Auf dem Stundenplan – Folge 3 – DIE VERSCHWIEGENEN URSACHEN DES UNFRIEDENS

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21. August 2015 von UBasser


THEODOR HEUSS:
„Die Geburtsstätte der nationalsozialistischen Bewegung ist nicht München,
sondern Versailles !“

1983 — Nicht 50. Jahr der Machtübernahme, sondern 65. Jahr nach Versailles!

Der „Versailler Friedensvertrag“ – ein Diktatfrieden mit verheerenden Folgen:
Das volkspädagogisch gesteuerte Trommelfeuer im Hinblick auf den 50. Jahrestag der Machtübernahme durch die Hitler-Papen-Regierung am 30. Januar 1933 ist auf die West- Deutschen niedergeprasselt. Das sog. Deutsche Fernsehen hat sich erblödet, die Wiederholung der Hollywood-Serie „Holocaust“ mit einem Plakat anzukündigen, auf dem ein geschmiertes Hakenkreuz abgedruckt war. Sollten damit primitive Geister und Provokateure zu Schmierereien angeregt werden, um den Vergangenheitsbewältigern ihre Lebensversorgung zu sichern? Die durchweg schlampig gemachte Reihe „Europa unterm Hakenkreuz“ brachte Einblendungen aus unserer Zeit, die man nur als fehl am Platze und als Zeitschinderei bezeichnen kann. Eine Ausnahme machte allein die Sendung über London, die in Sachen Kriegsursache und Kriegsausbruch manches brachte und zurechtrückte, was nicht so in den gängigen Geschichtswerken für unsere Schulen steht. Ähnlich hastig wurde die Sendung „Ein anderes Lutherjahr (1933)“ aus Archivfilmen, Bildern und Gesprächen am Beispiel der Stadt Marburg zusammengestellt und mit einem unbewiesenen Kommentar versehen. Immer wieder tauchte die Behauptung auf „Keiner könne sich in Marburg erinnern …“. Um die Stunde vollzubekommen, wurde gleich über 1933 hinaus ein weiteres Jahrzehnt hinzugenommen. Krönung des Ganzen war ein Gespräch mit dem Erzhasser S. Wiesenthal. – Man kann nur hoffen, daß diese Sendungen eine geringe Einschaltquote hatten, sonst müßte man Angst haben, daß damit ein gefährliches Potential an Negativgefühlen aufgespeichert wurde.

Faschismusgeschrei hilft nur den Völkerverhetzern und Kriegstreibern

Derlei Sendungen, deren Sachlichkeit und Objektivität mehr als zweifelhaft sind, helfen immerhin bei der Vernebelung der Bedrohung durch die internationalen Kriegsverbrecher. Sie sind ein herrliches Mittel der Täuschung und Falschunterrichtung. Durch das ständige Faschismus- und Neo-Nazismus-Geschrei, das wir mit unseren Steuergeldern finanzieren, soll von der weltweiten, auf Umsturz ausgerichteten Partisanen- und Spionage-Wühlarbeit sowie von der ungeheuren Aufrüstung durch die Supermächte abgelenkt und die Wehrbereitschaft sowie der Verteidigungswille völlig abgebaut werden. Jedem Mitleid mit den in einem „begrenzten Krieg“ auszulöschenden bösen Deutschen soll vorgebeugt werden. Wir sehen ein gutfunktionierendes Bündnis von Geldmachern und Anti-Deutschen beim sog. Deutschen Fernsehen, der rosaroten Schickeria an den Universitäten sowie den eiskalten Strategen der Welt-Revolution. Sicher ist es kein Zufall, daß der BRD-Faschismus Papst, ein gewisser Prof. R. Kühnl aus Marburg, im roten Pahl- Rugenstein-Verlag/Köln sowie bei „rororo“ seine Faschismus-Warnungen veröffentlicht.

Selbstbestimmungsrecht 1918/1919 vorenthalten

Wenn von der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die Deutschnationale Volkspartei im Jahre 1933 gesprochen wird – daß sie in völliger Übereinstimmung mit den Gesetzen erfolgte, wird nicht immer gesagt! – dann muß betont werden, daß dieses Ereignis u.a. nur möglich wurde, weil der Vorvertrag zum „Frieden von Versailles“, der zum Waffenstillstand vom 11. Nov. 1918 führte, in schmählicher Weise hintergangen wurde. Gemeint sind die 14 Punkte des US-Präsidenten Wilson, die 1917 einen Friedensschluß auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechtes in Aussicht stellten. Es war die Tragödie Europas, daß man nur wenigen Völkern im östlichen Mitteleuropa die Bildung von Nationalstaaten ermöglichte, die jedoch wegen der Gemengelage ihrer Bewohner neue Mehr- oder Vielvölkerstaaten in Kleinausgabe wurden. Die neuen „Minderheiten“ hatten durchweg weniger Rechte als die Minderheiten im kaiserlichen Deutschland oder in der k.u.k. Monarchie. Vor allem jedoch gab es kein Selbstbestimmungsrecht für Deutsche! Mindestens zehn von zwölf Millionen Deutschen in diesem Raum wären bei Abstimmungen zu einer großdeutschen Republik gekommen – die Deutsch-Österreicher einschließlich der Sudeten-Deutschen und der Südtiroler, die Westpreußen und Danziger, die Memelländer, ein Drittel der Bevölkerung der Provinz Posen (vor allem um Bromberg), die Ost-Oberschlesier mit den Bewohnern von Teschen und Bielitz, die Elsaß-Lothringer mit großer Wahrscheinlichkeit, sicherlich aber die Bewohner des Saarlandes, von Eupen und Umland, der Stadt Ödenburg/Burgenland sowie Teilen der Krain. Bei sauberen Abstimmungen hätte sich das deutsche Volk mit dem Verlust von Gebietsteilen auch leichter abgefunden, wie es das Beispiel von Nordschleswig zeigt. Selbst im Kriege wurde dies von der nationalsozialistischen Regierung nicht in Frage gestellt.

