum Gesamten (Steuern waren verboten) leisteten und jene, die unter Waffen standen. Bei uns heißt Demokratie, dass alle wählen dürfen. Dies wiederum ist wie die berühmte Katze, die sich in den Schwanz beißt. Je mehr „Nichtleister“ wählen können desto mehr kommen deren Unterstützer an die Macht.

    Die heute praktizierte Form der Demokratie ist zunehmend ein Synonym für den Prozess des Stimmenkaufs und für das Schmieren und für die Unterstützung von unlauteren Sonderinteressen. Ein Auktionssystem, in dem alle paar Jahre die Macht der Gesetzgebung denen anvertraut wird, die ihren Gefolgsleuten die größten Sondervorteile versprechen, ein durch das Erpressungs- und Korruptionssystem der Politik hervorgebrachtes System mit einer einzigen allmächtigen Versammlung – mit dem Wortfetisch Demokratie belegt.

    Selbstverschuldete Unmündigkeit?

    „Durch und mit seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit macht sich der Unmündige in erheblichem Maße mitschuldig an dem Unrecht und an den Verbrechen der herrschenden Klasse sowie ihrer willfährigen Handlanger und skrupellosen Schergen, der korrupt-kriminellen deutschen Politiker. Der Unmündige ermöglicht durch seine selbstverschuldete Unmündigkeit überhaupt erst die Ungerechtigkeit, das Leid, die Not und das Elend, welche die Hochfinanz und die Politik verursachen. Durch seine selbstgewählte Ignoranz und Passivität lässt er sie gewähren und deren Verbrechen zu. Schweigen ist in diesem Fall Zustimmung!“ (Norbert Knobloch)

    Dem muss man eigentlich selbstkritisch zustimmen. In gewisser Weise sind wir ja selbst an unserem Dilemma Schuld. Unsere und unsere Elterngeneration haben in den letzten Jahrzehnten die Kontrollfunktion des Volkes komplett ad acta gelegt. Wir haben uns unsere Währung, damit unsere Souveränität und letztlich auch unsere Würde seelenruhig wegnehmen lassen. Vielleicht aus Bequemlichkeit, vielleicht auch dadurch, dass es in Europa eine lange Friedenszeit gegeben hat, oder doch, weil wir bedingt durch ein gefälschtes Geldsystem kurzfristig die Illusion eines immerwährenden Wirtschaftswachstums ohne Konjunkturdellen nur allzu gerne als Realität wahrgenommen haben? Die Verbitterung, der Zorn und die Abscheu gegen die derzeitige Politik und ihre Protagonisten sind nun groß. Das Mitverschulden aller darf und kann nicht verleugnet werden. Natürlich reißt ein Regime, das zu wenig unter Kontrolle steht, immer mehr Macht an sich und mutiert langsam zur Diktatur. Das passiert nicht nur im Osten, oder in Afrika, nicht nur vor Jahrhunderten, sondern im Hier und Jetzt. Schade, eigentlich.

    http://www.lex-press.at

    Ich habe den DAX-CRASH in 2011 vorhergesagt…kommt jetzt ein neuer CRASH?! Ads

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    QUELLE: http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha … t-europa-1

  4. Fine sagt:

    Das ewige Gefasel und Fordern von Toleranz, Akzeptanz, Friedfertigkeit, Duldsamkeit, muss selbst den friedlichsten Menschen zum Menschenfeind machen!

  5. P a u s e r, Enrico sagt:

    …ich habe den Artikel nicht gelesen, alleine die Überschrift (Kleine Analyse: Toleranz – Die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit), verleitet mich zu meinem Gedanken, den ich hier publiziere:

    ALLes was heute öffentlich durch die Medien geprügelt wird ( Montagswachen, PEGIDA, HOGESA, Chemtrails, TTIP, HAARP, Mind Control, NSA, NSU, CAI, MI5, MI6, MoSSad, Stuttgard 21, ISSIS, IS, NeoNAZIS, ANTIFA, auch BND und MAD nicht vegeSSend u.v.a.) ist doch vom SYSTEM gewollt, um die SCHAFE (uns) per ANGST in der MATRIX zu halten !!!

    …wie bitte schön, sollen diese GlobalVERSAGER denn sonst ihren NWO-WAHN realisieren, wenn wir Schachfiguren (Bauern) schnallen, was SIE (die Versager), mit uns vorhaben…?

    SIE- die vermeintliche GLOBABLELITE, gehört von den SCHACHSPIELERN (Bauern) von Terra, die DEREN pompöses Leben finanzieren, einfach nur —>VERNICHTET bin ich jetzt nen p.c.-RaSSist, weil ich Wahrheiten anspreche, die schon jeder Spatz vom Dach pfeift???

    Die „künstlich erzeugte EU“— ohne Legitimation der europäischen nationalen Vöker, ist ein faschistisches Geschwür EUROPAS, welches „sofort“ entfernt werden muSS!!!

    …und JA, ich bin bekennender NATIONALSOZIALIST und werde in meinem eigenem Land, vom eigenem, durch die Aliierten „umerzogenem („deutsch“) Volk“ diffamiert!!!

    Ich finde es NICHT mehr lustig!….nicht mehr lustig, daSS in dieser FIRMA BRD, Leute offen einen erneuten GENOZID der DEUTSCHEN fordern dürfen, POlitiker mehrere Millionen unserer Ahnen mit Dreck und Lüge besudeln/verUNklimpfen und das „autochthone deutsche Volk“ einfach die FreSSe halten muß, weil man sich selbstHERRlich „faschistische §§-Maulkörbe“ geschaffen hat!!!!!!!!!!!!!

    …ja, es mag Menschen geben, die denken jetzt, ich sei balla-balla, weil ich mich zum NATIONALSOZIALISMUS bekenne und sie genau diesen, durch Verblendung des SYSTEMS als das eben NICHT erkennen, was ich beschrieben habe————aber weit gefehlt denn der NATIONALSOZIALISMUS ist die BEFREIUNG der DEUTSCHEN….PUNKT

    …egal—> mir gehen sehr viele Sachen durch den Kopf aber eigentlich ist es wirklich egal, was ich kleines Licht will/denke denn die Ge(h)schichte wird schon IMMER von den JUDEN geschrieben, ob es von den Schachspielern (Bauern) WAHRgenommen wird oder NICHT, scheint seit Jahrhunderten relativ—-wie die GESCHICHTE eben auch 😦

    —–> trotz ALLem wünsche ich jedem Leser/Komentator hier auf dem Blog, einen guten Übergang ins nächste LEVEL 2015—->PROST

    • Skeptiker sagt:

      @P a u s e r, Enrico

      Die 9. Todsünde der zivilisierten Menschheit

      Hier die neunte Phorte

      Die neun Pforten
      Filmdaten
      Deutscher Titel Die neun Pforten
      Originaltitel The Ninth Gate
      Produktionsland Frankreich, Spanien
      Originalsprache Englisch, Französisch
      Erscheinungsjahr 1999
      Länge 128 Minuten
      Altersfreigabe FSK 12[1]
      Stab
      Regie Roman Polański
      Drehbuch John Brownjohn
      Produktion Roman Polański
      Musik Wojciech Kilar
      Kamera Darius Khondji
      Schnitt Hervé de Luze
      Besetzung
      Johnny Depp: Dean Corso
      Frank Langella: Boris Balkan
      Lena Olin: Liana Telfer
      Emmanuelle Seigner: geheimnisvolle Frau
      Barbara Jefford: Baronesse Frieda Kessler
      Jack Taylor: Victor Fargas
      José López Rodero: Pablo & Pedro Ceniza
      Tony Amoni: Lianas Bodyguard
      James Russo: Bernie
      Willy Holt: Andrew Telfer
      Allen Garfield: Witkin
      Jacques Dacqmine: alter Mann
      Synchronisation
      Die neun Pforten ist ein Mystery-Thriller des Regisseurs Roman Polański aus dem Jahr 1999 mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Der Film basiert auf dem Roman Der Club Dumas (Originaltitel: El club Dumas) aus dem Jahr 1993 des Autors Arturo Pérez-Reverte.

      de.wikipedia.org/wiki/Die_neun_Pforten

      Als Film..

      Nee, da sieht man doch mal wie einfältig der normale Geschichtsforscher arbeiten darf.

      Aber frohes neues Jahr an alle, ich bin da irgendwie tolerant geworden, alles ist nur ein Mittel zum Zweck.

      Gruß Skeptiker

    • Du überschätzt das System. Seine Macht besteht im Wesentlichen auf dem Ausüben von psychischem Druck, der dann auf den Selbsterhaltungswillen zielt. Keiner will dann „Nazi“, ausländerfeindlich oder national sein. Der Mensch hat allerdings keinen freien Willen, so dass er etwas macht und sich dann eine Erklärung für sein Tun sucht (siehe „Die Welt als Wille und Vostellung“ von Schopenhauer). Die Welt und der Mensch sind EIN Wille (plus Erscheinung), der im innern wirkt. Daher auch „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl. Der Mensch hätte eigentlich das Amt als Erkenntnisorgan des Willens.
      Die Demonstranten suchen sich aufgrund des psychischen Drucks eben eine andere Erklärung für ihr Handeln oder sagen richtigerweise gar nichts zu dem SPON-Schmierer: http://www.spiegel.de/video/pegida-proteste-in-dresden-15-000-auf-anti-islam-demo-video-1543152.html

      Tatsächlich ist es beginnende Notwehr des deutschen Volkes, welche das Rasseerbgut fordert. In Deutschland leben die Deutschen und Ausländer haben hier nichts zu suchen.
      Es ist wie hier:
      http://ameisenwiki.de/index.php/Gastameise
      http://ameisenwiki.de/index.php/Sozialparasit
      http://de.wikipedia.org/wiki/Kleptogamie

      Die Naturgesetze (siehe völkerbildende Tiere wie Ameisen und Bienen) gelten auch für den Menschen. Die Natur wird sich für die heutige Entartung mit Vermischung der Völker noch bitter rächen. Die meisten werden dann keine Erklärung für das haben was passiert.

    • Fine sagt:

      Ricolino,
      natürlich sind die legitimiert; so wie die „BRD“ sich selbst axiomatisch legitimiert – dank der Wähler. Legitimiert ist auch jede Putzfrau für ihre Arbeit!
      Der Punkt ist: die Ganoven sind nicht LEGALISIERT! Legal – illegal – scheißegal.

