Morbus ignorantia – Die Krankheit Unwissen

“Wenn die Deutschen zusammenhalten, so schlagen sie den Teufel aus der Hölle!” Otto von Bismarck

Nicht schuldig – Teil 1


…weil niemand die Wahrheit hören will!

Morbus Ignorantia wurde als historischer Blog ins Leben gerufen. Doch aktuelle Ereignisse stehen heute im Vordergrund, weil sie starke Parallelen zur Vergangenheit besitzen. Die Lügen- und Propagandatechnik der heutigen Machtelite wurde jedoch mittlerweile so verbessert, daß selbst ein guter Geschichtskenner auf Fälschungen der Historie reinfallen kann. Aber nicht nur die Geschichtsfälschungen sind eine Last für Historiker, auch die gegenwärtigen Verdrehungen, Lügen und auch das Verschweigen von Ereignissen, lassen die Menschen falsche Schlüsse ziehen.

Selbstverständlich kann man nie wirklich wissen, wer und über was gelogen wird. Aber Fakt ist, das heutige Rußland bietet meist schlüssige Beweise, wie Ereignisse in ihrem Einflußbereich abgelaufen sind. Wobei hier aber bemerkt sein sollte, die Sowjets hatten dies auch getan und haben damit unzählige Deutsche an den Galgen geliefert. Katyn sollte uns dazu einfallen. Aber auch sämtliche Bilder der Vergangenheit wurden durch die Sowjets gefälscht, daß Augenmerk liegt hier besonders auf Auschwitz, aber auch Bilder aus dem eigenen Lande. Die Wehrmachtsausstellung, welche letztendlich eingestellt wurde, besaß zu nahezu 98 Prozent gefälschte Bilder – hauptsächlich von den Sowjets gefälscht.

Wie könnte man dann heute den Russen glauben? Das ist eine berechtigte Frage. Schon während und besonders in der Nachkriegszeit bis zum heutigen Tage entstehen deutsch-russische Freundschaften im privaten Bereich. Viele Nachfahren bei den Russen wissen und tragen es weiter, daß die Darstellungen aus Kriegszeiten mit Deutschland nicht wahr oder verdreht sind. Viele Russen hatten Kontakte zu Deutschen, kennen also die eigentlichen Sorgen der Russen und der Deutschen im damaligen Kriege. Vergleichen Sie einmal Bilder der Russen zum 9.Mai 1980 und zum 9.Mai 2016. Sie werden etwas Verblüffendes erkennen. Im Jahr 1980 mußte mit Fähnchen geschwenkt werden, heute nicht mehr. Heute stehen Leute bei der Parade, die eigentlich nur die Militärtechnik sehen wollen. Es geht heute nicht mehr um den „Tag des Sieges“ sondern um die Machtdemonstration Rußlands.

Der heutige russische Patriot hat keinen Haß gegen die deutschen Okkupanten von einst, sondern sieht den heroischen Kampf beider Seiten. Mit Stolz wird auch berichtet, wie bei der Schlacht um Moskau im Herbst 1941 beide Seiten innehielten, sich russische und deutsche Regimenter zu einem Gedenkappell trafen und unter deutschen und russischen Salutschüssen ihrer gemeinsamen Toten gedachten! Das war Ehrenvoll allen Toten gegenüber. Heute wären solche Aktionen bei den amerikanischen Kriegen unvorstellbar.

Doch was passiert in Deutschland? Es wird der Haß geschürt, gegen alle und alles wer nicht die sogenannte politisch korrekte Sprache benutzt und gleich recht, wenn andere Meinungen im Volke zugegen sind. Dann spricht man in der Politik vom „Pack“! Die Hasser sähen Haß auf ihre Weise! Auf der einen Seite versuchen die Politniks dem Deutschen Volke zu erklären, wenn sie anderer Meinung sind, gehören sie bestraft und auf der anderen Seite brechen diese Lumpen von Politniks das eigens gemachte Recht tausendfach. Die echten Russen würden sich niemals so herablassen und dem eigenen Volke erklären, wenn sie sich nicht vernichten lassen, werden wir böse. Genau das passiert im heutigen Deutschland. Da müssen Reichsbürger oder Reichsdeutsche herhalten, weil die sind ja böse und erinnern ans Deutsche Reich – und das Deutsche Reich hatte in seiner Beständigkeit ja nur Kriege!

Seit Anbeginn der USA führt und führte dieses Land weltweit mehr als 240 Kriege! Es gibt kaum einen Monat, in dem sich die USA nicht im Kriege mit irgendwelchen Völkern oder Ländern befand! Das Deutsche Reich hingegen hatten nur 2 Kriege in der Zeit seines Bestehens, welche auch noch vom zionistischen Judentum aufgezwungen wurden! Der Deutsch-Französische Krieg 1870-71 kann so nicht hinzu gezählt werden, denn als Kriegsergebnis wurde das Deutsche Reich gegründet. Aber auch Rußland hat und hatte wesentlich mehr Kriege vorzuweisen, als die Deutschen. Nun stellen wir uns die Frage: Wer ist also gefährlicher Deutschland, Rußland oder die USA?

Das Nürnberger Gericht von 1945 bis zum Ende seiner Mordtätigkeit bestand aus nahezu nur Juden. Hunderte Deutsche wurden angeklagt – fast alle wurden zum Tode verurteilt. Es gab nur wenige langjährige Haftstrafen und noch weniger Freisprüche. Es lagen über 312.000 eidesstattliche Aussagen zur Entlastung vor, aber auf nur 6 Aussagen der Belastung der Angeklagten wurden die Prozesse aufgebaut. Jene Entlastungsaussagen wurden schlicht unter den Tisch gekehrt und kamen auch nicht auf den Tisch der Richter. Wenn es ein fairer Prozeß gewesen wäre, hätte das Gericht die Kriegsverbrechen der Alliierten genauso verurteilen müssen. Und glauben Sie mir, es hätte schlechter um die Alliierten ausgesehen in Sachen Kriegsverbrechen, Plünderungen, Vergewaltigungen, als es bei den Deutschen je der Fall gewesen wäre!

Beginnen wir mit der Betrachtung der Nürnberger Prozesse, um zum obigen Titel:

Nicht schuldig!

zukommen.

NICHT SCHULDIG IN NÜRNBERG

Solange wie man Geschichte geschrieben hat, hat man sie ständig umgeschrieben.

Die Annalen von Tacitus, zum Beispiel (xv 38), erwähnen ein „Gerücht“, daß Nero Rom niedergebrannt hätte. Das „Gerücht“ wurde von späteren römischen Geschichtsschreibern als „Tatsache“ wiederholt (Sueton, Nero, 38; Dio Cassius, Epistulae, lxii 16; Pliny Naturalis Historia xvii 5). Spätere Geschichtsschreiber stellten die „Tatsache“ wiederum in Frage und degradierten sie zu bloßem „Gerücht“.

Im Jahre 1946 wurde es nun als „bewiesene Tatsache“ betrachtet, daß die Nazis Seife aus Menschenfett hergestellt hätten (Urteil, Nürnberger Prozeß, IMT I 252 [283]; VII 597-600 [656-659]; XIX 506 [566 567]; XXII 496 [564]).

Anscheinend wird diese „Tatsache“ heute nur als bloßes „Gerücht“ betrachtet (Hilberg, „Destruction of the European Jews“, „revidierte, endgültige Ausgabe“, Holmes and Meier, NY, S. 966: „Der Ursprung des Gerüchtes von der Seife aus Menschenfett ist bis heute unbekannt geblieben„).

Der Gegenstand des gerichtlich nie überprüften „Gerüchtes“ sowjetischen Ursprungs (eine große Flasche stinkende „Seife aus Menschenfett“, Beweisstück UdSSR-393) liegt im Friedenspalast in Den Haag. Beamte des Friedenspalastes zeigen ihn eifrigen Besuchern und behaupten, die „Seife“ wäre authentisch – beantworten aber anscheinend Briefe nicht, die von Leuten kommen, die sie um eine gerichtlich kontrollierte Analyse bitten.

Im Jahre 1943 gab es das „Gerücht“, daß die Nazis Juden braten, kochten, vergasten und mit Dampf, Elektrizität und Vakuum umbrachten (siehe z.B., The Black Book: The Nazi Crime Against the Jewish People, S. 270, 274, 280, 313 – im Nürnberger Prozeß der Kommission als „Beweis“ vorgelegt).

1946 hatten sich die „Judenvergasungen“ in „bewiesene Tatsachen“ gewandelt, während das Braten und Kochen sowie die Hinrichtungen durch Elektrizität, Vakuum und Dampf bloße „Gerüchte“ blieben (N.B.: Die Hinrichtungen durch Dampf wurden im Pohl-Prozeß „bewiesen“, Vierter Nürnberger Prozeß, NMT IV, 1119-1152).

Die „Beweise“ für Judenvergasungen sind qualitativ nicht besser als die „Beweise“ für Hinrichtungen durch Dampf, Elektrizität, Vakuum, Braten oder Kochen. Es scheint uns deshalb zulässig, solche Beweise in Frage zu stellen.

Dieses Büchlein will die Geschichte nicht „umschreiben“, sondern nur die Leser in historisches Material einführen, das in Vergessenheit geraten ist. Die 312,022 notariell beglaubigten eidesstattlichen Erklärungen, die im ersten Nürnberger Prozeß von der Verteidigung vorgelegt wurden, sind vergessen. Nicht vergessen aber sind die 8 oder 9 eidesstattliche Erklärungen der Anklage, die angeblich die 312.022 „widerlegt“ haben sollen (XXI 437 [483]).

Dieses Buch enthält viele Hinweise auf Seitennummern. Diese werden weder angegeben, um die Leser zu verwirren, zu beeindrucken oder einzuschüchtern, noch um die Wahrheit der Behauptungen zu beweisen, sondern nur um interessierten Lesern zu helfen, gewisse Informationen zu finden. Ob die Behauptungen der Verteidigung mehr Glaubwürdigkeit verdienen als die von der Anklage vorgelegte Seife aus Menschenfett (Dokument UdSSR-397), die Strümpfe aus Menschenhaar (Dokument UDSSR-511), oder die Bratwürste aus Menschenfleisch (Dokument 1873, Tokyo-Prozeß), muß von den Lesern beurteilt werden.

N.B.:

IMT = International Military Tribunal
(erster Nürnberger Prozeß in 4 Sprachen)
(amerikanische Seitennumerierung)

NMT = National Military Tribunal
(spätere, rein amerikanische Nürnberger Prozesse)
(nur in englischer Sprache erhältlich)

Wenn nichts anderes angegeben wird, beziehen sich alle Seitennummern auf die amerikanische Ausgabe (IMT).

[ ] = deutsche Seitennummerierung (IMG).

MARTIN BORMANN

bormann7Bormann wurde wegen „Unterdrückung der Religion“ und vieler anderer Schwerverbrechen angeklagt. Bormanns Verteidiger, Dr. Bergold, wies darauf hin, daß viele moderne Staaten (gemeint war die Sowjetunion) ausdrücklich atheistisch seien und daß Verordnungen, die Priestern verböten, hohe Ämter zu bekleiden (gemeint waren Ämter in der NS Partei), nicht als „Unterdrückung“ bezeichnet werden könnten. In Dr. Bergolds Worten:

„Die Partei wird als verbrecherisch, als eine Verschwörung bezeichnet. Ist es denn auch ein Verbrechen, andere Personen von der Teilnahme an einer verbrecherischen Verschwörung auszuschließen; wird das als Verbrechen betrachtet?“ (V 312 [353]).

Dokumente wurden vorgelegt, in denen Bormann jegliche Unterdrückung der Religion untersagte, und den religiösen Unterricht ausdrücklich gestattete (XXI 462-465 [512-515]). Eine Bedingung für diese Zulassung war, daß der ganze biblische Text zu Grunde gelegt werden mußte; Streichungen, Manipulationen und Verdrehungen des Textes waren verboten. Die Kirchen empfingen staatliche Zuschüsse bis zum Ende des Krieges. Wegen kriegsbedingten Papiermangels wurden Beschränkungen für den Druck aller Zeitungen eingeführt, und nicht nur für religiöse Zeitungen (XIX 111-124 [125-139]; XXI 262-263; 346; 534; 539; [292-293; 383; 589; 595]; XXII 40-41 [52-53]).

Bormanns Rechtsanwalt hatte wenig Schwierigkeiten, als er klar machen wollte, daß Bormann nach keinem Gesetz egal welchen Staates wegen irgendeines Verbrechens verurteilt werden könne, da es ja einleuchtend sei, daß Stenographen nicht für alle Dokumente verantwortlich seien, die sie unterschrieben, und daher auch nicht wegen deren Inhalts bestraft werden könnten. Es sei nicht klar gewesen, inwieweit Bormann nur als Stenograph oder auch als Sekretär tätig gewesen sei. Für die Anklage jedoch blieb das Gesetz unerheblich. Bormann wurde zum Galgen verurteilt. Das Urteil sollte sofort vollstreckt werden, was umfangreiche Aussagen außer Acht ließ, laut denen Bormann durch die Explosion eines Panzers getötet worden sei. Es war deshalb ganz unwahrscheinlich, daß man ihn in einem Stück hätte finden (und aufhängen) können, was gewisse Probleme praktischer Art mit sich führte (XVII 261-271 [287-297]).

VERBRECHERISCHE ORGANISATIONEN

Die Beweise der Verteidigung der sogenannten „verbrecherischen Organisationen“ bestehen aus den Aussagen von 102 Zeugen und 312.022 notariell beglaubigten eidesstattlichen Erklärungen (XXII 176 [200]).

Der Begriff „verbrecherisch“ wurde nie definiert (XXII 310 [354]; siehe auch XXII 129-135 [148-155]).

Weder wurde je definiert, genau wann diese Organisationen angeblich „verbrecherisch“ wurden (XXII 240 [272-273]). Die NS-Partei selbst war schon seit dem Jahre 1920 „verbrecherisch“ (XXII 251 [285]) oder vielleicht nur nach dem Jahre 1938 (XXII 113 [130]), oder vielleicht sogar niemals (II 105 [123]).

Die 312.022 notariell beglaubigten eidesstattlichen Erklärungen wurden einer „Kommission“ vorgelegt. Die dieser „Kommission“ vorgelegten Beweise erscheinen nicht im Protokoll des Nürnberger Prozesses. Die „National Archives“ in Washington besitzen keine Kopie des Kommissionsprotokolls, hatten nie davon gehört, und wußten gar nicht, was es ist (und daher auch nicht, wo man es finden könnte).

Von den 312.022 Erklärungen wurden nur einige Dutzend je ins Englische übersetzt; d.h., der Gerichtshof konnte sie gar nicht lesen (XXI 287, 397 398 [319, 439]).

Der Vorsitzende des Gerichtshofes, Sir Geoffrey Lawrence, verstand kein Deutsch; Hauptankläger Robert Jackson auch nicht.

Wegen einer in letzter Minute eingeführten Änderung der Prozeßordnung (XXI 437-438, 441, 586-587 [483-485, 488, 645-646]), wurden viele andere Erklärungen wegen angeblicher „technischer Unkorrektheiten“ (XX 446-448 [487-489]) abgelehnt.

Die „Kommission“ bereitete „Zusammenfassungen“ vor, die dem Tribunal vorgelegt wurden (zig-tausend Erklärungen, die die humane Behandlung von Kriegsgefangenen behaupteten, usw.). Diese „Zusammenfassungen“ wurden nicht als „Beweise“ betrachtet. Das Tribunal versprach, alle 312.022 Erklärungen zu lesen, bevor es zu einem Beschluß kommen würde (XXI 175 [198]); 2 Wochen später wurde bekanntgegeben, daß die 312.022 Erklärungen alle unwahr seien (XXII 176-178 [200-203]).

Dann wurde eine einzige Erklärung von der Anklage (Dokument D-973) als „Widerlegung“ von 136.000 Erklärungen seitens der Verteidigung betrachtet (XXI 588; 437, 366 [647, 483-484, 404]).

Die 102 Zeugen wurden gezwungen, vor der „Kommission“ zu erscheinen und da auszusagen, bevor sie vor dem Gericht erscheinen und aussagen durften. 29 von diesen Zeugen (XXI 586 [645]), oder, nach einem anderen Referat, 22 von diesen Zeugen (XXII 413 [468]) wurden dann als Zeugen vor dem Gericht zugelassen; ihre Aussagen aber durften nicht „kumulativ“, d.h. eine Wiederholung von ihren Aussagen vor der „Kommission“, sein (XXI 298, 318, 361 [331, 352, 398-399]).

Dann beschloß man, daß 6 eidesstattliche Erklärungen seitens der Anklage die Aussagen aller 102 Zeugen „widerlegt“ hätten (XXI 153 [175], XXII 221 [251]).

Eine dieser 6 Erklärungen war in der polnischen Sprache abgefaßt, so daß die Verteidigung sie nicht lesen konnte (XX 408 [446]). Eine andere war von einem Juden namens Szloma Gol unterzeichnet, der behauptete, 80.000 Leichen ausgegraben und verbrannt zu haben, einschließlich die von seinem Bruder (XXI 157 [179], XXII 220 [250]).

Laut dem britischen Protokoll hat er nur 67.000 Leichen ausgegraben und verbrannt.

Zu dem Zeitpunkt hatte die Anklage ihre Beweisführung schon beendet (XX 389-393, 464 [426-430, 506]; XXI 586-592 [645-651]).

Die Anklage behauptete dann in ihrem Schlußvortrag, daß im Laufe des Prozesses 300.000 eidesstattliche Erklärungen dem Gericht vorgelegt und von diesem berücksichtigt worden wären, was den Eindruck erweckte, es hätte sich dabei um Dokumente der Anklage gehandelt (XXII 239 [272]).

In Wirklichkeit hat die Anklage aber im ganzen Prozeß selbst nur sehr wenige wirklich wichtige eidesstattliche Erklärungen vorgelegt (siehe z.B. XXI 437 [483], wo 8 oder 9 Erklärungen von der Anklage vorgebracht wurden, gegenüber 300.000 von der Verteidigung; siehe auch XXI 200 [225]; 477-478 [528-529]; 585-586 [643-645]; 615 [686-687]).

In den verschiedenen KZ-Prozessen, z.B. im Prozeß gegen Martin Gottfried Weiß, hat man sich über ein einfacheres Vorgehen geeinigt: ein bloßes Arbeitsverhältnis in einem KZ, sogar nur für einige Wochen, wurde als Beweis dafür angesehen, daß man den „Gemeinsamen Plan“ gekannt hat. Das Wort „Verschwörung“ wurde stets vermieden, damit man mit lockeren Beweisregeln prozessieren konnte. Der Begriff „Gemeinsamer Plan“ wurde natürlich nie definiert, und es wurde auch nicht für notwendig gehalten, konkrete Fälle von Mißhandlungen anzuführen, noch zu beweisen, daß irgend jemand je durch solche Mißhandlungen umgekommen wäre. 36 von den hier 40 Angeklagten wurden zum Tode verurteilt.

friedenspalast_den_haagDas Protokoll der Kommission des Nürnberger Prozesses wurde im Friedenspalast in Den Haag archiviert, wo es einen halben feuersicheren, vom Fußboden bis an die Decke reichenden Panzerschrank füllt. Die Aussage von jedem Zeugen wurde zuerst mit einer bei Seite 1 angefangenen Seitennumerierung getippt; dann mit einer fortlaufenden Seitennumerierung neu getippt, die zu vielen Tausenden von Seiten läuft. Die Entwürfe und die sauberen Kopien wurden dann in Mappen zusammengeheftet. Das Papier ist äußerst spröde und die Heftklammern gerostet. Es ist absolut sicher, daß, mindestens in Den Haag, niemand dieses Material je gelesen hat.

Das Plädoyermaterial, das die Aussagen der 102 Zeugen behandelt, erscheint hauptsächlich feingedruckt in Band XXI und XXII der Buchausgabe des Nürnberger Gerichtsprotokoll. Der Feindruck bedeutet, daß diese Textstellen im Schlußvortrag der Verteidigung ausgelassen wurden, da der Prozeß sonst viel zu lang geworden wäre (so die Anklage). Dieses Material umfaßt mehrere hundert Seiten. Im britischen Protokoll fehlt jedes Wort dieses Materials. Im amerikanischen Protokoll, fehlen 11 Seiten zwischen Absatz 1 und 2 auf Seite 594 vom Band XXI. Im deutschen Protokoll, erscheinen diese Stellen in Band XXI 654-664). Davon abgesehen scheinen die amerikanische und die deutsche Fassung komplett zu sein.

Das Material berichtet beispielsweise über:

den totaler Krieg XIX 25 [32]
die Reparationen XIX 224-232 [249-259]
die deutschen Gewerkschaften XXI 462 [512]
die Gestapo und die KZs XXI 494-530 [546-584]
den Röhm Putsch XXI 576-592 [635-651]
die Kristallnacht XXI 590-592 [649-651]
die Umsiedlungen XXI 467-469, 599-603 [517-519, 669-674]
den SD XXII 19-35 [27-47]
die Rüstung XXII 62-64 [75-78]

Die 312.022 Erklärungen befinden sich wahrscheinlich in einem deutschen Archiv, oder sind verschwunden.

Das Urteil im Nürnberger Prozeß wurde zweimal gedruckt, in Band I und wieder in Band XXII.

Es ist wichtig, die deutsche Ausgabe von Band XXII zu erhalten und das Urteil in der deutschen Fassung zu lesen. Das schlechte Deutsch und die falschen Übersetzungen der Amerikaner sind zusammen mit anderen Fehlern verbessert und mit Fußnoten versehen worden. Irrtümer dieser Art in Dokumenten können als Beweise für Fälschungen aufgefaßt werden.

Im allgemeinen sind die deutschen Protokollbände den amerikanischen vorzuziehen. Häufige Fußnoten überall in diesen Bänden machen den Leser auf Fehlübersetzungen, fehlende Dokumente und gefälschte Kopien aufmerksam (z.B., XX 205 auf deutsch: „Dieser Satz ist in dem Originaldokument nicht enthalten“).

Die deutsche Ausgabe ist beim Delphin Verlag, München, als Taschenbuch erhältlich (ISBN 3.7735.2509.5). (Ausschließlich das Sitzungsprotokoll; das Protokoll mit Dokumentenbänden sind auf Mikrofilm bei Oceana Publications, Dobbs Ferry, NY,
auf englisch erhältlich).