„Versailler Frieden“ – nur ein Waffenstillstand auf 20 Jahre

Die Aussprüche von Politikern aller europäischen Länder, die dieses Friedensdiktat von Versailles als Vorstufe zu einem kommenden Krieg ansahen, sind Legion. Theodor Heuß, der im Deutschen Reichstag nicht nur dem sog. Ermächtigungsgesetz zustimmte, sondern auch der erste Bundespräsident (FDP) war, sagte, „Die Geburt der Nationalsozialistischen Bewegung liegt nicht in München, sondern in Versailles“. Das Friedensdiktat führte auch zu einer inneren Spaltung in Deutschland zwischen den Sozialdemokraten, dem Zentrum und den Liberalen, die sich bemühten, durch eine „Erfüllungspolitik“ die Auswirkungen dieses Vertrages mit der Zeit zu mildern und das Vertrauen der früheren Kriegsgegner im Westen zu gewinnen, auf der einen Seite sowie den Rechtsparteien und extremen Kräften auf der anderen, die den durch eine Hungerblockade erzwungenen Vertrag von vornherein ablehnten. Sie hielten ihn für eine Anhäufung von unerfüllbaren Bedingungen und Forderungen sowie die Grundlage eines Bündnissystems zwischen Frankreich und den neuen Staaten des östlichen Mitteleuropa, einzig dazu geschaffen, Deutschland ständig zu bedrohen und kleinzuhalten.

Hoffnung auf Einsicht vergebens

Den Sozialdemokraten, dem Zentrum sowie den Liberalen stellte sich eine praktisch fast unlösbare Aufgabe. Sie hofften, vergeblich, die 14 Punkte von US-Präsident Wilson würden sich letztlich als europäisches Gestaltungselement durchsetzen. Im Hinblick darauf hatten sie um einen Waffenstillstand nachersucht, um einen verlustreichen Endkampf des deutschen Volkes, das hungerte und fast ausgeblutet war, zu verhindern. Erinnern wir in diesem Zusammenhang daran, daß die Hälfte der Kriegstoten des 2. Weltkrieges auf die Zeit ab 1944 entfällt. Deutschland hatte keine Chance mehr, den Krieg für sich zu entscheiden, obwohl seine Truppen noch in Belgien und tief in Rußland standen. Die Verbündeten, die k.u.k-ler, die Bulgaren und die Türken, hatten bereits aufgegeben. Eine neue Front im Südosten und Süden wäre entstanden, für die keine Truppen mehr zur Verfügung gestanden hätten. In der Bitte und dem Ersuchen auf Waffenstillstand kann man, sofern man will, auch die Hoffnung auf die Solidarität der Demokraten der Welt sehen. Es blieb eine Hoffnung und ein Traum! Als Dolchstoß gegenüber der kämpfenden Front, der Verpflegung und Munition fehlten, kann man es nicht sehen.

verlust deutscher gebiete

Betrug an deutschen Demokraten

Der sog. Dolchstoß hingegen wurde von Politikern wie Clemenceau, Poincaré, Lloyd George, Orlando und Wilson geführt, und zwar gegen die deutsche Republik. Beteiligt waren auch die neuen Verbündeten im östlichen Mitteleuropa, die Herren Benes, Domowski und Massaryk. Nach diesem Friedensdiktat hatte die junge deutsche Republik von 1918 kaum noch eine Chance. Sie kämpfte um die Erleichterung und die Streckung der Wiedergutmachungszahlungen, mußte erleben, wie die Franzosen 1923 als Faustpfand das Ruhrgebiet besetzten. Man suchte nach immer neuen Finanzquellen, u.a. durch Verkauf den Zündholzmonopols, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und so die Besatzer wieder loszuwerden. Sechs Jahre lang verhandelte Gustav Stresemann. Weil man ihm nicht einen einzigen Schritt entgegenkam, mußte er es sich gefallen lassen, als Erfüllungspolitiker bezeichnet zu werden. „Stresemann, verwese man!“ hieß es damals landauf, landab. Seine Partei sank zur Bedeutungslosigkeit herab, und er starb allein und verzweifelt an einem Schlaganfall im Oktober 1929.

Die Jugend Hitler in die Arme getrieben?

Auf Grund der Auswirkungen des Versailler Friedensdiktates wurde die deutsche Jugend gegen die Staatsform der jungen Republik eingenommen und vertraute nach und nach immer mehr der Macht und Gewalt. Auch die Weltwirtschaftskrise wurde der Unfähigkeit der Demokratie angelastet. Kurz vor seinem Tode vertraute Stresemann einem englischen Besucher an: „Es ist nun fünf Jahre her, seit wir Locarno unterzeichnet haben. Wenn Ihr ein einziges Zugeständnis gemacht hättet, würde ich mein Volk überzeugt haben … Jetzt bleibt nichts übrig als die rohe Gewalt. Die Zukunft liegt in den Händen der jungen Generation. Und die Jugend Deutschlands, die wir für den Frieden und das neue Europa hätten gewinnen können, haben wir für beide verloren. Das ist meine Tragik und Eure Schuld.“ 1) Dann kam Adolf Hitler, die „letzte Hoffnung“, vor allem der jungen Menschen. Die westlichen Demokratien gaben Hitler Stück um Stück nach, was sie den Politikern zuvor verweigert hatten. Sie ließen den Einmarsch in das Rheinland zu, unternahmen nichts, um den Anschluß Österreichs zu verhindern, entdeckten plötzlich, wie schamlos die Sudetendeutschen von den Tschechen behandelt und ausgebeutet wurden. Dies machte diese Staatsform in den Augen der deutschen Jugend der 30er Jahre vollends unglaubwürdig.