  6. Waffenstudent sagt:
    Plagiat: ERSTENS: Das Sittengesetz – Teil 1: Die Ehre Wer auf dem Thing ohne Ehre erschien, der fand keine Fürsprecher. Seine Tochter fand keinen Mann, er selbst in Fehden keinen Beistand. Für die Germanen war Ehre daher lebensnotwendig. Ehre bedeutete soviel wie ein guter Ruf, ein hohes Ansehen. Diesen guten Ruf erwarb man sich als tapferer Kämpfer, als tüchtiger Bauer oder auch als geistreicher Gelehrter. Der Ehre folgte das Bestreben anderer, mit ehrbaren Menschen verbündet oder verbunden (verheiratet) zu sein, um daraus wiederum das eigene Ansehen zu erhöhen. Ehre ist dabei eine rein äußerliche Angelegenheit, die jeder sehen kann, der das Werk seines Mitmenschen, sein Verhalten kennt. Ehre bedeutete einen Achtungsanspruch, den man sich durch sein Leben erwarb. Weil kein Ehrbarer seinen gesellschaftlichen Stand durch die Verbindung mit weniger Angesehenen verschlechtern wollte, bestand in den Menschen jeweils das Bedürfnis, so zu leben, dass die Ehrung durch andere aus dem äußeren Eindruck zu erwachsen vermochte. Wenn wir an diese Ehre denken, befremdet es uns, zu sehen, welchen Personen die Demokraten ihre Ehre erweisen, indem sie ihnen Orden (Ehrabzeichen) verleihen. Der Drogenkonsument und Prostituierte zum Rauschgiftkonsum überredende Michel Friedman ist Träger des Bundesverdienstkreuzes! Ansehen und Ehre werden nicht mehr durch äußere Ansehung, sondern durch die Massenmedien erschaffen. Wenn demnach heute Personen offiziell ein hohes Ansehen genießen, muss dies geradezu als Warnung für alle Ehrbaren gelten; wenn offiziell versucht wird, einem nach überkommenem Verständnis ehrbaren Menschen die Ehre abzusprechen, gilt dies geradezu als Kompliment! Marie von Ebner-Eschenbach sagte: „Sich von einem ungerechten Verdacht reinigen wollen, ist entweder überflüssig oder vergeblich.“ Lord Byron wusste: „Den Ruhm belächelt, wer ein Weiser ist; er ist nur wenig, nichts, Wort, Blendwerk, Wind; er hängt mehr ab von dem, wie der Chronist zu schreiben weiß, als wie die Helden sind.“ Der Volksmund weiß: „Ein guter Name ist ein hohes Gut, wenn Edle ihn verleihen. Wenn Schlechte schmähen, bleibe wohlgemut, sie können höchstens deine Schuh‘ bespeien.“ Albrecht Dürer bekannte: „Mein Lob begehr‘ ich allein unter den Sachverständigen zu finden.“ Kaiser Friedrich I. meinte: „Besser einem Rechtschaffenden gefallen als tausend Schlechten.“ Die Ehre, wie sie über Jahrtausende verstanden wurde, ist den Menschen unserer Art aber heute viel mehr als äußeres Ansehen. Gerade weil es (über-)lebensnotwendig war, als ehrbarer Mensch zu gelten, entwickelte sich aus dem Bestreben, Achtung und Ansehen für sein Werk zu genießen, ein inneres Selbstverständnis zur Tat, die dem eigenen Gewissen, der eigenen (inneren) Ehre genügt. Dies meint Anette von Droste-Hülshoff, als sie schrieb: „Uns allen ward ein Kompass eingedrückt. Noch keiner hat ihn aus der Brust gerissen: Die Ehre nennt ihn, wer zur Erde blickt, und wer zum Himmel, nennt ihn das Gewissen.“ Paul von Hindenburg erklärte: „Maßgeblich in meinem Leben und Tun war für mich nie der Beifall der Welt, sondern die eigene Überzeugung, die Pflicht und das Gewissen.“ Dies gipfelt in der Auffassung Schillers, der bekennt: „Übers Leben geht noch die Ehr‘, […] wir denken königlich und achten einen freien, mut’gen Tod anständiger als ein entehrtes Leben.“ Aus der Sippe, die im Verhältnis zu anderen Sippen zur Selbstbehauptung der Ehre bedurfte, ist über Jahrhunderte das Volk geworden. So ist die Ehre der Sippe, die – geschuldet dem inneren Anspruch – durch das Werk jedes Angehörigen dieser Sippe äußerlich erkennbar gemacht und gegenüber anderen Sippen behauptet wurde, zur Ehre des Volkes geworden. Schiller schrieb: „Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles freudig setzt an ihre Ehre.“ Aus diesem Geist ist noch der opfermutige Kampf der letzten Soldaten unseres Volkes gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zu erklären, als es längst nicht mehr um den Sieg ging, sondern darum, die eigene Frau, die eigenen Kinder vor den herannahenden Feinden zu schützen – der Ehre wegen: Es sollte keiner sagen können, sie hätten sich vor dem Feind ergeben, sodass ihrem Andenken mit allem, was dann zu folgen drohte, Verachtung gewiss wäre! Schiller sprach es aus: „Wenn der Leib in Staub zerfallen lebt der große Name noch.“ Der Anspruch an sich selbst, aus rein lebenspraktischen Erwägungen ehrbar sein zu müssen, wurde zum Selbstverständnis, ehrbar handeln zu wollen. In Zeiten vor Herrschaft der Demokraten passte dies zusammen, denn aus dem Selbstverständnis erwuchs umgekehrt der lebenspraktische Nutzen. Heute erwächst der lebenspraktische Nutzen dem, der der Ehre, dem Gewissen zuwider lebt, der sein Gewissen betäubt, unterdrückt und endlich vergisst. Der seinen Kindern das Beispiel verweigert, dass über Jahrhunderte die Ahnen ihm zu geben wussten. So kommt es, dass instinktmäßige Uranlagen wie die des menschlichen Egoismus in völlig falsche Bahnen entwickelt werden und so aus genetisch vielversprechenden Ausgangslagen für die Gemeinschaft des Volkes völlig destruktive Charaktere entstehen. Ein jeder überprüfe, inwieweit er selbst diesem Prozess schon nicht mehr zum wütenden Betrachter, sondern zum infizierten Opfer wurde! Theodor Fontane ruft es in uns wach: „Es kann die Ehre dieser Welt dir keine Ehre geben; was dich in Wahrheit hebt und hält, muss in dir selber leben. Wenn’s deinem Innersten gebricht an echten Stolzes Stütze, ob dann die Welt dir Beifall spricht, ist all dir Wenig nütze. Das flüchtge Lob, des Tages Ruhm magst du den Eitlen gönnen; das aber sei dein Heiligtum: vor dir bestehen können.“ 27.09.10 ZWEITENS: Das Sittengesetz – Teil 2: Die Freiheit Frauen der Kimbern töteten sich und ihre Kinder, um nicht in Sklaverei zu fallen. Auf dem Banner der freien Reichsstadt Straßburg stand: „Viel lieber gestritten und ehrlich gestorben, alß Freyheit verloren und Seele verdorben.“ Theodor Körner wusste: „Das Leben gilt nichts, wo die Freiheit fällt.“ Friedrich der Große: „Nur Feiglinge beugen sich unter das Joch, schleppen geduldig ihre Ketten und ertragen die Unterdrückung.“ Schiller: „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.“ Wer frei sein will, muss erkennen, dass ihm niemand die Freiheit gibt als das eigene Schwert. Marie von Ebner-Eschenbach: „Erstritten ist besser als erbettelt.“ Die Freiheit – und damit auch die persönliche Freiheit jedes Einzelnen – ist seit jeher ein Wert für unser Volk gewesen. Dies wird nicht nur an vorstehenden und vielen weiteren Sprichwörtern klar, sondern auch an Untersuchungen wie denen des Historikers Treitschke, der zusammenfassend feststellte, dass köstlichstes und eigentümlichstes Besitztum unseres Volkes die Liebe zur persönlichen Freiheit sei. Dies vermag die Anfälligkeit des deutschen Menschen für Ideengerüste des Liberalismus zu erklären, sobald eine Definition von „Freiheit“ vorherrscht, die nicht mit der historisch überkommenen vereinbar ist. Wie fatal eine falsch verstandene Freiheit im Sinne eines (Aus-)Lebens „ohne Grenzen“ wirkt, wird an der sogenannten antiautoritären Erziehung deutlich: Aus der Ideologie heraus, Kinder ohne jeden Zwang aufwachsen lassen zu müssen, da Zwang autoritäre Charaktere herausbilde und diese zu Diktaturen führten, wurde Kindern schlicht alles erlaubt. Sie durften essen, was und wann sie wollten, Dinge auf den Boden werfen, Tapeten mit Farbstiften bemalen, ja brauchten sich nicht zu waschen! Diese Experimente der „Frankfurter Schule“ schlugen gänzlich fehl: So erzogene Menschen waren später unfähig, nähere Bindungen einzugehen, und insgesamt unglücklicher als solche, die eine Erziehung genossen hatten. Dies, weil junge Menschen instinktiv wissen, dass es Grenzen gibt, die sie noch nicht kennen können, die sie jedoch vor Gefahren bewahren sollen und deshalb von ihren Eltern aufgezeigt werden müssen. Dass Kinder, die im Sinne der Liberalisten erzogen wurden, eine andere Auffassung von Freiheit haben, als sie Menschen unserer Art historisch innewohnte, wird am Zitat von Matthias Claudius deutlich: „Der ist nicht frei, der da will tun können, was er will, sondern der ist frei, der da wollen kann, was er tun soll.“ Und Lagarde: „Frei ist nicht, wer tun kann, was er will, sondern wer werden kann, was er soll.“ Und Rudolf C. Binding: „Immer setzt Freiheit eine Ordnung oder Beziehung voraus.“ Bei dem Ruf nach „Freiheit“, mit dem in nationalen Kreisen viele schnell bei der Hand sind, muss also stets mitgedacht werden ein „Freiheit für“ bzw. „Freiheit wozu“, nicht aber eine „Freiheit von“. So sah es Nietzsche, der wusste: „Was ist Freiheit? Dass man den Willen zur Selbstverantwortung hat.“ Dabei genügt es nicht, das richtige oder falsche „für“ oder „wozu“ an Gesetzen fest zu machen. Theodor Storm: „Der eine fragt: Was kommt danach? Der andere fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht.“ Solche Gesetze sind dabei nicht nur das geschrieben Recht eines Staates, sondern auch ideologische Gerüste, die das eigenständige Denken begrenzen oder gar verbieten. Denn nur da kann vom Streben nach Freiheit eines Volkes die Rede sein, wo sich die Frage nach dem „frei wozu“ aus der Volksseele selbst beantwortet, also aus dem Freiheitsdrang, der unserem Volk seit Jahrtausenden genetisch eigen ist. Diese Freiheit wird heute bedroht durch einen übermächtigen Zug zur Gleichheit. Denn Freiheit und Gleichheit sind Gegensätze, wenn die Freiheit in den Menschen selbst wurzelt, die Menschen aber biologisch bedingt ungleich sind. Wird nun Gleichheit zum Ideal erklärt, besteht für jeden, der dieses Ideal beherzigt, der Zwang, seinen Geist bei Freiheitsüberlegungen nicht an sich selbst oder seiner Art, sondern an allen zu orientieren. „Ein Volk, das sich einem fremden Geiste fügt, verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.“ (Ernst Moritz Arndt). Ein Bekenntnis zur Freiheit ist Voraussetzung der Selbstbehauptung, des Widerstandes gegen Zustände, die jene Freiheit verhindern. Doch vor diesem Bekenntnis steht die Frage, was mit „Freiheit“ gemeint ist. Im Überlebenskampf eines Volkes muss es eine „Freiheit zum Überleben“ sein („Wozu?“) und keine individualistische, die alle Ungleichheiten ableugnet und damit bereits das Denken in völkischen Linien ausschließt. Es muss dem Propagieren der „Freiheit“ deshalb zwingend ein Diskurs vorangehen, der die Ungleichheit der Menschen offenlegt und dabei völkische Gemeinsamkeiten herausarbeitet, die in den Genen liegen und deshalb nichts zu tun haben mit dem heutigen „Bevölkerungs-Genpool“. Nur dann ist es möglich, im Denken wie im Handeln Prämissen zu entwickeln, die denen der Demokraten entgegengestellt werden können und müssen, soll es eine Zukunft für unser Volk geben. Ohne eine Begriffsbestimmung der „Freiheit“ aber wird jeder Freiheitskampf zur sinnlosen Irrfahrt. DRITTENS: Sittengesetz – Teil 3: Die Treue Die „deutsche Treue“ ist schon fast sprichwörtlich geworden. Aber was ist Treue? Das Wort meint im Germanischen zunächst Vertrag, dann weiter das Halten des Vertrages, Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit. Tacitus berichtet über die Germanen, dass derjenige, der beim Würfelspiel als letzten Einsatz seine Freiheit eingesetzt und dann verspielt hat, sich willig in Knechtschaft begebe: „Sie selbst nennen es Treue“. Das beinhaltet eben, dass die Verpflichtung im Spiel genauso bindet wie ein Vertrag, den man halten muss. Und ein Vertrag war natürlich auch mündlich geschlossen gültig. Wir finden in der Geschichte die meisten Beispiele für Treue als Gefolgschaftstreue. Die ganze deutsche Heldendichtung ist voll von Lobgesängen auf Männer, die ihr Leben der Treue aufopferten; manch einer ging mit offenen Augen ins Verderben, nur um sein Wort nicht brechen zu müssen. Treue war ursprünglich als ein Vertragsverhältnis zwischen zwei Männern gedacht. Treue gab es nur von Person zu Person. Treu dem Vertrag, vertragstreu, treu dem Gefolgsherrn, das waren die ursprünglichen Umgrenzungen der Treue. Später erweiterte sich aber der Begriff der Treue. Damit kamen dann Spannungsverhältnisse hinein, weil die eine Treue der anderen Treue widersprechen konnte. Wir kennen den Begriff der „Werktreue“, also ein Werk den inneren Gesetzen dieses Werkes zufolge zu errichten. Wer einer Aufgabe treu dieser durchführen will, muss zuweilen Treue zu Menschen, die ihn an dieser Aufgabe hindern oder sein Bestreben hemmen, brechen. Dasselbe kann sich für diejenigen ergeben, die einer Idee treu bleiben wollen. Im „Mittelhochdeutschen“ schwang noch etwas anderes bei der Treue mit. „Getriuwe“ bedeutet Treue im Sinne von Verschwiegenheit. Das will sagen, dass der treue Mensch die seelischen Werte des anderen zu achten weiß und seine Geheimnisse nicht preisgibt. Treue hat hier also den Inhalt von „Vertrauen“ zueinander und das sich gegenseitig „Trauen“. Man „vertraut“ sich dem anderen an, wenn man ihn liebt. Man achtet auf seine Vertraulichkeit, sein inneres Wesen, seine besondere Lage: Man nimmt in jeder Weise Rücksicht auf ihn, man macht dessen Sache zu seiner eigenen. Man lässt sich auf den anderen ein und geht auf ihn ein. „Wo kein Vertrauen ist, da ist keine Treue.“ (Altes Sprichwort) Vertrauen gehört zu jeder Gemeinschaft. Jeder Einzelne muss jedem Glied der Gemeinschaft unbedingt das Vertrauen entgegenbringen. Er muss voll Achtung vor ihm stehen, ganz gleich, welchen Rang er bekleidet. Diese Art von Vertrauen ist Voraussetzung der Gemeinschaft. Wer in einer Gemeinschaft dem anderen misstraut, solange er sich nicht bewährt hat, ist ein Feind jeder Gemeinschaft. Argwohn ist gegenüber Fremden angebracht, innerhalb der Gemeinschaft aber abwegig. „Jedermann vertrauen ist Torheit, niemandem vertrauen ist Narrheit.“ (Volksmund) Man mag vielleicht die eine oder andere Enttäuschung dabei erleben; andere Gefährten aber wird man auf der anderen Seite durch Vertrauen seelisch halten oder aufrichten. Wir sollten uns bemühen, bei den Gefährten immer den guten Kern zu sehen, auch falls einmal ein nicht so schöner Zug zum Ausdruck gekommen ist. Vertrauen ist die größte Kraftquelle jeder Gemeinschaft. Dieses Vertrauen Tag für Tag zu schenken, ist uns Verpflichtung. Alle natürlichen Gemeinschaften entsprechen den Gemeinschaften des Lebens und sind deshalb lebensnotwendig. Die Treue gegenüber einer solchen Gemeinschaft ist deshalb unbegrenzt. Sie besteht weiter, selbst wenn der Rahmen der Gemeinschaft angegriffen worden sein sollte. VIERTENS: Das Sittengesetz – Teil 4: Tapferkeit Prof. Heusler sagte, Tapferkeit sei die erste der germanischen Tugenden, wobei beim Tapferen nicht so sehr an Leibeskraft und Fechtkunst in den nordischen Quellen gedacht sei, sondern drei seelische Züge den Tapferen ausmachten: Mut, Selbstbeherrschung, Todesverachtung. Was die Wertschätzungen dieser Tugenden angeht, hat Heusler natürlich recht. Allerdings hat das Wort „tapfer“ bei uns einen etwas anderen Klang als „mutig“. Tapfer im Ertragen, in der Abwehr, mutig im Ausgriff und Angriff, so lässt sich die Unterscheidung zwischen beiden Begriffen fassen. Heldenmut ist nicht jedem gegeben. Tapferkeit darf man von allen Menschen unserer Art erwarten. Durch Tapferkeit kann jeder Gefahr getrotzt, jeder Gegner überwunden, jede Schwierigkeit beseitigt werden. Tapferkeit wirkt Wunder. Goethe fasste es so: „Fallen ist keine Schande, aber Liegenbleiben!“ Oder Schiller: „In der Not allein bewährt sich der Adel großer Seelen.