DOKUMENTE

Die gängige Version der Ereignisse behauptet, daß die Alliierten 100.000 Dokumente geprüft und davon 1.000 ausgewählt hätten, die dann dem Gerichtshof vorgelegt worden seien; die Originaldokumente seien dann im Friedenspalast in Den Haag deponiert worden. Das ist alles ziemlich ungenau.

Die Dokumente, die beim Nürnberger Prozeß als Beweise benutzt wurden, bestehen meistens aus „Photokopien“ von „Kopien“. Viele von diesen „Originaldokumenten“ sind auf ganz normalem Papier geschrieben, ohne Briefkopf, ohne handgeschriebene Markierungen irgendwelcher Art, und von unbekannten Personen. Manchmal gibt es unleserliche Initialen oder Unterschriften von mehr oder weniger unbekannten Personen, die das Dokument als „echt“ „beglaubigt“ haben sollen; manchmal gibt es deutsche Stempel, manchmal nicht. Viele davon wurden angeblich von den Sowjets „gefunden“, oder von sowjetischen Kommissionen zur Untersuchung von Kriegsverbrechen als „echte Dokumente“ beglaubigt.

Band XXXIII, zufällig als Stichprobe genommener Dokumentenband, enthält 20 Vernehmungen oder Erklärungen, 12 Photokopien, 5 nicht unterzeichnete Kopien, 5 Originaldokumente mit Unterschriften, 4 Kopien von gedrucktem Material, 3 vervielfältigte Kopien, 3 Fernschreiben, 1 Kopie auf Mikrofilm, 1 von irgend jemand anderem unterzeichnete Kopie, und 1 nichtspezifiziertes Dokument.

Im Archiv des Friedenspalastes in Den Haag gibt es – wenn überhaupt – nur wenige deutsche Originaldokumente aus der Kriegszeit. Den Haag besitzt viele „Erklärungen“ oder eidesstattliche Erklärungen, die nach dem Krieg abgegeben wurden; man besitzt das Protokoll der Kommission des Militärgerichtshofs, und viel wertvolles Material der Verteidigung. Man hat die angebliche „Seife aus Menschenfett“, die nie gerichtlich geprüft worden ist, wie auch das „Originalrezept für die Herstellung von Seife aus Menschenfett“ (Dokument UdSSR-196), das eine Fälschung ist, aber anscheinend keine deutschen Originaldokumente aus der Kriegszeit. Den Haag besitzt negative Ablichtungen von diesen Dokumenten, auf außerordentlich sprödem Papier, das mit Drahtklammern zusammengeheftet ist. Um die Dokumente zu photokopieren, muß man zuerst die Drahtklammern entfernen. Nachher müssen die Dokumente nochmals mit Drahtklammern zusammengeheftet werden, was bekanntlich mehr Löcher macht. Die meisten dieser Dokumente sind bemerkenswert selten abgelichtet worden. Beamte in Den
Haag sagen, daß sehr wenige Besucher diese Dokumente sehen wollen. „Zitiert“ aber werden sie immer wieder.

Die „National Archives“ in Washington (siehe Telford Taylor: „Use of Captured German and Related Documents, A National Archive Conference“) behaupten, die Originaldokumente seien in Den Haag. Den Haag behauptet, die Originaldokumente seien in den „National Archives“.

Das Stadtarchiv in Nürnberg und das Bundesarchiv in Koblenz besitzen auch keine Originaldokumente. Beide behaupten, die Originaldokumente seien in Washington! Da die Originaldokumente in den meisten Fällen nur „Kopien“ sind, gibt es oft keine
Beweise dafür, daß die betreffenden Dokumente je existiert haben.

Hauptankläger Robert Jackson leitete schamlos den Prozeß mit Zitaten aus folgenden gefälschten oder sonst wertlosen Dokumenten ein: 1947 PS; 1721-PS, 1014-PS, 81-PS, 212-PS u.a.m. (II 120-142 [141-168]).

1947-PS soll die „Kopie“ einer „Übersetzung“ eines Briefes vom General Fritsch an die Baronessin von Schutzbar-Milchling sein. Später unterschrieb die Baronessin eine eidesstattliche Erklärung, in der sie behauptete, den betreffenden Brief nie empfangen zu haben (XXI 381 [420-421]).

Der gefälschte „Brief“ von General Fritsch an die Baronessin von Schutzbar-Milchling wurde noch während des Prozesses vom Gerichtshof selbst als Fälschung erkannt und wurde nicht in die Dokumentenbände aufgenommen, wo er sonst bei XXVIII 44 hätte erscheinen müssen. Jackson wurde jedoch nicht vom Gericht ermahnt (XXI 380 [420]).

Anscheinend haben die übereifrigen Amerikaner 15 solche „Übersetzungen“ gefälscht. Die „Originaldokumente“ sind nachher alle auf rätselhafte Weise verschwunden (siehe Taylor, „Captured Documents“).

1721-PS ist eine Fälschung, in der ein SA-Mann einen Brief an sich selbst schreibt, in dem er berichtet, auf welche Art und Weise er jetzt einen Befehl ausführen wolle, den er im Brief wörtlich zitiert. Handgeschriebene Markierungen auf Seite 2 und 3 sind offenbare Fälschungen von Markierungen auf Seite 1 (XXI 137-141 [157-161]; 195-198 [219-224]; 425 [470]; XXII 147-150 [169-172]; siehe auch „Testimony Before the Commission“, Fuß, am 25. April, und Lucke, am 7. Mai 1946). Die „National Archives“ besitzen eine Positivablichtung von 1721-PS, während der Friedenspalast eine Negativ
ablichtung hat. Das „Originaldokument“ ist eine „Photokopie“ (XXVII 485).

1014-PS ist eine falsche „Hitlerrede“ auf Papier ohne Briefkopf, Unterschrift, Stempel, usw., geschrieben von einem Unbekannten. Das Dokument trägt die Überschrift „Zweite Rede“, obwohl es bekannt ist, daß Hitler an diesem Tag nur eine einzige Rede gehalten hat. Es gibt 4 Versionen von dieser Rede. 3 davon sind Fälschungen: 1014-PS, 798-PS, L-3, nur eine authentisch, Ra-27 (XVII 406-408 [445-447]; XVIII 390 402 [426-439]).

Die dritte Fälschung, Dokument L-3, trägt den Stempel eines FBI-Labors und wurde nicht einmal als Beweis zugelassen (II 286 [320-321]); 250 Kopien davon wurden aber als echt an die Presse verteilt (II 286 293 [320-328]).

Dieses Dokument wurde von A.J.P. Taylor auf Seite 254 von „The Origins of the Second World War“, Fawcett Paperbacks, 2nd edition, with Answer to his Critics“) zitiert, der seine Quelle als „German Foreign Policy, Series D vii, No. 192 und 193“ angibt.

L-3 ist die Quelle vieler Hitler zugeschriebener Zitate, insbesondere „Wer erinnert sich heute an das Schicksal der Armenier“, und „Unsere Feinde sind kleine Würmer. Ich habe sie in München gesehen“. Der angebliche Hitler vergleicht sich selbst mit Djengis Khan und kündigt an, er werde die Polen ausrotten und vor den Photographen Chamberlain in den Unterleib treten. Das Dokument scheint auf derselben Schreibmaschine gebastelt worden zu sein, wie viele andere Nürnberg-Dokumente,  einschließlich der 2 anderen Fassungen derselben Rede. Diese Schreibmaschine war eine Martin aus den Triumph-Adler-Werken, Nürnberg.

81-PS ist eine „beglaubigte Kopie“ eines nicht unterzeichneten Briefes auf ganz normalem Papier, geschrieben von einem Unbekannten. Wenn er authentisch wäre, würde es sich um den Entwurf eines nie abgeschickten Briefes handeln. Immer wieder spricht man von einem „Brief“ Rosenbergs, was Rosenberg bestritt (XI 510-511 [560-561]). Dem Dokument fehlen Unterschrift, Initialen, Aktenzeichen (eine bürokratische Angabe), und es wurde auch nicht bei der Person gefunden, an  die es adressiert war (XVII 612 [664]). 81-PS ist eine „Photokopie“ mit einer sowjetischen Aktennummer (UdSSR-353, XXV 156-161).

212-PS wurde auch von einem Unbekannten gefertigt, gänzlich auf normalem Papier, ohne irgendwelche handgeschriebene Markierungen, Datum, Anschrift, oder Stempel (III 540 [602], XXV 302-306; siehe auch Photokopien von negativen Photokopien aus Den Haag).

Dies ist leider nur typisch. Dokument 386-PS, das „Hoßbach-Protokoll“, eine angebliche „Hitlerrede“ von 5. November 1938, ist eine „beglaubigte Photokopie“ einer Mikrofilmkopie einer neu getippten „beglaubigten Kopie“, angefertigt von einem Amerikaner, von einer neu getippten „beglaubigten Kopie“, angefertigt von einem Deutschen, von den -von Hitler nie beglaubigten – handgeschriebenen Notizen, die Hoßbach 5 Tage später aus dem Gedächtnis heraus von einer Hitlerrede gemacht haben will. Es handelt sich dabei nicht um eines der schlechtesten Dokumente, sondern um eines der besten, weil wir wenigstens wissen, wer eine der „Kopien“ gebastelt hat. Der Text von 386-PS ist „editiert“ worden (XLII 228-230).

Mit anderen Worten bedeutet „Prozeß durch Dokumente“ folgendes: A, ein völlig Unbekannter, überhört angebliche, von B gemachte, „mündliche Aussagen“, und nimmt Notizen davon, oder fertigt gar ein Dokument an, in dem er diese „Aussagen“ festhält. Dieses Dokument wird dann als Beweis vorgelegt, nicht gegen A, der das Dokument gefertigt hat, sondern gegen B,C,D,E, und eine ganze Reihe anderer Leute, obwohl es nichts gibt, was diese Menschen mit dem Dokument oder mit den angeblichen Aussagen in Zusammenhang bringen könnte. Es wird einfach behauptet, „B hat gesagt“, „C hat getan“, oder „C und D haben gewußt“. Dieser Vorgang ist ein Verstoß gegen die Beweisregeln aller zivilisierten Länder. Auch werden die Dokumente nicht von Zeugen identifiziert.

Zum Fälschen von Originaldokumenten kam es im Nürnberger Prozeß selten, weil die Dokumente selbst dem Gericht nicht physisch vorgelegt wurden. Das „Originaldokument“, d.h. die originale, nicht unterzeichnete „Kopie“, blieb stets in einem Panzerschrank im Dokumentenzentrum verwahrt (II 195 [224], 256-258 [289-292]).

Dann wurden von der „Kopie“ 2 „Photokopien“ (V 21 [29]) oder, wie anderswo behauptet, 6 Photokopien gemacht (II 251-253 [284-286]); diese Kopien wurden dann dem Gerichtshof vorgelegt. Alle anderen Kopien wurden auf eine Matrize neu getippt und vervielfältigt (IX 504 [558-559]).

Im Protokoll wird das Wort „Original“ gebraucht, wenn man „Photokopie“ meint (II 249-250 [283-284]; XIII 200 [223], 508 [560], 519 [573], XV 43 [53], 169 [189] 171 [191] 327 [359]), um die
„Photokopien“ von den vervielfältigten Kopien zu unterscheiden (IV 245 246 [273-274]).

„Übersetzungen“ waren von allen Dokumenten schon am Anfang des Prozesses zur Verfügung, (II 159-160 [187-189], 191 [219-220], 195 [224], 215 [245], 249-250 [282-283], 277 [312], 415 [458], 437 [482-483]); die „deutschen Originaltexte“ gab es aber erst frühestens 2 Monate später. Dies gilt nicht nur für die Anklageschriften und andere Schriftsätze des Gerichts, sondern für alle Dokumente. Die Verteidigung hatte vor dem 9. Januar 1946 noch keine Dokumente in deutscher Sprache erhalten (V 22-26 [31-35]).

Dokumente die allem Anschein nach auf derselben Schreibmaschine zusammengebastelt wurden, sind u.a. Dokument 3803-PS, ein „Brief“ von Kaltenbrunner an den Bürgermeister von Wien, zusammen mit dem Begleitschreiben dieses selben Bürgermeisters, als er Kaltenbrunners „Brief“ an den Gerichtshof sendet (XI 345-348 [381-385]). Der „Brief“ von Kaltenbrunner enthält eine falsche geographische Bezeichnung (XIV 416 [458]).

KARL DÖNITZ

doenitzDönitz wurde wegen „verbrecherischer U-Boot-Kriegsführung“ gegen die Briten eingesperrt. Im Völkerrecht ist alles eine Frage von Vergeltung und internationalen Vereinbarungen, deren Beachtung wiederum nur durch Vergeltung erzwungen werden kann. Im Krieg ist die beste Verteidigung gegen irgendeine Waffe ein kräftiger Gegenangriff mit derselben Waffe. Wegen ihrer Überlegenheit auf der See, haben die Briten in beiden Weltkriegen Blockaden durchführen können, indem sie das sogenannte
„Navicert-System“ angewendet haben. Neutrale Schiffe wurden auf hoher See mit Gewalt aufgebracht und in einen britischen Hafen gezwungen, wo sie nach komplizierten Formeln durchsucht wurden: wenn ein neutrales Land mehr Nahrungsmittel, Düngemittel, Wolle, Baumwolle, Leder, Gummi, usw. importierte, als man für notwendig für den eigenen Bedarf hielt, ging man davon aus, daß die Differenz für den Wiederverkauf an die Deutschen bestimmt war. Ergebnis: das Schiff wurde mit der gesamten Ladung beschlagnahmt und versteigert (was auch ein Verstoß gegen britische Versicherungsvereinbarungen war).

In 1918-19 wurde die Blockade nach dem Waffenstillstand acht Monate lang aufrechterhalten, um die Ratifizierung des Versailler Vertrages zu erzwingen. Hunderttausende oder gar eine Million Deutsche verhungerten nach dem Kriege, während die Diplomaten die Verhandlungen verzögerten, was ein klarer Verstoß gegen die Bestimmungen des Waffenstillstands und des Völkerrechts war; mit Hitlers Worten, „der größte Wortbruch aller Zeiten„. Der britische Standpunkt war, daß die Blockade selbst legal war, die Durchführung dagegen illegal; siehe z.B. 1911 Encylopaedia Britannica, „Neutrality“; 1922 Encylopaedia Britannica „Blockade“, „Peace Conference“. Im Pazifikkrieg gegen Japan versenkten die Amerikaner „alles was sich bewegte“.

Die Neutralen, einschließlich der Vereinigten Staaten, beschwerten sich über diese Verletzung ihrer Neutralität, gaben aber dann nach und fügten sich den britischen Wünschen, wobei sie nochmals ihre eigene Neutralität verletzten. Eine Nation, die mit einer Verletzung ihrer Neutralität einverstanden ist, darf als kriegsführend betrachtet werden.

Die Fünfte Haager Konvention vom 18. Oktober 1907 über die Rechte von Neutralen wurde nie von den Briten ratifiziert. Trotzdem betrachteten die Briten alle Bestimmungen der Konvention als verbindlich für die Japaner und die Deutschen, obwohl eine Klausel den Vertrag außer Kraft setzt, wenn eine Macht sich am Krieg beteiligt, die den Vertrag nicht unterschrieben hat.

1939 besaßen die Deutschen nur 26 U-Boote, die im Atlantik eingesetzt werden konnten – ein Fünftel von der Stärke der französischen Flotte allein. Dazu waren die deutschen U-Boote viel kleiner als die der anderen Länder. Eine Gegenblockade gegen die Briten konnte nur durchgeführt werden, wenn man die Neutralen davor warnte, in britische Territorialgewässer zu fahren. Für die Briten, wurde dies als „Verbrechen“ eingestuft.

Von diesen 26 U-Booten waren viele zu irgendeinem gegebenen Zeitpunkt reparaturbedürftig, so daß es Monate gab, in denen nur 2 oder 3 davon seetüchtig waren. Es liegt auf der Hand, daß U-Boote nicht wie Überwasserschiffe andere Schiffe aufbringen und Durchsuchungsoperationen durchführen können. Wenn ein U-Boot einmal aufgetaucht ist, ist es fast völlig wehrlos sogar gegenüber Kleinkaliberwaffen auf einem Handelsschiff, von Funk, Radar, und Flugzeugen ganz zu schweigen.

Im Nürnberger Prozeß verlangten die Briten, daß deutsche U-boote hätten auftauchen und dem Handelsschiff mitteilen müssen, daß man beabsichtige, das Schiff zu durchsuchen. Dann hätten sie warten müssen, bis das Handelsschiff die Feindseligkeiten angefangen hätte. Erst dann hätte man das Schiff versenken dürfen, vermutlich mit den Waffen auf dem U-Boot-Deck. Jetzt hätte man ferner die vielen Überlebenden an Bord des U-Boots nehmen müssen (wo sie in viel größerer Gefahr gewesen wären als in einem Rettungsboot), um sie dann so bald wie möglich ans Land zu setzen.

Wenn britische Flugzeuge auftauchten und ein U-Boot mit Überlebenden versenkten, wobei auch die Geretteten ums Leben kamen, waren diese natürlich alle von den Deutschen „ermordet“ worden. Kein internationaler Vertrag verlangt eine derartige Prozedur, und kein Land hat je auf dieser Weise gekämpft. Da das Retten von Überlebenden das U Boot einsatzunfähig machte und oft den Verlust von sowohl Boot als Besatzung bedeutete, verbot Dönitz jeden Rettungsversuch. Die Briten nannten dies einen Befehl, „alle Überlebenden zu töten„. Diese Anklage wurde jedoch nicht im Urteil aufrechterhalten.

Dönitz wurde auch angeklagt, das deutsche Volk zum hoffnungslosen Widerstand aufgefordert zu haben, ein auch von Winston Churchill begangenes „Verbrechen“.

Dönitz erwiderte: „Es war sehr schmerzlich, daß unsere Städte noch zerbombt wurden, und daß wir durch diese Bombenangriffe und durch diesen Kampf noch Menschen verloren. Die Zahl dieser Menschen ist aber etwa 500.000 bis 700.000, wobei den Hauptanteil von mehr als 350.000 daran der Bombenangriff auf Dresden trägt, der militärisch nicht zu verstehen ist und nicht vorauszusehen war. Diese Zahl ist verhältnismäßig gering gegenüber den Millionen von deutschen Menschen, die wir im Osten verloren hätten an Soldaten und Bevölkerung, wenn wir im Winter kapituliert hätten.“ (XIII 247-406 [276-449]; XVIII 312-372 [342 406]).

HANS FRANK

frankzFrank wurde angeklagt, in einem 12.000 Seiten langen, sein „Tagebuch“ genannten Dokument Hunderte von anti-semitischen Bemerkungen gemacht zu haben. Das „Tagebuch“ umfaßt aber nur eine einzige von Frank unterzeichnete Seite. Darüber hinaus enthält es aber Hunderte von humanitären Bemerkungen, die ignoriert wurden (XII 115-156 [129 173]). Die anti-semitischen Aussagen wurden von den Sowjets ausgewählt, in einem kurzem Dokument aufgeschrieben, und dem Gerichtshof als Dokument 2233-PS vorgelegt, das immer als „Franks Tagebuch“ bezeichnet wird.

Das tatsächliche „Tagebuch“ von 12.000 Seiten besteht aus Zusammenfassungen (nicht wörtlich aufgenommenen Protokollen oder stenographischen Notizen) von Konferenzen in denen 5 oder 6 Personen in größter Verwirrung oft gleichzeitig sprachen. Es war daher nicht klar an wen welche Äußerungen zurückzuführen waren (XII 86 [97-98]).

Frank gab sein „Tagebuch“ an die Amerikaner in dem Glauben, daß es ihn entlasten würde: er hatte in öffentlichen Reden gegen Hitlers Rechtsbrüche protestiert, was mit großem persönlichem Risiko verbunden war, und er hatte vierzehnmal versucht zurückzutreten (XII 2 114 [8-128]; XVIII 129-163 [144-181]).

Frank wurde davon überzeugt, daß deutsche Greueltaten stattgefunden hatten, nachdem er „in der Auslandspresse“ vom sowjetischen Majdanek Prozeß gelesen hatte (XII 35 [43]). Auschwitz lag nicht in dem von Frank kontrollierten Gebiet.

Frank sah es als seine Aufgabe, in einem nationalsozialistischen Staat eine unabhängige Justiz zu schaffen, eine Aufgabe, die er unmöglich fand. In einer Rede vom 19. November 1941, sagte Frank: „Das Recht kann man nicht zum Handelsobjekt degradieren; man kann es nicht verkaufen, es ist da, oder es ist nicht da. Das Recht ist keine Börsenware. Wenn das Recht nicht gestützt wird, dann verliert der Staat den moralischen Halt, dann sinkt man in den Abgrund der Nacht und des Grauens“.

Hitlers Rechtsbrüche schlossen nie das Erlassen eines „ex-post facto Gesetzes“ ein; in 3 Fällen wurden Strafen aber rückwirkend erhöht (XVII 504 [547]).

Franks angeblicher Raub von Kunstschätzen wird zusammen mit dem von Rosenberg besprochen.

WILHELM FRICK

frickFrick wurde wegen angeblicher „Germanisierung“ von den Einwohnern von Posen, Danzig, Westpreußen, Eupen, Malmedy, dem Sudetenland, dem Memelland, und Österreich (!) erhängt. Mit der Ausnahme von Österreich waren alle diese Gebiete durch den Versailler Vertrag von Deutschland abgetrennte ehemalige Teile des preußischen Staates. Malmedy ist ein französischsprachiges Gebiet; alle andere sind deutschsprachige Gebiete. Österreich war nicht in der Lage, nach 1919 als eine wirtschaftlich unabhängige Einheit zu überleben, und hatte verlangt, durch eine Volksabstimmung mit Deutschland zusammengeschlossen zu werden. Die demokratischen, alliierten Siegermächte antworteten mit der Drohung, die Zufuhr von Nahrungsmitteln abzuschneiden (XVIII 55 [66], XIX 360 [397]).

Ein anderes, angeblich von Frick begangenes Verbrechen war die Tötung von 275.000 Schwachsinnigen, die ihm in dem „Bericht“ einer tschechischen (kommunistischen) „Kriegsverbrechenskommission“ zur Last gelegt wurde.

Wie Göring wurde Frick angeklagt, für das Bestehen der KZs verantwortlich zu sein. In seiner Verteidigung wurde darauf hingewiesen, daß es schon vor der nationalsozialistischen Machtergreifung sowohl in Deutschland als auch in Österreich die „Schutzhaft“ gegeben hatte. In Österreich wurde sie „Anhaltehaft“ genannt und bildete die Rechtsgrundlage dafür, Tausende von Nationalsozialisten einzukerkern (XXI 518-521 [572-576]). „Schutzhaft“ besteht in Deutschland auch heute noch, wo sie
„U-haft“ genannt wird.

