Netzpolitik.org und der Landesverrat: Alles nur Show?

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2. August 2015 von UBasser


Zu diesem Thema habe ich gleich zwei ähnlich lautende Beiträge im Netz gefunden. Wer sich mit Netzpolitik.org beschäftigt, wird nicht lange dafür brauchen, diese oder ähnliche Vermutungen zu bekommen. Auch ich bin der Meinung, es ist alles Show!

Kurze Internetrecherche genügt um zu erkennen, dahinter stecken die Elite und die Grünen

Von Dr. Morris Geßner

Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir zuerst so ging, wie sicher vielen im Netz. Da klagt die Bundesanwaltschaft zwei Blogbetreiber wegen Landesverrats an. Dann muss dieser Blog zu den Guten gehören. Dann aber wurde ich schon skeptischer, als ich heute diesen Artikel dazu auf Spiegel-Online gelesen habe, indem auffällig viele Politiker sich für den Blog aussprechen. Am allermeisten wunderte ich mich aber über einen Tweet am Ende des Artikels, indem ein gewisser „Linuzifer“ ein Bild gepostet hat, auf dem das Schreiben der Bundesanwaltschaft gleich neben einem „Grimme Online Award“ und der Auszeichnung als „Journalist des Jahres 2014“ abgebildet war. Und dann dachte ich mir: Niemals würden solche offiziellen Auszeichnungen an echte Blogger der alternativen Medien gehen.

Also habe ich mir mal die Seite, also den Blog angesehen. Und was die so schreiben. Und ja, einiges finde ich persönlich ziemlich gut. Aber dann fand ich auch immer mehr Artikel zur Ukraine-Krise und Aussagen wie „Putins Propaganda-Trolle entlarvt“. Zuerst dachte ich, dass sie vielleicht kritisch dazu berichtet haben, dass der Mainstream so etwas behauptet, aber nein, die meinen das vollkommen ernst.

Und schon hatte sich mein schlechtes Gefühl bestärkt. Auch der gesamte Blog war sowas von professionell gestaltet, mit allen sozialen Medien und allem was möglich ist. Auch ein YouTube-Video, indem der Blog vorgestellt wird, gibt es. Der Blog hat total viele Mitstreiter. Und ich weiß, dass das nicht ohne Geld geht. Also habe ich mal geguckt, woher hier Geld kommen könnte. Und den ersten Fingerzeig geben sie uns ja selbst auf dem Blog: „Markus Beckedahl ist Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org. Er ist Partner bei newthinking communications GmbH.“ OK, da steckt also eine Gesellschaft dahinter. Gucken wir uns diese also mal an.

Es handelt sich um die „newthinking communications GmbH“ mit Sitz in Berlin. Nachzulesen im entsprechenden Impressum. Geschäftsführer sind aktuell Julia Gemählich und Christian Müller. Das Unternehmen scheint recht erfolgreich zu sein, da es selbst damit angibt, 2013 über 1,3 Millionen Euro Umsatz gemacht zu haben und 30 Mitarbeiter zu beschäftigen. Nun habe ich mir die aktuellen Geschäftsführer angesehen und musste schnell feststellen, dass sie nur Platzhalter sind. Der eigentliche Chef des Ganzen und Gründer der Gesellschaft wird aber auch noch aufgeführt im Bereich Mitarbeiter. Konkret heißt es: „Andreas Gebhard ist Gründer der newthinking communications GmbH und war seit der Gründung 2003 bis Ende 2013 Geschäftsführer des Unternehmens.“ Also müssen wir uns mit Herrn Andreas Gebhard beschäftigen.

Zu ihm gibt es sogar einen Wikipedia-Eintrag, indem steht: „Andreas Gebhard […] war von 1999 bis 2000 Bundessprecher der Grünen Jugend. Heute lebt er in Berlin als Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der newthinking communications GmbH und newthinking store GmbH.“ Und da ist das erste Bingo. Herr Gebhard war also ein Obergrüner – Chef der Grünen Bundesjugend. Recherchiert man weiter, erfährt man auch: „Zuvor arbeitete er als Büroleiter einer EP-Abgeordneten, als Projektleiter der Kampagne „Bundestux“ und als Pressesprecher des LinuxTag.“ Das bedeutet, er ist auch nach der Grünen Jugend politisch aktiv geblieben.