“ Selten wirkt das Zusammenspiel von Leib, Seele und Geist so klar wie bei der Tapferkeit. Tapferkeit hat in gleicher Weise Zucht des Leibes, Zucht des Geistes und Zucht der Seele zur Voraussetzung. Tapferkeit ist nicht nur eine im Kriege von Männern zu bewährende Eigenschaft. Sie haben auch Frauen bewiesen, die im Bombenhagel auf Straßen und Häusern auf Brandwache ausgehalten haben, in Kellern ihre Kinder beruhigt, erhalten und geschützt haben. Und in einem Bereich gibt es etwas, wo nur die Frauen tapfer sind: den Geburtsschmerz auszuhalten. Im Wissen um diese Schmerzen das Kind zu wollen, diese Schmerzen tapfer zu ertragen, das zeigt die Größe der Frauen. Tapferkeit ist ein Wert, den es auch im tiefsten Frieden in vielen Lebenslagen zu bewähren gilt. Bei Unfällen, Verwundungen und Krankheiten zeigt sich, wer tapfer ist. Es gibt unausstehliche Kranke, die quälen und drangsalieren ihre Helfer, auch wenn ihre Schmerzen nicht unausstehlich sind. Und es gibt tapfere Kranke, die strahlen auch unter den bittersten Schmerzen und Qualen eine herrliche Haltung aus und sind anspruchslos auch da, wo sie das Recht hätten, zu fordern. In mannigfaltigen Nöten, Leiden und Gefahren des Alltags muss man tapfer sein. Über jeden Menschen, der nicht oberflächlich durchs Leben schlittert oder abgestumpft sein Leben vertrottet, kommen Widerwärtigkeiten, mit denen er sich auseinanderzusetzen hat, Gefahren, die er überwinden muss. FÜNFTENS: Das Sittengesetz – Teil 5: Mehr Sein als Scheinen Üblicherweise erscheint in Abhandlungen über Moral als ein Wert die „Bescheidenheit“. Bei uns nicht. Der Christ hat demütig gegen Gott zu sein, bescheiden gegen die Menschen; was die Demut in seinem Verhältnis zu Gott ist, ist die Bescheidenheit – jedenfalls der Theorie nach – den Menschen gegenüber. So wie sich der Christ Gott gegenüber klein zu machen hat, so hat er sich den Menschen gegenüber klein zu machen, seine Leistungen herunterzuspielen, sie für Nichts zu erklären. Das ist üble Heuchelei, wenn er etwas Vorbildliches geleistet hat, denn im Inneren weiß er, dass er etwas Großes vollbracht hat. Nur weil es von ihm moralisch gefordert wird, erniedrigt er sich. Manche Menschen mahnen auch deswegen zur Bescheidenheit, weil sie ihre Umgebung stets gerne klein, niedrig und unterwürfig sehen möchten. Sie brauchen kleine Menschen um sich, weil sie selbst nicht groß sind und sich sonst nicht behaupten können. Gehen wir vom Wortsinn aus: „Sich mit etwas bescheiden“. Das bedeutet, er fügt sich in das, was ihm zugemessen wird. Unserer Art entsprechend ist, sich nicht zu bescheiden, sondern zu fordern, am meisten von sich selbst, dann aber auch von anderen, Mauern zu zerbrechen, Hürden zu überspringen, Berge zu erstürmen, zu neuen Ufern aufbrechen. Dass die Bescheidenheit ein aufgezwungener Wert ist, hat unser Volk unbewusst immer gefühlt; ein stehender Ausdruck ist „falsche Bescheidenheit“, womit gesagt werden soll, dass Menschen, die an sich aufgrund richtiger Ansichten gehört werden müssten, nicht gehört werden, weil sie schweigend im Hintergrund bleiben, oder aber ihre Verdienste ihnen an sich vergütet werden müssten, was aber nicht geschieht, weil man sich ihre Verdienste nicht klarmacht, da sie „kein Aufhebens“ davon machen. Der Berliner sagt es mit seiner trockenen Art: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“. Auch wenn dies lustig klingt, so gibt es doch einen ernsten Hintergrund. Nur deswegen, weil ein anderer vielleicht höher gestellt ist, man selbst nicht so viel Ansehen hat, trägt man seine Meinung, seinen guten Rat, der vielleicht schicksalsentscheidend sein könnte, nicht vor – aus Bescheidenheit. Als Bescheidenheit ist gepriesen worden, dass man sein Urteil dem Urteil anderer unterstellt und erst seine Meinung abgibt, wenn Ältere gesprochen haben. Sicherlich gehört es zu einer guten Erziehung, dass Kinder erst nach Erwachsenen reden, also nicht vorlaut sind und sich nicht aufzudrängen suchen. Unter Erwachsenen sollte man sich aber Gehör verschaffen, und wenn es eilt auch rasch, wenn man der Auffassung ist, dass der eigene Ratschlag richtig ist. Sicherlich sind bescheidene Menschen angenehm im Umgang; aber der Sache förderlich sind sie nicht. Zuweilen versteckt sich hinter Bescheidenheit auch die Angst, vor Kritik nicht bestehen zu können, denn wenn man seine Meinung zum Besten gibt, setzt man sie damit der Kritik aus; das muss aber, um eine gute Lösung zu finden, in Kauf genommen werden. Der Volksmund weiß: Man soll sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Arthur Schopenhauer meint dazu: „Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit; bei großem Talent ist sie Heuchelei.“ Johann Wolfgang von Goethe sagt es noch deutlicher: „Nur die Lumpe sind bescheiden, Brave freuen sich der Tat.“ Wir räumen mit der Heuchelei auf, und gebieten deshalb Annahme der Anerkennung durch andere. Das Abwehren: „Ach nicht doch… das war doch nichts…, ich habe doch gar nichts geleistet… jeder andere hätte es genauso gut machen können…“ – das wollen wir nicht mehr hören. Das Aussprechen von Anerkennung ist zu den im täglichen Leben am meisten vernachlässigten Tugenden geworden. Und wenn die Arbeit eines anderen Menschen noch so unbedeutend scheint – wenn er sie gewissenhaft ausführt, hat er ein Recht auf unsere Anerkennung. Adalbert Stifter sagte dazu: „Der Mensch ist Beispiel, der innerhalb des ihm zugewiesenen Raumes, wie eng oder wie weit dieser sein mag, tut, was ihm aufgetragen ist.“ Wenn wir anderen Menschen Anerkennung zukommen lassen, werden wir die besten Kräfte in ihnen wecken. Die Erfahrung hat gezeigt, dass da, wo wir die uns gefallenden Seiten ihres Wesens oder ihrer Arbeit loben, das Verhalten auch auf anderen Gebieten – ohne vorher Kritik geäußert zu haben – besser geworden ist. Das gelingt uns, wenn wir versuchen, ihre Lage mit ihren Augen zu sehen, uns in sie hineinzuversetzen. Nach Anerkennung arbeiten Menschen oftmals besser und einsatzfreudiger. Wir sollten also großzügig mit Lob umgehen. Gerne loben, ungern tadeln – wer sich das angewöhnt, wird Wunder erleben! Wer Kinder hat, kann die Wirkung solcher Erziehung unmittelbar sehen. Viele Ehen wären nicht geschieden worden, wenn einer des anderen Leistung besser gewürdigt und dies auch ausgesprochen hätte. Dem anderen muss gesagt werden, dass man die Arbeit anerkennt, statt auf dem herumzuhacken, was liegengeblieben ist oder uns nicht passt. Allerdings sollen wir nirgends schmeicheln. Anerkennung ist ehrlich und echt, Schmeichelei unehrlich und unecht. Der Schmeichler sagt das, was der andere hören möchte, wobei dem Schmeichler egal ist, ob das stimmt. Der Schmeichler mag sich dadurch einige Vorteile bei selbstsüchtigen Menschen verschaffen; durch die Unehrlichkeit zerstört er seine Persönlichkeit, so er sie überhaupt hatte. Das Volk verachtet sie: „Schmeichler sind Heuchler und Meuchler“. Und wenn diese Anerkennung ausbleibt? Moltke sagt, dass Anspruchslosigkeit ein guter Schutz gegen Kränkungen und Zurücksetzungen sei. Wir handeln schließlich nicht der Anerkennung wegen, sondern weil wir unser Tun als notwendig sehen. „Wenn wir nicht anders scheinen wollen, als wir sind, keine höhere Stellung an uns reißen wollen, als die uns zusteht, so kann weder Rang noch Geburt, noch Menge und Glanz uns wesentlich außer Fassung bringen.“ (Moltke) SECHSTENS: Das Sittengesetz – Teil 6: Das Opfer Unser arteigenes Wesen fordert von uns Opferbereitschaft, dann, wenn der Ruf an uns ergeht, aber auch das Opfer selbst. Peter Rosegger sagte dazu: „Wohltätigkeit ist für edle Menschen ein Vergnügen, aber nicht eines, bei dem man tanzt. Wohltun heischt Opfer, persönliche Opfer.“ Was ist ein Opfer? Sicherlich nicht einige Cent oder Euro, die für eine gemeinnützige Sache gegeben werden; das ist zu unbedeutend. Etwas, was wir nicht ersetzen können, ist die Zeit; auch insoweit opfert man Teile seines Lebens im Einsatz für ein großes Ziel, wenn man zur Förderung dieses Ziels eigene Zeit aufbringt. Oswald Spengler schrieb darüber: „Der bedeutende Mensch lebt so, dass sein Dasein ein Opfer an eine Idee ist. Der Sinn, den man dem eigenen Leben gibt, ist Zeugnis der Selbstachtung.“ Nichts, was groß ist auf dieser Welt, ist dem Menschen geschenkt worden. Alles musste bitterschwer erkämpft werden, sei es die Befreiung eines Volkes, seien es Religionsfreiheit oder Abstellung von Umweltsünden. Luther war bereit, so wie vor ihm zahlreiche andere Ketzer, den Feuertod der Inquisition zu riskieren, und hat dadurch Deutschland vom römischen Joch und der Ausplünderung durch den Papst befreit. Völker befreit man nicht durch Nichtstun, sondern durch Opfer, und wer sein Volk liebt, beweist es einzig durch das Opfer, das er für dieses zu bringen bereit ist. Dasselbe gilt für unsere Rasse, unsere Art. „Vom Opfer lebt das Leben, vom Opfer zeugt sich’s fort; wer sich entzieht dem Ringe, verrottet und verdorrt.“ Dies sagt zu Recht Eberhard König. Auch Friedrich Schleiermacher spricht dies an: „Das ist des Menschen Ruhm, zu wissen, dass unendlich sein Ziel ist, und doch nie still zu steh‘n im Lauf; zu wissen, dass eine Stelle kommt auf seinem Weg, die ihn verschlingt, und doch nicht zu zögern den Schritt.“ Gerhard Krüger ergänzt: „Nur aus dem, was Opfer kostet, erwächst wirkliche menschliche Größe. Je schwerer und härter das Opfer, umso steiler ist der Weg zu ihr und umso einsamer und gewaltiger ist sie. Nicht das Erleiden, sondern das Dennoch, das Gestalten und die Tat entscheidet über die Größe unseres Menschentums.“ Und ebenso Karl von Hippel: „Wert und Unwert eines Menschen tritt erst zutage, wenn ihm Opfer abverlangt werden.“ Welche Gemeinschaft Opfer und Mut, Tapferkeit, Treue, Glauben und Heroismus fordert, die wird solche Teile des Volkes anziehen, die diese Tugenden ihr Eigen nennen. Diese sind in allen Zeiten der Faktor gewesen, der Geschichte macht. SIEBTENS: Das Sittengesetz – Teil 7: Der Stolz Bewusst stolz können wir sein auf eigene Leistungen. Wenn wir eine schwierige Frage gelöst haben, ein schwer zu verfertigendes Werk vollendet haben, eine Arbeit gut abgeschlossen haben, dann ist unser Stolz gerechtfertigt. Wenn Stolz nicht zu Überheblichkeit werden soll, muss die Leistung natürlich überdurchschnittlich sein. „Große Menschen sind stolz, kleine eitel.“ (Lord Byron) Der Stolz wird auch nicht gemindert, wenn wir um die Voraussetzungen der Leistung wissen. Die Menschen sind ungleich geboren, haben mithin auch ungleiche Begabungen und Fähigkeiten. Hinzu kommt vielleicht eine besonders gute Ausbildung, bessere Vorbilder als andere, eine Erziehung, die zum Leistungswillen beigetragen hat. Das haben andere nicht. Und andere haben vielleicht auch in ihren Genen nicht diese Willenskraft, wie man selbst. Aber das macht uns nicht „demütig“. Denn unser Erbgut haben wir von unseren Vorfahren, und auf das, was sie geleistet haben, was sie verkörpert und dargestellt haben, können wir genauso stolz sein wie auf das, was wir selbst vollbracht haben. Wir sind Blut von ihrem Blut, und die Anlagen, die sie zu überdurchschnittlichen Leistungen auf welchem Gebiet auch immer befähigten, haben wir zumindest zum Teil geerbt. Johann Wolfgang Goethe bestätigt: „Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der froh von ihren Taten, ihrer Größe den Hörer unterhält und still sich freuend ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht!“ Wenn wir auf unsere Ahnen stolz sind, gibt dies keine Veranlassung zu Dünkel; wir sind natürlich verpflichtet, in ihrem Sinne zu handeln, sich ihrer also würdig zu erweisen. „Der Mann allein ist würdig großer Ahnen, der wagt, auf die Schultern sich zu heben, kühn auszuschreiten kühn gebrochene Bahnen.“ (Franz von Dingelstedt) Dieser Vorstellung gibt Ernst Moritz Arndt sogar höchste religiöse Bedeutung: „Das ist die höchste Religion, seinen Enkeln einen ehrlichen Namen, ein freies Land, einen stolzen Sinn zu hinterlassen.“ Nun kennen wir nur einen Teil unserer Ahnen; im Übrigen aber sind wir mit unserem Volk, mit unserer Menschenart durch ein unauflösbares Geflecht von Blutströmen verbunden. Das rechtfertigt dann natürlich ebenso, wenn wir zumindest einen Teil desselben Erbgutes tragen, auf Leistungen des Volkes oder bedeutender Menschen unseres Volkes und unserer Rasse stolz zu sein. Dazu muss man zunächst einmal die Geschichte kennen, und gerade um einen Stolz gar nicht erst aufkommen zu lassen, werden viele Großtaten unserer Geschichte in der Schule gar nicht mehr gelehrt. ACHTENS: Das Sittengesetz – Teil 8: Die Gerechtigkeit Wir sehen Gerechtigkeit als einen hohen Wert. Gerechtigkeit ist etwas anderes als das in Gesetzen niedergeschriebene in einzelnen Staaten geltende Recht. Dies hat nur in Teilen und manchmal gar nichts mit der Gerechtigkeit zu tun. Der Volksmund weiß: „Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei.“ Dies liegt daran, dass jemand, der Recht hat, sein Recht vor Gericht auch beweisen muss, sonst spricht ihm der Richter im Urteil nichts zu. Aber dazu kommt ein Weiteres. Das geltende Recht entspricht ja keineswegs immer dem, was die Volksmehrheit für richtig hält. Wenn wieder ein besonders scheußlicher Kindermord geschehen ist, heißt es landauf, landab – mit wem man auch spricht – : „Rübe ab!“. Zwei Drittel unseres Volkes sind für die Wiedereinführung der Todesstrafe, aber die „Volksvertreter“ erfüllen hier – wie auch in vielen anderen Dingen – nicht den Willen derjenigen, die sie gewählt haben. Die EU macht es sogar zur Bedingung für die Aufnahme von Neumitgliedern, dass sie die Todesstrafe abschaffen. Dass die Todesstrafe „undemokratisch“ sei, kann niemand behaupten, da der Mehrheit zu folgen das Gegenteil von „undemokratisch“ ist, und Demokratien wie die USA die Todesstrafe seit hunderten von Jahren haben. Ob die Parlamentarier Angst haben, sie könnten für ihre Pflichtvergessenheit, Korruption, Missachtung und Schädigung der Interessen des eigenen Volkes zu hart zur Rechenschaft gezogen werden? Oder ob das christliche „Du sollst nicht töten“ hier herein spielt? Aber nicht nur bei der Todesstrafe, sondern auch bei anderen Delikten haben wir eine „Rechtsprechung“, die unserem Empfinden total widerspricht. Beleidigungen und Verleumdungen rechtfertigen den betroffenen heidnischen Germanen, den Täter zu erschlagen. Bei unserer heutigen Justiz gelten sie als Bagatelldelikte, und auf entsprechende Anzeigen hin wird das Verfahren regelmäßig eingestellt, außer es werden Ausländer oder Minderheitengruppen im eigenen Land beleidigt. Andererseits verbieten die Gesetze in der Bundesrepublik – was ziemlich einmalig auf der Welt ist – das Äußern von unorthodoxen Auffassungen zu geschichtlichen Fragen, und wenn man im Ausland juristisch gebildeten Menschen Beispiele aus der Rechtsprechungspraxis bundesdeutscher Gerichte erzählt, glauben sie einem regelmäßig nicht, sondern halten das für „Juristenlatein“. Auseinanderklaffen zwischen geschriebenem Recht und Gerechtigkeit ist aber bei uns schon viel älter; mit der Einführung des römischen Rechts im Mittelalter, das in vielen Punkten dem germanischen Gemeinrecht widersprach, musste sich im Volke die Meinung über die Juristen als „Rechtsverdreher“ verbreiten. „Römisch Recht, gedenk‘ ich deiner, liegt’s wie Alpdruck auf dem Herzen, liegt’s wie Mühlstein mir im Magen, ist der Kopf wie brettvernagelt!“ (Jos. Victor von Scheffel). Daran hat sich bis heute wenig geändert; ging es im Mittelalter darum, den Bauern mit römischen Exegesen das Jagd-, Abholzungsrecht sowie das Recht zum Fischen in Wald, Flur und Gewässern zu nehmen, so geht es heute darum, den Deutschen das Recht auf Meinungsfreiheit in bestimmten Gebieten zu nehmen. Das Volk hat meist – wenn es nicht durch die Massenmedien verdummt wurde – ein recht feines Gespür für das, was gerecht ist. Zum Ausdruck kommt dies beispielsweise, wenn eine Mutter ihrem Kind sagt: „Das ist nicht recht.“ Zum Ausdruck kommt dies weiter in altdeutschen Sprüchen wie: „Tue recht und scheue niemand“ und „Tu‘ recht, steh‘ fest, kehr‘ dich nicht dran, wenn dich auch tadelt mach‘ ein Mann; der muss noch kommen auf die Welt, der tut, was jedem Narren gefällt.