Deutschland und Europa zerstört

Am Ende stand der 2. Weltkrieg, als Deutschland unter Hitler den letzten Rest des Unrechts von Versailles beseitigen wollte. Die Sowjets wurden als Verbündete des Westens gewonnen, obwohl sie zusammen mit Hitler Polen aufgeteilt hatten. Man wollte den „Teufel mit Belzebub“ austreiben, doch am Ende standen die Sowjets mitten in Europa. Es half nichts mehr, daß Churchill nun der Auffassung war, man habe „das falsche Schwein geschlachtet“. Wenn man eine Lektion aus den letzten 65 Jahren ziehen will, dann die, daß solche Knebelungs- und Unterwerfungsverträge wie Versailles keinen Frieden schaffen, sondern nur Haß und Rüstung für den Gegenschlag. Bei der Verurteilung der Machtübernahme von 1933, wie sie zur Genüge auf allen Ebenen deutlich geworden ist, darf und kann nicht vergessen werden, daß gerade „Versailles“ Adolf Hitler eine politische Chance gab.

„Versailles“ – Ursprung allen Übels

Heute versuchen Schulbuchautoren bereits den Versailler Friedensvertrag als eine Wohltat für Deutschland zu verkaufen. Sie veröffentlichen in verkleinerter Form eine offizielle Wandkarte, die 1928 im Auftrag der Reichsregierung für den Schulgebrauch herausgegeben wurde, und bezeichnen sie als ein Beispiel dafür, wie der Versailler Vertrag in der Zeit der Weimarer Republik in weiten Kreisen der deutschen Bevölkerung verstanden wurde. Sie bedauern, daß diese Deutung zu einem Mittel des politischen Kampfes wurde (Dolchstoßlegende). Die in der Karte verwendeten Begriffe sollten unter diesen Gesichtspunkten gesehen werden. 2)

verstuemmelung Deutschland

Auf die Dauer werden intelligente Schüler wohl nach mehr Quellen fragen und sich die Frage stellen, warum die damalige Reichsregierung (1928) eine Karte mit der Überschrift „Deutschlands Verstümmelung“ verbreiten ließ. Auch die Erwähnung „Versailler Vertrag 50 bzw. 60 Jahre in Kraft (16.1.1920)“ in einem Taschenbuch, das die Bundeszentrale für Politische Bildung in Bonn als Trostpreis für die Beteiligung beim jährlichen Schüler-Preisausschreiben vergibt, wird suchenden jungen Deutschen auf die Dauer hoffentlich nicht genügen. Auch die Angabe „Verlorenes Reichsgebiet“ für Posen- Westpreußen, Danzig, Elsaß-Lothringen in einem Geschichtslehrbuch 3) wird sicherlich ein kritisches Hinterfragen zur Folge haben. Die vorenthaltenen Volksabstimmungen sind eben der Geburtsfehler dieser Abtretungen. Bei Ober-Schlesien ist es noch schlimmer: trotz der für Deutschland günstigen Abstimmung (69 %) wurde der wirtschaftlich wertvollere Teil an Polen gegeben. Der Versailler Diktatfrieden muß als Beispiel dafür herausgestellt werden, daß „Nichts geregelt ist, was nicht gerecht geregelt ist!“ (US-Präsident A. Lincoln). Geben wir unseren Kindern und Enkeln eine Argumentationschance. Machen wir das 50. Jahr der Machtübernahme durch eine Regierung Hitler-Papen zum 65. Jahr des Versailler Diktatfriedens sowie des Dolchstoßes an der jungen deutschen Republik. Machen wir es auch zu einem Jahr der Mahnung an die Sieger des 2. Weltkrieges, Deutschland endlich einen gerechten Friedensvertrag zu geben und nicht ständig und ewig als Vorbestraften zu behandeln.

Ernst von Weizsäcker, der spätere Widerstandskämpfer gegen das Dritte Reich, schrieb bereits am Tage des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 in sein Tagebuch: „Hieraus entsteht ein neuer Krieg; unsere Kinder werden ihn ausfechten müssen.“ Der Reichsaußenminister des Weimarer Staates, Dr. Gustav Stresemann, charakterisierte am 14. September 1925 dieses Diktat mit folgenden Worten: „Das ist ja gerade die diabolische Art des V e r s a i l l e r D i k t a t e s (Sperrung im Original !) gewesen, daß sie an allen Ecken und Enden Unfrieden zwischen Deutschland und seinen Nachbarn geschaffen hat. Von allem anderen abgesehen, suchte sie Feindschaft zu legen zwischen Frankreich und Deutschland (Elsaß-Lothringen), Belgien (Eupen-Malmedy), Dänemark (Nordgrenze), Polen (Danzig, Korridor, Oberschlesien), Tschecho-Slowakei (Deutschböhmen und Verhinderung des Anschlusses), Litauen (Memel). Dazu alle die Unterdrückungen Deutschstämmiger, die Streitpunkte mit Jugoslawien und Rumänien schaffen, genau so wie die Südtiroler Frage eine brennende Wunde für die deutsche Seele ist. (Damals, für einen damaligen deutschen Außenminister!) Nehmen wir dazu die Wegnahme der deutschen Kolonien, so ist es klar, daß eine Politik, die darauf hinausginge, das alles in den früheren Status quo umzuwandeln, eine Politik des Kampfes gegen die ganze Welt wäre . . . . Selbst ein gerüstetes Deutschland würde diese Politik mit einer dauernden antideutschen Weltkonstellation zu bezahlen haben.“

Quellenhinweise: 1) Gespräch mit Bruce Kockhard, Mitglied der Brit. Botschaft
in Berlin, 13.3.29; nach Prof. H.-S. Weber in Rhein. Post vom 25.5.49