Aber das muss ja irgendwie alles noch nichts heißen. Glücklicherweise haben solche Menschen aber alle ein enormes Geltungsbedürfnis und deswegen auch eigene Webseiten. Und unter „andreasgebhard.net“ kann sich nun jeder davon überzeugen, dass wir hier ein Systemling in Reinkultur vor uns haben. Schaut man unter dem Punkt „gelistet“ auf seiner Seite, dann sieht man schön minutiös aufgelistet, wo Herr Gebhard so seine Zeit verbringt. Es finden sich so Einträge wie „Keynote Speech: adidas Manager Meeting“ oder „Motivational speech: IBM CeBIT Event“ oder „Juryteilnahme ‚Die Deutsche Bank der Zukunft‘“ oder aber auch „Teilnahme als Experte an der Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Workshopreihe: ‚Ideen und nutzerzentrierte Konzepte für die eigene Onlinekommunikation‘“.

Zusammengefasst noch einmal von hinten nach vorne. Ein Grünen-Politiker der oberen Reihen gründet ein Unternehmen für Kommunikation. Selbst arbeitet er mit der Großindustrie und der Politik bis heute eng zusammen. Sein Unternehmen gründet und bezahlt anscheinend einen Politik-Blog, der super professionell ist und super viele Mitarbeiter beschäftigt, dabei aber direkt auf die eigene Seite schreibt: „SEO-Fuzzis und ‚Kooperationsangebote‘ brauchen wir nicht“. Es handelt sich also um eine ideologisch abgeschlossene Einheit. Dieser Blog bekommt Mainstream-Auszeichnungen und hetzt gegen Putin (was wohl sehr im Interesse der Grünen sein dürfte). Und dann bekommt er eine Anzeige der Bundesanwaltschaft und alle Mainstreammedien verteidigen ihn und vor allem total viele grüne Politiker. Daher komme ich zum Fazit: Dieser Blog ist weder alternativ noch neutral, sondern ein grünes Sprachrohr. Und die Aktion dient gerade wohl dazu, den Blog so richtig bekannt und über jeden Zweifel erhaben zu machen. Aber es ist ja klar. Die Machtelite unterwandert das Internet, denn dann brauchen sie sich keine Sorgen machen, dass hieraus etwas Negatives für sie erwachsen könnte. Und daher wette ich jetzt mal: Die Anzeige wird ganz schnell eingestellt werden. Nie im Leben werden Blogger des Mainstreams verurteilt. Niemals!

Quelle Nr. 1: Projekt Wahrheit

… und weiter …

Von Hadmut Danisch

Die Generalbundesanwalts-Netzpolitik-Landesverrat-Posse

Sagt mal Leute, kommt Euch da nicht was faul vor?

Wir haben zwar inzwischen eine fast völlig gleichgeschaltete Presse, die größtenteils Agentur- und Pressemeldungen unbesehen durchreicht, aber so eine Pressegleichtaktung wie bei dem Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts gegen netzpolitik.org ist schon ungewöhnlich. Großes Synchron-Aufregen.

Was ist passiert?

Der Verfassungsschutz hat Strafanzeige erstattet. Das darf er. Sowas machen viele Leute, und keine Sau stört’s normalerweise. Und dass die bei der zuständigen Staatsanwaltschaft eingereicht wird, ist auch nicht ungewöhnlich, sondern ganz normal. Die meisten Anzeigen führen ohnehin zu gar nichts.

Wenn so eine Anzeige eingeht, muss die Staatsanwaltschaft sie bewerten. Ist das was, oder ist das nichts? Gut, in der Realität machen die das nicht, da landet das allermeiste direkt im Abfalleimer, weil die keinen Bock oder keine Zeit haben oder irgendwer politisch was dagegen hatte. Aber richtig ist, dass ein Staatsanwalt sich so eine Strafanzeige ansieht und sich überlegt, ob da – tatsächlich und/oder rechtlich – was dran ist. Und dann muss er von Amts wegen ermitteln.