Im Urteil einer der wichtigsten Dachau-Prozesse („Trial of Martin Gottfried Weiss and Thirty Nine Others, „Law Reports of Trials of War Criminals“, Band XI, S. 15, veröffentlicht von den Vereinigten Nationen), findet man folgenden Satz:

„Im Fall des Konzentrationslagers Mauthausen… waren die Tatsachen grundsätzlich dieselben, obwohl die Verlustziffern viel höher lagen, weil Massentötungen in einer Gaskammer durchgeführt wurden…“

Heißt das etwa, daß man zugibt, daß es in Dachau nie eine Gaskammer gab? Jedenfalls bestätigen die „Law Reports of Trials of War Criminals“, daß kein Dachau-Prozeß je die Existenz einer „Gaskammer in Dachau“ bewiesen hat.

Im Nürnberger Prozeß wurde „eine beglaubigte Kopie“ des Urteils im „Trial of Martin Gottfried Weiss and Thirty Nine Others“, in dem dieser Satz fehlte, dem Tribunal als Dokument 3590-PS (V 199 [228]) vorgelegt, zusammen mit 3 anderen Dokumenten, die „Massenvergasungen in Dachau“ beweisen sollten (Dokument 3249-PS, V 172-173 [198], XXXII 60; Dokument 2430-PS, XXX 470; und 159-L, XXXVII 621).

Frick wurde von Dr. Franz Blaha, einem Zeugen, der das Gutachten „Massenvergasungen in Dachau“ unterschrieben hatte (Dokument 3249 PS, geschrieben von Lt. Daniel L. Margolies, der auch an der Fälschung von 3 Hitlerreden beteiligt war, XIV 65 [77]) angeklagt, Dachau besucht zu haben. Frick bestritt dies und bat, als Zeugen vernommen zu werden, um zu seiner Verteidigung aussagen zu können und mit Blaha konfrontiert zu werden.

Dies wurde ihm verweigert. Anscheinend gab Frick auf. Er sagte nie aus. Die Schlußrede seines Verteidigers ist in Band XVIII, Seite 164-189 [182-211] abgedruckt.

Der Zeuge, Dr. Franz Blaha, ein Kommunist, war 1961 Vorsitzender des Internationalen Dachauverbandes, und behauptete dann immer noch, er habe in Dachau Massenvergasungen gesehen und Hosen und andere Lederwaren aus Menschenhaut hergestellt.

Der Prozeß von Martin Gottfried Weiss liegt auf 6 Mikrofilmrollen vor (M1174, National Archives). Die ersten „Gaskammerbeweisstücke“ (Bericht, Skizze, Brausebaddüse, Rolle 1), wurden dem Dachau-Gericht nie vorgelegt, und sind nicht mehr unter den endgültigen Beweisstücken für den Prozeß zu finden (Rolle 4). Das Protokoll (Rolle 2 & 3) erwähnt kein einziges Mal irgendeine Gaskammer in Dachau, außer in einigen Sätzen in der Aussage von Dr. Blaha (Band 1, S. 166, 169). Die angebliche „Menschenhaut“ stammte von Maulwürfen (Band 4, S. 450,462,464).

HANS FRITZSCHE

hans_fritzscheFritzsche kam durch einen an ihn geschriebenen Brief zu der Überzeugung, daß es in Rußland Massentötungen gegeben hatte. Er versuchte dies nachzuprüfen, konnte aber keine Beweise dafür finden (XVII 172-175 [191-195]).

Fritzsche ist ein wichtiger Zeuge, da in seinem Fall vom Gerichtshof zugegeben wurde, daß ausländische Zeitungen viele „falsche Nachrichten“ über Deutschland verbreitet hatten (XVII 175-176 [194 196]; siehe auch XVII 22-24 [30-33]). Trotzdem hatten eben dieselben Zeitungsartikel und Rundfunkberichte die „allgemein bekannten Tatsachen“ geschaffen, für die es laut den Beweisregeln des Gerichtshofs keiner Beweise bedurfte (Artikel 21 von den Beweisregeln, I 15 [16], II 246 [279]).

Fritzsches Verteidigung wies darauf hin, daß es keine zwischenstaatliche Vereinbarung zur Regelung und Begrenzung von Propaganda oder Greueltatgeschichten – wahre oder falsche – gebe. Nur ein einziges nationales Gesetz eines einzigen Staates (der Schweiz) verbiete es, ausländische Staatsoberhäupter zu beleidigen. Daß Fritzsche keines Verbrechens schuldig sein konnte, war im Nürnberger Prozeß unerheblich. Man betrachtete es als unerwünscht, einen „Prozeß“ zu führen, in dem alle Angeklagten für schuldig befunden würden. Im Kuhhandel, der dem Urteil vorausging, wurde vereinbart, daß Fritzsche freigesprochen werden sollte (XVII 135-261 [152-286]; XIX 312-352 [345-388]).

WALTER FUNK

funk9Funk war klassischer Pianist und stammte aus einer sehr respektierten Künstlerfamilie. Zur Zeit des Prozesses war er seit 25 Jahren verheiratet und ehemaliger Finanzredakteur. Wie die meisten anderen Angeklagten wurde Funk beschuldigt, „unmoralische Handlungen“ begangen zu haben, indem er z.B. Geburtstagsgeschenke von Hitler angenommen habe und damit „bereitwillige Teilnahme am gemeinsamen Plan“ bewiesen hätte. (Natürlich können solche Handlungen nicht verboten sein!).

Funk behauptete, daß die Briten und die Polen konspiriert hätten, um Deutschland zum Krieg zu provozieren, weil sie geglaubt hätten, daß die Generäle dann Hitler stürzen würden. (XIII 111-112 [125-126]).

Funk wurde auch beschuldigt, in geheimer Absprache mit der SS veranlaßt zu haben, daß Insassen der Konzentrationslager getötet worden seien, damit mit ihrem Zahngold der Kriegseinsatz habe finanziert werden können. Das Zahngold war angeblich in einem Keller der Reichsbank zusammen mit Rasierutensilien, Füllfederhältern, großen Weckern und anderem mehr oder weniger wertlosem Plunder aufbewahrt worden. Vergessen war die Zeugenaussage von Rudolf Höß, daß die Zähne schon in Auschwitz eingeschmolzen worden seien (XI 417 [460]).

Funk sagte aus, daß die Menge und die Art der Diebesbeute „absurd“ seien, und wies darauf hin, daß die SS als Zollpolizei gedient habe, und daß ihr die Überwachung der Devisenkontrollregelungen unterstellt gewesen sei, die es u.a. Privaten untersagten, Gold, Silber, und ausländische Währung zu besitzen. Es sei ganz normal gewesen, daß die SS große Mengen von Wertsachen beschlagnahmt habe. Die SS, als Regierungsbehörde, habe natürlich Finanzkonten besessen, und solche Konten hätten natürlich auch Wertsachendepots umfaßt. Private Bürger hätten auch Wertsachen in denselben Tresoren aufbewahrt als die SS; die Reichsbank habe keinen Zugang zu diesen Tresoren gehabt, weil es sich um private Sicherungsdepots gehandelt habe.

Mit den zunehmenden Bombenangriffen, seien immer mehr Wertsachen von ganz normalen deutschen Bürgern in den Tresoren aufbewahrt worden. Nach einem besonders kräftigen Angriff auf die Reichsbank, seien die Wertsachen zuletzt in eine Kaliummine nach Thüringen gebracht worden. Dort seien die Wertsachen von den Amerikanern gefunden worden, die davon einen gefälschten Film gemacht haben.

Funk und sein Rechtsanwalt bewiesen durch einen Zeugen der Anklage in den wohl intelligentesten Kreuzverhören und Zeugenaussagen des ganzen Prozesses, daß der Film tatsächlich eine Fälschung war (XIII 169 [189 190], 203-204 [227-228], 562-576 [619-636]; XXI 233-245 [262-275]).

Kurzen Prozeß wurde auch mit der lächerlichen Erklärung Oswald Pohls gemacht, Dokument 4045 PS. In dieser Erklärung wurde Funk angeklagt, bei einer Abendgesellschaft in Anwesenheit von Dutzenden von Leuten einschließlich Kellnern – die Anwendung vom Zahngold toter Juden zur Finanzierung des Kriegseinsatzes diskutiert zu haben (XVIII 220-263 [245-291]). Diese Erklärung wurde auf deutsch geschrieben und von Robert Kempner als Zeugen unterschrieben. Pohl wurde später für schuldig gefunden, in Treblinka Opfer in 10 „Dampfkammern“ zu Tode „gedampft“ und aus ihrem Haar Türmatten hergestellt zu haben (NMT IV 1119-1152) (Vierter Militärgerichtshof, Nürnberg).

Wie die anderen Angeklagten im Nürnberger Prozeß glaubte Funk auch, daß Verbrechen vorgekommen waren, behauptete aber, er habe nichts davon gewußt. Sein Glaube daran ist aber an sich kein Beweis dafür, daß solche Verbrechen tatsächlich stattgefunden haben.

KURT GERSTEIN

gersteinwKurt Gerstein wird oft als „Holocaust-Zeuge“ bezeichnet. Dies ist aber nicht korrekt. Unter „Zeugen“ versteht man im allgemeinen eine Person, die etwas gesehen hat und die vor Gericht erscheint, um darüber auszusagen. Dies hat Gerstein nicht getan. Gerstein war nicht vereidigt und erschien nicht vor Gericht. Er trat nur als ein Name am Ende einer mit Schreibmaschine auf französisch gefertigten „Erklärung“ auf, die er vielleicht geschrieben hat – oder vielleicht auch nicht. (Dokument 1553 PS, im ersten Nürnberger Prozeß zurückgewiesen).

Nach einer der Überlieferungen über Gerstein soll er die Erklärung im Cherche Midi-Gefängnis in Frankreich geschrieben haben; unmittelbar nachher soll er dann Selbstmord begangen haben. Die Leiche ist aber sofort auf ganz mysteriöse Weise spurlos verschwunden.

Die „Gerstein Erklärung“, eine von 6 verschiedenen Ausgaben, wurde in Nürnberg aus rein technischen Gründen abgelehnt, d.h. irgendein Eid war nicht richtig geschworen worden (IMT VI 333-334 [371-372], 362 363 [398-399]).

Sie wurde im Pohl-Prozeß wiederbelebt (NMT IV 1119-1152), zusammen mit den 10 „Dampfkammern“ in Treblinka (3311-PS).

Es ist viel wahrscheinlicher, daß die Erklärung von einem deutsch jüdischen Vernehmungsbeamten und „Dolmetscher“ auf französisch geschrieben wurde, und daß einige der Widersprüche (wie z.B. daß es im August Winter ist, oder daß er in einem Satz mit dem Wagen fährt und im unmittelbar folgenden Satz mit dem Zug) auf eine fehlerhafte Übertragung der Vernehmungsnotizen in die Form einer Erklärung zurückzuführen sind. In den Prozessen gegen die kleineren Kriegsverbrecher und in japanischen Kriegsverbrecherprozessen kommen solche „Erklärungen“ nicht-vereidigter „Zeugen“ ziemlich häufig vor, da man davon ausging, daß solche Erklärungen zwar weniger „Gewicht“ besaßen als eidesstattliche Erklärungen, aber dennoch einen „Wahrscheinlichkeitswert“ hatten. Es ist auch möglich, daß Gerstein an Verletzungen gestorben ist, die ihm während der Vernehmungen zugefügt wurden; oder vielleicht hat er sich am Farbband der Schreibmaschine aufgehängt. Wir wissen es nicht – niemand scheint es zu wissen.

Dieses Dokument wurde später im Prozeß gegen Oswald Pohl ausführlich zitiert, wo „bewiesen“ wurde, daß man in Treblinka 10 „Gaskammern“ und 10 „Dampfkammern“ besaß, gleichzeitig.

G.M. GILBERT

Einer der berühmtesten Berichte über das Verhalten und die Psyche der Angeklagten im Nürnberger Prozeß ist das Buch „Nuremberg Diary“ des deutschgeborenen Psychologen G.M. Gilbert. Das meiste Material des Buches besteht aus angeblichen Unterhaltungen der Angeklagten bzw. anderer Personen mit Gilbert, sowie aus Gesprächen der Angeklagten unter sich (!); dies alles soll Gilbert nachher aus dem Gedächtnis niedergeschrieben haben.

Ein Vergleich der angeblichen „Unterhaltungen“ mit dem Protokoll vom Nürnberger Prozeß macht es deutlich, daß die Angeklagten nicht in dem Stil gesprochen haben, den ihnen Gilbert zugeschrieben hat. Gilbert nahm keine Notizen; keine Zeugen waren anwesend.

Wer glaubt, daß die Dokumente 1014-PS, 798-PS und L-3„Hitlerreden“ sind, mindestens im Vergleich mit Dokument Ra-27, darf weiterhin glauben, daß Gilberts Buch „Äußerungen der Angeklagten im Nürnberger Prozeß“ enthält. Natürlich schließt das nicht aus, daß die Angeklagten sich sinngemäß in etwa so ähnlich geäußert haben könnten, wie aus Gilberts „Erinnerung“ hervorgeht.

Gilbert glaubte, daß die Angeklagten Millionen von Juden vergast hätten. Wenn sie deswegen keine Schuldgefühle zeigten, sei das der Beweis, daß sie „schizophren“ seien.

Es ist offensichtlich, daß eine solche Einstellung seinerseits sein Wahrnehmungsvermögen und sein Gedächtnis beeinflußt haben muß, auch wenn er die Wahrheit so wiedergegeben hat, wie er sich daran erinnert. Wenn er gelogen hat, wäre er bestimmt nicht der einzige „Amerikaner“, der beim Nürnberger Prozeß das getan hat. Telford Taylor, z.B., war schlichtweg unfähig, die einfachsten Äußerungen wahrheitsgemäß zu wiederholen (siehe XX 626 [681-682]), die Äußerungen von General von
Manstein, verglichen mit Taylors „Zitate“ von Manstein, XXII 276 [315]).

Gilberts Unehrlichkeit wird am besten durch die Eintragung für den 14. Dezember 1945 belegt: „Major Walsh fuhr fort, dokumentarische Beweise für die Ausrottung von Juden in Treblinka und Auschwitz vorzutragen. In einem polnischen Dokument hieß es: „Alle Opfer mußten sich Kleider und Schuhe ausziehen; die Sachen wurden später gesammelt; nachher wurden alle Opfer, Frauen und Kinder zuerst, in die Todeskammern getrieben… Kleinkinder wurden ganz einfach hineingeworfen“ (S. 69, 1. Ausgabe).

Natürlich ist der „dokumentarische Beweis“ nichts als ein kommunistischer „Bericht über Kriegsverbrechen“, und die „Todeskammern“ sind, natürlich, keine Gaskammern, sondern „Dampfkammern“ (III 567-568 [632-633]).

HERMANN GÖRING

goeringdGöring wurde angeklagt, das KZ-System geschaffen und einen „Angriffskrieg“ gegen Polen angestiftet zu haben. Görings Verteidigung war, daß Deutschland ein souveräner Staat gewesen sei, den alle Regierungen der Welt anerkannt hätten (XXI 580-581 [638-639]); Hitler sei legal gewählt worden; jede Regierung sei berechtigt, Gesetze zu machen und seine Angelegenheiten so zu gestalten, wie sie es für richtig halte; General von Schleicher habe ohne die Unterstützung der Nationalsozialisten versucht, gesetz- und verfassungswidrig zu regieren; Deutschland sei 1933 am Rand eines Bürgerkriegs
gewesen; KZs seien im Burenkrieg von den Briten erfunden worden; *

* Anmerkung des Verfassers Tatsächlich wurden KZs während der französischen Revolution erfunden, um die Bauern der Vendee einzukerkern. Es handelte sich um eine ganz „demokratische“ Einrichtung.

Internierungen von feindlichen Staatsbürgern und politischen Gegnern sei während des Zweiten
Weltkriegs von sowohl Amerika als Großbritannien durchgeführt worden.

Der Befehl, die KZs zu schaffen, war ohne jeden Zweifel legal und stützte sich auf eine Notstandsklausel der Weimarer Verfassung. Er war auch von Hindenburg unterzeichnet worden (Reichspräsidentenerlaß vom 28. Februar 1933), gemäß Artikel 48, Absatz 2, der Weimarer Verfassung (XVII 535 [581], XIX 357 [394]).

Wie aus einem von der Anklage vorgelegten Dokument, Dokument R-129 (III 506 [565-566]), hervorgeht, gab es 1939 insgesamt 21.400 Insassen in allen deutschen KZs; gleichzeitig saßen 300.000 Personen in den gewöhnlichen Justizvollzugsanstalten (XVII 535-536 [581-582], XX 159 [178]).

Ein Jahr nach dem Kriege waren 300.000 Deutsche gemäß alliierten Vereinbarungen über die „automatische Verhaftung“ in alliierten Gefangenenlagern eingesperrt (vgl. z.B. Punkt B-5 der Gemeinsamen Erklärung von Potsdam) (XVIII 52 [62]).

Die Mehrheit der Gefangenen in deutschen KZs waren friedensstörende Kommunisten oder gewöhnliche Verbrecher (XVII 535-536 [581-582], XXI 516-521 [570-576], 607-614 [677-685]).

Während des Krieges wurde das Lagersystem wegen der Blockade ausgebaut, damit man die Arbeitskraft von feindlichen Ausländern, Verbrechern, Zeugen Jehovas, und Kommunisten ausnutzen könnte. Es wurde darauf hingewiesen, daß auch Amerika 11.000 Zeugen Jehovas eingesperrt habe (XI 513 [563]).

Großbritannien hat beide Weltkriege unter Verletzung des Völkerrechts ausgefochten, indem sowohl Deutschland als auch alle besetzten Gebiete durch Blockade buchstäblich in die Hungersnot getrieben wurden (XIII 445-450 [492-497]; XVIII 334-335 [365-367]). Diese Verhältnisse machten es notwendig, in den besetzten Gebieten Requisitionen und Arbeitspflicht durchzuführen, was laut Artikel 52 der 4. Haager Landkriegsordnung vom 18. Oktober 1907 legal war. Aus diesem Grund waren auch die ausländischen Arbeitnehmer glücklich, in Deutschland arbeiten zu dürfen und Geld an ihre Familien in der Heimat überweisen zu können (insgesamt zwischen zwei und drei Milliarden Reichsmark während des Krieges!).

Die „Sklaven“ zahlten von ihrem Lohn deutsche Steuern, und konnten mit Geldstrafen bestraft werden, die einen Wochenlohn nicht übersteigen konnten (V 509 [571]). Bei groben Verstößen gegen die Arbeitsdisziplin konnten sie für höchstens 56 Tage in ein Arbeitslager geschickt werden (aber nicht in ein KZ) (XXI 521 [575-576]). Es war strengstens verboten, sie zu prügeln oder mißhandeln.

Kriegsgefangene konnten sich freiwillig zur Arbeit in der Industrie melden und wurden dann aus dem Kriegsgefangenenlager entlassen; in diesem Fall wurden sie genau wie alle anderen Industriearbeiter behandelt (XVIII 496-498 [542-544]), verloren aber den Schutz unter der Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen. Sie konnten nicht zu diesem Schritt gezwungen werden.

Die Vichy-Regierung in Frankreich erlangte die Freilassung und sofortige Heimkehr von 1 Kriegsgefangenen für je 3 Arbeiter, die nach Deutschland geschickt wurden, um dort vertraglich für mindestens 6 Monate zu arbeiten (XVIII 497 [543]). Es wäre formell auch nicht möglich gewesen, die Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen zu verletzen, indem man etwa Gefangene mit französischer, belgischer oder holländischer Staatsangehörigkeit gezwungen hätte, an
Feindseligkeiten gegen ihre eigenen Heimatländer teilzunehmen, da ihre eigenen Heimatländer nicht mehr gegen Deutschland kämpften (XVIII 472-473 [516].

Was den Angriff gegen Polen betrifft, gab es die polnische Krise schon seit mehr als einem Jahr vor dem Molotov-Ribbentrop Pakt und den deutschen und sowjetischen Angriffen. Während dieser ganzen Zeit verlangten die Polen zu keinem Zeitpunkt die Einberufung eines neutralen internationalen Schiedsgerichts, appellierten sie nie an den Völkerbund -weil sie keine gerechte Lösung wünschten. Die Polen begnügten sich damit, weiterhin die von ihnen eingegangenen internationalen Vereinbarungen zu verletzen, indem sie polnische Staatsbürger deutscher Herkunft sowohl als auch viele Hunderttausende Juden vertrieben (XVI 275 [304]).

Die Masseneinwanderung polnischer Juden nach Deutschland sei die unmittelbare Ursache für den deutschen Antisemitismus gewesen, behaupteten viele Angeklagte und Zeugen der Verteidigung (XXI 134-135 [155]; XXII 148 [169]). Polnische Juden seien in viele Finanzskandale und Betrügereien verwickelt gewesen, z.B. in die Barmat Kutitska-Affäre (XXI 569 [627]).

Was eine „Anstiftung zur völkerrechtswidrigen Kriegsführung“ anbelangt, waren es natürlich die Briten, die mit ihren massiven Bombenangriffen gegen die Zivilbevölkerung das Kriegsrecht verletzten. Deutsche Soldaten gingen mit ausführlichen, gedruckten Anweisungen in den Kampf: Privatbesitz müsse respektiert werden; Gefangene müßten human behandelt werden, Frauen müßten respektiert werden, usw. (IX 57-58 [68-69], 86 [100-101], XVII 516 [560]).

Vor den deutschen Kriegsgerichten wurden zahlreiche Prozesse gegen Angehörige der eigenen Streitkräfte geführt, die wegen Vergewaltigung oder Plünderung angeklagt wurden, auch wenn es sich dabei manchmal um sehr geringe Sachwerte ging. Es kam dabei zu vielen Todesurteilen (XVIII 368 [401-402], XXI 390 [431], XXII 78 [92]).

Die Beschlagnahme von staatlichem Besitz war nach der Haager Konvention legal. Die Sowjetunion hatte außerdem diese Konvention nicht unterzeichnet. Im Übrigen gab es in den kommunistischen Staaten keinen Privatbesitz. Göring sagte, er sei in Rußland gewesen und habe gesehen, daß die Leute da nichts hätten, was man hätte stehlen können (IX 349-351 [390-393]).