2) Geschichtliche Weltkunde, Hrsg. Prof. Dr. W. Hug – Verlag M. Diesterweg/
fm 19792, Bd. 3, S. 41

3) Politik und Geschichte des 19. u. 20. Jh. von
Rückert/Hettinger-Verlag F. Schöningh/Paderborn 1978, S. 88, sowie
Grundriß der Geschichte, Verlag F. Schöningh/Paderborn, Bd. 3, S. 73

Quelle: Unabhängige Nachrichten, Bochum 1983

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Ubasser

17 Kommentare zu “Auf dem Stundenplan – Folge 3 – DIE VERSCHWIEGENEN URSACHEN DES UNFRIEDENS

  1. GvB sagt:

    ASYL-Versteher..
    ..und die neue „Achse der Bösen“ in Heidenau
    https://twitter.com/hashtag/heidenau?src=hash

  2. Verrueckterfuchs sagt:

    Ein vortrefflicher Beitrag, meinen Dank Kamerad(en)
    Niemals aufgeben, immer weitermachen.

    Zum Gruß

  3. GvB sagt:

    Gerd Schultze-Rhonhof: Vortrag und Lesung zum Buch „A Century of War: Lincoln, Wilson and Roosevelt“

    Erster Weltkrieg und Versailler Diktat:

    Weitere Video-Quellen:

    Allein Schuld am Ersten Weltkrieg?
    ( https://www.youtube.com/watch?v=cSsK_…)

    100 Jahre Erster Weltkrieg – Prof. Dr. Michael F. Vogt
    ( https://www.youtube.com/watch?v=9pOOp…)

    Das Versailler Diktat, die These von der Alleinkriegsschuld und die fatalen Folgen
    ( https://www.youtube.com/watch?v=tZGTD…)

    Vor 100 Jahren – der erste Weltkrieg
    ( https://www.youtube.com/watch?v=9MSy6…)

    Kaiser Wilhelm II. — politisch unkorrekte Korrekturen eines Zerrbildes
    ( https://www.youtube.com/watch?v=dP212…)

    Gerd Schultze-Rhonhof: Vortrag und Lesung zum Buch „A Century of War: Lincoln, Wilson and Roosevelt“
    ( https://www.youtube.com/watch?v=JMYZh…)

    Historische Quellen:

    Großadmiral Alfred von Tirpitz – Über die Kriegsgründe Englands (1915)
    ( https://www.youtube.com/watch?v=eP3s7…)

    Gustav Bauer – Zum Unterzeichnungszwang des Versailler Vertrages (1919)
    ( https://www.youtube.com/watch?v=4wguU…)

  4. Christian sagt:

    “das germanische Mittelalter zieht
    einen scharfen Trennungsstrich. Es gibt der Erkenntnis von der Unverein-
    barkeit germanischen und jüdischen Wesens 2um erstenmal in einer für heute
    vorbildlichen Weise klaren Ausdruck.“

    “Die bisher verkannten „Brüder“, die übersehenen
    Adelsträger der Menschheit — das sind natürlich sie. Jetzt gilt es mit allen
    Mitteln einzubrechen in die abbröckelnde Front rassisch-völkisch-ständischer
    Traditionen. Wenn diese Front fällt, dann kann jene internationale,
    antivölkische, antirassische Weltfront errichtet werden, die
    Grundvoraussetzung der jüdischen Weltherrschaft ist. Dann kann mit Hilfe
    dieser Front die Verwischung aller Rassenunterschiede begonnen und damit
    den das Judentum bisher abwehrenden Volkskörpern das Rückgrat gebrochen
    werden. Eine Reihe von Generationen — und der große paneuro-
    päisch e, j a allweltliche Völkerbrei ist da: nordisches, negroi-
    des, asiatisches und anderes Blut in einem einzigen gärenden Kessel. Kein
    Mensch wird mehr — das ist das Endziel — ein reines Bluterbe besitzen, das
    ihn zu klarer, aufrechter, artbewußter, gegen nivellierende und zersetzende
    Einflüsse widerstandsfähiger Haltung befähigt. Die formlose Masse „Mensch-
    heit“ wird ein leicht zu beherrschendes und auszubeutendes Objekt einer
    nun erst möglichen „Weltr egi erun g“ sein. “

    aus:

    https://archive.org/stream/NationalpolitischeAufklaerungsschriftenHeft16-JudenMachenWeltpolitik/NationalpolitischeAufklaerungsschriftenHeft16-JudenMachenWeltpolitik194232S.Scan_djvu.txt

    • Christian sagt:

      Was die Nationalsozialisten bereits wussten klauben wir heute durch den Gehirnwäschewald wieder mühsam zusammen. Der Opferkult und die Speichelleckerei der Dienstboten kommt den Möchtegernherren dabei entgegen. Ob es die Aufgabe der Deutschen ist dagegen anzugehen? Die anderen sind dazu scheints nicht fähig. Wohl wird der Kampf wenn überhaupt aus einer deutschen Diaspora weitergeführt. Da haben uns Juden Einiges, gefühlt Lichtjahre voraus.

  5. Waffenstudent sagt:

    Gesichter des Todes – Tod – 1938/1952 – Hinrichtungen – Morde

  6. neuesdeutschesreich sagt:

    Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

  7. Weng sagt:

    Zurück zur Texteingabe
    Die Deutschen sollten die Bücher von Elie Wiesel lesen (man bekommt würgereflexe) und sich darüber kaputt lachen, daß er weder der war der er meinte zu sein, noch eine Geschichtchen ergeben sinn im Buch. Außerdem hat er kein Tatoo.