“ Ein elementares Gebot der Gerechtigkeit ist, dass wir uns gegenüber anderen Menschen so stellen, wie diese sich uns gegenüber verhalten. NEUNTENS: Das Sittengesetz Teil 9: Wissen und Weisheit Es gibt Lebewesen, die schärfer sehen, schneller laufen, ausdauernder wandern und besser schwimmen können als wir, auch solche, die im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht viel stärker sind. Das, was uns so erfolgreich im Lebenskampf gemacht hat, ist unser Verstand, unser Gehirn. Deswegen könnte jemand vielleicht der Auffassung sein, das „Streben nach Wissen und Weisheit“ hätte überhaupt nicht erwähnt zu werden brauchen, da es allgemeinmenschliche Selbstverständlichkeit sei. So ist es aber nicht. Es gibt Rassen, bei denen sind andere Dinge viel wichtiger. Bei der mediterranen Rasse ist es sehr viel wichtiger, auf die anderen Menschen Eindruck zu machen, als sich fortzubilden. Man befindet sich immer auf der Bühne, wie der Rassenforscher Clauß treffend dargestellt hat, und da zählt die Darstellung, nicht das Wissen oder der innere Wert. (Dementsprechend vermerkte Orson Welles: „Italien besteht aus fünfzig Millionen Schauspielern. Die schlechtesten von ihnen stehen auf der Bühne.“) Aber auch manche Religionen schätzen den Erwerb von Wissen und Weisheit nicht, weil dies nämlich den Priestern vorbehalten sein soll; um deren Macht zu sichern, soll das gewöhnliche Volk möglichst wenig wissen. Es besteht ja auch die „Gefahr“, die sich mit dem Fortschreiten der Wissenschaften ergeben könnte, dass bestimmte Dogmen der Religion als falsch von den Gläubigen erkannt werden. Die Christen haben deswegen – anders als der frühe Islam – von Anfang an eine gewalttätige Feindseligkeit gegen die Wissenschaft entfacht, Philosophen schon im Altertum umgebracht, die Bibliothek von Alexandria, die größte wissenschaftliche Bibliothek der Antike, angezündet. „Natur und Geist – so spricht man nicht zu Christen. Deshalb verbrennt man Atheisten, weil solche Reden höchst gefährlich sind.“ (Goethe) Die antike Welt wusste, dass die Erde eine Kugel ist, und der ungefähre Umfang war berechnet; das christliche Mittelalter dachte sich die Erde als Scheibe. Schon die Bibel preist die als selig, die „geistig arm“ sind. Kirchenvater Augustinus, der auch von Luther begeistert verehrt wurde, erklärt: „Gott und die Seele begehre ich zu kennen, nichts sonst.“ Kirchenvater Origines ergänzt: „Klugheit, Wissenschaft, Gelehrsamkeit heißen bei uns Übel. Aber wer einfältig, wer unwissend, wer ein Kind, wer ein Narr ist, der komme getrost zu uns!“ Tertullian betont wie viele andere: „Seit Jesus bedürfen wir des Forschens nicht mehr… Nichts außerhalb der Glaubensregeln wissen, heißt alle Wissenschaften besitzen.“ Das germanische Heidentum dachte ausweislich des Havamal anders: „Wertere Last trägt auf dem Weg man nie als starken Verstand: er nützt Dir mehr in der Fremde als Gold; er ist der Hilflosen Hort.“ Faust ist oft als Urbild des Deutschen bezeichnet worden; er ist Symbol für menschlichen Wissensdurst; viele fälische Menschen sind faustische Menschen. Um die Gläubigen bei der Stange zu halten, hat die katholische Kirche bereits vor etlichen Jahrhunderten einen Index aufgestellt, ein Verzeichnis verbotener Bücher, das bis heute gilt, und das die Bücher bezeichnet, die ein Katholik nicht lesen darf. Immerhin, alle paar hundert Jahre werden die Entscheidungen einmal überprüft, und seit einigen Jahren ist es nunmehr den Katholiken erlaubt, die Schriften von Keppler und Kopernikus zu lesen. Die Bundesrepublik erweist sich auch darin als fest in der abendländischen Tradition stehend, als hier Bücher verboten werden, zwischenzeitlich etliche Hundert und damit viel mehr, als 33 symbolisch – als die Volksbüchereien durchforstet wurden – verbrannt wurden; das, was aufgrund christdemokratischer Gesetze heute möglich ist, nämlich auf dem neudeutschen Index stehende Bücher einem Privatmann aus der Bibliothek zu holen – gegen Zahlung des ursprünglichen aufgewandten Kaufpreises -, war im Dritten Reich, das nicht christlich geprägt war, aber undenkbar. Für uns gibt es keine verbotenen Bücher. Ob es „Das Kapital“ von Karl Marx ist, der mittelalterliche „Hexenhammer“, die Ausführungen des Jesuiten Loyola, die Bücher der „Frankfurter Schule“ (Horkheim, Markuse, Ardorno, Reich u. a.), sie können – so gewünscht – gelesen werden. Gerhardt Krüger betont: „Haltet Euren Blick stets in die Weite, nicht in die Enge gerichtet. Ein freier Geist muss stark genug sein, jede Anregung von wo sie auch kommen mag, aufzugreifen und zu verarbeiten. Erst in der Auseinandersetzung, die uns zur letzten Klärung anspornt, im Streitgespräch und im ständigen Austausch der Erfahrungen erreichen wir die volle Höhe des uns Möglichen.“ Und er fährt fort: „Sicherlich braucht jeder Mensch, jedes Volk einmal Zeiten der Besinnung auf sich selbst, auf die in ihm ruhenden Kräfte, auf seine Eigenart. Jedoch darf das niemals zur Abkapselung oder Dogmatisierung, den beiden schlimmsten Feinden des Geistes, führen. Sollen wir uns etwa fürchten vor den geistigen Verführungskünsten anderer? Es gibt auch auf geistigem Gebiet eine lächerliche Bakterienangst. Wer stark und innerlich wirklich gefestigt ist, kann über solche Furcht lächeln. Wer sich isoliert von seiner geistigen Umwelt, bleibt stehen. Hinter chinesischen Mauern – gleichgültig welcher Art – gibt es keinen geistigen Fortschritt, deshalb müssen sie alle dermaleinst einstürzen. Wer ein Volk mit großer Überlieferung und Anlage geistig versklavt, muss und wird eines Tages zwangsläufig den gefährlichsten geistigen Sklavenaufstand hervorrufen.“ ZEHNTENS: Das Sittengesetz – Teil 10: Selbstbeherrschung Die Völker und Rassen sind verschieden, und so auch ihre Einstellung zur Selbstbeherrschung. Bei der mediterranen Rasse gelten exzessive Gefühlsäußerungen nicht als peinlich, sondern sind geradezu gefordert, weil anders Schmerz oder Freude der betroffenen Person gar nicht geglaubt würde. Die nordischen Stämme, die aus Mitteleuropa nach Griechenland einwanderten, mischten sich dort mit der mediterranen Urbevölkerung und haben dadurch verschiedene Züge dieser Urbevölkerung übernommen, beispielsweise die Knabenliebe und auch die Tatsache, dass Männer ungehemmt ihrer Trauer Ausdruck geben. Zum homerischen Helden gehört, dass er lautstark in Tränen ausbricht. Bei den Germanen war dagegen Selbstbeherrschung vom Helden gefordert: das willensstarke Verbeißen der leiblichen und seelischen Schmerzen. Heusler schreibt, eine Gestalt wie der Philoklet des Sophokles, der laut und lange seine Qual hinaus schreit, hätte dem Sagakrieger weibisch angemutet. Bei uns gehört der Vorwurf, einer habe geweint, er habe „Weinstimme in der Kehle gehabt“, zu den unertragbaren. Wo das äußerste Maß von Beklemmung zu schildern ist, da lässt der Erzähler an dem schweigenden Helden Waffenhemd oder Rock entzwei gehen (Thule 3,227). Über das Ächzen von Verwundeten höhnt man, da den Indianern gleich, und die Saga malt aus, wie man dem Tapferen nichts anmerkt, wenn ihm das Speereisen unterm Knie oder die Pfeilspitze in der Zungenwurzel steckt (Thule 7, 117). Der rechte Kriegsmann soll, wenn ihn der Hieb trifft, nicht den Schnurrbart verziehen, und wenn die Klinge seine Braue streift, nicht mit der Wimper zucken. Ein Nachklang hiervon ist in den heutigen Mensuren der schlagenden Studentenverbindungen zu sehen, wo ein Hieb, den man nicht abwehren kann, kassiert werden muss; es ist unzulässig und führt dazu, dass man von dem eigenen Bund aus der Partie herausgenommen wird und die Partie nicht zählt, wenn man einen Schritt zur Seite macht, den Kopf wegzieht – oder gar „Aua“ sagt, wenn es einen getroffen hat. Das Bewahren des Gleichmuts erscheint bei englischen Dichtern der letzten Jahrhunderte als Blüte der Mannesbildung. Die Selbstbeherrschung ist für die germanische Frau natürlich genauso ein Wert. Sie ist dann gefordert, wenn sie hormonell bedingt Sehnsucht hat, aber dann auf einen Mann trifft, den sie noch nicht geprüft hat, bei dem sie sich noch nicht sicher sein kann, den sie zu wenig kennt, der nicht ihrer Art ist. Marie von Ebner-Eschenbach meint: „Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben“. Und sie ergänzt: „Soweit deine Selbstbeherrschung geht, soweit geht deine Freiheit.“ Auch Matthias Claudius sieht es so: „Niemand ist frei, der nicht Herr über sich selbst ist.“ Und vor ihnen sagte schon Johann Peter Hebbel: „Der Mensch muss eine Herrschaft über sich selber ausüben können, sonst ist er kein achtungswürdiger Mensch, und was er einmal für allemal als recht erkennt, das muss er auch tun, aber nicht einmal, sondern immer.“ Diese Selbstbeherrschung hat der germanische Mensch nicht nur bei Schmerz und Leid, sondern auch gegenüber dem Tod. Die Selbstbeherrschung gipfelt im tapferen Sterben. Ein Mann von den Färöern kehrt mit seinen Leuten von einem Gefecht heim; ruhig steht er am Steuer und sagt auf die Frage, ob er schwer verwundet sei, nur kurz: Das wisse er nicht genau. Am Lande angekommen stellt er sich an einen Schuppen. Als die anderen nach ihm sehen, steht er da, starr und tot (Thule Band 13). Der Skalde Thormod, der einem König diente, hat eine Pfeilspitze „dem Herzen zunächst“; er setzt selber die Zange an und zieht sie heraus mit einem zu sich selbst gesagten Wort, halb scherzend, halb innig (als er etwas Fett mit dem Herzen herauszieht): „Des Burschens Herz ist gut genährt! Dafür müssen wir unserem König dankbar sein.“ Dann stirbt er (Thule Band 15). In Gedichtform hat Otto Gmelin diese Haltung gebracht: „Klage nicht, jammere nicht, hier ist das Feld; hier bist du Schwächling oder auch Held. Segnet die Not dich, so jubel ihr zu! Fällt auch das Leben dich, Sieger bist du.“ ELFTENS: Das Sittengesetz Teil 11: Die Wahrung der Germanischen Art: In dieser Küre wird das gefordert, was Hans F.K. Günther in seinem Buch: „Der nordische Gedanke“ ausgeführt hat, allerdings mit der Ergänzung, dass wir nicht mehr allein den nordischen Menschen im Blickpunkt haben, sondern auch den fälischen, und deswegen hier nicht von nordisch, sondern von germanisch sprechen. Wir wollen die Wahrung der germanischen Art. Diese geht weltweit zurück. Nicht nur prozentual, d.h. im Verhältnis zu anderen Menschenarten, weil nämlich einer erheblichen Zunahme von asiatischen, afrikanischen und orientalischen Menschen bestenfalls ein Stagnieren germanischer Völker gegenübersteht (wobei dies auf Lebensverlängerung und Einwanderung beruht, da die Geburtenrate seit einigen Jahrzehnten nicht zur Bestanderhaltung ausreicht), so dass der prozentuale Anteil heller Menschen rasch zurückgeht. Sondern auch absolut, weil sich die Zahl germanischer Menschen verringert, d.h.: es gibt in jeder Generation weniger germanische Menschen, als in der Generation zuvor. In England, wo nach dem ersten Weltkrieg noch 65 Prozent der Menschen blond gewesen waren, waren es im Jahr 1984 nur noch 10 Prozent, in Irland sank die Zahl im gleichen Zeitraum von 28 Prozent auf 8 Prozent. In Schweden, das um 1900 noch zu 90 Prozent blond war, lebten 80 Jahre später nur noch 30 Prozent. Kamen in ganz Skandinavien zwischen 1918 und 1939 noch mehr als 40 Prozent aller Mädchen blond zur Welt, so sind es heute nur noch 20 Prozent. In Mitteleuropa hatten 1995 nur noch 8 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen helle Haare. In Deutschland haben besonders der erste und zweite Weltkrieg erschreckend zum Rückgang nordischer und fälischer Menschen beigetragen. Auch die Zahl der Blauäugigen nimmt gegenüber der der Braunäugigen laufend ab. Grund für den Rückgang ist neben den hohen Verlusten gerade in Deutschland in den beiden Weltkriegen einmal die Geburtenarmut bei nordisch-fälischen Menschen (verursacht insbesondere durch Verstädterung) und die Industrialisierung und Mechanisierung, die die besondere handwerkliche und geistige Leistung zur Familiengründung überflüssig machte und dadurch Unterbegabten zur Fortpflanzung verhalf. Ferner sind die hellen Augen- und Haarfarben im Erbgang rezessiv, d.h. bei Mischung herrschen die dunklen Farben vor. Welcher Blauäugige einen dunkeläugigen Partner nimmt, der reinerbig braunäugig ist, d.h. nicht rezessive Gene für Helläugigkeit hat, wird – und wenn er zehn Kinder hätte – nur braunäugige Kinder haben. Durch die Vertreibungen nach dem Kriege sind viele braunäugige Menschen in Gebiete Deutschlands gekommen, wo es vorher fast nur blauäugige gab. Dies führte natürlich zu Mischungen. In den letzten vierzig Jahren sind dann durch Gastarbeiter, Asylbewerber, deutsche Touristen, die dann einen Heiratspartner in dunklen Völkern fanden, Adoptionen von farbigen Kindern noch in einem viel größeren Umfange Mischehen zustande gekommen. Deswegen hat sich die Entwicklung noch beschleunigt. Bei vielen Menschen unserer Art hatte es in der Vergangenheit einen Zug in den Süden gegeben. Dort sind die germanischen Scharen durch Rassenmischung und Verweichlichung untergegangen, so dass Walter Flex mahnte: „Fahrt ihr nach Süden übers Meer, was ist aus Euch geworden!“ Ernst Bertram ebenso: „Süden aber ist der Tod. Vergesst nicht: Ihr seid Kinder des Eises… Wahret, wahrt das Blut! Denkt an das Kind.“ Wenn wir uns also für „Wahrung“ des Bestandes unserer Art einsetzen, so ist dies nur der Versuch, die Zahl nordisch-fälischer Menschen, die es heute noch auf der Welt gibt, zu halten. Wir haben die Mahnung von Erwin Guido Kolbenheyer beherzigt: „Handle so, dass Du überzeugt sein kannst, mit Deinem Handeln auch Dein Bestes und Äußerstes dazu getan zu haben, die Menschenart, aus der Du hervorgegangen bist, bestands- und entwicklungsfähig zu halten.“ Und vor ihm betonte schon Fichte: „Der Glaube des edlen Menschen an die Fortdauer seiner Wirksamkeit auf dieser Erde gründet sich auf die Hoffnung der Fortdauer des Volkes, aus dem er selbst sich entwickelt hat.“ Auch wenn wir für Mehrung unserer Art eintreten, ist dies nicht gegen andere Völker und Rassen gerichtet, sondern dient lediglich der Erhaltung unserer eigenen Art. Denn durch Mehrung unserer Art würde lediglich die Entwicklung gestoppt, dass unsere Art im Verhältnis laufend prozentual zurückgeht und bestenfalls der Zustand wieder hergestellt wird, wie er vor hundert Jahren war. ZWÖLFTENS: Das Sittengesetz – Teil 12: Gefolgschaft dem besseren Führer Schwache Führer bedeuten schwache Staaten. „Die Stärke der Staaten beruht auf den großen Männern, die ihnen zur rechten Stunde geboren werden.“ (Friedrich der Große). Auch Jakob Burckhardt neigt dem zu: „Sprichwörtlich heißt es: ‚Kein Mensch ist unersetzlich.‘ – aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.“ Das Wesen einer großen Persönlichkeit ist es, dass ihr die geniale Kraft gegeben wurde, mit einer geradezu instinkthaften Sicherheit ein Werk zu schaffen, wie es die geschichtliche Situation erfordert, und zu dem aufgrund seiner Anlagen kein anderer berufen ist, als gerade dieser vom Schicksal Auserwählte. Das ist dann die Stunde der die Zeit erfüllenden politischen Tat des großen Staatsmannes, der einmalige Wurf eines die Welt umformenden Gedankens in Wissenschaft oder Religion oder einer sie erschütternden oder mitreißenden Dichtung, der Sieg in einer entscheidenden Schlacht. Das ist dann die schöpferische Stunde einer großen wissenschaftlichen Erkenntnis oder Entdeckung, die die Erfahrungen, Leistungen und Wünsche ganzer Generationen auswertet und vollendet. Die Größe eines Volkes wird bestimmt durch die zahlen- und wertmäßige Größe der in ihm schlummernden Führungskräfte, der in ihm ruhenden großen Anlagen, aus denen das Schicksal die Höchstberufenen auslost, auswählt, deren Namen dann durch die Geschichte leuchten. Nach der Gaußschen Verteilungskurve gibt es aber in einem Volke desto mehr große Menschen, je höher der Durchschnitt liegt. „Die großen Persönlichkeiten sind die Verkörperungen, sind die Sichtbarmachung des Wesens einer Gemeinschaft. In ihnen erhält sich der Charakter ihres Volkstums, ihrer Zeit, ihrer Kulturstufe“ (Gerhard Krüger). Aus den breiten Grundschichten, gebildet von der Tüchtigkeit der namenlosen Millionen, aus der unendlich reichen Fülle dieser Erbanlagen, die den eigentlichen Reichtum unseres Volkes und unserer Art ausmachen, wachsen die großen Einzelnen empor, erhebt sich schließlich das Genie, ein Kind seiner Zeit und doch anders als sie, hinausgewachsen über sie und immer wieder in sie hineinstrahlend. Sie sind damit auch leuchtendes Vorbild für die Zukunft, auch dann, wenn sie – wie fast immer – nicht vollkommen sind, sondern auch ihre kleinen Fehler und Schwächen haben. Und nicht nur hinsichtlich der allgemeinen Begabungshöhe und der herausragenden Spitze hängen Durchschnitt und Führungspersönlichkeit zusammen, sondern auch bei ihrem Zusammenwirken für das gemeinsame Werk, wie Friedrich Rückert vor Augen stellt: „Stell dich in Reih und Glied, das Ganze zu verstärken, mag auch, wer’s Ganze sieht, dich nicht darin bemerken. Das Ganze wirkt, und du bist drin mit deinen Werken.