Außerdem taten die Alliierten zur Zeit des Prozesses genau das, was sie den Deutschen zum Vorwurf machten (XXI 526 [581]; XXII 366-367 [418-420]).

Göring wies die Anklage wegen „medizinischer Versuche in Druckkammern“ entschieden zurück, indem er darauf hinwies, daß jeder Pilot seine körperlichen Reaktionen auf Höhenflüge auf die Probe stellen müsse; es gebe nichts Ungewöhnliches oder Unheimliches an einer sogenannten „Druckkammer“ (XXI 304-310 [337-344]). Die Amerikaner führten sogar während des Nürnberger Prozesses medizinische Experimente mit tödlichem Ausgang aus (XIX 90-92 [102 104]; siehe auch XXI 356, 370 [393, 409]).

Ironischerweise wurde behauptet, ein „Verteidigungskrieg“ schließe auch Präventivangriffe (XXII 448 [508]) ein, so wie auch Angriffe, um Bürger anderer Staaten gegen ihre eigene Regierung zu verteidigen (XIX 472 [527]; XXII 37 [49]) – außer wenn es die Deutschen taten (X 456 [513]). Einwände, daß die Deutschen genau das getan hatten, wurden außer Acht gelassen.

Die Sowjets hatten 10.000 Panzer und 150 Divisionen längs der ostpolnischen Grenze konzentriert; dazu hatten sie die Zahl der Flughäfen im sowjetischen Teil von Polen von 20 auf 100 vermehrt. Man hat später detaillierte Landkarten gefunden, die für reine Verteidigungszwecke nicht erforderlich gewesen wären. Man hat es in Deutschland für selbstmörderisch gehalten, auf einen sowjetischen Angriff auf die Ölfelder von Rumänien oder die Kohlengebiete von Schlesien zu warten (XIX 13-16
[20-23], XX 578 [630-631]; XXII 71 [85]).

Es wäre unnatürlich gewesen, wenn sich Nationen mit riesigen Kolonialreichen (Großbritannien, Frankreich) oder Ansprüchen auf ganze Halbkugeln (die Vereinigten Staaten) auf eine brauchbare Definition des Wortes „Angriffskrieg“ hätten einigen können. Es wurde sogar im Urteil des Nürnberger Prozesses zugegeben, daß Begriffe wie „Verteidigung“, „Aggression“, und „Verschwörung“ nie definiert worden seien (XXII 464, 467 [527, 531]). Zweifelsohne bedeutet der Begriff „Defensivkrieg“
nur soviel wie das mittelalterliche „bellum justum“ (der gerechte Krieg) – hier in der Tarnkappe des liberalistischen Kauderwelschs (IX 236-691 [268-782]; XVII 516-550 [560-597]; XXI 302-317 [335 351]).

+++ Ende des 1. Teils+++

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Ubasser

33 Antworten zu “Nicht schuldig – Teil 1

  1. Ostfront 5. November 2016 um 16:10

    Über den „Ehrenkodex der Alliierten

    Protest gegen die unlautere Diffamierung der Besiegten
    vom Amerkaner Edgar L. Jones, US-Kriegsberichter

    „Was glauben die Zivilisten denn, welche Art Krieg wir geführt haben? Wir haben kalten Blutes Gefangene niedergemacht, wir haben Lazarette pulverisiert, Rettungsboote versenkt, feindliche Zivilisten getötet oder verwundet, Verwundeten den Garaus gemacht, Sterbende mit Toten in ein Loch zusammengelegt. Im Pazifik haben wir die Schädel unserer Feinde zerschlagen, sie abgekocht, um aus ihnen Tischgarnituren für unsere Bräute zu machen und haben ihre Knochen ausgemeißelt, um Brieföffner aus ihnen zu verfertigen. Wir haben unsere Phosphorbombenabwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von Atombomben auf zwei unverteidigte Städte gekrönt und haben so zur Zeit einen unbestrittenen Rekord im Massenmord erreicht.

    Als Sieger haben wir uns das Recht angemaßt, unsere Feinde für ihre Kriegsverbrechen vor Gericht zu ziehen; aber wir sollten Realisten genug sein, zu begreifen, daß wir in einem Dutzend Anklagepunkten für schuldig erklärt werden würden, wenn man uns wegen Bruchs der Kriegsgesetze vor Gericht stellte. Wir haben einen ehrlosen Krieg geführt, denn die Moral stand im Denken des kämpfenden Soldaten erst an letzter Stelle.“ (Edgar L. Jones, einer der bekanntesten US-Kriegsberichter, in seinem Protest gegen die unlautere Diffamierung der Besiegten und gegen die heuchlerisch begründete Verfahrensweise der amerikanischen Militärtribunale; abgedruckt in der Revue „The Atlantic Monthly“, Februar 1946.)

    Nicht schuldig – Teil 1

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    Herausgegeben von zwei Kriegsbeschädigten.

    Gersbach und Sohn Verlag, Berlin © 1920[?].
    Diese digitalisierte Version © 2013-2016 by The Scriptorium.
    PDFs zum Herunterladen © 2016 by The Scriptorium: Bd. 1, Bd. 3, Bd. 4, Bd. 5, Bd. 6, Bd. 8.
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    Heft 1:
    Wie die Franzosen auf dem Schlachtfeld das Völkerrecht achten!

    Zum Geleit

    Während der Feindverband überall in der Welt, bei seinen Verbündeten wie den neutralen Staaten, dauernd, ungehemmt und unwidersprochen giftige Saat der Lüge und Verleumdung sät, um bei allen Völkern der Erde den letzten Rest Achtung, den wir noch genießen, für ewige Zeiten zu zerstören, während er seine ebenso geschickte wie gewissenlose Propaganda gegen alles, was deutsch heißt, ungestört fortsetzt und uns Deutsche dadurch als die Sünder und Verbrecher des Weltkrieges hinstellt,

    schweigt das deutsche Volk.

    Während unsere Feinde versuchen, die angeblicher „Verbrechen“ schuldigen deutschen Volksgenossen vor ihr Gericht zu zerren, bei denen Kläger, Richter und Vollstrecker dieselben Personen sind, tun wir nicht das Geringste, unser Volk über die Verbrechen aufzuklären, die Franzosen, Russen, Engländer, Belgier und Rumänen, Weiße, Gelbe und Schwarze, an unseren Vätern, Brüdern und Söhnen begangen haben und verlangen nicht die Aburteilung der Schuldigen.

    Schweigt die Regierung, schweigt die große Masse des Volkes weiter, so muß dieses Schweigen überall in der Welt den Anschein erwecken, als ob wir uns stillschweigend und zustimmend für schuldig halten!

    Daher wollen wir es mit dieser Schriftenfolge: „Die Bestie im Weltkriege“ unternehmen, die Verbrechen und Schandtaten unserer Feinde an Angehörigen des deutschen Volkes rücksichtslos ans Licht der Öffentlichkeit zu ziehen. Wir bringen – in einer Reihe von Schriften – nicht Lügen, Legenden, Märchen und gehässige Erfindungen, wir bringen die lautere Wahrheit, ein für alle Zeiten kostbares Tatsachenmaterial mit Nennung aller Namen, der Wahrheit über die Schandtaten an unseren Kameraden auf dem Schlachtfelde, im [4] Schützengraben, hinter dem Stacheldraht, in Lazaretten und im Gefangenenlager.

    Wir wollen uns keineswegs reinwaschen, auch unter uns gab es Schlechte, Unwürdige und Rohe, auch uns fehlte es in diesem langen Blut- und Hungerkriege nicht an Menschen, die des deutschen Namens unwert geworden, wir können aber nicht dulden, daß wir allein als Verbrecher, die anderen als Unschuldige, wir allein als Bestien, die anderen als Engel im Gedächtnis der Völker weiterleben.

    Wir wollen aber Wahrheit und Gerechtigkeit, denn sie sind die Vorbedingungen für die Freiheit der Völker!

    In die Bergwerke und Fabriken, in die Arbeitsstätten und Büros, und überall hin, wo Hand- und Kopfarbeiter um ihr täglich Brot kämpfen, auf die Kanzeln, in die Schulen, in die Städte und Dörfer und weit hinaus über die Grenzen der Heimat zu den neutralen Völkern fliege diese Schrift, als Verkünderin der Wahrheit, zur Aufklärung des deutschen Volkes und aller Völker der Erde!

    Zwei Kriegsbeschädigte.

    Vorwort

    Aus dem Munde seiner deutschen Brüder soll der Leser in diesem ersten Heft erfahren, wie sich die Franzosen auf dem Gefechtsfelde dauernd schimpflichster Verletzungen des Völkerrechts schuldig gemacht haben. Diese Greueltaten, nicht nur der farbigen, sondern auch der weißen Franzosen, wie sie hier von Männern aus eigenem Selbsterleben heraus geschildert werden, schreien zum Himmel!

    Hinschlachtung von unverwundeten Gefangenen, Verstümmelung und Ermordung von Verwundeten, Beraubung Gefangener, gewohnheitsgemäße Mißachtung des internationalen Roten Kreuzes, ja sogar Schändung deutscher Leichen, und wie die grausigen Verbrechen alle heißen mögen, füllen das Schuldbuch unserer Feinde. Es krampft sich das Herz, es ballt sich die Faust:

    Lest und – urteilt selbst!

    Zwei Kriegsbeschädigte

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    Massenermordung Verwundeter durch weiße Franzosen
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    Der Drahtzieher Adolf Kühn aus Düsseldorf von der Masch.-Gew.-Komp. Res.-Inf.-Regts. 30 erzählt folgenden Vorfall:

    „Ich bin am 25. Sept. 1915 mit einem anderen Mann Melder gewesen. Der von der Kompagnie verteidigte Graben war am selben Tage um 7 Uhr abends von den Franzosen genommen worden. Was von den Mannschaften noch lebte, trat auf Befehl meines Oberleutnants in Gruppen-Kolonne an, um in Gefangenschaft geführt zu werden. Meiner Schätzung nach werden es im ganzen 40 Mann gewesen sein. Die Franzosen eröffneten nun auf uns wehrlos dastehenden Leute auf Kommando eines Vorgesetzten – ob es ein Offizier gewesen ist, konnte ich nicht erkennen – das Feuer. Wir liefen auseinander, und ich fiel durch Knieschuß verletzt in ein Granatloch. Von dort aus sah ich, wie die Franzosen die am Boden liegenden Verwundeten durch Schläge mit den Gewehrkolben und Treten mit den Füßen vollends töteten. Meiner Meinung nach bin ich der einzig Überlebende.“
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    Von 30 Gefangenen 2 Überlebende
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    „Am 28. Sept. 15 wurde ich,“ so erzählt der Tischler Max Emil Richter aus Chemnitz, „als Angehöriger des Res.-Inf.-Regts. 32 zusammen mit ungefährt 30 Kameraden unverwundet von Franzosen bei St. Souplais gefangengenommen. Wir bildeten den Rest von 80 Mann, der infolge schwerer blutiger Verluste bis auf uns zusammengeschrumpft war. In großer Überzahl kam der Feind auf uns zu; wir mußten abschnallen und in kleines Grabenstück hinuntersteigen, hierbei schoß der Gegner auf uns, so daß wir alle auf einen Haufen zu liegen kamen. Wer von uns noch Lebenszeichen von sich gab, wurde mit heftigen Kolbenschlägen niedergeschlagen und niedergestochen. Ich lag unter zwei Kameraden und stellte mich so, als ob ich tot wäre. Außer mir ist nur ein einziger noch am Leben geblieben, der [8] nach Verlauf von einer Stunde starb. Ich selber hatte einen Lungenschuß und einen Streifschuß am Kopf bekommen und blieb auf dem Felde liegen, bis ich von zwei französischen Kavalleristen aufgefunden und mitgenommen wurde.“
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    Schanzarbeiten im feindlichen Feuer
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    Dem Steinbildhauer Ludwig Layh aus Büttelborn vom Res.-Inf.-Regt. Nr. 122 erzählte, kurz nachdem er bei Sommepy in Gefangenschaft geraten, ein Kamerad, er sei verwundet gefangengenommen worden und habe mit einer ganzen Reihe anderer Deutschen Schanzarbeiten dicht hinter der vordersten Stellung verrichten müssen. Hierbei hätten sie auch Verluste durch deutsches Artilleriefeuer gehabt.
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    Ermordung unverwundeter Gefangener durch einen Offizier
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    „Es war am 11. Februar 1915“ – schreibt der Soldat Gustav Büchler aus der Schweiz seiner alten Kompagnie -, „wo die 10. Kompagnie am Sudel in vorderster Stellung war und mehrere Kameraden von der Kompagnie gefangen wurden. Dieselben hatten schon alle ihre Waffen abgegeben und waren schon nauf dem Weg, um nach Goldbach transportiert zu werden. Auf dem Wege begegneten sie einem französischen Offizier, dieser zog den Revolver und schoß mehrere Kameraden nieder, darunter war auch ein guter Freund von mir namens Johann Looch. Wiedmann und Reuter, Vizefeldwebel Kohle und wer noch dabei war, warfen sich auf den Boden, der Offizier knallte fort, bis die letzte Kugel aus seinem Revolver verknallt war. Wiedmann wurde noch an der Hand verwundet, wieviel er niedergeschossen hat, kann ich nicht genau angeben, dabei sind aber wir die Barbaren!“
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    Gefangene werden durch ein Maschinengewehr niedergemäht
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    Der Former Felix Gassenmeyer vom 19. Inf.-Regt. erzählt, daß er am 25. Oktober 1915 in der Champagne-Schlacht mit etwa 40 Mann von Franzosen gefangengenommen wurde. Nach der Gefangennahme wurde alle in den französischen Schützengraben geführt. Obwohl keiner von ihnen ein Gewehr bei sich hatte und ihnen auch Säbel und Messer abgenommen waren, und obwohl sie sich außerdem unter Aufsicht französischer Mannschaften befanden, wurde auf sie auf etwa 50 Meter Entfernung aus einem französischen Maschinengewehr gefeuert. Dadurch wurden mehrere verwundet und einer sogar getötet. Als Gassenmeyer einen seiner verwundeten Kameraden verbinden wollte, hat ihn ein Franzose mit Gewalt davon abgehalten und ist mit dem Bajonett auf ihn losgestürzt, so daß er den Kameraden nicht verbinden konnte. Hinter dem Graben wurden dann allen die Taschen untersucht, ihnen Uhren und sonstige Wertgegenstände, sowie die Brieftaschen abgenommen.
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    Wie Wehrlose niedergemetzelt wurden
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    Der Lagerverwalter Jakob Meid aus Cöln-Mülheim fiel am 27. September 1915 in französische Gefangenschaft. Die Franzosen drangen in die Gräben ein, töteten alle, die sie vorfanden, indem sie zunächst mit Handgranaten nach den wehrlosen Opfern warfen, dann aber die noch Lebenden mit Revolvern und später mit Bajonetten ums Leben brachten. Auf diese furchtbare Art erhielt Meid, der schon zwei Maschinengewehrschüsse in der Seite hatte, noch einen Hand- und Kopfschuß. Da Bewußtlosigkeit sich einstellte, hielt der Gegner ihn für tot und ließ ihn liegen. Erst am nächsten Tage kam Meid wieder zu sich. Auf den Gräben lag schweres deutsches Artilleriefeuer. Obwohl lebensgefährlich verwundet, schleppten die Franzosen ihn in Gegenwart eines Stabsoffiziers in den vordersten Graben, in der Annahme, daß in der Nähe noch ein Artilleriebeobachtungsposten stände, dessen Standort Meid verraten sollte. Vor Erschöpfung brach Meid zusammen; der Gegner ließ ihn daraufhin liegen.

    Als Krankenträger bei der 4. Kompagnie Inf.-Regt. Nr. 61 wurde der Tischler Werner aus Tuchel bei Charnes mit noch 23 anderen Kameraden im Minenwerfergraben gefangengenommen. Die Waffen wurden abgelegt. Der Gegner warf sich auf die Deutschen und erschlug zehn der Gefangenen mit Beilpicken. Werner war gerade mit dem Verbande des verwundeten Vizefeldwebels beschäftigt, als ein Franzose ihm den Verwundeten entriß und mit dem Seitengewehr erstach. Auch Werner hätte das gleiche Los getroffen, wenn nicht ein französischer Offizier dazwischen getreten und das weitere Niedermetzeln wehrloser Gegner verboten hätte.
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    Nach Ausraubung den Hals durchschnitten
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    In der Schlacht bei Arras – La Bassee am 9. Mai 1915 war ein Schützenzug des 5. bayerischen Res.-Kavallerie-Regiments, dem auch der Kriegsfreiwillige Paul Dames angehörte, bei Neuville St. Vaast eingeschlossen worden. Nachdem der Zug einen großen Teil seiner Leute verloren und keine Munition mehr hatte, bat der Rest um „Pardon“. „Dieser“ – so erzählt Dames – „wurde uns jedoch nicht gewährt, sondern die meisten von uns, obwohl sie teilweise schon waffenlos waren, niedergemacht. Bei dieser Gelegenheit wurde mir der linke Fuß durch eine Schrapnellhülse am Knöchel abgeschossen. Hierdurch zu Boden geworfen, blieb ich dort einige Zeit bewußtlos liegen. Als ich wieder zu mir kam, sah ich neben mir einen Kameraden, anscheinend mit einem Knieschuß, liegen, welcher laut stöhnte. Ich verlor nun wieder das Bewußtsein, und erst in der Nacht erwachte ich durch heftige Schmerzen in meinem linken Ellenbogengelenk. Ich fand mich vollständig ausgeraubt, nur noch mit meiner Hose bekleidet und mit einem Gewehrschuß durch das linke Ellenbogengelenk, den ich vorher nicht gehabt hatte, wieder. Ich versuchte mich aufzurichten. Dieses gelang mir jedoch nicht, da ein schwerer Körper auf mir ruhte, den ich nicht hinwegschieben konnte. Als es heller wurde, erkannte ich in dem [10] auf mir liegenden Körper den Kameraden wieder, der vorher mit einem Knieschuß neben mir gelegen hatte. Man hatte ihm den Hals durchgeschnitten.

    Meist immer bei klarem Bewußtsein habe ich dann noch fast 2 Tage und 2 Nächte auf dem Schlachtfelde gelegen. Schließlich wurden 2 französische Sanitätsmannschaften auf mich aufmerksam und brachten mich zu einer Verbandsstelle, wo ich einen Verband um den Beinstumpf erhielt, während meine Wunde am Arm nicht verbunden wurde.“
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    Genagelt und geblendet!
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    Der Jäger Erich Fraaß aus Mehlsack erzählt, daß am 7. oder 8. August 1914, unmittelbar vor der dreitägigen Schlacht bei Mühlhausen i. E., deutsche Infanteristen einen deutschen Feld-Gendarmen anbrachten, der einer französischen Patrouille in die Hände gefallen war. Diese hatten ihm durch das Messingschild, das er trug, 4 etwa 2½ Zoll lange Drahtstifte in die Brust getrieben!! Andere Verletzungen hatte der Feld-Gendarm scheinbar nicht.

    Fraaß erzählt dann weiter: „Am 21. August 1914, kurz nach der Erstürmung des großen Donon, fand ich zusammen mit zwei später gefallenen Kameraden auf einem Patrouillengang einen Beobachtungs-Offizier von unserer Artillerie an einem Baum hängend, und zwar mit dem Kopf nach unten. Ihm war der rechte Arm aus der Schulter gehauen und in jedes seiner beiden Augen war einer von seinen Anschnall-Sporen getrieben, der Arm sowohl wie die Augen bluteten ganz frisch, so daß wohl die Tat unmittelbar, bevor wir die Leiche des Offiziers fanden, geschehen war. Andere Verletzungen, insbesondere solche von Schüssen, habe ich an dem Körper des Offiziers, den ich freilich nur mit der Uniform bekleidet gesehen habe, nicht wahrgenommen. Da uns gegenüber ein Zuaven-Regiment lag, so nehme ich an, daß in diesem die Täter zu suchen waren.“
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    Geblendet, genagelt und mit dem Bajonett durchbohrt
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    Leutnant A. v. Bülow vom Feld-Jäger-Bataillon 14 erzählt von einem grausigen Erlebnis im Waldgefecht zwischen Etival und St. Bènret:

    „Wir lagen im heftigen Gefecht mit französischen Alpenjägern. Bei einem unserer Vorstöße fanden wir im Walde die Leiche eines Jägers unseres Bataillons. Der Körper war an eine starke Fichte oder Tanne gebunden. Beide Augen waren ausgestochen. Auf die entblößte Brust hatte man die Tschakozierart mit zwei langen Nägeln genagelt. Die Brust sowie der Unterleib waren von zahllosen Bajonettstichen durchbohrt.

    Ob diese viehische Tat an einem Gefangenen oder Verwundeten vorgenommen ist, kann ich nicht beurteilen. Daß sie an einem Toten vorgenommen ist, glaube ich nicht. Dann hätte man die Leiche wohl nicht so fest [11] an den Baum gebunden. Im mildesten Fall liegt also eine Leichenschändung von vertierter Roheit vor, wahrscheinlich viel Schlimmeres.“
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    Niederschießung wehrloser Verwundeter
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    In der Champagneschlacht wurde am 25. 9. 15 der Schlosser Johann Schröder aus Dortmund durch 3 Beinschüsse schwer verwundet. Er kroch mit noch 2 anderen Kameraden, die ebenfalls verwundet waren, an den Rand eines Granatloches, in welchem tote Franzosen lagen; alle 3 stellten sich als tot und mußten sehen, wie aus den nach vorn marschierenden französischen Reserven die Mannschaften schwer verwundete deutsche Soldaten – etwa 5 – 6 – nebeneinander legten und sich eine Freude daraus machten, diese armen Menschen niederzuschießen. Unter anderem wurde der Kompagnie-Offizier durch 2 Kolbenschläge auf den Kopf getötet. Andere Franzosen beschäftigten sich damit, einigen Verwundeten die Ringfinger abzuschneiden.
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    „Ich habe Spaß, wenn ein deutsches Schwein stirbt.“
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    Daß die Franzosen, die sich einbilden, das erste Kulturvolk der Welt zu sein, auch vor Leichenschändungen nicht zurückgeschreckt sind, beweist die Erzählung eines Landwehrmanns Frank vom Landsturmbatl. 40 aus Freiburg, der mitteilt, er habe in einem französischen Lazarett gesehen, daß französische Soldaten den Kranken, die im Sterben lagen, sämtliche Uhren und Wertsachen weggenommen hätten. Bei einem bereits gestorbenen Gefangenen hätten die französischen Soldaten die Leiche aufgerichtet und allerhand Spaß damit getrieben. So hätten sie z. B. unter Gelächter den Oberkörper hin- und herbewegt, und sich gefreut, wenn der Kopf wackelte. Als sich hierüber einige Gefangene beim Arzte beschwerten, hat dieser erwidert: „Ach was, ich habe Spaß, wenn ein deutsches Schwein stirbt.“
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    Ein Schuß in den Rücken
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    Über Hinmordungen und Beraubungen von Gefangenen erzählt ein Sanitätssoldat Johann Howe vom Feld-Art.-Regiment 46: „Am 25. September 1915 wurde ich in der Champagne mit noch etwa 17 Mann verschiedener Truppenteile von den Franzosen gefangengenommen. Wir wurden durch ein französisches Begleitkommando nach rückwärts geführt. Rechts und links neben uns gingen französische Schwarmlinien, ich glaube vom Regiment 192, vor. Plötzlich drehte sich einer von diesen Leuten um und schoß aus etwa 200 Meter Entfernung auf uns Gefangene, die wir in einem Haufen zusammengingen. Ein Soldat vom 74. Regiment erhielt einen Schuß in den Rücken und brach anscheinend leblos zusammen. Als ich dem Verletzten beispringen wollte, erhielt ich von einem der Wachmannschaften einen Kolbenstoß ins Gesäß.