Das hat der Generalbundesanwalt hier gemacht. Er hat sich erst mal gefragt, ob der Tatbestand des Landesverrats denn überhaupt erfüllt sein kann, ob also überhaupt ein Staatsgeheimnis in dem ganzen Spiel drin vorkommt. Denn: Kein Geheimnis – kein Verrat.

Dazu muss der Staatsanwalt zunächst mal ein förmliches Ermittlungsverfahren eröffnen. Denn er kann und darf da nicht einfach mal so nebenbei ein bisschen rumsuchen oder jemanden beauftragen, das muss alles erst mal ein Aktenzeichen haben. Insofern ist es völlig richtig, dass er zuerst ein Ermittlungsverfahren eröffnet und dann innerhalb dieses Verfahrens prüfen lässt, ob überhaupt ein Geheimnis drin vorkommt.

Dass man den Beschuldigten über das Vorliegen eines Verfahrens informiert, ist ja auch nur in Ordnung, dann weiß der nämlich, dass er aufpassen muss und sich anwaltlich vertreten lassen kann.

Sagen wir es mal so: Im Gegensatz zur Presse- und Rundfunklawine bin ich bisher und nach bisherigem Wissensstand der Auffassung, dass das, was da auf Seite des Generalbundesanwalts läuft, korrekt ist. Business as usual.

Warum aber dann wieder so ein #Aufschrei?

Und vor allem: Sonst rührt die Presse in solchen Dingen keinen Finger. Staatliches Abhören des Internet? Hat die 15 Jahre lang überhaupt nicht interessiert oder gestört.

Blogger? Haben die auch nie ernst genommen.

Und jetzt auf einmal werden sofort Vergleiche zur SPIEGEL-Affäre 1962 gezogen – wegen eines kleinen, lumpigen Schreibens, dass ein Ermittlungsverfahren eröffnet wurde und es ein Aktenzeichen gab. Die im Strafverfahren allerkleinste Aktion, die es überhaupt gibt, und aus der wird ein Staatsdrama gemacht wie seinerzeit bei Brüderle und dem Dirndl.

Heißt: Der Generalbundesanwalt dürfte – folgte er dem Standpunkt der Presse – noch nicht einmal prüfen, ob ein Tatbestand überhaupt vorliegt, sondern müsste Strafanzeigen des Verfassungsschutzes einfach ignorieren.

Würde er das aber tun, dann würden bei der nächsten Gelegenheit wieder Vorwürfe erhoben, dass man Hinweise missachtet hätte. Bei 9/11 oder der NSU-Affäre haut die Presse immer sofort drauf, wenn da im Staatsgetriebe A etwas wusste und B es ignoriert hat. Hier aber fordern sie sofort, dass der Generalbundesanwalt Strafanzeigen des Verfassungsschutzes komplett und ungeprüft zu ignorieren hätte. Denn nichts anderes bedeutet es, wenn er kein Ermittlungsverfahren eröffnen würde.

Seltsam daran ist mal wieder die enge Verbindung zwischen Netzpolitik/Beckedahl und rot/grün.

Komisch.

Normalerweise riechen die Leute doch sofort und überall Verschwörung und Täuschung und politische Kungelei und Lügenpresse und Manipulation und, und, und.

Regt sich aber die gesamte Journalie im exakten Gleichtakt darüber auf, dass einer einen Brief bekommen hat, in dem fast nichts drin stand, dann denkt sich niemand was. Seit Jahren diskutiert man immer wieder, wie Politik, Medien, Journalisten die Öffentlichkeit manipulieren und führen, und prompt fallen sie wieder alle drauf rein. Und pikanterweise: Je kritischer die Leute sind und je mehr sie sich für aufgeklärte, kritische, systemdurchschauende Geister halten, desto stärker fahren sie auf das ab, was man ihnen so hinwirft.

Ich glaube, wir werden hier massiv manipuliert, getäuscht, gesteuert.

Und der Generalbundesanwalt ist da nicht mein erster Verdächtiger.

Quelle Nr.2: Danisch-Blog

… und, wie sehen es Sie?

..