“ Das Ausströmen von Kraft in die Gemeinschaft und Rückstrom der Kraft auf den Einzelnen finden wir im Idealfall. Dazu gehört einmal, dass der Führer innerlich für das einsteht, was er sagt: „Mit einem Herren steht es gut, der, was er befohlen, selber tut.“ (Goethe). Man muss vom Grundsätzlichen her bereit sein, dasselbe zu tun, was man dem Geführten befiehlt. Falls die Geführten das Gefühl haben, es wird Unmögliches verlangt, kann dem Resignation, Aufbegehren und Autoritätsverlust des Führers folgen. Wenn der Führer selbst der Meinung ist, eine Aufgabe sei undurchführbar, darf er sie nicht befehlen. „Große Leistungen in Krieg und Frieden entstehen nur in unerschütterlicher Kampfgemeinschaft von Führer und Truppe“, so hieß es in den „Pflichten des deutschen Soldaten“ im 2. Weltkrieg. Damit ist die Kameradschaft angesprochen, die innerhalb einer Einheit gegeben sein muss, wenn sie Erfolg haben will. Die Kameradschaft ist besonders in Not und Gefahr einer Kampfgemeinschaft unentbehrlich. Im Frieden zeigt sie sich bei Kameraden einer Bergsteigergruppe in Bergnot, bei Knappheit von Essen im Teilen, beim Löschzug einer Feuerwehr in einem brennenden Haus, im Kriege beim Retten des verwundeten Kameraden unter Einsatz des eigenen Lebens aus der Feuerlinie. Das gegenseitige seelische Stützen gehört dazu. Auch der Führer muss vorbildlicher Kamerad sein und sich ebenso unbedingt für sein Gefolge einsetzen, wie es das Gefolge für ihn tut. Dabei ist Kameradschaft nicht mit Verbrüderung zu verwechseln. Kameradschaft verbietet auch, aus Sympathie für einige aus der Gefolgschaft anderen gegenüber ungerecht zu sein. Selbstbeherrschung in Notlagen, Herausreißen aus Verzweiflung in schwierigen Situationen, das kennzeichnet den wahren Führer. Da neben Gleichmut auch Verschwiegenheit zu den vom Führer benötigten Eigenschaften gehören, finden sich solche ebenso unter den stillen und charakterlich Tüchtigen (vielleicht sogar noch eher als unter den auf Anhieb Auffälligen, wie das Beispiel Moltke zeigt). Bei der Führerauswahl ist auf folgenden Grundsatz aus den „Pflichten des deutschen Soldaten“ zu achten: „Gehorsam ist die Grundlage der Wehrmacht, Vertrauen die Grundlage des Gehorsams. Soldatisches Führertum beruht auf Verantwortungsfreude, überlegenem Können und unermüdlicher Fürsorge.“ Dementsprechend hieß es in der „Ausbildungsvorschrift für die Infanterie“ in der Wehrmacht: „Führer ist, wer durch Können, Haltung und Gesinnung die Truppe zur Gefolgschaft zwingt. Der Führer muss mit seiner Mannschaft leben, mit ihr Gefahren und Entbehrungen, Freud und Leid teilen. Er muss den Weg zum Herzen seiner Untergebenen finden, ihr Vertrauen durch Verständnis für ihr Fühlen und Denken sowie durch nie rastende Fürsorge erwecken. Wer das Vertrauen seiner Truppe besitzt, wem das Herz seiner Leute entgegenschlägt, der kann auch unerbittlich hart in seinen Forderungen sein.“ Rangordnung gibt es nicht erst bei Menschen, sondern z. B. schon auf dem Hühnerhof bei den Hennen, und so auch bei vielen in Gruppen lebenden Säugetieren. Der Grund hierfür ist, dass durch eine Rangordnung Streitigkeiten und Auseinandersetzungen um Kleinigkeiten vermieden werden; in Frage gestellt wird der Rang eines Höheren nur im Abstand von jeweils einigen Monaten, sodass es keine ständigen Streitigkeiten gibt, die zum Zerfall der ganzen Gruppe und Unaufmerksamkeit gegenüber Fressfeinden führen müssten. Ferner lernen die Lebewesen nur von Ranghöheren, sodass dadurch Erfahrungen weitergegeben werden können. Die ganze Gruppe hat mit Rücksicht darauf bessere Durchsetzungsmöglichkeiten gegenüber anderen Gruppen. Auch wir bejahen deshalb die Rangordnung. Am Vorbild einer Persönlichkeit, der Persönlichkeit des Führers, wächst die Persönlichkeit des Gefolgsmannes, wenn jener diesen richtig behandelt. Gegen die lebensfeindliche Gleichmacherei setzen wir die Anerkennung der Verschiedenheit. Da jeder Mensch dem anderen ungleich ist (selbst eineiige Zwillinge sind – wenn auch geringfügig – unterschiedlich), sind deshalb auch Menschen besser oder schlechter zum Führen geeignet, und wir unterstellen uns in dieser Küre der Leitung durch einen besseren Führer. Führer sein, ist nicht nur ein Vorrecht, es ist auch eine Vorpflicht. Führer sein heißt, die Verantwortung für die Geführten tragen. Diese Verantwortung lastet besonders im Kriege schwer, wenn jeder Befehl das Leben von Untergebenen kosten kann. DREIZEHNTENS Das Sittengesetz – Teil 13: Kraft und Macht Diese Küre ist Nietzsches Frucht. „Ich lehre das Nein zu allem, das schwach macht, was erschöpft. Ich lehre das Ja zu allem, was stärkt, was Kraft aufspeichert, was das Gefühl der Kraft rechtfertigt.“ So lautet seine Lehre. Kräfte lassen sich nicht mitteilen, sondern nur wecken, wie Ludwig Büchner betont. Heinrich Anacker weckt sie: „Was du beginnst, vollbringe ganz. Die Halbheit ist das Böse. Es winkt dem Starken nur der Kranz, dem Starken nur ein Morgenglanz, der ihn aus Nacht und dunklem Schacht ins helle Licht erlöse! Frag nicht, was du an Kraft drangibst, frag nach dem Werk alleine! Nur, wenn du es verzehrend liebst und keine Tat auf morgen schiebst, erhebt es sich einst königlich in makelloser Reine!“ Dementsprechend heißt ein deutscher Sinnspruch: „Beginne nicht mit einem großen Vorsatz, sondern mit einer kleinen Tat.“ Vorbilder können bei manchem dazu hilfreich sein, wenngleich Goethe mit seiner Wendung einen falschen Absolutheitsanspruch stellt: „Ein jeglicher muss seinen Helden wählen, dem er die Wege zum Olymp hinauf sich nacharbeitet.“ Marie von Ebner-Eschenbach sagt zu Recht: „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“ Da junge Menschen gewöhnlich größere körperliche Kraft haben als ältere, ist dieses Kraftgefühl, der Glaube an die eigene Kraft, besonders bei ihnen groß. Das macht sie bereit, Aufbruch zu wagen. Dazu hilft jugendliche Begeisterung, die sich allerdings hüten muss vor jenen, die nur in ihren Worten groß sind. Gerhard Krüger gibt seinen Söhnen mit auf den Weg: „Schöpferische Leistung kann nur vollbringen, wer sich die Unschuld der Begeisterung, die Unschuld zur Tat bewahrt hat. Erhaltet euch jene jugendliche Reinheit der Gesinnung, die euch mit jedem Mitmenschen mit Misstrauen oder mit der Verschlagenheit des Geschäftstüchtigen entgegentreten lässt. Kraft zu gläubiger Hingabe und Vertrauen, zu höchstem Einsatz ist Wesensmerkmal echter Jugend. Das Leben erzieht früh genug zur Skepsis, zu allzu vorsichtig nüchternem Abwägen. Wer trotz schwerster Schicksalskämpfe und –prüfungen sich nicht vom Leben täuschen lässt, sondern die ursprüngliche Kraft und die Fähigkeit zu aufloderndem Einsatzwillen in sich trägt, der wird nicht vergreisen. Nur solche Fähigkeit vermag Glück und Leid, Jugend und Reife, Gläubigkeit und Lebenserfahrung zur schönsten Einheit zu verbinden.“ Aus dem Kraftgefühl heraus verachtet die Jugend auch die Lüge: „Wo die Schwäche ist, ist auch die Lüge; der Weg des Starken ist gerade.“ (Jean Paul) Und so, wie jeder Jüngling seine eigene Kraft erproben will, und sich damit durchsetzen will und muss, so ist dies auch bei Völkern. „Nur in der eigenen Kraft ruht das Schicksal der Nation. Nur durch Opfer und harte Arbeit sind wir überhaupt erst wieder eine Nation geworden.“ (Helmuth von Moltke) „In der ganzen Lebensgeschichte eines Volkes ist sein heiligster Augenblick, wo es aus seiner Ohnmacht erwacht, aus dem Scheintode auflebt, sich seiner zum ersten mal selbst bewusst wird, an seine heiligen Rechte denkt und an die ewige Pflicht, sich zu behaupten.“ (Friedrich Ludwig Jahn) Das Christentum scheint eine andere Grundlage zu haben, indem die Mächtigen im Neuen Testament geschmäht werden. Aber Nietzsche hat nachgewiesen, dass diese Verleumdung der Macht nur eine besonders geschickte Art der Schwachen war, um darüber die Starken zu beherrschen. Die Priester wussten, dass sie mit dem Schwert sich nicht durchsetzen konnten; deshalb erklärten sie, es sei ihnen verboten, eine Waffe zu tragen, ließen sich gleichzeitig aber durch die Gesetze stärker schützen als Adlige. Im Kampf oder bei Turnieren hätten sie sich lächerlich gemacht; deshalb erklärten sie es als gottgefällig, nicht kämpfen zu dürfen, und zogen sich Frauenkleider an. Die Herrschaft übten sie dann anders aus: Über die Beichte erfuhren sie die Geheimnisse ihrer Gläubigen, hatten sich die Macht zugeteilt, sie von „Sünden“ lossprechen zu können, wenn bestimmte Bußübungen durchgeführt worden seien, oder durch „Ablass“ die „Sünden“ von ihnen zu nehmen, konnten sogar Kaiser und Könige zum Kniefall durch die Auferlegung des Kirchenbannes zwingen, so dass der Papst als Versinnbildlichung seiner Macht sich sogar eine dreifach gestufte Krone aufsetze, wohingegen selbst ein Kaiser nur eine einfache Krone trug. Nietzsche entlarvte diese versteckte Art der Priester, ihre Herrschaft auszuüben, und prangerte die Verlogenheit dieser Spezies Mensch an. Um als Schwache besser herrschen zu können, haben sie ständig versucht, den Starken den Glauben an die eigene Kraft zu nehmen („All euer Tun ist eitel und nichtig, ihr seid schwache Menschen…“). Aber nicht nur im Christentum gab es den Versuch der Priesterherrschaft; in anderen Kulturkreisen entwickelte sich vergleichbares, z. B. beim Baal-Kult des Orients oder dem Vorrang der keltischen Druiden gegenüber dem König. Nur die Germanen haben es nicht zu einer Priesterherrschaft kommen lassen, wenngleich auch hier eine vergleichbare Entwicklung von den Priestern vorangetrieben wurde: die angelsächsischen Priester durften auch keine Waffen tragen, trugen Frauenkleidern verwandte lange Gewänder und ritten auf einer Stute. Gegen verlogene Priesterheuchelei vertreten wir unsere Meinung offen. Wir stehen dazu, dass wir die Macht wollen. Macht an sich ist nicht „böse“; es kommt darauf an, wofür sie eingesetzt wird. Ohne Macht können wir unsere Vorstellungen nicht verwirklichen, die aber zur Gesundung unseres Volkes und unserer Art verwirklicht werden müssen. Wir wollen eine Steigerung unserer Kraft. „Es kommt bei der Entwicklung nicht so sehr darauf an, wo man steht, sondern darauf, in welche Richtung man sich bewegt.“ (Fridtjof Nansen) Wir können steigen oder sinken, wie es Goethe so großartig in Verse gefasst hat: „Nutze deine jungen Tage, lerne zeitig klüger sein; auf des Glückes großer Waage steht die Zunge selten ein. Du musst steigen oder sinken, du musst herrschen und gewinnen oder dienen und verlieren, leiden oder triumphieren, Amboss oder Hammer sein.“ Jungsein Jungsein Heißt tatengewillt und voll Schwung sein, trotzen den engen, den ängstlichen Gleisen, die uns von Halbheit zu Halbheit weisen… Lieber den Malstein der Grenze zerschlagen, lieber das Leben, das schäumende wagen, Kämpfe und Stürme, die wild uns umwehn, lachend bestehn! Jungsein Heißt glühend bereit zum Sprung sein. Was uns scheidet von Müden und Alten, sind nicht die Krücken, sind nicht die Falten: ewiges Licht hellt die Runen der Jahre, ewiger Lenz blüht um silberne Haare, wenn nur gleich göttlichen Falken der Geist sonnenwärts kreist. Heinrich Anacker VIERZEHNTENS: Das Sittengesetz – Teil 14: Maßhalten Schon Tacitus hat bei den Germanen ihre Trinksucht erwähnt und erklärt, wenn man ihnen genug alkoholische Getränke liefern könnte, dann würde man sie damit besser besiegen können als mit den Legionen. Üblicherweise gab es nämlich keine alkoholischen Getränke bei den Germanen; Bier oder Met waren nicht haltbar und wurden nur zu besonderen Festen gebraut. Dann allerdings wurde ausgiebig getrunken, und zwar bis zum Vollrausch. Das haben sich die Römer zunutze gemacht, als sie beim Herbstfest der Marser in deren Land eindrangen und – ohne irgendwelche Gegenwehr zu finden – Zigtausende erschlugen und ganze Landstriche verwüsteten. Das gemeinsame kultische Trinken war das „Gelage“ und hatte damit einen anderen Sinn, als wir ihm heute – in einer profanisierten Zeit – geben. Wir benutzen das Wort in der alten Bedeutung. So wurde es auch bei der Gilde benutzt, wie vorher bei Gastlichkeiten im heidnischen Germanien. Es galt fast als unhöflich, nicht ausgiebig zu trinken, da das darauf deuten könnte, dass das von der Hausfrau selbstgebraute Bier einem nicht schmeckte. Nur bei den Germanen konnte eine Vorstellung aufkommen, wie die, ein Mann müsse „trinkfest“ sein, „einen Stiefel vertragen können“. Sicherlich auch aufgrund biologischer Veranlagung und späterer entsprechender Auslese ist die wissenschaftlich festgestellte Tatsache begründet, dass germanische Menschen im Regelfall sehr viel mehr Alkohol vertragen als z.B. Asiaten, bevor sie betrunken sind. Trinkfestigkeit gilt auch den Russen als Mannestugend. In den USA gab es – bis das Verbot durch Verbrecherbanden unterlaufen wurde – die „Prohibition“, das Verbot von Alkoholausschank. In Island und Norwegen gibt es die eingeschränkte Prohibition, wonach der Staat nur eine gewisse Zuteilung von Alkohol pro Person erlaubt, man also nur unter Vorlage seines Personalausweises eine bestimmte Menge kaufen kann. In Schweden war es früher auch so; aber deswegen, weil dann Nichtalkoholiker auf ihre Karte Alkohol kaufen konnten und ein Geschäft damit machten, diesen an Alkoholtrinker abzugeben, wurde es abgeändert. In Schweden hat man zwar diese Zuteilung aufgegeben, verlangt aber immer noch, dass hochprozentiger Alkohol nur in staatlichen Läden zu hohen Preisen verkauft werden darf, trotz Einwänden der EU; probeweise hat man in einer Stadt den Alkoholverkauf in Supermärkten freigegeben, und dies hat zu so viel Alkoholismus bei der Jugend geführt, dass die Schweden sagten, sie müssten eine Generation abschreiben, falls der freie Verkauf des Alkohols überall zugelassen würde. Allerdings muss gerechtigkeitshalber gesagt werden, dass die Schweden – anders als dies in Deutschland geschieht – die Woche über weder am Arbeitsplatz (Geburtstagsfeiern) noch abends üblicherweise Alkohol trinken, dafür aber am Wochenende so viel, „dass man es merkt“. Wer Michel aus Lönneberga kennt, der weiß auch, dass es in Schweden genauso wie in Deutschland den Guttempler-Orden gab und gibt, der sich die vollständige Abstinenz zum Ziel gesetzt hat; Hintergrund war auch hier, dass – anders als im romanischen Bereich – schwerer Alkoholismus bei den germanischen Völkern verbreiteter ist, und dieser hinter Gitter oder in die Gosse führt. Alkohol hat ja auf unsere Menschenart unterschiedliche Wirkungen; die einen werden ruhiger und schlafen ein, die anderen werden unter Alkoholeinfluss aggressiv und begehen dann auch leichter Straftaten. Bei Frauen bewirkt Alkohol oftmals, dass sie ihre Zurückhaltung verlieren und zugänglicher sind, auch da, wo sie besser Grenzen setzen würden. Sie fühlen sich attraktiver und unternehmungslustiger mit einem Schwips. Im Mittelalter warnten Salomon und Markolf: „Wein bringet Unkeuschheit, wer trunken ist, der stiftet Leid.“ Die größere Trinkfestigkeit unsere Menschenart darf aber nicht dazu führen, die eigenen Grenzen zu überschätzen. Früher sind zahllose Händel, Raufereien, Messerstechereien und ähnliches durch Streitigkeiten, die im Alkoholrausch angefangen haben, entstanden – und auch heute noch werden viele Delikte unter Alkoholeinfluss begangen. Die Hemmschwelle ist herabgesetzt, und man fühlt sich stärker; es scheint alles zu gelingen, und so überschätzt man sich nicht nur beim Autofahren, sondern auch bei sonstigen Aktivitäten. Auf diesem Gebiete maßzuhalten ist ein ganz wesentlicher Umstand. „Du fragst, wie werd‘ ich stark? B
    • Darf man wissen wo diese Sittengesetze im Original stehen? Ziemlich genial die Zusammenstellung.