    [12] Wir sind dann, nachdem wir unserer sämtlichen Wertsachen, des Geldes, unserer Uhren und Taschenmesser usw. beraubt worden waren, etwa 25 Km. rückwärts transportiert worden, und wurden in einem Drahtgehege untergebracht, in dem etwa 10 bis 12 000 Gefangene waren. Irgend welche Unterkunftsräume gab es nicht. Wir erhielten auch keine Decken, kein Stroh, sondern mußten auf dem bloßen Erdboden die Nacht zubringen, obwohl es kalt und regnerisch war.“
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    Massenabschlachtung von Gefangenen
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    Beim Eindringen in den Graben in der Nähe von St. Souplet in der Champagne geriet der Dreher Gustav Fünfstück aus Leipzig, der als Krankenträger bei der 5. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 107 tätig war, mit der gesamten Kompagnie in Stärke von 150 Mann in einem Stollen in Gefangenschaft. Ein Versuch, aus dem Stollen auszubrechen, mißlang. Angehörige des zweiten Zuaven-Regiments trieben die Mannschaften mit Handgranaten in ihre Erdhöhle zurück. Man forderte die Gefangenen später auf, die Waffen wegzuwerfen und herauszukommen. Kaum hatten sich 50 Leute an das Tageslicht gewagt, als ein mörderisches Infanteriefeuer auf die Unglücklichen eröffnet wurde, welches den größten Teil dieser Leute tötete. Einer weiteren Aufforderung, das Versteck zu verlassen, folgten nur wenige. Sie erreichte dasselbe Schicksal. Beim Eintreffen auf der französischen Gefangenensammelstelle zählte Fünfstück noch etwa 30 Mann von der Kompagnie. Als er den Stollen verließ, lag der ganze Graben voll von erschossenen Kameraden. So haben mehr denn 100 brave, wehrlose deutsche Kämpfer ihr Leben lassen müssen.
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    Undank ist der Welt Lohn
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    Bergmann Jakob Specht aus Ramstein in der Pfalz, Landwehrmann in der 1. Komp. Brigade-Ersatz-Batl. 8, erzählt:

    „Am 17. 9. 1914 – nähere Zeit ist mir nicht mehr erinnerlich – ging ich nach dem Gefecht (bei Laitre) mit einer Gruppe vor, um vor unserer Front befindliche verwundete und unverwundete Franzosen hereinzuholen. Wir brachten 12 – 13 verwundete und ebensoviel unverwundete Franzosen zurück. Von unserer Absicht, nochmals hinaus zu gehen, wurden wir abgebracht, da die Franzosen neuerdings in Stellung gegangen waren und uns mit Feuer zu überschütten drohten.

    Da jedoch immer noch mindestens 80 tote und verwundete, vielleicht auch unverwundete Franzosen von unserer Front lagen und Wehrufe ausstießen, entschloß sich Unteroffizier Weishar der 3. Komp. Brig.-Ers.-Batl. Nr. 6, allein zum Bergen der Verwundeten hinauszugehen. Er ging mit Waffenrock und Armbinde bekleidet vor und verband 4 – 5 feindliche Verwundete. Hierauf verband er einen weiteren Verwundeten und führte denselben, ihn unter der Schulter stützend, gegen unsere Stellung. Weishar hatte [13] kaum 20 Schritte gemacht, als die Franzosen plötzlich ihr Feuer auf ihn eröffneten und ihn töteten. Der Franzose wankte allein zu uns her und gab zu verstehen, daß die schlechte Kameraden waren, die den braven Sanitätsunteroffizier erschossen.“
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    Ein deutscher Held
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    Am 5. Mai 1917 traf der Anstreicher Wilhelm Raucher aus Langerfeld, Kreis Schwelm, auf dem Abtransport nach seiner Gefangennahme in Soissons den Unteroffizier Asch von der 6. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 67. Asch war durch einen Gewehrschuß am Halse schwer verwundet. Da er sich geweigert hatte, Aussagen über die deutschen Truppen und Stellungen zu machen, wurde er von der Etappentruppe ohne frischen Verband und ohne Hinzuziehung eines Arztes drei Tage in einen Zwinger eingesperrt. Am 2. Tage reichte man ihm einen Schluck Wasser, sonst nichts. Nach seiner Befreiung konnte Asch noch essen, soll aber bald an den Folgen dieser barbarischen Handlungsweise in Soissons gestorben sein.
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    Von einem Offizier mit dem Revolver ermordet
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    Der Maurer Ernst Rühl vom Res.-Inf.-Regt. Nr. 30 lag am 25. September 1915 mit seiner Kompagnie im Gefecht und wurde plötzlich von mehreren Seiten angegriffen. Neben ihm lag der Ersatz-Reservist Wilhelm Pesch, von Beruf Weinküfer. Die Mannschaften mußten sich der Übermacht der Feinde ergeben, legten zu diesem Zwecke die Waffen nieder und traten in Gruppen-Kolonne an, als ein Franzose, anscheinend ein Offizier, denn er trug Schirmmütze und Wickelgamaschen, auf die Kolonne zukam und zweimal mit seinem Revolver in dieselbe hineinschoß. Rühl sah, wie zwei Kameraden getroffen wurden und umfielen. Es waren dies Reservist Quast von seiner Korporalschaft und ein Gefreiter der 12. Komp. Rühl selbst gelang es daraufhin, zusammen mit einem Leutnant zu entkommen.
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    Wie die „Grabensäuberer“ hausten!
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    Der Ulan Karl Alfred Mehlhorn vom Ulanen-Regt. 18 war mit mehreren Kameraden seiner Eskadron zur Verstärkung des Badischen Inf.-Regts. 113 im Schützengraben zwischen Souain und Marie à Py eingesetzt. Als die Franzosen den Graben im Sturm nahmen, wurde er vierfach verwundet und lag mit anderen Verwundeten auf der Sohle des Grabens. Kurze Zeit darauf kam die zweite Welle der angreifenden Franzosen, die, um unseren Schützengraben einzuebnen, Sandsäcke, eiserne Schießscharten und was sie fanden, auf sie warfen. Mehlhorn wurde fast vollständig verschüttet, nur der Kopf blieb frei. Nach einiger Zeit erschienen von rechts und links Franzosen, die rücksichtslos jeden Verwundeten, teils durch Kolben- [14] stöße, teils durch Bajonettstiche töteten. Seine um ihn liegenden Kameraden wurden durch Bajonettstiche in den Kopf der Reihe nach niedergemetzelt. Mehlhorn stellte sich tot und entging so der Ermordung.

    Der Schlosser August Traub aus Mannheim erzählt: „Als wir gefangengenommen waren, wurden wir durch unsere zerschossene, von den Franzosen genommene Stellung hindurchgeführt. Hierbei sah ich, wie die von uns unter dem Namen ‚Grabensäuberer‘ (französisch: Nettoyeurs) schon bekannte zweite Sturmlinie der Franzosen mit den gefangengenommenen deutschen Verwundeten hausten. Die schwer Verwundeten, die nicht mehr gehen konnten, wurden in der Hauptsache mit der Armeepistole, teilweise auch mit Handgranaten getötet.“
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    Gefangene dürfen nicht gemacht werden!
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    Adolf Levy, früherer Korporal in der griechischen Legion der französischen Armee, hat freiwillig folgendes erzählt:

    „Am 15. Juni befand sich die griechische Legion 7 Km. von Bois de Folie. Wir bereiteten uns auf den Angriff vor, welcher – wie wir wußten – Tags darauf stattfinden sollte. Es wurde dann von seiten unserer Vorgesetzten der Befehl ausgegeben, keine Gefangene zu machen und die Verwundeten zu töten. Die Sergeanten verteilten Messer, welche besonders für diesen Zweck hergestellt worden waren. Der Sergeant, welcher unserer Sektion diese Werkzeuge übergab und welcher uns den erwähnten Befehl erteilte, nennt sich Boulon (früherer Unteroffizier in der Fremdenlegion).

    Am 16. Juni während des Angriffs bei Souchez sah ich in der Tat mit meinen eigenen Augen mehrere Fälle, wo Deutsche, welche ihre Waffen in dem Schützengraben, in den wir eingedrungen waren, weggeworfen hatten, ohne Erbarmen mit Messerstichen getötet wurden.“

    Bei Sanpuis geriet der Musketier Albert Funda von der 6. Kompagnie Infanterie-Regiment Nr. 29 in französische Gefangenschaft. Der Offizier, welcher Funda gefangennahm, erklärte sofort, daß er keine Gefangenen mache und erschoß mit seinem Revolver ohne weiteres 7 oder 8 deutsche Soldaten. Funda suchte zu flüchten; ein französischer Soldat kam hinzu und versetzte ihm einen Kolbenschlag auf den Kopf, so daß der Gefangene zusammenbrach.
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    „Nichts pardon, alles kaput!“

    Der Landarbeiter Johann Heinrich Bruns aus Anhalt, Westfalen, lag als Angehöriger der 10. Komp. Inf.-Regts. 53 am 25. September 1915 verwundet im Graben bei Pecthes mit einem Gewehrschuß durch den linken Ellenbogen, im Nacken und in der rechten Schulter, sowie durch die Mitte der rechten Hand. Die erste Sturmwelle der Franzosen war schon über den Graben hinweggegangen. Nach etwa 1½ Stunden kam ein [15] einzelner französischer Soldat durch den Graben, den Bruns anrief und bat, ihn doch zu verbinden. Der Franzose griff darauf in die Tasche, lud sein Gewehr, legte auf ihn an und schoß ihn in die rechte Hand, die er auf die Brust gelegt hatte. Durch diesen Schuß wurde die rechte Hand völlig zerfetzt und dem Bruns am linken Oberarm noch ein größeres Stück Muskel ausgerissen. Bruns lag dann noch 4 Tage auf dem Gefechtsfelde, ehe er verbunden und zurückgebracht wurde, obwohl im Graben ein ununterbrochener Verkehr an ihm vorüberging.

    Beim ersten Sturmangriff der Franzosen hatte Bruns noch gesehen, daß einzelne seiner Kameraden die Hände hoch hoben und „pardon“ riefen. Die Franzosen aber antworteten: „Nichts pardon, alles kaput!“ und machten alles nieder. Nur dadurch, daß Bruns die Augen schloß und sich tot stellte, entging er demselben Schicksal.
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    Blutige Rache an bayerischen Soldaten

    Am 9. Mai 1915 war es den Franzosen im Verein mit Negertruppen gelungen, in der Nähe von Arras rechts und links vom 2. Bataillon des 10. bayerischen Reserve-Regiments die deutsche Front zu durchbrechen und bis in den Ort Neuville durchzustoßen. Infolge der vollkommenen Umzingelung mußte sich mit Ausnahme eines Zuges der 10. Kompagnie das ganze Bataillon ergeben. Hierbei stürzte sich ein französischer Offizier auf den Metzgersohn Michael Pfaller aus Petersbuch bei Hilpoltshein und frug auf deutsch, ob die Gefangenen Bayern oder Preußen seien; nachdem er erfahren hatte, daß er Bayern vor sich habe, schrie er: „Wir sind nicht hingegangen, wo ihr Menschenmörder gelegen seid“, versetzte Pfaller mit seiner rechten Faust, in der er, wie deutlich zu sehen war, einen Schlagring hatte, einen Stoß derart vor den Mund, daß der Getroffene in den Graben zurückfiel. Daraufhin wandte er sich mit einem französischen Sergeanten einer rechts im Graben stehenden Gruppe von sechs gefangenen Kavalleristen des 7. Chevauleger-Regiments zu. Der Sergeant zog seinen Revolver, feuerte auf eine Entfernung von etwa 1½ Meter je einen Schuß auf die sechs Mann ab, von denen sofort fünf tot zur Erde fielen, während der 6., der in dem Augenblick eine Wendung nach rückwärts machte, um davon zu laufen, in den Kopf getroffen wurde und bewußtlos, doch nicht tot, zusammenbrach. Lächelnd stand der französische Offizier dabei und ergötzte sich an dem Anblick, wie einer nach dem andern der vollkommen wehrlosen Gefangenen niedergestreckt wurde.
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    Verwundete werden mit Knüppeln erschlagen
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    Der Gewerbe-Akademiker Paul Fischer aus Grambach im Vogtl. wurde am 25. September 1915 durch ein Infanterie-Geschütz am Kopfe verwundet und verlor nach einem Notverbande durch einen deutschen Sanitätssoldaten die Besinnung. So blieb er bis zum 27. September auf [16] dem Schlachtfelde liegen; als er wieder zur Besinnung kam, merkte er, daß er in französischer Gefangenschaft war. Uhr und Hose wurden ihm von den Kolonialtruppen entrissen, er selbst in einen Unterstand getragen. Am nächsten Morgen holten französische Sanitätssoldaten den schwer Verwundeten aus dem Loch heraus und legten ihn auf die Brüstung des Grabens, wo noch viele deutsche verwundete Soldaten herumlagen. Fischer mußte zusehen, wie die Franzosen mit Knüppeln herumgingen und den größten Teil der wehrlosen Verwundeten niederschlugen. Ihm wäre wahrscheinlich dasselbe Schicksal zuteil geworden, wenn er nicht in französischer Sprache nach einem Arzt verlangt und die Frage herumstehender französischer Soldaten, ob er Elsässer wäre, bejaht hätte. Nur diesem Umstande verdankt Fischer sein Leben.
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    Gefangene werden als Zielscheiben benutzt

    „Ich war Krankenträger bei der 5. Komp. des Res.-Inf.-Regts. Nr. 17,“ so erzählt der Maurer Johann Krüger aus Recklinghausen. „am 25. Sept. 1915 geriet ich bei Somme Py zwischen Suain und Tahure in französische Kriegsgefangenschaft. Beim Abtransport vom Schlachtfeld habe ich gesehen, daß ein französischer europäischer Infanterist einen Verwundeten meines Regiments, der einen Spitzbart trug und von meiner Kompagnie war, erschossen hat. Ich kenne den Erschossenen der Person nach ganz genau, kann seinen Namen aber nicht mehr angeben. Dieser Mann hatte eine Verwundung am rechten Oberschenkel. Die Verwundung hatte er am Morgen desselben Tages erhalten. Er konnte nicht mehr gut gehen, wenn er gestützt wurde, ging es aber. Auf diese Weise habe ich ihn eine Strecke lang geführt. Dann bat ich einen französischen Infanterist vom Regt. 7, mir bei der Fortschaffung des Verwundeten behilflich zu sein. Der Soldat, der zu unserer Bewachung bestimmt war, weigerte sich jedoch, dies zu tun, sondern ging als Begleiter hinter uns her. Ich habe dann deutlich gesehen, wie der Franzose sein Gewehr entsicherte und dem Verwundeten einen Schuß in die Brust gab. Ich sah nur noch, wie er einige Bewegungen mit den Armen und Beinen machte, dann brach er zusammen und blieb liegen. Ich durfte mich nicht mehr um ihn kümmern. Vielmehr gab mir der französische Soldat einen Stoß und ließ mich weitergehen. Es besteht für mich kein Zweifel, daß der Franzose den deutschen Verwundeten absichtlich erschossen hat, weil ihm die Abführung des deutschen Verwundeten zu lange dauerte.

    Ich kam dann zur 2. französischen Linie. Dort befanden sich noch mehrere deutsche Gefangene, teils verwundet teils unverwundet, unter ihnen auch ein deutscher Artillerie-Offizier, wenn ich mich recht erinnere, vom 15. Art.-Regt. Die deutschen Gefangenen mußten sich ungefähr 4 Meter vor dem Schützengraben der Franzosen hinlegen, und zwar mit dem Gesicht nach dem Graben. Dann machten die Franzosen einen gewaltigen Spektakel und fingen an zu schimpfen. Ich konnte aber nicht verstehen, was sie sagten. [17] Verschiedene Deutsche hörte ich schreien, aus welchem Grunde weiß ich nicht, sie schrieen aber so, als wenn etwas passiert wäre. Wir lagen ungefähr in einer Anzahl von 14 bis 15 Mann vor dem französischen Schützengraben. Nach dem Schimpfen wurde von den Franzosen geschossen. Von welcher Truppe die Franzosen waren, konnte ich nicht feststellen. Mein linker Nebenmann, der verwundet war, vom Inf.-Regt. 122, – seinen Namen weiß ich nicht – erhielt einen Schuß in den Bauch, der am Oberschenkel herauskam, anscheinend ein Querschläger. Der Ausgang war ungefähr 5 Zentimeter lang. Ich habe diesen Mann angesichts der Franzosen verbunden, dann aber mußte ich ihn liegen lassen. Er konnte, nachdem er den Schuß erhalten hatte, nichts mehr sagen. Er war ein junger Mensch von etwa 22 Jahren und gehörte dem 2. Bat. Inf.-Regts. 122 an.
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    Die Heldentaten des Unterleutnants Chargueron
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    Ein Tier in Menschengestalt war der Unterleutnant Chargueron, Führer der 14. marokkanischen Kompagnie. Nach Erzählungen seiner eigenen Leute hat er auf dem Gefechtsfelde wiederholt gefangene Deutsche in Reih und Glied antreten lassen und mit der Pistole dann mitten in sie hineingefeuert und den marokkanischen Soldaten befohlen, das Gleiche zu tun. In einem anderen Falle faßte Chargueron eine ganze Gruppe Gefangene, darunter einige Sanitäter, zusammen, indem er sie in einer Reihe hinsetzen ließ und gab den Befehl, sie zu erschießen. Ein marokkanischer Soldat namens Tassy erhob laut Protest dagegen, worauf Chargueron zuerst schoß; die Marokkaner folgten seinem Beispiel.

    Als derselbe Unterleutnant bei seinem weiteren Vorgehen auf fünf verlassene deutsche Geschütze stieß, tauchten aus einem Unterstand ein deutscher Offizier und 5 Mannschaften auf und ergaben sich. Chargueron näherte sich dem Offizier, tat so, als ob er ihm die Rocktasche nach Waffen untersuchte und schoß ihn plötzlich von der Seite mit dem Revolver in die Schläfe. Die fünf deutschen Soldaten sind darauf in den nahegelegenen Wald entflohen. Chargueron wurde noch am selben Tage mit seinen Begleitern gefangen genommen und soll in das Kriegsgefangenenlager Mainz gebracht worden sein. Ob er dort die verdiente Strafe für seine bestialischen Schandtaten erhalten hat, ist nicht bekannt!

    Derselbe Unterleutnant hatte übrigens auch den Befehl ausgegeben, daß keine Gefangenen gemacht werden dürfen. Danach hat er auf dem Gefechtsfeld gehandelt, und seine Soldaten haben es ihm nachgemacht.
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    Verwundete niedergestochen
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    Friedrich Schober aus Unterleiterbach vom bayr. Res.-Inf.-Regt. Nr. 22 kam bei einem Gefecht im Dorfe Sulzern infolge Verwundung, insbesondere an Oberschenkel und Schulter, in französische Gefangenschaft. Sulzern liegt in der Nähe von Münster in den Vogesen. Es war ungefähr 12 Uhr nachts von den deutschen Truppen geräumt worden, während Schober [18] mit mehreren verwundeten Kameraden dort liegen blieb. „Ungefähr um 2 Uhr – es war stockfinstere Nacht – drangen die französischen Soldaten in das Dorf ein. Ich hörte mit an, wie meine verwundeten Kameraden von den Franzosen niedergeschlagen und niedergestochen wurden, ich selber erhielt zwei Stiche, einen im Oberschenkel und einen in die Seite.“
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    Beraubung eines Verwundeten
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    Der Handlungsgehilfe Paul Kniesorek aus Zawadzki in Oberschlesien von der 1. Komp. des Grenadier-Regts. Nr. 11 erzählte, daß er am 25. September 1915 mittags an der Loretto-Höhe durch Gewehrschuß und Handgranatenwurf an Kopf, Brust, Unterleib, linker Hand und linkem Fuß verwundet wurde und dabei auch das Gehör und die Sehkraft vorübergehend verloren habe. Er blieb zunächst bewußtlos liegen. Erst am Vormittag des nächsten Tages holten ihn Franzosen aus dem Unterstand heraus und legten ihn auf dem offenen Felde nieder. Eine oberflächliche erste Hilfe hatten ihn etwa 2 Stunden nach der Verwundung deutsche Sanitätssoldaten zuteil werden lassen. Er lag dann noch einen weiteren ganzen Tag ohne jede Hilfe da. Vorüberkommende französische Soldaten versetzten ihn teils unabsichtlich, teils mit Willen Fußtritte. Bis er abgeholt wurde, wurden ihm durch französische Sanitäter nach und nach seine sämtlichen Uniformknöpfe und die Schulterklappen abgeschnitten, wiederholt wurde er auch mit Erstechen bedroht, weil man von ihm Geld wollte.
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    „Rühr‘ Dich nicht, oder ich schieße Dir die Gurgel entzwei.“
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    Mitte Mai 1916 wurde der Gymnasial-Assistent Karl Gareis aus Hamburg nach seiner Gefangennahme zusammen mit einem Vizefeldwebel Hermann Schwab vom Res.-Inf.-Regt. Nr. 99 in der Citadelle von Grenoble abgeliefert. Der diensttuende Sergeant führte sie in die Pförtnerzelle, zwang sie dort, sich vollkommen auszuziehen und ohne Kleider stehen zu bleiben, während er unter fortwährenden Beschimpfungen ihre Kleider peinlichst untersuchte. Dann hieß er sie die Treppe hinaufsteigen, ging selbst hinterher und schlug dem Gareis plötzlich ohne jeden Grund mit seinem Schlüsselbund auf den Hinterkopf, so daß trotz der Mütze eine blutende Wunde und später eine starke Geschwulst entstand. Als der Geschlagene sich umdrehte und ihn schweigend ansah, riß de Sergeant seinen Revolver aus dem Futteral, hielt ihn dem Gareis gespannt unmittelbar an die Kehle und schrie ihn mit den Worten an: „Rühr‘ Dich nicht, oder ich schieß Dir die Gurgel entzwei.“
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    Die Bestie im Weltkriege:
    Verbrechen an deutschen Volksgenossen.
    Herausgegeben von zwei Kriegsbeschädigten
    http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/deutsch/archiv/bestie/bw00.html
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    Ich hatt‘ einen Kameraden

    • Ostfront 5. November 2016 um 23:06

      Über den „Ehrenkodex der Alliierten

      Protest gegen die unlautere Diffamierung der Besiegten
      vom Amerkaner Edgar L. Jones, US-Kriegsberichter

      „Was glauben die Zivilisten denn, welche Art Krieg wir geführt haben? Wir haben kalten Blutes Gefangene niedergemacht, wir haben Lazarette pulverisiert, Rettungsboote versenkt, feindliche Zivilisten getötet oder verwundet, Verwundeten den Garaus gemacht, Sterbende mit Toten in ein Loch zusammengelegt. Im Pazifik haben wir die Schädel unserer Feinde zerschlagen, sie abgekocht, um aus ihnen Tischgarnituren für unsere Bräute zu machen und haben ihre Knochen ausgemeißelt, um Brieföffner aus ihnen zu verfertigen. Wir haben unsere Phosphorbombenabwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von Atombomben auf zwei unverteidigte Städte gekrönt und haben so zur Zeit einen unbestrittenen Rekord im Massenmord erreicht.