Ubasser

8 Kommentare zu “Netzpolitik.org und der Landesverrat: Alles nur Show?

  1. edwige sagt:

    Danke Dir für diesen Artikel. Zeigt er uns doch, wie sehr wir (oder viele von uns) manipulierbar sind bzw. auch nicht vor selektiver Wahrnehmung gefeit. Nur allzu gerne wollen wir uns in unserem Weltbild bestätigt sehen. Diese „Affäre“ ist natürlich auch ein Zeichen dafür, wie raffiniert vorgegangen wird und daß (Präzedenz)Fälle oftmals künstlich herbeigeführt werden (müssen), um das Bezweckte zu erreichen (z.B. die Klage wegen der Beschneidung vor ein paar Jahren).

    Gleichzeitig konnte auch ein ev. mißliebiger Bundesanwalt entfernt werden. (Siehe Kommentar von GvB https://morbusignorantia.wordpress.com/2015/08/04/das-eben-ist-der-fluch-der-boesen-tat-dass-sie-fortzeugend-immer-boeses-muss-gebaeren/#comment-19158)

    Dennoch – und gottseindank – sind sie, wie @anvo1059 richtig sagt, immer noch sehr stümperhaft unterwegs. Aber die meisten „fressen“ es ja erwartungsgemäß trotzdem.

  2. GvB sagt:

    Rheinland

    50 Helfer haben am Samstag in Saarbrücken etwa 1000 Betten in einer nicht mehr genutzten Zivilschutzanlage abgebaut. Die Betten sollen künftig in Notunterkünften für Flüchtlinge im Rheinland stehen.

    Der Abtransport sei schwierig, weil die Betten aus einem 2,3 Kilometer langen und etwa zwei Meter breiten Bunkerstollen ans Tageslicht gebracht werden müssten, sagte der Leiter der Feuerwehr Saarbrücken, Josef Schun. Für die Arbeit in dem Stollen seien Kollegen ausgesucht worden, die Arbeit in Enge und Dunkelheit gewohnt seien.

    Angesichts der gestiegenen Flüchtlingszahlen sei die Nachfrage nach Betten derzeit sehr groß, erklärte eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln. „Wir sind für jede Unterstützung dankbar.“

    Die seit 30 Jahren in dem Stollen gelagerten Betten werden in Köln gereinigt und mit Schaumstoffmatratzen belegt. In Köln sind zur Zeit 8200 Flüchtlinge untergebracht…

    http://www.express.de/koeln/nachfrage-in-koeln-sehr-gross-feuerwehr-holt-fuer-fluechtlinge-1000-betten-aus-bunker-stollen,2856,31364792.html
    ich hätte es andersrum gemacht:
    Flüchtlinge in die kühlen Bunker 🙂

  3. GvB sagt:

    Ganz einfach.. Alles nur Show.
    Gruenen Entengrütze..
    oder amerikanisch gelenkte gruene Realo-Entenkacke..
    Auch das ist ne gruene Muppet-Show:
    Baden Wü-Ministerpräsident Winfried Kretschmann „Dann höre ich auf“..
    (Ja, mach doch! Hör auf) 🙂
    „Nachfolger“?:
    Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (J) aus dem Rennen..
    Freiburgs OB Dieter Salomon(J) kein Interresse
    Landtagsfraktionschefin Edith Sitzmann(J?) ist patent und fleißig, aber ihre öffentliche „Strahlkraft“
    dahin..

  4. NATIONALSOZIALIST sagt:

    „Wach&Horch“ der
    BRD-JUDENDIKTATUR
    will nun mal auch über JEDEN, also auch die marxistischen Judaslöhner, bescheid wissen, um jeden für MOSSAD+CIA potentiell erpressbar zu machen. Und genau das stinkt rotzrotz-grün. Die wollen nämlich, daß nur allgemeine Systemkritiker, Nationalisten im Besonderen und CDUCSUAFDFDP im Visier sein sollen.

  5. anvo1059 sagt:

    Ich denke mir so, das unsere Vollpfosten noch sehr viel von ihren großen Brüdern von Jenseits des Teiches lernen müssen, wenn sie an solch erfolgreiche Szenarios wie 9/11 oder MH 17 anknüpfen wollen. Schon die NSU Affäre war ein Schuss in den Ofen und diese neue Inszenierung kann wohl auch keine Preise abräumen…..

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