    Er ist der Erzengel der Holocaust-Religion und will, daß man auf immer Haß gegen Deutschland in sich kultiviert (wohl auch als Deutscher – der Trick zahlt sich aus). Außerdem sollten die Auswüchse nicht nur der der Auserwähltheit (da haben wir alle einen Nachholbedarf) gelesen werden. Das ist wichtig, denn
    alles ist heute wirklich Religionsgeschichte. Dabei geht es nicht im eine neue moderne, humanistische Gesellschaft und im Freiheit und Gerechtigkeit. Es geht um viele andere komplexe Dinge zu unser aller Nachteil, und diese werden mit Orwellian Methoden schön geredet. Die Deutschen sollen auf dem Altar der Sühne, leidend und blutend geopfert werden. Babylon lebt also: Wer will das? Allein der Wunsch nach Überleben ist ja schon Nazi heute in Deutschland. Wir sollen doch freudig in die Kiste springen.

    Man schreit nach dem Wort Nazi, damit sich Verängstigte nicht für tiefere Hintergründe der Geschichte interessieren. Viele Blockierte schauen einfach weg letztlich. Wenn alle ein Interesse and die Dreckigkeiten der Geschichte entwickeln würden, dann würder „jeder Kaiser wirklich nackt“ dastehen.

    Ein Fach sollte Schulpflicht werden und zwar weltweit:
    Geschichtsverfälschung (wie, wann, wo, warum???) durch die Gezeiten.

    Die Falschheit der Geschichtsschreibung ist eines der Grundübel menschlicher Ungerechtigkeit, weil immer mit zweierlei Maß gemessen wird. Der Sieger will im Rampenlicht der Güte nach seinen Mord- und Vergewaltigungsorgien stehen – obwohl ohne seine weit schlimmeren Grausamkeiten hätte er nicht „gewinnen und weiter postoperativ millionenfachen Massenmord begehend und rauben“ können. Vergessen wir nicht: es gab mehr Deutsche Opfer nach dem Krieg als während des Krieges. Ist doch klasse gelle? 😛 Das nenne ich humanistisch. Das ist das Gute, wa? 😛

    Die Geschichte der Sieger schreibt eigene Völkermorde schön und verneint sie — besonders an Deutschen, aber nicht nur – . So was ist abgrundtief satanisch und tief verwerflich und unsagbar schlecht charakterlich gesehen.

    Tiefer könnten die Sieger nicht sinken (siehe Palästina, Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan, Korea, Vietnam, Südamerika – diese Kriege haben wir einer bestimmten Energie zu verdanken die es nicht lassen kann aus dem Leid der Menschheit Profit zu schlagen. Es ist zutiefst verwerflich. Wer ist hier denn noch Mensch? Das ist kein Mensch der nur noch mordend durch den Globus zieht und alles an Werten gierig frißt ohne Rücksicht auf Verluste.

    Deutsche werden angeklagt: es wird an der Zeit die Verantwortlichen Mächte anzuklagen (auch leise im Herzen, denn dann kauft man deren Shit nicht mehr), denn sie kann ja scheinbar nichts anderes mehr, als uns neue Kriege gewinnbringend aufzuzwingen. Es ist einfach nur furchtbar dieses Abschlachten zumeist Unschuldiger.

    Solange es Kriege gibt – Sieger und Besiegte – wird eine ehrliche Aufarbeitung der Geschichten, bis auf wenige Ausnahmen, schwer sein.

    Unsere Verachtung der angeblich Guten Kriege, die die ihn wirklich wollten und das wollten alle: sollte abgrundtief sein.

    Elie Wiesel, der alte Rabauke, und heuchlerische Ikone (man sollte ihm die Ohren lang ziehen, denn wer soll diesen alten Banausen noch ernst nehmen) will Deutschhaß immer und ewig pflegen – Ach wie NOBEL (lol) mal wieder — und beten sie dabei mal keinen Götzen an = Deutsche, denn wie man denkt so wird man… ). Wir aber sollten das Abgrundtiefe dieser Heuchelei die uns aufgezwungen wird versuchen los zu lassen, denn wer weiter Spannungen und Kriegsgeilheit mit Leidenschaft pflegt und Weltherrschaftsambitionen hat kann uns nichts lehren – niemals. Es gilt sich aus abzuwenden gegenüber Lügnern, Heuchlern und Scheinheiligen. Das sind doch nur alles allglatte Arc#l@#er.

    In der Mâhâbhârata gibt es die Geschichte eines Kriegers der Krîshna hasst. Krîshna meint das wäre in Ordnung, denn er würde so werden wie er dann, da er immer an ihn denkt was gut ist, leider ist dies aber ein schwerer Weg. Das sollte zum Nachdenken anregen. 😀

  8. Waffenstudent sagt:

    Blasphemisches Gebet zum Krieg gegen Deutschland

    Am 6. April 1917 erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika dem Deutschen Reich und am 7. Dezember dem Kaiserreich-Königreich Österreich-Ungarn den Krieg. Dem Eintritt der USA in den Krieg gegen das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn (aber nicht gegen das Osmanische Reich!) gab folgende Szene in der Sitzung des 65. Kongress der Vereinigten Staaten eine gespenstische Färbung: Am 10. Januar 1918 „betete“ eine größere Gruppe von Kongreßabgeordneten unter dem „Vorbeter“ Billy A.Sunday, einem Sohn von Einwanderern aus Deutschland namens „Sonntag“, folgendes gemeinsame blasphemische „Gebet“:

    »Almighty God, our Heavenly Father, … Thou knowest, O Lord, that we are in a life-and-death struggle with one of the most infamous, vile, greedy, avaritious, bloodthirsty, sensual, and vicious nations that has ever disgraced the pages of history. Thou knowest that Germany has drawn from the eyes of mankind enough tears to make another sea; that she has drawn blood enough to redden every wave upon that sea; that she has drawn enough groans and shrieks from the hearts of men, women, and children to make another mountain. We pray Thee that Thou wilt make bure Thy mighty arm and beat back that great pack of hungry, wolfish Huns, whose fangs drip with blood and gore.We pray Thee that the stars in their courses and the winds and waves may fight against them.