      Als Sieger haben wir uns das Recht angemaßt, unsere Feinde für ihre Kriegsverbrechen vor Gericht zu ziehen; aber wir sollten Realisten genug sein, zu begreifen, daß wir in einem Dutzend Anklagepunkten für schuldig erklärt werden würden, wenn man uns wegen Bruchs der Kriegsgesetze vor Gericht stellte. Wir haben einen ehrlosen Krieg geführt, denn die Moral stand im Denken des kämpfenden Soldaten erst an letzter Stelle.“ (Edgar L. Jones, einer der bekanntesten US-Kriegsberichter, in seinem Protest gegen die unlautere Diffamierung der Besiegten und gegen die heuchlerisch begründete Verfahrensweise der amerikanischen Militärtribunale; abgedruckt in der Revue „The Atlantic Monthly“, Februar 1946.)

      Nicht schuldig – Teil 1

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      Verbrechen an deutschen Volksgenossen. (Fortsetzung)

      Heft 1:
      Wie die Franzosen auf dem Schlachtfeld das Völkerrecht achten!
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      Im eigenen Feuer
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      Durch einen Granatsplitter wurde am 23. Februar 1915 dem Zugabfertiger Peter Fehmers aus Bonn der linke Unterarm abgerissen. Er selbst war noch im Stande, einen Mantelriemen des Tournisters abzureißen und den Oberarm gegen Verblutung abzubinden. Das Graben- [19] stück war mittlerweile verloren; 6 Franzosen drangen ein und befahlen dem Schwerverwundeten, Seitengewehr, Patronentaschen und Messer über die Deckung zu werfen. Da Fehmers hierzu infolge des starken Blutverlustes nicht mehr fähig war, riß man ihm unter Fußtritten die Sachen vom Leibe, packte und schleppte ihn zu einem Laufgraben, von wo aus er in Gefangenschaft abmarschieren sollte. Hier irrte der hilflose Mann, schwer unter deutschem Feuer liegend, ohne die geringste Deckung umher, bis er durch Stimmen und Kommandos aufmerksam gemacht am Ende des Grabens auf einen Berg von Leichen stieß, über die er sich in der Dunkelheit hinüberschleppend vor Erschöpfung in den feindlichen Graben hineinfallen ließ. Der Feind saß gemütlich in den Unterständen und warf den hilfesuchenden deutschen Krieger jedes Mal mit Schlägen aus dem Unterstande heraus. Zuaven spien und warfen mit Beilpieken nach Fehmers. Da erhielt letzterer noch einen Schuß in den rechten Arm, brach bewußtlos zusammen und blieb im Graben liegen. Als er erwachte, wurde er von einem Arzt verbunden, welcher in gebrochenem Deutsch bemerkte, daß er schon viele solcher deutschen Schweine verbunden habe.
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      Ausplünderung Verwundeter
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      Der Lehrer Hans Kegel aus Kopitz bei Pirna erzählt: „Ich bin am 30. Oktober 1915 bei einem Sturmangriff bei Tahure, an dem ich als Unteroffizier der 53. Res.-Pion.-Komp. teilnahm, und bei dem wir bis in den 4. französischen Graben durchgedrungen waren, durch einen Gewehrschuß ins Kreuz verwundet, mit dem Rest meiner Leute von den Unserigen abgeschnitten worden, und fiel so in französische Gefangenschaft. Ich wurde zunächst etwa 2 Stunden bis zum Divisions-Standquartier zurückgebracht und dort kurz verhört und verbunden. Dann kam ich mit den anderen Kameraden, die ebenfalls verwundet gefangengenommen worden, in ein Feldlazarett, das ein Stück hinter der Front lag. Auf dem Wege dorthin kamen weitere französische Soldaten und plünderten uns regelrecht aus. Ich hatte nichts Wertvolles bei mir. Aber verschiedenen Kameraden wurden die Uhren und Ringe weggenommen, die Knöpfe, Mützen und Achselklappen wurden uns fast sämtlich abgenommen.“
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      Gefangen, beraubt und ausgepeitscht!
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      Der Landwirt Johann Brückner war bei der 3. Komp. des 23. bayr. Inf.-Regt. und geriet am 3. Dezember 1916 bei einem Angriff der Franzosen in der Nähe von Verdun in Gefangenschaft. Er wurde mit anderen Kameraden nach Souilly zurücktransportiert, wo ihm und den anderen alles, was sie bei sich hatten, wie Uhr, Geld, Brieftaschen, Auszeichnungen, Armbinden mit dem Zeichen des Roten Kreuzes abgenommen bezw. abgerissen wurde. Die abgenommenen Sachen wurden niemals zurückgegeben. Untergebracht wurden die Gefangenen die erste Nacht in einem Drahtverhau unter freiem Himmel; Sitz- oder Schlafgelegenheit war nicht vorhanden. [20] Die ersten 2 Tage erhielten sie zur Nahrung nur Brot und Wasser, später, d. h. vom 3. Tage an, auch etwas warmes zum Essen.

      Brückner hat auch gesehen, wie ein französischer Adjutant mit einem Spazierstock auf die deutschen Gefangenen eingeschlagen hat, weil sie sich infolge der kleinen Öffnung nur langsam in den Drahtverhau begeben haben.

      Einige Tage darauf wurden dieselben Gefangenen zur Arbeit in einem Pionier-Park herangezogen, der sich zwischen der 2. und 3. Stellung befand. Einige von ihnen mußten sogar noch weiter vor bis zur Stellung der Feldartillerie, wo sie Straßenbauarbeiten verrichten mußten.

      Dem Brückner erzählte der Offizier-Stellvertreter Fritz Völkel von demselben Truppenteil, er habe von einem französischen Leutnant, der dem 24. Dragoner-Regiment angehörte, den Befehl erhalten, 2 Leute zur Bestrafung zu melden. Weil er niemanden gemeldet habe, habe er in der Baracke bleiben müssen. Er sei dann nackt ausgezogen und an einen Baum gebunden worden, worauf ihn der Leutnant selbst mit einer ledernen Peitsche geschlagen habe. Zuerst habe der Posten auf ihn eingeschlagen, da dieser jedoch nicht fest genug zugeschlagen habe, habe es der Leutnant selbst getan. Brückner selbst sah die blutunterlaufenen Striemen, die der Offizier-Stellvertreter an Leib und Beinen hatte. Einen ähnlichen Vorfall erlebte Vize-Feldwebel Summer, der Unteroffizier Lang und ein Infanterist Cellerer, sämtlich von demselben Regiment. Bei all diesen sah man die Striemen von den Peitschenhieben, bei Cellerer waren die Striemen, 15 – 20 an der Zahl, aufgeplatzt, so daß das Blut bis auf den Boden hinablief. Außerdem hatten mehrere andere Soldaten, die preußischen Regimentern angehörten, Wunden, die von Peitschenschlägen herrührten. Es handelte sich bei den Leuten, die geschlagen worden waren, meist um junge Soldaten von schöner Gestalt, so daß anzunehmen ist, daß der Leutnant pervers veranlagt war.
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      Planmäßige Ausplünderung der Gefangenen
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      Unteroffizier d. R. Franz Hiltrop vom Res.-Inf.-Regt. Nr. 130 wurde am 8. September 1917 mit dem größten Teil seiner Kompagnie bei Ornes gefangen genommen. Er erzählt, daß nach der Gefangennahme allen ihre Wertsachen, Brieftaschen, ihr Geld usw. abgenommen wurde. An dieser Beraubung beteiligten sich auch 2 französische Offiziere, von welchen jeder 10 Uhren an sich nahm. Die abgenommenen Uhren erhielten die Gefangenen niemals wieder zurück.

      Nach einem kurzen Verhör wurden die Gefangenen an Plätze hinter der Front geführt, die mit Stacheldraht umzäunt waren. Dort mußten sie mehrere Tage und Nächte unter freiem Himmel ohne jegliche Nahrung und ohne Wasser verbringen, auch Stroh gab es nicht. Bei einem späteren Verhör wurden die Gefangenen zum Teil geschlagen, zum Teil an einen Baum gebunden, wenn sie sich weigerten, Aussagen zu machen.
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      Beschimpfung und Mißhandlung Gefangener durch die Bevölkerung
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      Fast überall, wo deutsche Gefangene französische Ortschaften berührten, waren sie gemeinster Beschimpfungen durch die Einwohner ausgesetzt. Der Kaufmann Robert Hübner aus Hamburg erzählt darüber:

      „Unterwegs waren wir von der Zivilbevölkerung gelegentlich mit den üblichen Schimpfworten bedacht. Sehr schlimm erging es uns aber in Versailles. Als wir dort – wir waren etwa 120 Mann unter dem Schutze von 8 Gendarmen – zum Fort Nicolaus geführt wurden, stürzte sich der Pöbel, hauptsächlich Frauen, aber auch Soldaten, auf uns. Wir wurden mit Flaschen, Nachtgeschirren, Schiffsschrauben u. a. m. beworfen und fast alle verwundet. Ich selbst erhielt durch eine Schiffsschraube eine Kopfverletzung. Mein Nebenmann namens Schmidt, ich glaube vom 14. Regiment, wurde durch einen Soldaten mit dem Seitengewehr am Bauche verwundet, so daß er ins Lazarett gebracht werden mußte.“

      Ein Sanitäts-Unteroffizier Selmar Koch aus Nordhausen, von Beruf Kraftwagenführer, erzählt, daß er und seine gefangenen Kameraden auf dem Wege zum Lager von der französischen Zivilbevölkerung, sowie von französischen Soldaten angespien, beschimpft und mit Messern bedroht wurden. Denjenigen, die eine Schirmmütze trugen, wurde dieselbe größtenteils vom Kopfe gerissen.

      Von dem Bergmann Wilhelm Krehl aus Bochum hören wir, daß er am 1. Juli 1916 mit mehreren Kameraden der 5. Komp. Res.-Inf.-Regt. Nr. 56 bei Herbecourt gefangengenommen wurde. Gleich nach der Gefangennahme wurde ihm Brieftasche mit Inhalt und Taschenlampe abgenommen. Sodann wurde er mit 300 anderen Gefangenen, meist vom Gren.-Rgt. Nr. 11, durch die französische Stellung geführt. Während des Marsches wurden sie von französischen Soldaten ins Gesicht geschlagen, bespuckt, beschimpft und getreten, obgleich sie von französischen Kavalleristen, die rechts und links mit 5 Schritt Abstand ritten, begleitet wurden. Gleich hinter der letzten Stellung befanden sich viele Zivilpersonen, darunter auch Frauen. Auch diese haben auf die Gefangenen mit Stöcken und Fäusten eingeschlagen und mit „Boche“ beschimpft und getreten. Wegen der großen Hitze hatten die Deutschen großes Verlangen nach Wasser. Da öffneten die Männer, die mitten zwischen den Frauen standen, die Hose und gaben zu verstehen, daß sie auf diese Weise Wasser bekommen könnten.
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      „Französischer Major alle Deutschen kaput!“
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      Beim Sturmangriff auf Vermandovillers wurde am 4. September 1916 der Stuhlbauer Pflugbeil aus Frauenbach bei Neuhausen von der [22] 12. Komp. Leib-Grenadier-Regiments Nr. 100 schwer verwundet. Zusammen mit seinen ebenfalls verwundeten Kameraden Fligner, Dreißig und Knoll kroch er, um Schutz zu suchen, in einen Unterstand. Hier stellten sie fest, daß Fligner einen Rückenschuß, Knoll einen Knieschuß und Dreißig einen Schulterschuß erhalten hatte. Mehrere andere leicht verwundete Kompagnienagehörige fanden sich mit der Zeit ebenfalls in diesem Schlupfwinkel ein. Während Fligner, Dreißig und Knoll sich auf dem umherliegenden Stroh ausstreckten und infolge der furchtbaren Schmerzen immerfort wimmerten, legte sich Pflugbeil auf eine etwas höher angebrachte Holzpritsche. Nach etwa 1 Stunde stürzte ein französischer Major, der am Kragen die Nr. 366 trug, an der Spitze einer Horde französischer Soldaten in den Unterstand und feuerte ohne weiteres mit seinem Revolver auf Fligner, Knoll und Dreißig. Das Wimmern der drei Kameraden ließ nach; offenbar waren sie tötlich getroffen worden. Nunmehr begann er auch auf Pflugbeil zu schießen, verletzte ihn leicht am linken Fuß und Ellenbogen. In der Annahme wohl, daß Pflugbeil tot sei, stellte er das Feuern ein, feuerte aber nach etwa ¼ Stunde abermals auf denselben. Infolge des schweren Blutverlustes fiel letzterer in Ohnmacht. Bei seinem Erwachen aus der Bewußtlosigkeit nach Verlauf von 3 Stunden machten die um Pflugbeil herumstehenden Franzosen dem Verwundeten begreiflich, nicht zu sprechen, da der Major alles höre und gesagt habe: „Français major allemagne kaput.“ Sie erzählten ihm, daß seine 3 Kameraden von ihrem Major erschossen und bereits begraben seien.
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      Demütigung Deutscher vor afrikanischen Eingeborenen
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      Der Hauptgrund für die Verbringung der Kriegsgefangenen nach Nordafrika war der, das französische Ansehen vor den Eingeborenen möglichst zu heben. Dies ging aus den demütigenden Maßregeln hervor, die gegen die Deutschen verhängt wurden.

      So mußten die Kriegsgefangene mit abgenommenen Mützen durch die arabischen Städte gehen, was bei den Arabern das schimpflichste Zeichen des Unterwerfens ist. So wurde z. B. ein Kommando, zu dem auch ein Vizefeldwebel Karl Gareis aus Hamburg gehörte, im November 1915 in Spahe und im April 1916 in Monaster trotz Widerstandes auf diese Art durch die Straßen geführt. Außerdem mußten die Kriegsgefangenen an der allsonntäglich stattfindenden Zeremonie des Fahnengrußes teilnehmen. Während die blau-weiß-rote Trikolore hochgezogen wurde und die Wache unter das Gewehr trat, mußten sie im „Stillgestanden“ mit abgenommener Mütze daneben stehen. Weigerten sie sich, so wurden sie mehrfach mit 30 Tagen strengen Arrest bestraft.
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      Abschlachtung Deutscher durch schwarze Franzosen
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      Daß französische Neger-Truppen noch bestialischer als weiße Franzosen mit verwundeten Gefangenen umgingen, davon erzählt der Dienstknecht Arthur Jakob aus Schney bei Lichtenfels folgende Geschichte:

      „Am 4. September 1916 mußten wir bei Souville infolge eines überlegenen Angriffs der Schwarzen zurück. Ich sah hierbei auf 10 Meter Entfernung, daß ein Schwarzer einem am Boden liegenden deutschen Verwundeten der 11. Komp. meines 8. bay. Inf.-Regts. mit einem Messer, das er an der linken Hand an einem Riemen trug – in der rechten hatte er einen Stock – in die Gegend des Kopfes, wahrscheinlich in den Hals stach, und dann gegen uns vorlief. Hinter dem erwähnten Schwarzen auf ungefähr 2 Meter Entfernung gab ein halb-schwarzer französischer Offizier, der lange gelbe Gamaschen trug, aus seinem Revolver einen Schuß auf den Verwundeten ab. Der Verwundete, der nach der von dem Schwarzen begangenen Behandlung noch lebte, gab dann kein Lebenszeichen von sich, wie denn auch bei unserem Vorrücken alle deutschen Verwundeten tot aufgefunden wurden.“
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      Von einer anderen Schandtat schwarzer Soldaten erzählt der Arbeiter Wolfgang Stücker aus Bärendorf, s. Zt. Unteroffizier der 1. Masch.-Gew.-Komp. 8. bay. Inf.-Regt.:
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      „Beim Gegenstoß der Schwarzen am 4. September 1916 morgens gegen 7 Uhr lag ich mit 5 Mann in einem von uns vertieften Granatloch am rechten Flügel der deutschen Linie, die aus höchstens 100 Mann bestand. Da der Angriff der Schwarzen, die von Weißen geführt wurden, sehr überraschend und in großer Übermacht, nämlich in der Stärke eines Bataillons erfolgte, hoben etwa 50 Mann, als die Schwarzen ihnen ganz nahe waren, die Hände zum Zeichen der Ergebung hoch. Ich selbst hatte 3 Handgranaten, von denen ich noch 2 werfen konnte. Trotzdem unsere Leute sich ergeben [24] wollten, stachen die Schwarzen sie mit dem Bajonett nieder, es mögen dies etwa 10 Mann gewesen sein. Unsere Leute, welche die Hände hochgehoben hatten, hatten ihre Gewehre weggeworfen. Einzelne der Schwarzen hatten etwa 40 Zentiimeter lange Messer, die vorn an der Spitze eingerundet waren, in den Händen.“
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      Ein anderer Bayer, der Steinhauer Jakob Landgraf aus München, erzählt folgenden Fall:
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      „Als am Tage nach unserem Hauptangriff morgens die Schwarzen einen Gegenstoß machten, war ich mit 3 oder 4 Mann in der vordersten Linie. Plötzlich tauchte ein Schwarzer auf, der zum Zeichen der Ergebung die Hände hochhob und gegen die deutsche Linie lief. Da wir beim Vorgehen waren, ließen wir ihn hinter uns zurücklaufen. Währenddem sah ich, da ich links seitlich stand, daß er hinter uns auf einen einzelnen deutschen ebenfalls vorgehenden Kameraden, von rückwärts auf etwa zehn Meter Entfernung eine Handgranate warf, wodurch der deutsche Kamerad getötet wurde.“

      Musketier Johann Wrietzen vom 1. Musk.-Batl. erzählt, daß er zusammen mit mehreren Kameraden, die er jederzeit als Zeugen angeben kann, gesehen hat, wie sich eine Anzahl deutscher Soldaten, die der Übermacht sich ergeben mußten, ruhig stehen blieben, ohne sich zu wehren. Die Schwarzen stellten darauf die Mannschaften in Gruppen-Kolonne zusammen und erschossen sie.