      • Waffenstudent sagt:

        @ wilhelmderzweite (Erst mal der Rest mit Quellenangabe)

        VIERZEHNTENS:

        Das Sittengesetz – Teil 14: Maßhalten

        Schon Tacitus hat bei den Germanen ihre Trinksucht erwähnt und erklärt, wenn man ihnen genug alkoholische Getränke liefern könnte, dann würde man sie damit besser besiegen können als mit den Legionen. Üblicherweise gab es nämlich keine alkoholischen Getränke bei den Germanen; Bier oder Met waren nicht haltbar und wurden nur zu besonderen Festen gebraut. Dann allerdings wurde ausgiebig getrunken, und zwar bis zum Vollrausch. Das haben sich die Römer zunutze gemacht, als sie beim Herbstfest der Marser in deren Land eindrangen und – ohne irgendwelche Gegenwehr zu finden – Zigtausende erschlugen und ganze Landstriche verwüsteten.

        Das gemeinsame kultische Trinken war das „Gelage“ und hatte damit einen anderen Sinn, als wir ihm heute – in einer profanisierten Zeit – geben. Wir benutzen das Wort in der alten Bedeutung. So wurde es auch bei der Gilde benutzt, wie vorher bei Gastlichkeiten im heidnischen Germanien. Es galt fast als unhöflich, nicht ausgiebig zu trinken, da das darauf deuten könnte, dass das von der Hausfrau selbstgebraute Bier einem nicht schmeckte. Nur bei den Germanen konnte eine Vorstellung aufkommen, wie die, ein Mann müsse „trinkfest“ sein, „einen Stiefel vertragen können“. Sicherlich auch aufgrund biologischer Veranlagung und späterer entsprechender Auslese ist die wissenschaftlich festgestellte Tatsache begründet, dass germanische Menschen im Regelfall sehr viel mehr Alkohol vertragen als z.B. Asiaten, bevor sie betrunken sind. Trinkfestigkeit gilt auch den Russen als Mannestugend.