    We pray Thee that Thou will bless our beloved President and give him strength of mind and body and courage of heart for his arduous duties in these sorrow-laden, staggering days.We pray Thee to bless the Secretary of State, the Secretary of War, and the Secretary of the Navy; and bless, we pray Thee, the Naval Strategy Board. Bless, we pray Thee, Lord, the generals at the head of our Army. Bless the boys across the sea, „somewhere in France“, and bless those protecting our transports, lended to the water’s edge with men and provisions. Bless our boys at home who are in the cantonments. Bless, we pray Thee, the Senate and the House of Representatives, and give them wisdom and strength, for they seem to have come into the kingdom for such a time as this. And Lord, may every man, woman, and child, from Maine to California and from Minnesota to Lousiana, stand up to the last ditch and be glad and willing to suffer and endure until final victory shall come. Bless our allies, and may victory be ours. And in Thy own time and Thy own way we pray Thee that Thou wilt release the white-winged dove of peace until thou shalt dispel the storm clouds that hang lowering over this sin-cursed, blood-soaked and sorrowing world; and when it is all over we shall uncover our heads and lift our faces to the heavens and sing with a new meaning –

    My country, ‚tis of thee
    Sweet land of liberty,
    Of thee I sing.

    And the praise shall be to Thee forever, through Jesus Christ. Amen.«

    Also übersetzt:

    »Allmächtiger Gott! Unser himmlischer Vater!… Du weißt, daß wir in einem Kampf auf Leben und Tod stehen gegen eine der schändlichsten, gemeinsten, gierigsten, geizigsten, blutdürstigsten, geilsten und sündhaftesten Nationen, die je die Seiten der Geschichte geschändet haben.

    Du weißt, daß Deutschland aus den Augen der Menschheit genügend Tränen gepreßt hat, um ein neues Meer zu füllen, daß es genügend Blut vergossen hat, um jede Woge auf dem Ozean zu röten, daß es genügend Schreie und Stöhnen aus den Herzen von Männern, Frauen und Kindern gepreßt hat, um daraus Gebirge aufzutürmen. …

    Wir bitten Dich, entblöße Deinen mächtigen Arm und schlage das mächtige Pack hungriger, wölfischer Hunnen zurück, von deren Fängen Blut und Schleim tropfen. Wir bitten Dich, laß die Sterne in ihren Bahnen und die Winde und Wogen gegen sie kämpfen… Und wenn alles vorüber ist, werden wir unsere Häupter entblößen und unser Antlitz zum Himmel erheben… Und Dir sei Lob und Preis immerdar, durch Jesus Christus. Amen.«

    Quellen:

    206. Congressional record – The proceedings and debates of the second session of the 65th Congress of the United States of America, Vol. LVI, p. 761f. (Sitzung vom 10.01.1918)

    Neben den originalen Congressional Records kann als leichter zugänglich auch auf die Veröffentlichung in folgenden Werken hingewiesen werden:
    Franz Uhle-Wettler: Erich Ludendorff in seiner Zeit. Soldat Stratege Revolutionär. Eine Neubewertung, 2. Aufl. VGB Verlagsgesellschaft Berg/Edition Kurt Vowinckel Berg 1996
    Franz Uhle-Wettler: Großadmiral Alfred von Tirpitz, Hamburg 1998.
    Dort finden sich auch weitere bemerkenswerte Zeugnisse des britischen und amerikanischen politischen Denkens in der Zeit des 1. Weltkriegs sowie weitere Literaturhinweise.
    Zur Person des Vorbeters, William Ashley „Billy“ Sunday (* 19. November 1862, + 6. November 1935), siehe:

    William McLoughlin: Billy Sunday was his real name, Chicago: Univ. of Chicago, 1955, zu seiner Vorbeterrolle am 10.01.1918 s. S. 260.

    Charakteristisch ist der berühmteste Ausspruch Billy Sundays: „If you turn hell upside down you will find ‘Made in Germany’ stamped on the bottom“ (Wenn du die Hölle auf den Kopf stellst, findest du „made in Germany“ am Boden aufgeprägt).

    Mein Dank gebührt Herrn Generalleutnant a.D. Dr. Franz Uhle-Wettler, Meckenheim, der auf diesen blasphemischen Hintergrund des Kriegseintritts der Vereinigten Staaten von Amerika gegen das Deutsche Reich 1918 hingewiesen hat. Dank auch dem, der mir freundlicherweise zunächst die deutsche Übersetzung zugänglich gemacht hat, aber bei der derzeitigen „politisch korrekten“ Meinungsfreiheit in Deutschland es vorzieht, ungenannt zu bleiben.

    Quelle: http://www.christoph-heger.de/Blasphemisches_Gebet_zum_Kriegseintritt_1918.htm

  9. Waffenstudent sagt:

    OBLIVISIONSKLAUSEL:

    Das Ende der Oblivionsklausel war gleichzeitig Ende des Humanismus

    PROLOG:

    Ich finde es schon erschreckend, wie wenig Informationen man im deutschsprachigen Weltnetz über die Oblivionsklausel findet. Immerhin handelt es sich hier um eine Klausel, deren Abschaffung die totale Vernichtung des deutschen Reiches und der deutschen Kultur zur Folge hatte.