      Ein anderer, der Pionier Grellmann von der Pion.-Komp 192, dessen Kompagnie in Reserve-Stellung zum Teil in Baracken, zum Teil in Kasematten untergebracht war, erzählt, daß plötzlich Marokkaner in den Baracken erschienen und dort alles niederschossen, obwohl sich die Deutschen ergeben hatten, indem sie die Hände hochhielten. Die nicht Ermordeten mußten sämtliche Wertsachen abgeben, die sie bei sich hatten. Jeder von den Wilden nahm, was er bekommen konnte.
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      Der Drechsler Otto Hoffmann aus Halberstadt vom Res.-Inf.-Regt. 27 erzählt:
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      „Als ich verwundet auf dem Schlachtfelde lag, habe ich gesehen, daß die Franzosen auf gefallene deutsche Soldaten schossen, und zwar muß dies mit einem Explosiv-Geschoß geschehen sein, denn die Tornister der Betreffenden fingen an zu brennen. Ich habe dabei auch gleichzeitig farbige Franzosen herumlaufen sehen, die die Hände voller Blut hatten. Fünf Schritte von mir entfernt lag ein verwundeter deutscher Soldat auf dem Rücken, mit dem ich noch gesprochen habe. Ein farbiger Franzose ging auf ihn los und stach ihn mit einem langen Messer, so daß das Blut aufspritzte. Als wir dann in der Höhle bei Confrecourt waren, wurde sowohl [25] mir als auch meinem Kameraden Geld, Uhren, sonstige Wertsachen und auch die Trauringe abgenommen. Wer sich dabei zur Wehr setzte, wurde geschlagen.“
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      Über das völkerrechtswidrige Verhalten der Senegalneger beim Angriff am 4. September 1916 auf der Souville-Höhe schreibt Leutnant Kreisel vom 8. bayr. Inf.-Regt.:
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      „Am 4. September kurz nach dem Morgengrauen wurde mein Abschnitt, der rechte Flügel des Bataillons, von den Senegalnegern überrumpelt und aus der rechten Flanke von der Souvilleschlucht aus aufgerollt. Ich befand mich in einem Granatloch mit einem Maschinengewehr, welches Unteroffizier Zimmermann, M.-G.-K. b. 8. I.-R. führte. Unteroffizier Zimmermann schoß noch ganz kurz mit dem M.-G., bis die Senegalneger, 40 bis 50 Mann stark, in unserer Mitte waren. Die vier Mann der M.-G.-Bemannung hoben die Arme hoch, wurden aber trotzdem durch Gewehrschüsse niedergestreckt. Die Neger schossen und stachen auf alles, was am Boden lag, Tote und Verwundete. Einer der Kaffern sprang einem in einem Granatloch liegenden, anscheinend Schwerverwundeten mit beiden Füßen auf den Bauch. Ich selbst bekam von einem Kolonialoffizier einen Pistolenschuß in den Arm und stellte mich daraufhin tot. Beim Weiterstürmen warf dieser Trupp Kaffern noch Handgranaten unter uns am Boden Liegende, wodurch z. B. ich selbst noch einen Splitter in den Oberschenkel bekam.“
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      Bei der Wegnahme des Dorfes La Fere Champenoise am 9. September 1914, bei der der Grenadier Kühn der 7. Kompagnie vom Königin-Augusta-Regiment Nr. 4 als Verwundeter in Feindeshand kam, drangen zunächst Schwarze in den Ort ein. Die außerhalb einer Scheune, an der ein Grenadier Fischer lag, ruhenden wimmernden Verwundeten wurden von den Bestien einfach teils erstochen, erschossen oder totgeschlagen.
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      Der Maurer Josef Fendt aus Nürnberg erzählt, daß er am 6. Oktober 1915 zusammen mit etwa 50 Mann seines Regiments in der Champagne-Schlacht von Marokkanern überfallen und gefangengenommen wurde.
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      „Beim Heranstürmen der Marokkaner wurde zwar noch aus unserem Graben“ – so schildert Fendt es – „geschossen, beim Eindringen derselben in den Graben, das sowohl von vorne, als von rechts, als auch von rückwärts erfolgte, legten wir die Waffen nieder. Die Marokkaner stürzten sich auf uns und machten unsere 50 Mann meistens mit dem Messer bis auf 12 bis 15 Mann nieder. Auf diese Weise kamen auch alle im Graben befindlichen Verwundeten um. Wir wehrten uns im Graben nicht mehr und gaben den Marokkanern keinen Anlaß, uns mit der Waffe anzugreifen, [26] sie handelten nur aus Rohheit, sie waren ganz wild und zudem betrunken. Bei den Marokkanern befand sich kein weißer Franzose. Auch der die Marokkaner anführende Offizier war farbigen Blutes.“ Fendt erzählt dann noch, daß die Marokkaner einfach schonungslos alles niederstachen, daß sie sich aber nicht nur mit dem Niederstechen begnügten, sondern alle völlig ausraubten und -plünderten. Sie langten in die Taschen, nahmen Uhr und Geldbeutel, zogen Fingerringe von der Hand und schnitten die Knöpfe von den Uniformen ab. Fendt selber hatte die Rote-Kreuz-Binde an. Als er mit der Hand dem Knopfabschneiden wehrte, wurde ihm ein paarmal ins Gesicht geschlagen.

      Nach seiner Gefangennahme beobachtete er, wie gefangene deutsche Infanteristen der französischen Infanterie Munition zutragen mußten! Auch sah er, wie ein Kamerad seines Regiments, in dessen Tasche ein feststehendes Messer gefunden wurde, von einem französischen Sergeanten durch Revolverschuß in die Schläfe auf der Stelle getötet wurde.
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      Am 8. August 1916, mittags gegen 11½ Uhr, unternahmen die Franzosen gegen die Stellung der Deutschen am Damloup-Rücken einen Angriff. In ihrer vordersten Linie führten sie Schwarze heran.
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      „Schon beim Vorgehen“ – erzählt Vizefeldwebel Otto Markus der 3. Komp. Inf.-Regts. 158 – „fiel mir auf, daß dort, wo sich ein einzelner zu schaffen machte, sich mehrere zusammenrotteten. Als wir uns nachher von Granatloch zu Granatloch schießend zurückziehen mußten, habe ich in etwa 30 Meter Entfernung zwei Verwundete von uns liegen gesehen. Der eine hatte einen Arm entblößt, der andere lehnte am Rande eines Granatloches an. Waffen hatten diese beiden nicht mehr bei sich. Ich sah dann weiter, wie zwei Schwarze auf die beiden hilflos Daliegenden mit gefälltem Bajonett losstürmten. Einer von den Verwundeten hielt noch die Hände hoch. Trotzdem brachte der eine Schwarze dem am Granatlochrande liegenden Verwundeten drei Bajonettstiche bei, während der andere Schwarze mit einer blanken Waffe – ob es ein Seitengewehr oder das von den Schwarzen benutzte Hackmesser war, kann ich nicht sagen – auf den mit dem entblößten Arme Daliegenden mehrmals einhieb. Nachdem ich diesen Vorfall bemerkt hatte, mußte ich annehmen, daß die Schwarzen sich da, wo sie sich zusammenrotteten, genau oder ähnlich so unseren Verwundeten gegenüber benahmen.“
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      Musketier Schumacher derselben Kompagnie bestätigt diese Angabe und fügt noch hinzu:
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      „Am selben Tage sah ich, nachdem die Schwarzen in unseren Graben eingedrungen waren, einen von unseren Leuten verwundet liegen. Im selben Augenblick kam an eine Brustwehr ein Schwarzer mit seiner Waffe [27] und hieb auf den Verwundeten mehrere Male ein, trotzdem dieser die Hände hochgehoben hatte. Im nächsten Augenblick kam noch ein Schwarzer hinzu, der denselben Verwundeten mehrere Male mit dem Bajonett stach. Ich habe von meinem Standort aus noch mehrmals auf diesen Schwarzen geschossen, mußte aber nachher weiter zurückgehen.“
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      Im Graben bei Souchez wurden am 16. Juli 1915 der Sanitäts-Unteroffizier Wilms aus Gladbach zusammen mit dem Kaufmann Nitzgen aus Cöln durch farbige Franzosen nach einem harten Grabenkampfe gefangen genommen. Beide waren damit beschäftigt, den leicht verwundeten Einjährigen-Freiwiligen Herzog von der 1. Kompagnie Infanterie-Regiments Nr. 69 zu verbinden, als ein farbiger Franzose sich auf den Verwundeten stürzte und ihn durch Bauchschuß verwundete. Nach kurzer Zeit verschied der Getroffene.
      Die beiden Gefangenen mußten mit anderen Leidensgefährten den deutschen Graben verlassen und über das freie Feld in den Graben des Gegners laufen. Beim Verlassen des Grabens setzte vom Feinde starkes Feuer ein und brachte den hilflosen Gefangenen blutige Verluste bei! Im feindlichen Graben selbst lagen verschiedene frische Leichen deutscher Soldaten, die offenbar von kürzlich gemachten deutschen Gefangenen herrühren mußten, da in der letzten Zeit kein Sturm gemacht worden war.
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      Wie das internationale Rote Kreuz mißachtet wurde!
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      Der Assistenzarzt d. R. Hörmann vom Inf.-Regt. 158 erzählt aus den Erlebnissen desselben Tages:

      „Plötzlich erschien aus dem südlichen und westlichen Teile des Hollackwaldes ein Trupp Franzosen und kam der 12. Kompagnie am Nordrand in den Rücken. Es kamen jetzt mehr und mehr Verwundete, die von Stabsarzt Dr. Schmidt, Sanitätsunteroffizier Zander und mir verbunden wurden. Jetzt erschienen auch vorm Sanitätsunterstand Franzosen, aber zu ebener Erde, und schossen ungefähr 30 Schuß herein, trotzdem der Unterstand durch das Rote Kreuz genügend gekennzeichnet war. Durch einen dieser Schüsse erhielt ich am rechten Oberschenkel eine tiefe Fleischwunde, so daß ich mich auf das Lager legen mußte. Bald wurde es draußen etwas ruhiger; es waren keine Franzosen mehr zu sehen. Ein verwundeter Franzose wurde auf einer Tragbahre in den Unterstand zum Verbinden geholt. Der Stabsarzt verließ jetzt den Unterstand, um ihn erforderlichenfalls wohl vor weiteren Beschießungen zu schützen.

      Da kam eine zweite Welle Franzosen. Wiederum erfolgte Beschießung des Sanitätsunterstandes. Das Rote Kreuz wurde auch diesmal nicht beachtet, trotzdem ich noch ein mit Blut gezeichnetes großes Rotes Kreuz in die Türöffnung gehängt hatte. Im Gegenteil: Handgranaten, von denen viele krepierten, wurden in den Unterstand geschleudert, deren Splitter mich, wie auch die anderen leicht verwundeten. Daß Verluste an Menschenleben hier nicht eintraten, war nur der im Eingang stehenden Bahre zu verdanken, die samt der Türfüllung und dem Eingang völlig zerstört wurde. Wir erwarteten mit jeder Granate Verschüttung oder Tod. Als die Franzosen sahen, daß jetzt im Unterstand alles ruhig war und nur dicker gelber Rauch herausdrang, ließen sie uns unbehelligt. Wir drinnen suchten durch Schwenken der Mützen usw. den Pulverrauch zu entfernen und gute Luft hereinströmen zu lassen. Ich setzte mich dann in die Nähe des Eingangs, um zu beobachten. Nach einiger [29] Zeit, es war nach 11 Uhr vormittags, näherte sich vorsichtig ein französischer Offizier mit vorgehaltener Browning. Ich ging ihm etwas entgegen. Als er mich sah, spannte er seine Waffe und zielte auf meine Stirne. Ich zeigte aber auf meine Rote-Kreuz-Binde und rief ihm zu, daß hier der Arzt und Verwundete im Sanitätsunterstand seien. Darauf hatten alle den Unterstand zu verlassen, wobei er von mir mein Eisernes Kreuz verlangte, das ich aber natürlich nicht am Bande zu hängen hatte.“
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      Reinhold Adolf Greif aus Leipzig erzählt:
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      „Am 25. September 1915 war ich als Krankenträger mit der 12. Kompagnie des 107. Res.-Inf.-Regts. in Bataillons-Reserve bei St. Souplet.

      Vormittags während des Kampfes gegen ½10 Uhr war ich, mit den vorschriftsmäßigen Abzeichen des Roten Kreuzes versehen, zusammen mit den Krankenträgern Unteroffizier Max Schubert und Friedrich Brandt derselben Kompagnie, die ebenfalls das vorschriftsmäßige Abzeichen des Roten Kreuzes trugen, im Lazarettunterstande des Bataillons mit dem Verbinden Verwundeter beschäftigt. An dem offenen Eingang des Unterstandes hatten wir eine weiße Armbinde mit dem Roten Kreuz aufgehängt zum Zeichen dafür, daß dort Verbandplatz sei.

      Unser Bataillon mußte vor den Franzosen zurückgehen und so kamen die französischen Soldaten, anfänglich Schwarze, an den Lazarettunterstand heran. Obwohl die erwähnte Binde am Eingang zum Unterstande deutlich zu sehen war, warfen einige Soldaten aus kaum fünf Schritt Entfernung von oben Handgranaten in unseren tiefer gelegenen Unterstand, einige schossen auch mit den Gewehren hinein. Durch diese Schüsse wurden zwei verwundete Soldaten unseres Regiments, deren Namen ich nicht kenne, getötet.“

      Später, nach dem Abtransport der lebendgebliebenen Deutschen, wurden diese in Hillaire le Grand in einem Bauernhof von französischen Soldaten durchsucht, die ihnen die Messer, die Uhren, alles Geld, und dem Unteroffizier Schubert auch den Trauring abnahmen.
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      Der Landmann Hans Nikolai Carstensen aus Wallsbrüll, Kreis Flensburg, als Krankenträger eingezogen, erzählt:
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      „Am 6. Juli 1915 bei dem Angriff der Franzosen auf die Stellung der 86er bei Moulin befand ich mich als Krankenträger bei der 12. Kompagnie, die damals in vorderster Stellung war. Ich war mit dem Sanitätsunteroffizier Amelung und dem Krankenträger Theissen in einem Unterstande, als der Feind in unseren Graben eingedrungen war.

      [30] Als wir einige Zeit nachher, nachdem der Feind unseren Graben besetzt hatte, wieder aus dem Graben schießen hörten und anfangs glaubten, daß die Unsrigen wieder im Graben wären, stellten wir fest, daß die Franzosen aus dem Graben nach rückwärts schossen, und daß Turkos und Zuaven im Graben bei unserem Unterstand umherliefen.

      Wir hörten, daß von diesen Handgranaten in die Unterstände geworfen wurden und hatten die Absicht, uns einem Franzosen zu übergeben, zumal auch in unseren Unterstand Stinkbomben und Handgranaten hineingeworfen wurden.

      Als wir glaubten, daß ein Franzose an unserem Unterstand vorbeiging, begab sich Theissen, der französisch sprechen konnte, hinaus; nach einigen Minuten rief er mich, worauf ich, in der Annahme, daß er sich mit dem Gegner verständigt habe, hinausging. In dem Augenblick, wie ich in den Graben trat und sah, daß Theissen nicht mit einem Franzosen, sondern mit einem Turko verhandelte, schoß dieser dem Theissen mit seinem Gewehr durch den Leib, worauf letzterer, ohne noch ein Wort zu sagen, zusammensank. Theissen hatte, ebenso wie ich, die deutlich sichtbare weiße Binde mit dem Roten Kreuz am linken Arm.

      Ich flüchtete sofort wieder in den Unterstand zurück, konnte noch beobachten, daß der Turko sein Gewehr wieder lud und durch Zeichen und Zurufe mich veranlassen wollte, wieder herauszukommen. Wir haben dann gewartet, bis ein französischer Unteroffizier vorbeikam und haben uns dann diesem zur Verfügung gestellt.“
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      Die Bestie im Weltkriege:
      Verbrechen an deutschen Volksgenossen.
      Herausgegeben von zwei Kriegsbeschädigten
      http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/deutsch/archiv/bestie/bw00.html
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      Wir haben ein Grab gegraben