        In den USA gab es – bis das Verbot durch Verbrecherbanden unterlaufen wurde – die „Prohibition“, das Verbot von Alkoholausschank. In Island und Norwegen gibt es die eingeschränkte Prohibition, wonach der Staat nur eine gewisse Zuteilung von Alkohol pro Person erlaubt, man also nur unter Vorlage seines Personalausweises eine bestimmte Menge kaufen kann. In Schweden war es früher auch so; aber deswegen, weil dann Nichtalkoholiker auf ihre Karte Alkohol kaufen konnten und ein Geschäft damit machten, diesen an Alkoholtrinker abzugeben, wurde es abgeändert. In Schweden hat man zwar diese Zuteilung aufgegeben, verlangt aber immer noch, dass hochprozentiger Alkohol nur in staatlichen Läden zu hohen Preisen verkauft werden darf, trotz Einwänden der EU; probeweise hat man in einer Stadt den Alkoholverkauf in Supermärkten freigegeben, und dies hat zu so viel Alkoholismus bei der Jugend geführt, dass die Schweden sagten, sie müssten eine Generation abschreiben, falls der freie Verkauf des Alkohols überall zugelassen würde.

        Allerdings muss gerechtigkeitshalber gesagt werden, dass die Schweden – anders als dies in Deutschland geschieht – die Woche über weder am Arbeitsplatz (Geburtstagsfeiern) noch abends üblicherweise Alkohol trinken, dafür aber am Wochenende so viel, „dass man es merkt“.

        Wer Michel aus Lönneberga kennt, der weiß auch, dass es in Schweden genauso wie in Deutschland den Guttempler-Orden gab und gibt, der sich die vollständige Abstinenz zum Ziel gesetzt hat; Hintergrund war auch hier, dass – anders als im romanischen Bereich – schwerer Alkoholismus bei den germanischen Völkern verbreiteter ist, und dieser hinter Gitter oder in die Gosse führt. Alkohol hat ja auf unsere Menschenart unterschiedliche Wirkungen; die einen werden ruhiger und schlafen ein, die anderen werden unter Alkoholeinfluss aggressiv und begehen dann auch leichter Straftaten.

        Bei Frauen bewirkt Alkohol oftmals, dass sie ihre Zurückhaltung verlieren und zugänglicher sind, auch da, wo sie besser Grenzen setzen würden. Sie fühlen sich attraktiver und unternehmungslustiger mit einem Schwips. Im Mittelalter warnten Salomon und Markolf: „Wein bringet Unkeuschheit, wer trunken ist, der stiftet Leid.“

        Die größere Trinkfestigkeit unsere Menschenart darf aber nicht dazu führen, die eigenen Grenzen zu überschätzen. Früher sind zahllose Händel, Raufereien, Messerstechereien und ähnliches durch Streitigkeiten, die im Alkoholrausch angefangen haben, entstanden – und auch heute noch werden viele Delikte unter Alkoholeinfluss begangen. Die Hemmschwelle ist herabgesetzt, und man fühlt sich stärker; es scheint alles zu gelingen, und so überschätzt man sich nicht nur beim Autofahren, sondern auch bei sonstigen Aktivitäten. Auf diesem Gebiete maßzuhalten ist ein ganz wesentlicher Umstand.

        „Du fragst, wie werd‘ ich stark? Bedürfe wenig!
        So wirst du deiner Erde Herr und König.
        Zum Knecht macht einzig Kehle dich und Bauch
        Und was noch Schlimm’res schafft den feigen Gauch.
        Der Weisheit Spruch weist da das Männerrecht:
        Erwähle, ob du Herr sein willst, ob Knecht!“

        Ernst Moritz Arndt

        FÜNFZEHNTENS:

        Das Sittengesetz – Teil 15: Streben nach Schönheit und Gesundheit

        Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit. Kein Teil darf zugunsten eines anderen vernachlässigt werden. Wer die Seele über den Leib erhöht, der missachtet einen Teil seiner selbst. Wer nur den Geist schätzt, das Gemüt aber als unerheblich sieht, ist ebenso wenig eine ganzheitliche Persönlichkeit und verliert sich in blutlosem Intellektualismus.

        Wie in der Musik im Dreiklang kein Ton der alleinherrschende sein darf, sondern alle drei bei aller Sonderheit gleichwertig sind, so müssen auch Körper, Geist und Seele zur Harmonie zusammenklingen, weil wir nur da von einer Persönlichkeit sprechen können, wo keine der drei Wesensseiten die anderen überschattet. Unser Ideal ist der Mensch, der einen strahlenden Geist mit einem herrlichen Körper und einer großen Seele verbindet.

        Christen haben immer wieder – weil nur die Seele in den Himmel fahren könne und man sich nur um geistliche Dinge kümmern möge, damit dies geschähe – ihren Körper, Vernunft und Verstand gering gewertet. Um dem Körper nicht zu viel Ehre anzutun, ja ihn geradezu abzutöten, haben sich viele Heilige überhaupt nicht gewaschen, so dass sie schließlich vor Schmutz starrten, und ihren Leib geißelten.

        Der heilige Benedikt hat sich nackt in ein Gestrüpp von Dornen und Brennnesseln gestürzt und sich darin gewälzt, weil ihm ein holdes weibliches Wesen als Versuchung erschien. Der heilige Simeon der Stylite stand jahrelang immer nur auf einem Bein auf einem hohen Pfahl. Die heilige Rita wusch sich viele Jahre hindurch nicht mehr, bis ihre Leibwäsche verfault war, die Würmer auf ihrem Kopfe wuchsen und der ganze Körper von Schmutz und Wunden zerfressen war. Die heiligen Reklusen ließen sich so einmauern, dass sie nur eine kleine Öffnung zur Nahrungsaufnahme und zur Belehrung der staunenden Gläubigen frei hatten, und predigten solange von der Eitelkeit des irdischen Leibes, bis sie allmählich in ihrem eigenen Unrat umkamen. Der heilige Ignatius, der sich selbst wie viele andere Heilige mit Bußgürteln und Geißeln zermarterte, legt in seiner Schrift „Die geistlichen Übungen“ dar, dass der menschliche Leib nichts anderes sei als eine eiternde Wunde, ein Geschwür, das nur lauter Gift atme. Stundenlang könnte man nach den frommen Büchern der Kirche von den widerlichsten Selbstzerfleischungen, von den sinnlosesten Marterformen und Marterwerkzeugen zur Abtötung des Leibes, von den widernatürlichsten Kasteiungen und Bußübungen erzählen. Und diese Einstellung ist nicht finsteres Mittelalter, sondern die Angehörigen des in der katholischen Kirche immer mächtiger werdenden Ordens „Opus Dei“ müssen noch heute täglich mehrere Stunden „Bußgürtel“ mit scharfen Zacken zur Geißelung ihres Leibes tragen!

        Die großen Seuchenzüge des Mittelalters wären ohne die Unreinheit, die mit dem Christentum in Germanien eingezogen war, gar nicht möglich gewesen. Die Seife ist eine germanische Erfindung, und Sonnabend war traditionell bei allen germanischen Völkern der Badetag, wo sie in den Waschzuber stiegen. Hier mögen auch Rassenunterschiede eine Rolle spielen; der schwedische Anthropologe Lundborg hat gefunden, dass nordische Menschen reinlicher sind als mediterrane. Was im Schloss Versailles der Brauch war, dass man sich hinter Vorhänge stellte, um sich zu „erleichtern“ (was Bedienstete dann wegmachen durften), und den Körper bloß nicht mit Wasser, sondern nur mit Puder und Parfum in Verbindung brachte, war bei uns undenkbar.

        Aber nicht nur Reinlichkeit ist der Gesundheit förderlich, sondern ebenso richtiges Essen. Wir sollten möglichst abwechslungsreich essen, so dass unser Säure-Basenhaushalt im Gleichgewicht ist. Säurebildend ist Getreide (bis auf Buchweizen), also Brot, ferner Fleisch, Zucker, Alkohol, Tee Kaffee u.a. und Reis. Basisch sind Kartoffeln, Gemüse, Salat und Obst. Man sollte jeden Tag etwas Frischkost zu sich nehmen, also Lebensmittel, die nicht durch Erhitzen denaturiert worden sind, mindestens einen Apfel und eine Wurzel. Ferner sollten wir Aufputschmittel wie Kaffee oder schwarzen Tee nur in geringem Umfang oder gar nicht zu uns nehmen. Zu viel Alkohol schädigt die Leber, den Willen und den Verstand. Es versteht sich, dass wir Drogen und Rauschgift nicht nur ablehnen, sondern einen wirksamen Kampf des Staates dagegen wollen. Auch Nikotin schädigt ebenso wie Kaffee oder andere „Genussgifte“ unsere Gesundheit; das Problem bei Nikotin ist – ebenso wie bei Alkohol -, dass Endorphine ausgeschüttet werden, und deswegen eine Gewöhnung daran entstehen kann. Das Beste ist, man fängt mit dem Rauchen erst gar nicht an.

        Viele Krankheiten kommen aber auch, weil wir zu wenig Bewegung, zu wenig Licht und Luft (Sauerstoff) haben. Man hat ausgerechnet, dass unsere Vorfahren, als sie auf der Stufe des Rentierjägers waren, täglich etwa dreißig Kilometer gewandert sind. Als sie zum Ackerbau übergingen, haben sie sich auch noch ausgiebig körperlich betätigt und sind an der frischen Luft gewesen, der Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt. Im niederdeutschen Bauernhaus ist die Temperatur etwa 6 Grad höher als die Außentemperatur; eine hermetische Abschließung, wie wir sie in unseren modernen Häusern haben, gab es nicht. Mangel an Sauerstoff wie Mangel an Bewegung führen heute zu einer Reihe von Krankheiten. Als Ausgleich sollten wir häufiger zu Fuß gehen. Wir müssen nicht mit dem Auto zum Briefkasten fahren. Mehr gehen, weniger fahren! Früher war es üblich, dass die Eltern mit ihren Kindern am Sonntag zwei Stunden wanderten. Heute, wo es Playstation, Internet u.a. gibt, werden Kinder sicherlich noch schwieriger zum Spazierengehen heranzuholen sein. Aber wenn sie keinen Freiluftsport machen, dann sollte man auch heute noch so etwas tun, vielleicht mit einem gemeinsamen Fußballspiel auf einer Wiese als Abschluss. Die Jugendbewegung hat sich ganz Deutschland erwandert, bei jedem Wind und Wetter. Wer einen Schreibtischberuf hat, suche sich ein Steckenpferd, beispielsweise Freizeitgärtner, wo er körperlich gefordert wird.

        Bei heutiger oftmals lediglich im Büro ausgeübter Tätigkeit sollten wir unseren Leib in Luft, Sonne und erfrischendem Wasser, bei Spiel und Sport, Tanz und Gymnastik in Zucht halten, weil so die männlichen und weiblichen Körper die ihnen angemessene Anspannung und Haltung bewahren. Wessen Leib der Träger seines Geistes ist, für den sind Leibesübungen eine schlichte, naturgewollte Selbstverständlichkeit. Anstrengungen zu vollbringen ist nicht mit orientalischer Leibesabtötung zu verwechseln. Der nordische Mensch will seinen Leib nicht abtöten, sondern vervollkommnen; er will ihn nicht der Leiblichkeit entkleiden, sondern ihn zu voller Entfaltung und Belebung der leiblichen Kräfte bringen.

        QUELLE: http://www.spreelichter.info/blog/Das_S … e-660.html

        QUELLE: http://www.spreelichter.info/blog/Das_S … e-660.html

        NACHTAG: http://web.archive.org/web/201203030714 … t-659.html

      • Waffenstudent sagt:

        @ wilhelmderzweite

        Der anno 1968 entsorgte deutsche Besinnungsaufsatz

        PROLOG:

        Zur Aufklärung sei vorausgeschickt, daß man diesen ehemals festen Bestandteil der gymnasialen Oberstufe nicht nur Besinnungsaufsatz sondern auch Erörterungsaufsatz, Reifeaufsatz oder einfach nur den Oberstufenaufsatz nannte. Seine erzieherische Aufgabe bestand darin, Schülern beizubringen, ein eigenständiges Urteil über gesellschaftliche Vorgänge zu begründen. Die gestellten Themen waren vielfältig, und sie bezogen sich auf Beispiele aus dem Altertum, der Klassik, der neueren Geschichte sowie dem aktuellen Alltag. Ganz besonders in Erinnerung ist mir der Aufsatz einer Klassenkameradin geblieben, welche das Thema wählte: Ist der Genuß ein Feind der Freude? Meistens ging es aber um Themen der Art: Stadt oder Land, wo möchtest Du lieber wohnen? – Abtreibung, ja oder nein – Demokratie oder Diktatur, wofür wirst Du Dich entscheiden – Stauffenberg, Befreier oder Mörder? – Gleichberechtigung, gerecht oder ungerecht? – Studium oder Beruf, was ist besser? – Gehören Pflegebedürftige, ins Heim oder nach Hause? – Todesstrafe, ja oder nein? Es gab aber auch sehr schwere Themen wie: Judas Ischariot, beurteile sein Handeln erstens aus jüdischer und zweitens aus christlicher Sicht, war er Verräter, ja oder nein und wenn ja, unter welchem Gesichtspunkt?

        Um einen solchen Aufsatz zu bewältigen hatte man normalerweise mindestens vier Schulstunden Zeit. Man begann mit einer Stoffsammlung. Dann folgten Argumente, welche für die eigene These sprachen und natürlich auch die Argumente, welche gegen die eigene These sprachen. Zum Schluß mußte klar Stellung bezogen werden, und diese Stellungnahme war klar zu begründen. Je mehr Argumente man gefunden hatte, und je überzeugender die eigene Begründung damit untermauert wurde, um so höher waren Qualität und Schulnote des Aufsatzes.

        Man stelle sich heute mal Themen vor wie: – Deutscher Osten, soll man darauf verzichten, ja oder nein? – DM oder Euro, wie wirst Du Dich entscheiden? – Banken, Fluch oder Segen? – Sind Jahresgehälter ab einer Million sittenwidrig? – Asylanten, eine Belastung oder eine Bereicherung, begründe Deine Meinung! – Sind die Auslandseinsätze der Bundeswehr vom Grundgesetz her abgedeckt? Begründe Deine Meinung!- Sollte Deutschland die EU verlassen, warum oder warum nicht?