    CETERUM CENSEO GERMANIA ESSE DELENDAM!:

    So wurde anno 1919 in Versailles und den anderen Orten nicht etwa mit den Verlierern verhandelt, sondern über sie zu Gericht gesessen. Wahrend die Delegationen der Sieger konferierten, harrten die Besiegten unter strenger Isolierung in einer Art Hausarrest der Dinge, die da kommen sollten. Es wurde auch nicht- wie bislang in Fiedensverträgen gute Übung – mit einer sogenannten Oblivionsklausel ein Schlußstrich unter den Krieg gezogen, vielmehr hielt jetzt, aber nicht nur im Gefolge der Vierzehn Punkte Wilsons, ein molarisierendes Denken Einzug in die internationale Politik. Sinnfälliger Ausdruck dessen war der berühmt-berüchtigte Kriegsschuldartikel ( Art. 231 ) des Versailler Vertrages.

    Quelle: http://books.google.de/books?id=tvp_a_5 … el&f=false

    EINE DÜRFTIGE DEFINITION AUS WIKIPEDIA:

    Die Oblivionsklausel (lat. Vergessen) war Element vieler europäischer Friedensverträge in der Neuzeit. Sie besagt, dass nach einem Krieg beide Seiten die gegenseitig begangenen Gräuel vergessen würden. Dies hatte die Absicht, dass aus einem Krieg nicht weitere Kriege folgen würden, solange vorangegangene Kriege Gegenstand der Politik waren.

    Die Oblivionsklausel verdeutlicht das Prinzip des europäischen Gleichgewichts in der Neuzeit. Neben den beiden kriegsführenden Mächten, saßen oftmals auch die europäischen Großmächte am Verhandlungstisch. Ihnen war daran gelegen, dass kein Staat durch einseitige Friedensverträge zu viel Macht erlangen konnte.

    Das Ende der Oblivionsklausel leitete der Versailler Vertrag ein. In diesem wurde erstmals von einer Alleinschuld der Mittelmächte gesprochen.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Oblivionsklausel

    DIE ZEIT MEINT DAZU:

    DIE ZEIT, 11.12.1964 Nr. 50 [http://www.zeit.de/1964/50/1919]

    1919

    Bernd-Jürgen Wendt
    Sieger und Besiegte sind ihrer Aufgabe nicht gerecht geworden

    Fritz Dickmann: Die Kriegsschuldfrage auf der Friedenkonferenz von Paris 1919; R. Oldenbourg Verlag, München; 101 Seiten, brosch., 7,50 DM. Eine der üblichen „Jubiläumsgaben” dieses an historischen „Jubiläen” so. reichen Jahres? Eine neue Stimme in der Diskussion um den deutschen Anteil am Ausbruch des Ersten Weltkrieges? Diese oder ähnliche Fragen, mit denen der Leser das Buch zunächst in die Hand nehmen mag, werden gegenstandslos durch den thematischen und methodischen Ansatz des Autors: Losgelöst von ihrem objektiven Wahrheitsgehalt entwickelt Dickmann mit eingehender Akribie die Genesis der Kriegsschuldanklage von Versailles, ihren Sinn und ihre Wirkungen. Dabei kommt er zu Fragestellungen und Einsichten, die weit über den unmittelbaren Gegenstand der Untersuchung hinaus in unsere Gegenwart, ja sogar Zukunft weisen.

    Denn die „Friedensmacher” von Paris und ihre juristischen Experten sahen sich zum ersten Male der Aufgabe gegenübergestellt, die sich bereits im neunzehnten Jahrhundert abzeichnende, dann durch das Erlebnis des totalen Krieges radikal verschärfte moralische Verdammung einer Aggression und ihres Urhebers im Rechtsempfinden der Völker in einem Friedensvertrag verbindlich zu fixieren und damit möglicherweise sogar einen Weg für eine Fortentwicklung des Völkerrechts im Sinne einer allgemeinen Ächtung des Krieges zu weisen.

    „Well, we are making international law!” warf Lloyd George dem im rechtspositivistischen Grundsatz des „nulla poena sine lege” gegründeten Widerstand der Amerikaner gegen rückwirkende Strafbestimmungen entgegen. Ihm sekundierte von einem Podest sittlicher Unfehlbarkeit der französische Finanzminister Klotz: „Wir wollen unsere Ansprüche nicht auf das Völkerrecht gründen, auf das sich die amerikanische Delegation beruft, denn dieses Recht besteht nur allzuoft aus Präzedenzien von Gewalttat und Macht, sondern auf das common law der Kulturvölker.”-

    Engländer und Franzosen waren sich also voll bewußt, mit der Einführung der Kriegsschuldthese in der Präambel des Vertrages und die Artikel 227 (Kriegsverbrecherartikel) und 231 — sei es, wie zunächst vor allem beabsichtigt, als Rechtsgrundlage für Wiedergutmachungsforderungen, sei es in der späteren Umprägung als moralische Anklage — grundsätzlich mit dem im 16. und 17. Jahrhundert entwickelten Jus Publicum Europaeum gebrochen zu haben, das Krieg jeder Art zum legitimen Mittel einer souveränen Politik erklärt hatte und dementsprechend auch die „Oblivionsklausel” als „friedewirkendes Vergessen” (H. Rogge) kannte.

    Wurden die Staatsmänner diesem gewaltigen, in die Zukunft weisenden Anspruch gerecht, das überlieferte Völkerrecht durch eine neue Rechtsund Friedensordnung zu ersetzen? Man wird es mit Dickmann verneinen müssen. Mächtig war der Einfluß der „kochenden Volksseele” auf die Verhandlungen in Paris -(„Hang the_ Kaiser, let; the Germans payi”), tief die Verstrickung der europäischen Politiker in das traditionelle machtpolitische Denken, so daß endlich auch Wilson und sein begabter junger Rechtsberater, John Foster Dulles, kapitulierten und ihre Hand zur Abfassung der „Schmachparagraphen” reichten.- Freilich stellt Dickmann mit Recht auch die Frage, ob das energische, die alliierte Haltung aber doch versteifende Auftreten Brockdorff- Rantzaus in Versailles, die bewundernswerte Detailarbeit der deutschen Verhandlungskommission und die leidenschaftlichen Debatten auf der innerpolitischen Bühne eine hinreichende Vorbereitung waren auf das, was Deutschland in Versailles erwartete; ob man nicht dem Pathos der moralischen Diffamierung, dem leichtfertigen Verzicht auf eine lückenlose Beweiserhebung, dem alle Rechtsprinzipien verhöhnenden Versuch, Recht mit rückwirkender Kraft zu schaffen, als Waffe des Unterlegenen den Willen zur rückhaltlosen und ehrlichen Selbstanalyse hätte entgegensetzen sollen, dokumentiert etwa in der frühzeitigen Errichtung eines Staatsgerichtshofes oder parlamentarischen Untersuchungsausschusses oder in einer sofort einsetzenden umfangreichen Aktenedition.

    Dickmann warnt freilich davor, sich die Rolle eines Anklägers anzumaßen gegenüber einer Zeit, die für die Schaffung neuer völkerrechtlicher Normen noch nicht reif war, und einem Klima, das vorwiegend Haß, Rachsucht und machtpolitisches Kalkül prägten. Man wird sich dieser Warnung um so eher anschließen, wenn man sich, angeregt durch seine wohlfundierte und auch für den Nichtfachmann übersichtlich angelegte Darstellung, die Frage vorlegt, wie weit wir die bereits 1914 bis 1918 durch die Brutalisierung des Krieges aufgeworfene Forderung nach einer wirksamen und allgemein bindenden Ächtung jeder Aggression heute unter dem Eindruck einer zweiten Katastrophe und unter der Drohung einer atomaren Vernichtung der Menschheit haben realisieren können. Bernd-Jürgen Wendt

    DIE ZEIT, 11.12.1964 Nr. 50

    Quelle: http://images.zeit.de/text/1964/50/1919

    NOCH QUELLEN ZUM DIKTAT VON VERSAILLES:

    http://die-rote-pille.blogspot.de/2011/ … krieg.html

    NOCH QUELLEN ZUM PANSLAWISMUSKONGRESS:

    1. http://einedeutscheweise.wordpress.com/tag/stettin/ (ab Kapitel drei)

    2. http://www.mlwerke.de/me/me11/me11_193.htm

    KOMMENTAR ZUM THEMA PANSLAWISMUSKONGRESS: GEFUNDEN BEI POLSKAWEB:

    Das ist natürlich zweifellos richtig, und wir sollten uns aber auch an das sog. Paneuropa Picknick vom 19.8.1989 erinnern, den Wegbereiter der EU. Eine interessante Lektüre hierzu dürfte das Werk des französischen Grossfreimaurers Coudenhove-Calergi sein, der in seinem Buch ‚Pan Europa‘ schon 1923 u.a. schrieb:

    „Fuer Deutschland wuensche ich mir eine eurasisch-negroide Zukunftsrasse unter Fuehrung der „Juden“. Wünschen wir uns wirklich eine solche Zukunft, also dann schon lieber tot sein. Und deshalb kommt es heute darauf an, daß Putin als Gegengewicht bleibt, denn er soll ja mit den von „Juden“ geschürten Krawallen in Moskau gestürzt werden. Die „Juden“ schüren immer den Haß zwischen den Völkern, um selber zu herrschen.

  10. Waffenstudent sagt:

    PANSLAWISMUSKONGRESS:

    (Google löscht fast alle neuen Beiträge zum Panslawistenkongress, welcher auch Panslawismuskongress genannt wird.)

    Der Panslawistenkongress von 1848 in Prag verlangt die Vertreibung der Deutschen. – Diese Veranstaltung wurde übrigens ganz bewußt in deutscher Sprache abgehalten; denn Deutsch war die einzige Sprache, welche von allen Teilnehmern des Kongresses verstanden wurde.

    Der Panslawistenkongress, der oft auch Panslawismuskongress genannt wird, tagte anno 1848 in Prag und verlangt die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten.

    Auf dem 1. Slawenkongresses 1848 in Prag wurde die Forderung erhoben ” neben allen Türken aus Europa, alle Italiener vom Ostufer der Adria, alle Finnen an der karelischen Nase bei Petersburg und alle Deutschen östlich einer Linie Triest – Stettin zu vertreiben.

    Diese Forderungen des Slawenkongresses wurden von vielen Ernst genommen und löste Befürchtungen aus. Schärfsten Protest gegen diese Forderungen und Pläne formulierte u.a. Karl MARX. 1855 schrieb Karl MARX in der “Neuen Oder-Zeitung”: “Panslawismus ist eine Bewegung , die ungeschehen zu machen” strebt , was eine Geschichte von tausend Jahren geschaffen hat , die sich nicht verwirklichen kann , ohne die Türkei , Ungarn und eine Hälfte Deutschlands von der “Karte Europas wegzufegen , die, sollte sie diese Resultate erreichen , ihre Dauer nicht sichern kann , außer durch die Unterjochung Europas

    Bereits zwanzig Jahre zuvor, anno 1820 hatte sich Frankreich darauf vorbereitet, seinen Machtbereich bis zum Rhein auszudehnen

    Vor dieser Drohkulisse entstand das Deutschlandlied. So sind die Zeilen “Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt, wenn es stets zum Schutz und Trutze, Brüderlich zusammenhält” entstanden. Mit diesen Zeilen setzte sich Hoffmann von Fallersleben gegen die Hegemonieansprüche Frankreichs dichterisch zu Wehr. Es ging also um die Verteidigung Deutscher Interessen gegen Hegemonieansprüche Dritter.

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