        Die kurze Abhandlung zeigt, daß sich unser aktuelles politisches System derartige Diskussionen gar nicht mehr erlauben kann. Man stelle sich mal vor, ein Deutscher würde öffentlich mit einer wohl begründeten Meinung der politisch korrekten Vorgabe widersprechen. Da wären unsere mit Schweigegeld versorgten Talkmaster doch völlig überfordert. Ich hoffe, es wurde deutlich, daß die Abschaffung des Besinnungsaufsatzes zur Grundvoraussetzung für eine gelungene Umerziehung gehörte.

        Gut, nun waren auch vor 1968 nicht alle Schüler derart versiert, daß ihnen jedes Thema einfach aus der Feder floß. Und so gab es schulische Hilfsmittel, mit denen man sich das philosophische Hintergrundwissen leicht erarbeiten konnte: Bis zu Kanzlerschaft von Willi Brand, benutzten Gymnasiasten für die Vorbereitung zu den schwierigen und von Schülern oftmals gefürchteten Erörterungsaufsätzen, auch Besinnungsaufsätze genannt, ein Quartett von Heften des Ernst-Klett-Verlag, mit fast identischen Gedanken, wie den zuvor geäußerten. Allerdings waren diese Absätze von Johann Wolfgang von Goethe und anderen deutschen Kulturträgern verfasst. Eines der vier Hefte Hefte trug den bezeichnenden Titel: Das Reich der Werte, und behandelte umfangreich den Themenkreis: Liebe, Hass, Freundschaft, Ehe, Arbeit, Verzicht, Religion Vaterland und so weiter. Und ich weiß noch ganz genau, daß in diesem Heft von uns allen, Jungen wie Mädchen, immer und immer wieder nachgelesen wurde. Irgendwann verlieh ich gerade dieses Kleinod an eine weibliche Zugbekanntschaft und bekam es aber leider nicht mehr zurück! Verbittert machte ich mich zur Buchhandlung auf, um das Heft auf´s Neue zu erwerben. Allein meine Verbitterung wurde noch um ein Vielfaches übertroffen, als ich das neu gekaufte Büchlein zu Hause aufschlug; denn es stand etwas ganz Anderes unter den alten Überschriften, nämlich überwiegend marxistische Texte. Auf der Suche nach dem Original bin ich bis heute noch nicht fündig geworden, denn natürlich haben auch alle Büchereien, den für das deutsche nationale Herz gedachten „Gedankenschatz“ in verbrecherischer Weise sofort durch unverständlichen marxistischem geistigen Sondermüll ersetzt. Um so erfreulicher füge ich diesem Absatz als Plagiat die nachfolgenden Werte an, welche vom Gehalt her, genau dem entsprechen, was ich 50 Jahre lang verloren glaubte:

        FUNDSACHE HIERZU:

        Gefunden bei Ariald am 2. März 2011 um 20:43

        Quelle: http://ariald.wordpress.com/2011/03/02/ … mment-6242

        Herzlichen Dank an Waffenstudent für den Beitrag zum entsorgten deutschen Besinnungsaufsatz – habe mir schon bei nonkonformist.net das Material ausgedruckt! Ich freue mich so, dass ich so etwas wiedergefunden habe!

        Vom Oldenbourg besitze ich noch Materialien – z.B. Reihe: Wege zum Abituraufsatz – aus den 60/70ern und ich habe es nie verschmezt, dass solche Inhalte und Ansprüche aus den Schulen verschwunden sind – ein totaler Erfolg der gezielten Dekonstruktion!
        Es ist leider auch eine Tatsache, dass die heutige Schülerpopulation in den Oberstufen solche Aufsätze gar nicht mehr schreiben könnte – bis auf einen kleinen Teil (ca. 5%) – weil das Fundamentum fehlt und ein Großteil der Schüler damit intellektuell überfordert wäre. Ein Massenabitur verlangt eben Qualitätsabstriche und das adäquate Bildungssystem wurde politisch installiert. Der berüchtigte Plan der herrschenden globalen Elite (1969 enhüllt) beinhaltete schon damals explizit, dass immer mehr Schüler immer länger zur Schule gehen und dabei immer weniger lernen sollen – zur besseren Steuerung und Kontrolle der Massen! Außerdem besagt der ‘Plan’, dass bestimmte Literatur verschwinden solle und auch Texte gefälscht/verändert werden sollten – also wachsam sein, denn diese Agenda verheißt nichts Gutes! Besonders schmerzt mich auch die Zerstörung/Dekonstruktion unserer Sprache!!! Bei Interesse nachlesen auf alles-schallund-rauch: Startseite: auf Leseliste für Einsteiger klicken und dort suchen nach ‘der große Plan’ – Themen skrollen!

        http://alles-schallundrauch.blogspot.co … s-vor.html

  7. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt.

  8. Hat dies auf In Dir muß brennen… rebloggt und kommentierte:
    Es ist die Pflicht jedes mündigen Menschen – sofern er das Attribut „mündig“ für sich beansprucht – und unabhängig von seiner sonstigen Weltanschauung, sich über die zunehmend grassierende Umdeutung* und den Mißbrauch der Begriffe in der Politik klarzuwerden, weil es ihn (den Mündigen) ansonsten nach Definition überhaupt nicht gibt und „der Bürger“ den Status des reinen Matrix-Stimmviehs nie überwindet.
    Letzterer kann seinen „Wahlberechtigungsschein“ dann gleich an die Denkfabriken („Thinktanks“) abtreten…
     
    *„Es setzte eine Umkehrung aller Begriffe ein:
    Was gut war, wird nun schlecht, und was schlecht war, gut.
    Der Held wird verachtet und der Feigling geehrt, der Redliche bestraft und der Faule belohnt.
    Der Anständige hat nur noch Spott zu erwarten, der Verkommene aber wird gepriesen.
    Die Stärke verfällt der Beurteilung, die Schwäche der Verherrlichung.
    Der Wert an sich gilt nichts. An seine Stelle tritt die Zahl, d. h. der Minder- und Unwert.
    Die geschichtliche Vergangenheit wird genau so infam besudelt
    wie die geschichtliche Zukunft unbekümmert abgeleugnet.“

    (Adolf H.)
     

  9. adeptos sagt:

    …leider GOTTES habt IHR noch nicht VERSTANDEN dass die W E L T – in der Tat – die Hölle
    I S T – SATAN (SHEITAN = SPALTENDE) der „Fürst der Welt“ ist (Worte Christus Jesus) und EIN JEDER hier durchs FEGEFEUER wandelt ( = die täglichen -immer wiederkehrenden Leiden ) seinen EGOISTISCHEN (= tierischen) Geist läutern soll um diesem LEIDEN und der Re-Inkarnation (Hamsterrad) zu entschweben in die GÖTTLICHE HARMONIE = Himmel !!!
    (was ich hier schreibe ist nicht Religiöser Fanatismus – sondern schlicht und einfach die
    GÖTTLICHE WAHRHEIT ! )
    wünsche allen einen Besinnlichen und ERKENNTNISVOLLEN Jahreswechsel.
    Besonderen Dank an U-Basser für seine unermüdliche Arbeit zur Aufklärung/Aufdeckung der Wahrheit – Herzlichen Dank und ein „Vergelts Gott“…..

    • A propos Aufklärung

      Da Christus nicht der fiktive Jude Jesus sondern die mit Butter gesalbte Flamme Agni ist, die in der Mulde eines Hakenkreuzes entzündet wurde (siehe https://archive.org/details/WeihenachtenImLichteDerRasseerkenntnis, S. 17), unterliegen die Christen einem dicken Irrtum. Kraft und Zeichen Christi ist folglich die Kraft des Hakenkreuzes welches urgemanisch! ist und seinerzeit nach Indien mitgenommen wurde.

      “Jesus Christus” ist ein absichtlich eingebauter Widerspruch im Christentum zur Lähmung der Denkkraft des Germanen!

      ebenso Johannes 8:44: Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.

      Jesus, der Jude, nennt hier seine Brüder Lügner und gleichzeitig Söhne des Teufels, der wiederum Umfang des christlichen Dämonenglaubens ist, gemäß dem aber auch die Juden das auserwählte Volk seien. Beabsichtigte Widersprüche in sich zur psychologischen Kriegsführung. So konnte es auch zum Bromberger Blutsonntag kommen, an dem die Polen nach dem Kirchgang vom Pfaffen aufgehetzt wirr und ohne Verstand Volksdeutsche ermordeten. Die Holocaust-Lüge sollte den Widerspruch zum “auserwählten Volk” wohl noch verstärken, nachdem das Christentum allein es nicht schaffte die stolzen Germanen zu fällen.

      Aus Raskowski-Protokoll (http://www.archive.org/download/Landowsky-Josef-Rakowskij-Protokoll/LandowskyJosef-Rakowskij-protokoll195080S.Text.pdf):
      „Zu erreichen, daß der ‘homo sapiens’ sich in den ‘homo stultus’ verwandelt, heißt eine magische Macht zu besitzen, heißt fähig zu sein zu bewirken, daß der Mensch auf der zoologischen Leiter wieder bis zur untersten Stufe herabsteigt, nämlich zur Bestie. Nur weil die Existenz des ‘homo stultus’ in dieser Epoche der Höhe des Kapitalismus gegeben ist, kann Marx seine axiomatische Gleichung formulieren: Innerer Widerspruch + Zeit = Kommunismus…“

      Leider Gottes hast du noch nie die Bibel ordentlich gelesen, sondern dir von den Priestern und Religionslehrern etwas suggerieren lassen. Um Versäumtes nachzuholen: https://archive.org/details/ErlsungVonJesuChristo
      Die Warnung im Vorwort steht dort aber nicht umsonst.

      • Skeptiker sagt:

        @wilhelmderzweite

        Bromberger Blutsonntag – Massaker an Deutschen 1939

        Wer kann die Polen so verblendet haben?

        =>

        “Wir sind uns bewusst, dass der Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann.
        Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten.
        Die heutige Generation wird sehen, dass ein neuer Sieg bei Grunwald in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dieses Grunwald
        in den Vorstädten von Berlin schlagen. Unser Ideal ist, Polen mit Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen
        vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen, es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein.”
        Das zensierte und der polnischen Militärdiktatur nahe stehende Blatt Mosarstwowiecz 1930, also noch drei Jahre vor Hitlers Machtergreifung:
        ——————————————————————————–
        “Wir sind bereit, mit dem Teufel einen Pakt abzuschließen, wenn er uns im Kampf gegen Hitler hilft.
        Hört ihr: Gegen Deutschland, nicht nur gegen Hitler.
        Das deutsche Blut wird in einem kommenden Krieg in solchen Strömen vergossen werden,
        wie dies seit Entstehung der Welt noch nicht gesehen worden ist.”
        Die Warschauer Zeitung “Depesza” vom 20. August 1939
        ——————————————————————————–
        “Die Polen haben das letzte Gefühl für Maß und Größe verloren.
        Jeder Ausländer, der in Polen die neuen Landkarten betrachtet, worauf ein großer Teil Deutschlands bis in die Nähe von Berlin,
        weiter Böhmen, Mähren, Slowakei und ein riesiger Teil Russlands in der überaus reichen Phantasie der Polen bereits annektiert sind,
        muss denken, dass Polen eine riesige Irrenanstalt geworden ist.”
        vgl. Ward Hermans, flämischer Schriftsteller, 3.8.39, bei Lenz, F., Nie wieder München, Heidelberg 1965, Bd. I, S. 207
        ——————————————————————————–
        “Wir sind bereit zu jedem Kriege, sogar mit dem stärksten Gegner …”
        vgl. Polska Zbrojna, 25. März 1939, zit. bei Walendy, “Historische Tatsachen”, Heft 39, S. 16
        ——————————————————————————–
        “Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.”
        Rydz-Smigly, Generalinspekteur der polnischen Armee in einem öffentlichen Vortrag vor polnischen Offizieren, Sommer 1939
        (vgl. Dr. rer. nat. Heinz Splittgerber, “Unkenntnis oder Infamie?”, Verlag “Der Schlesier”, Recklinghausen, S. 7)
        ——————————————————————————–
        “Es wird die polnische Armee sein, die in Deutschland am ersten Tage des Krieges einfallen wird.”
        Erklärung des polnischen Botschafters in Paris am 15.8.1939 (vgl. Freund, M. “Weltgeschichte”, Bd. III, S. 90)
        ——————————————————————————–
        “Der springende Punkt ist hier, dass Hitler, im Gegensatz zu Churchill, Roosevelt und Stalin,
        keinen allgemeinen Kriegsausbruch 1939 wollte.”
        vgl. Barnes “Blasting of the historical Blackout”, Oxnard, Kalif., 1962

        Quelle:
        https://freddyweb4.wordpress.com/entlarvende-historische-zitate/

        Gruß Skeptiker

      • Fine sagt:

        Die mordslustigen Gesellen in Polen waren selten Polen. PL war dicht besiedelt mit Fidlern, die sich die Häuser / Immobilien der gemeuchelten Deutschen unter die Nägel rissen – bis sie großteils über die Oder als „Vertriebene“ in die deitsche Chaimat gingen und auch noch einen Lastenausgleich kassierten. Frau STEIN BACH weiß dazu mehr. :mrgreen: Somit war die Basis für den finanziellen Aufstieg in luftige Höhen gegeben. Die Polen jagten sie auch mal davon, weil ihnen das Geschachere und Gejammer auf die Makronen ging.
        DEUTSCH hat nichts dagegen, mehrere Male für dieselbe „Luft“ zu zahlen.

        Was Joh. Kap. 8,44 angeht – da haben die Fidler sich immerhin wahrheitsgemäß selbst beschrieben.

        • Skeptiker sagt:

          @Fine

          Ich Skeptiker in der Videothek, Das ist Teil 2 sozusagen.

          (Zumindest kenne ich Folge, weil ich habe gerade kein Ton)

          Gruß Skeptiker

          Das ist so herrlich blöde, das ich mein Lachen einfach nicht unterdrücken kann, egal wie ich mich auch bemühe nicht zu lachen.

  10. Tobi sagt:

    Es gibt noch ein passenderes Zitat.

    Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.

    Aristoteles

    War also damals nicht anders. Der Mensch war und bleibt dumm.

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