      • Ostfront 6. November 2016 um 19:04
        Über den „Ehrenkodex der Alliierten Protest gegen die unlautere Diffamierung der Besiegten vom Amerkaner Edgar L. Jones, US-Kriegsberichter „Was glauben die Zivilisten denn, welche Art Krieg wir geführt haben? Wir haben kalten Blutes Gefangene niedergemacht, wir haben Lazarette pulverisiert, Rettungsboote versenkt, feindliche Zivilisten getötet oder verwundet, Verwundeten den Garaus gemacht, Sterbende mit Toten in ein Loch zusammengelegt. Im Pazifik haben wir die Schädel unserer Feinde zerschlagen, sie abgekocht, um aus ihnen Tischgarnituren für unsere Bräute zu machen und haben ihre Knochen ausgemeißelt, um Brieföffner aus ihnen zu verfertigen. Wir haben unsere Phosphorbombenabwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von Atombomben auf zwei unverteidigte Städte gekrönt und haben so zur Zeit einen unbestrittenen Rekord im Massenmord erreicht. Als Sieger haben wir uns das Recht angemaßt, unsere Feinde für ihre Kriegsverbrechen vor Gericht zu ziehen; aber wir sollten Realisten genug sein, zu begreifen, daß wir in einem Dutzend Anklagepunkten für schuldig erklärt werden würden, wenn man uns wegen Bruchs der Kriegsgesetze vor Gericht stellte. Wir haben einen ehrlosen Krieg geführt, denn die Moral stand im Denken des kämpfenden Soldaten erst an letzter Stelle.“ (Edgar L. Jones, einer der bekanntesten US-Kriegsberichter, in seinem Protest gegen die unlautere Diffamierung der Besiegten und gegen die heuchlerisch begründete Verfahrensweise der amerikanischen Militärtribunale; abgedruckt in der Revue „The Atlantic Monthly“, Februar 1946.) Nicht schuldig – Teil 1 ——————————————————————————————————————————- Verbrechen an deutschen Volksgenossen. (Fortsetzung) Heft 2: Wie die Engländer auf dem Schlachtfeld das Völkerrecht achten! Dieses Heft fehlt uns vorläufig noch. Heft 3: Unter den Messern französischer Ärzte Zum Geleit [Scriptorium merkt an: dieses Geleitwort steht am Anfang eines jeden Heftes der Serie, daher verweisen wir hier statt einer Wiederholung auf denselben Abschnitt in Heft 1.] Vorwort Ein Vorwort zu diesem Heft erübrigt sich eigentlich; bieten die darin wiedergegebenen Greueltaten doch dem Leser das Bild noch nie dagewesener unmenschlicher Roheit und bestialischer Grausamkeit, der unsere Väter, Brüder und Söhne in der Hand gewissenloser und haßerfüllter Ärzte wehr- und hilflos ausgeliefert waren. Wir können hier aus Raummangel nur weniges aus der Marterzeit deutscher Verwundeter in französischen Lazaretten bringen, das wirkliche Material übersteigt das Tausendfache. Nur kleine Tropfen sind es in dem großen Meer der Schande, die französische Ärzte, bar jeder Nächstenliebe und jeden Mitgefühls, für alle Zeiten auf sich geladen haben. Zwei Kriegsbeschädigte. ——————————————————————————————————————————- Mißhandlungen und Massensterben im Lazarett zu Dinan ——————————————————————————————————————————- Der Fleischermeister Erich Scheele, Krankenträger von der Reserve-Eskadron 4. A.-K.., war auf einer Offiziers-Patrouille mit einigen Kameraden am 31. August 1914 in Gefangenschaft geraten und nach Paris gebracht worden; von dort aus kam er nach Dinan, und er erzählt, daß die Gefangenen dort bei der geringsten Kleinigkeit schwer mißhandelt wurden. Unter ihnen befanden sich auch Verwundete, die in Ställen untergebracht waren. Als Lager hatten diese Strohsäcke und eine Bettdecke, jedoch keine Bettstelle. Längere Zeit kamen überhaupt keine Ärzte zu den Verwundeten. Auch Verbandstoffe waren nicht vorhanden, so daß viele starben. Es ist vorgekommen, daß in den ersten Monaten der Gefangenschaft täglich 15 bis 20 Kameraden beerdigt wurden. Etwas besser wurde es mit den Verwundeten, als sie in die neue Kaserne bzw. in die Ställe und Reitbahn kamen. Mißhandlungen waren die Verwundeten auch hier ausgesetzt, und nicht selten brachen infolge der Schläge die heilenden Wunden wieder auf, auch kam es vor, daß Verwundete auf der Stelle zusammenbrachen und weggeschafft werden mußten. Die ersten Ärzte bekamen die Verwundeten erst im November 1914 zu sehen, bis dahin kümmerten sich nur Sanitäter um die Verwundeten, aber sie konnten natürlich infolge des gänzlichen Mangels an Verbandzeug nichts ausrichten. Die Strafen, die den Verwundeten auferlegt wurden, bestanden neben den alltäglichen Mißhandlungen darin, daß der Bestrafte von morgens vor dem Kaffee bis abends nach dem Abendbrot mit dem Gesicht nach der Mauer hin stehen mußte. Rührte man sich, um sich einmal zu recken und die Müdigkeit der Glieder zu beheben, so bekam man mit dem Kolben einen Schlag ins Genick. Dies sahen auch Offiziere, die sich darüber geradezu freuten. Scheele hat mit eigenen Augen gesehen, wie ein verwundeter Husarenunteroffizier, der an zwei Stöcken gehen mußte, schon am dritten Tage nach [8] seiner Einlieferung gezwungen wurde, von früh bis abends an der Mauer zu stehen. Zwischendurch fiel er um; ihm wurde die Strafe nicht erlassen, jedoch wurde ihm gestattet, abwechselnd eine Stunde auf der Bank zu sitzen und eine Stunde zu stehen. In der ersten Zeit des Aufenthalts gab es sogar bei diesem Stehen an der Wand den ganzen Tag nichts zu essen. Man hatte also die letzte Mahlzeit am Abend vor dem Straftage eingenommen und bekam die nächste Mahlzeit erst am Morgen nach dem Straftage, so daß man tatsächlich etwa 36 Stunden lang nichts zu essen bekam. Gleichgültig, ob es regnete, oder ob die Sonne glühend brannte – meist war es dort in der Bretagne sehr heiß, auch im Winter -, ob es früher oder später dunkel wurde, die Strafe dauerte von morgens 6 Uhr bis abends 6 Uhr. Später wurde eine andere grausame Strafe eingeführt: man mußte in einem Kasten liegen. Dieser war gerade groß genug, daß man sich einmal darin umwenden konnte. Diese grausame Strafe wurde bei der geringsten Kleinigkeit meistens gleich für 60 Tage verhängt. ——————————————————————————————————————————- Ein Arzt photographiert die sterbenden Deutschen ——————————————————————————————————————————- Der Füsilier Gustav Sanewski, Sanitätssoldat in der 5. Komp. Inf.-Regts. Nr. 90, berichtet über den Transport in das Lazarett und die Behandlung in Dinan folgendes. „In Villers-Cotterets wurden wir in einen Eisenbahnzug verladen. Etwa 40 bis 50 Mann kamen in einen Viehwagen, in dem noch der Pferdemist lag. In diesem Zug fuhren wir vier Tage bis Dinan. Unterwegs sind viele der verwundeten Deutschen gestorben; denn die Wunden wurden nicht verbunden, es gab keine Decken und die Verpflegung bestand während der vier Tage nur aus zwei Weißbroten und Wasser. Wenn der Zug in Städten hielt, kam die Zivilbevölkerung heran und beschimpfte uns. Sie schlug auch mit Stöcken in die Wagen und warf uns mit Steinen. Damen des Roten Kreuzes hielten unseren Verwundeten belegte Butterbrote unter die Nase, gaben ihnen aber dann nichts zu essen. In Dinan wurden wir im Pferdestall der Artilleriekaserne einquartiert. Dort waren wir etwa 50 gefangene Sanitätsmannschaften.“ Und später: „In dem Lazarett, in dem ich anfangs in der Nacht Dienst machen mußte, lagen die Verwundeten, auch die Schwerverwundeten, nur auf Stroh auf einem Brett. Verbandstoffe gab es überhaupt nicht. Fast jeden Tag starben vier bis fünf an Wundbrand. Wir Gesunden hatten unter uns 150 Mark gesammelt, um Verbandstoffe zu kaufen. Das Geld wurde einem Sergeanten gegeben. Wie mir der Sanitätsgefreite Vieth vom Inf.-Regt. 42 sagte, sind aber nur für 50 Mark Verbandstoffe gekauft worden! Wir lagen in dem Stall bis zum Januar hinein ohne Decken. Infolgedessen erkrankten viele der Gefangenen an Halskrankheiten und Rheuma- [9] tismus. Diese Kranken wurden von dem Vizefeldwebel Franz vom Jägerbataillon 3 mit Jod, Bittersalz und Opium behandelt. Andere Heilmittel hatte er nicht. Der französische Arzt kümmerte sich nicht um uns. Er beschäftigte sich vielmehr damit, die sterbenden Deutschen zu photographieren. Er brachte auch Weiber mit ins Lazarett und zeigte diesen die verwundeten Deutschen. An Wäsche hatten wir nur, was wir am Leibe trugen. Wenn wir sie waschen wollten, liefen wir so lange ohne Wäsche. Von den kleinen Feldpostpäckchen wurden häufig nur die Umhüllungen an die Empfänger ausgehändigt.“ ——————————————————————————————————————————- Von 8 Verwundeten starben 7 ——————————————————————————————————————————- Bei Ripont wurde der Pionier Tonne von der 2. Kompagnie Pionier-Batls. 4 schwer an Arm, Kopf und Bein verwundet und geriet in französische Gefangenschaft. Erst einige Tage später erbarmte man sich seiner und schaffte ihn ins Hospital nach Talon. Hilfe wurde dem Verwundeten hier nicht zuteil. Der leitende Arzt kam erst dann, wenn die hilflosen Menschen infolge ihrer schweren Wunden schrieen, daß man es weit und breit hören konnte. Verbandmittel waren so gut wie gar nicht vorhanden. Die Verpflegung ließ sehr zu wünschen übrig, des Nachts gab es keine Wache. Der Arzt suchte die Verwundeten auf und sagte immer, daß sie ihre Schmerzen nur ihrem Kaiser zu verdanken hätten. Innerhalb einer Woche starben unter diesen Umständen von acht eingelieferten deutschen Gefangenen sieben. Tonne wurde hier auch der Brustbeutel abgeschnitten, ihm sein sonstiges Hab und Gut weggenommen; nur mit einem Mantel bedeckt wurde er nach dreitägiger Fahrt nach St. Etienne weitergeschafft. Von hier kam er ins Lager Roanne, wo die Behandlung so schlecht war, daß er eine doppelseitige Lungenentzündung erlitt. ——————————————————————————————————————————- Durch Einspritzungen absichtlich getötet ——————————————————————————————————————————- Ebenso trostlos wie ihm ist es dem Reservisten Peter Schürmann aus Lippstadt ergangen, der am 27. September 1914 an der Aisne verwundet wurde und fünf Tage lang ohne Hilfe auf dem Schlachtfelde liegen blieb. Während die neben ihm liegenden schwerverwundeten Deutschen von den Franzosen in wilder Blutgier niedergestochen wurden, weil sie sich gewehrt hatten, als die Franzosen ihnen ihre Wertsachen abnehmen wollten, blieb Schürmann am Leben und wurde schließlich von einem französischen Arzte verbunden. In einem kleinen Verbandslazarett etwa acht Kilometer vor Reims fand er endlich Aufnahme und fragte den leitenden Arzt, ob er seinen Fuß verlieren müsse. Trotzdem er dies verneinte, mußte der Verwundete am anderen Tage merken, daß der Fuß bereits amputiert war. Von hier wurde er weiter in das Innere des Landes geschafft, zwei Tage lang bekam er nichts zu essen, auf den Unterwegs- [10] stationen spien die französischen Schwestern den Verwundeten, wenn sie nach Nahrung verlangten, ins Gesicht. In dem neuen Lazarett zu Le Puy kümmerten sich die Ärzte um die Eingelieferten überhaupt nicht mehr. Bei Verwundeten, die so schwer krank waren, daß ihr Ende bald abzusehen war, nahmen die Sanitäter die Einspritzungen vor, um das Ende zu beschleunigen. Ein neben Schürmann liegender Verwundeter, mit dem sich dieser noch über die Heimat unterhalten hatte, bekam von einem französischen Sanitäter um 8 Uhr abends eine Einspritzung, an der er im Verlauf von fünf Minuten starb. Von hier schaffte man Schürmann wieder nach Lyon, wo er auf bloßem Zementboden liegen mußte. Zuaven begleiteten den Zug. Wenn jemandem das Gehen schwer wurde, so wurde er von diesen Horden niedergestoßen. ——————————————————————————————————————————- Die Leiden des Kriegsfreiwilligen Dames ——————————————————————————————————————————- Empörend hat sich nach den Erzählungen des Kriegsfreiwilligen Paul Dames ein französischer Arzt in der Schlacht von Arras am 9. Mai 15 benommen. Der junge Deutsche hatte bereits zwei Tage und zwei Nächte schwerverwundet auf dem Schlachtfelde gelegen, seinem neben ihm liegenden Kameraden hatte man den Hals durchschnitten; endlich erbarmten sich zwei französische Sanitäter seiner und schafften ihn mit einem Auto ins nächste Feldlazarett, eine Scheune in St. Eloi. Beim Ausladen empfing ihn der französische Arzt mit Schimpfnamen und bespie vor seinen Augen ein an der Tür hängendes Bild des deutschen Kaisers. Man legte den Schwerverwundeten auf eine Strohschütte, gab ihm auch eine Decke, dagegen erhielt er ein Hemd an Stelle des ihm geraubten nicht wieder. Nach erfolgter Amputation seines Beines erwachte Dames aus der Bewußtlosigkeit und mußte merken, daß man ihm das Bein einfach abgeschnitten hatte, so daß eine handtellergroße Wunde entstanden war, aus der die Knochen herausragten. In einem mehr denn überfüllten Auto wurde derselbe weiter nach hinten geschafft. Beim Ausladen im nächsten Lazarett umstanden den Wagen eine Unmenge Zivilisten, die dem Verwundeten die Decke wegrissen. Man brachte die deutschen Soldaten zunächst in ein Zelt, dann warf man sie auf die Straße, die am Bahnhof vorbeiführte, indem einfach die Tragbahren umgekippt wurden; ein französischer Offizier erklärte ihnen, daß sie so lange dort liegen bleiben würden, bis die deutsche Artillerie, die den Bahnhof beschoß, das Feuer einstellen würde. Weiber umstanden die hilflosen Menschen, bespuckten und beschimpften sie und rissen den Kameraden, die noch Uniform und Mütze hatten, die Sachen vom Leibe. Als Dames einem französischen General auf dessen Frage erwiderte, daß er ein bayrischer Soldat sei, spie dieser ihm ins Gesicht. In der Nacht setzte der Regen ein; die deutschen Verwundeten ließ man ruhig im Straßenschmutz liegen, eine verstärkte Wache mußte aufziehen, um die wütende Menge, die mit Knüppeln umherstand und immer nur schrie „Boches kaputt!“ fernzuhalten. Am andern [11] Abend verlud man Dames mit einem anderen Verwundeten in einen Viehwagen, die beiden Deutschen mußten ohne jegliche Kleidung auf dem bloßen Boden liegen. Von außen wurden die Türen verschlossen und während der Fahrt bis nach Paris, die über 30 Stunden dauerte, nicht wieder geöffnet. Ihre Notdurft mußten sie im Wagen verrichten; während der ganzen Zeit wurde ihnen nichts gereicht. Der Kamerad, der neben ihm lag und einen schweren Halsschuß hatte, versuchte in seinem Durst den Urin vom Boden zu trinken. Als der Zug in Paris einlief, war er von seinen qualvollen Leiden erlöst. Die Beinwunde von Dames war unter diesen Umständen vollständig verschmutzt und vereitert. Die Verwundeten wurden mit Typhuskranken in einem Saal eingesperrt, kein Arzt kümmerte sich um die Wunden, die Sterblichkeit war unter diesen Verhältnisse sehr groß, die französischen Wärter teilten sich gleich in die Sachen, sobald ein neuer Todesfall eingetreten war. ——————————————————————————————————————————- „Laßt ihn sterben, er ist nur ein Boche.“ ——————————————————————————————————————————- Infolge der mangelhaften Pflege hat der Soldat Johannes Denjes aus Kassel nach den Berichten des Soldaten Adler vom Inf.-Regt. 103 sein Leben eingebüßt. Dieser wurde in das französische Hospital St. André geschafft, in dem ein völlig unbrauchbarer Arzt tätig war, welcher sich um die Kranken so gut wie gar nicht kümmerte. Bei einem Morgenbesuch machte Adler den Arzt darauf aufmerksam, daß Denjes eine so schwere Redeweise habe und den Mund nicht mehr richtig öffnen könne. Obwohl der Arzt feststellte, daß Starrkrampf vorlag, ging er ruhig weiter, ohne eine Einspritzung zu machen; erst als Adler energisch auf den französischen Arzt eindrang, wurde dafür gesorgt, daß der Sterbende isoliert wurde und eine Spritze erhielt. Wärter von französischer Seite waren nicht vorhanden, um die Wache zu übernehmen; Adler appellierte an die Kameradschaft der übrigen Leichtverwundeten, die in Abständen von jeweils zwei Stunden die Aufsicht übernahmen. Eine französische Schwester sagte zu Adler, als er sie auf die schamlose Behandlung aufmerksam machte: „Laßt ihn sterben, er ist nur ein Boche.“ Bald war Denjes von seinen Qualen erlöst. Wie er, sind noch viele andere Kameraden infolge der Herzlosigkeit des französischen Arztes und der Schwestern gestorben. ——————————————————————————————————————————- Der Leidensweg des Mechanikers Jordan ——————————————————————————————————————————- Ähnliche Erlebnisse hat der Mechaniker Mathias Jordan aus Köln durchmachen müssen, nachdem er bei nächtlichem Sturmangriff am 6. Oktober 1914 in der Nähe von Arras durch einen Granatsplitter die rechte Hand verloren und infolge starken Blutverlustes in französische Gefangenschaft geraten war. Mit 17 anderen Kameraden ließ man ihn zwei Tage in vorderster Linie ohne jegliche Pflege liegen. Weder Nahrung [12] noch Verbandstoff wurden gereicht; der deutsche Sanitäter Jakowski hatte Jordan mit dem Riemen des Brotbeutels den schwerverwundeten Arm abgebunden. Baten die Verwundeten um Verbandstoff, so wurden sie nur verhöhnt. Neben ihm lagen drei Kameraden des 2. Garde-Rgts., das den Sturm mitgemacht hatte, die vor Schmerzen laut stöhnten. Da mußte Jordan Zeuge sein, wie die französische Grabenbesetzung ihren Posten mit der Hand Zeichen gab, die Verwundeten niederzustechen. Mit wahrer Blutgier warfen sich dann die französischen Wachtposten auf die Unglücklichen und stachen sie in die Brust. Der Anblick der Sterbenden war so furchtbar, daß sich Jordan abwenden mußte. Dann schaffte man ihn in die Artilleriekaserne eines Ortes, wo er fünf Tage lang ohne jegliche Pflege und Erneuerung des Verbandes mit anderen acht Mann in ein Zimmer eingeschlossen wurde, in dem sich nur eine Pritsche befand. Die Notdurft mußten die Gefangenen in dem kleinen Zimmer verrichten, Behälter wurden ihnen nicht geliefert. Von da kam Jordan nach Orleans, wo er endlich operiert und weiter in ein Gefangenenlager abgeschoben wurde. Die Pflege und die Wundbehandlung lagen dort in der Hand von 10 bis 15 Sanitätern. Alle acht Tage erschien auch ein Arzt im Lager, das mindestens 1000 Mann beherbergte. Daß bei derart mangelhafter Pflege und sehr schlechter Kost eine große Sterblichkeit eintrat, ist selbstverständlich, mehrfach hat Jordan beobachten können, daß in dem Saale, in dem er schlief, in einer Nacht acht bis zehn Kameraden starben und morgens hinausgetragen wurden. ——————————————————————————————————————————- Ein Sanitätssoldat leitet die ganze Behandlung ——————————————————————————————————————————- Der Pionier Georg Rau vom Pionier-Rgt. Nr. 13 lag im Hospital St. Andrée Nr. 82 in Clermont-Ferrand. Dort herrschten die denkbar schlechtesten Zustände. Die Mannschaften waren in einer Kapelle untergebracht, welche in zwei Stockwerke, einen Keller und ein Hochparterre eingeteilt war. Ärztliche Behandlung und Kost waren in jeder Beziehung minderwertig. Ein französischer Sanitätssoldat leitete die ganze ärztliche Behandlung, und auf seinen Befehl kamen die Mannschaften zur Entlassung, gleichgültig, ob sie gesund waren oder nicht. Der Oberarzt, ein Dr. Papon, welcher zuständig war, ließ dem Sanitätssoldaten vollständig freie Hand. So kamen Fälle von Operationen und Amputationen vor, die derartig schlecht ausgeführt waren, daß eine zwei- bis dreimalige Nachoperation oder Nachamputation stattfinden mußte. Daher haben sich Verwundete geweigert, sich einer nochmaligen Operation oder Amputation zu unterziehen. Diejenigen, welche sich weigerten, wurden kurzerhand auf eine Tragbahre gelegt und im Fieberzustande auf acht bis zehn Tage unter Aufsicht von zwei Posten mit aufgepflanztem Seitengewehr in Arrest gesperrt. [13] Derselbe Pionier erzählte vom Hospital Billon, daß dort Zustände herrschten, „die zum Himmel stanken“. Zum Beispiel befand sich an dem Brunnen eine Aufschrift, daß das Nehmen von Trinkwasser verboten sei, dennoch wurde es den kranken Menschen verabfolgt, und zwar mit kalter kondensierter Milch. Leute, die durch Schuß magen- oder lungenkrank waren, erhielten genau die gleiche Kost wie Leichtverwundete, dabei spielte es eine große Rolle, ob der Betreffende katholisch oder evangelisch war. Der Chefarzt in dem genannten Hospital hat übrigens nicht einmal ihre Verwundungen angesehen. ——————————————————————————————————————————- „Deutsche Schweinehunde behandelt er nicht.“ ——————————————————————————————————————————- Der in Gefangenschaft geratene Steinhauer Jacob Lediger aus Hohestadt, Bezirksamt Ochsenfurth, erzählt von seinem Aufenthalt in Mont-Louis, daß die Gefangenen einige Tage nach der Ankunft geimpft wurden. Dabei bekam er und die anderen 40 bis 50 Schnitte in einem Arm, so daß sie stark bluteten und das Blut am Arm herunterlief. Derselbe Arzt, der sie geimpft hatte, sperrte verwundete Kameraden, weil sie sich nicht beim Arzt gemeldet hatten, einige Tage in Arrest. Wie die deutschen Kameraden, die die französische Sprache beherrschten, sagten, gebrauchte der Arzt auch die Äußerung, „die deutschen Schweinehunde behandele er nicht.“ Ein an Rheumatismus leidender deutscher Unteroffizier erzählte dem Lediger, daß er bei der ärztlichen Vorstellung von dem Arzt mit einem glühenden Eisen auf den Rücken gebrannt wurde. Der Unteroffizier zeigte seinen Kameraden die Brandwunden. Er erzählte weiter, daß er, weil er nicht mehr zum Arzt gegangen sei, von diesem mit 15 Tagen Arrest belegt worden sei. ——————————————————————————————————————————- „Hast Du Schmerzen, singst Du Deutschland über alles.“ ——————————————————————————————————————————- Der Möbelpolier Arthur Müller aus Regis vom Inf.-Regt. Nr. 106 war nach mehrfacher schwerer Verwundung in Gefangenschaft geraten und in ein Lazarett gebracht worden, wo er operiert werden sollte. Wie er selber erzählt, schnitt der französische Arzt seine Schulterwunde, die sich entzündet hatte, mit einem richtigen aufklappbaren Taschenmesser, das er aus seiner Tasche hervorholte, ohne es zu reinigen. Er fuhr stets mit den bloßen Fingern in die Wunden und tat dies regelmäßig bei mehreren Verwundeten hintereinander, ohne sich zwischendurch die Hände zu waschen. Als er einmal die Schulterwunde des Müller mit Jod ausstreichen wollte, schnitt er ein Spahn Holz von einem Kistendeckel, umwickelte ihn mit Watte und fuhr mit diesem „Instrument“ in die Wunde. Als Müller vor Schmerzen aufschrie, sagte der Arzt auf deutsch: „Hast du Schmerzen, singst Du Deutschland über alles!“ ——————————————————————————————————————————- Ausbrennen der Wunden mit Platinstiften als Marter ——————————————————————————————————————————- Ein anschauliches und gleichzeitig erschütterndes Bild von der Behandlungsart durch französische Ärzte entwirft der Fabrikarbeiter Oswald Hölzel aus Neusalza-Spremberg, der nach seiner Gefangennahme mit anderen Kameraden nach der Insel Ré geschafft wurde. Die Sanitäter verstanden nichts von Wundbehandlung, und die Ärzte bekümmerten sich manchmal ein Vierteljahr nicht um die deutschen Verwundeten. Das Verbandzeug lag in denselben Kästen – und zwar alten Holzkästen – wie die Scheren und sonstigen Werkzeuge. Es wurde stets mit bloßen Händen angefaßt, weil keine Pinzetten da waren. Es fehlte an den einfachsten ärztlichen Einrichtungen und Vorsichtsmaßregeln. Oft war überhaupt keine Schere da, so daß die Sanitäter beim Verbinden ihr Taschenmesser zum Schneiden der Binden nehmen mußten. Aufgefallen ist dem Hölzel die häufige, seines Erachtens ganz zwecklose Anwendung des Ausbrennens der Wunden und der Haut durch glühende Platinstifte, was furchtbare Schmerzen machte. Wer sich z. B. wegen Hustens krank meldete, wurde auf der Brust oder am Rücken mit dem glühenden Stift punktiert. So bekam der Erzähler selber einmal 67 Punkte auf den Rücken, weil er über Husten klagte. Als ihm aus seiner Wunde ein Knochensplitter herausgeeitert war und er dies dem französischen Arzt zeigte, hörte dieser gar nicht darauf, sondern brannte seine Wunde einfach aus. Als sich einmal eine größere Anzahl von Kriegsgefangenen gleichzeitig krank meldete, drohte ihnen der französische Arzt, er wolle sie brennen lassen. Jedenfalls hatte jeder den Eindruck, daß das Brennen in der Hauptsache nicht zu Heilzwecken, sondern als Marter angewendet wurde. — Hierzu sei bemerkt, daß in Deutschland der Platinstift nicht zu Heilzwecken gebraucht wird. In der Hand eines nicht wohlwollenden Arztes muß er dem Verwundeten unnötig heftige Schmerzen verursachen. ——————————————————————————————————————————- Ein anderer Menschenfreund ——————————————————————————————————————————- Von einem anderen „Menschenfreunde“ erzählt der Maschinist Georg Rau aus Cannstadt von der 1. Feldkompagnie des Pionier-Batls. Nr. 13. Der Arzt des Gefangenlagers, in dem Rau untergebracht war, behandelte die Leute sehr schlecht und fand niemanden krank. Es kam vor, daß Leute zusammenbrachen, dann stellte der Arzt fest: „non malade“ (nicht krank) oder „8 jours prison“ (8 Tage Arrest). Außerdem meldete er die Kranken dem Kommandanten, und dieser bestrafte sie dann überdies. Zur Strafe wurden diese Leute dann in einem richtigen Schweinestall eingesperrt. Auf einem Wagen sitzend, ließ sich dieser Arzt von den Leuten die Zunge zeigen und fühlte den Puls; wenn er dann nichts fand – was immer der Fall war – wurden die Leute bestraft. Mannschaften, die bei der Arbeit vor Erschöpfung zusammenbrachen, wurden mit Arrest bis 15 Tagen bestraft. ——————————————————————————————————————————- „Gebt ihm ein kaltes Bad, morgen ist er kaputt.“ ——————————————————————————————————————————- Der Krankenpfleger Karl Deppermann aus Grimminghausen hat im Revier, in das er nach seiner Gefangennahme am Pfefferrücken gebracht war, folgende Beobachtungen gemacht: „Die Behandlung des Arztes Georges Froin aus Paris war schlecht, seine Ausdrücke waren stets ‚Sale Boche, cochon‘. In jeder Ecke des Reviers mußte ein Stock stehen; er schlug selbst die Kranken. Im Lager war Dysenterie ausgebrochen; hierauf wurden die Schwerkranken geimpft mit dem Impfstoff Emmentine, die Impfung ging folgendermaßen vor sich: Am ersten Tage bekam jeder Kranke 30 Gramm, am zweiten Tage 20 Gramm und am dritten Tage 10 Gramm Solesulfat zum Einnehmen, die nächsten 6 Tage bekamen diese Kranken jedesmal morgens und nachmittags je eine Impfung mit dem Impfstoff Emmentine und die folgenden drei Tage gab es Pillen zum Stopfen. Die wenigsten von den Leuten haben diese Kur ausgehalten. Die Krankenverpflegung war die gleiche wie die der gesunden Gefangenen, gleichviel, welche Krankheit sie hatten, es gab nur Reis und Nudelwasser. Der Sanitätskorporal Burion aus Lyon, der mir zugab, daß er in Ulm in Gefangenschaft gesessen hatte, hat die Kranken am meisten geschlagen und getreten. Er äußerte häufig, wenn Kranke sich verunreinigt hatten, was nicht ausblieb, weil dieselben ohne Begleitung eines Gesunden zur Latrine gehen mußten: „Gebt ihm ein kaltes Bad, morgen ist er kaputt, dann habt ihr keine Arbeit mehr damit.“ Ein Sergeant meldete sich krank, ich habe den Mann selbst gemessen und stellte 40 Grad Fieber fest (Aftertemperatur). Dieser Sergeant wurde nicht eher dem Arzte vorgestellt, bis er entlaust war. Er mußte sich zu diesem Zwecke in einem kalten luftigen Raume ausziehen, mußte dann nackend etwa 50 – 70 Meter über einen Platz gehen und baden, wobei er eine kalte Dusche bekam. Am nächsten Morgen stellte ich 39 Grad Fieber fest. Da er seinen Mantel nicht entlaust hatte, mußte er dasselbe Bad noch einmal nehmen.“ ——————————————————————————————————————————- Amputierte zur Schau durch die Stadt geführt ——————————————————————————————————————————- Schwer verwundet war der Steinsetzer Bernhard Peters aus Terheide, Gemeinde Westerholt, von der 7. Komp. Res.-Inf.-Regts. Nr. 77 bei Reims in Gefangenschaft geraten. Nach Aufenthalt in verschiedenen Lazaretten wurde er schließlich mit anderen Verwundeten eine Nacht lang in Marseille auf ein altes schwimmendes Schiff, ein sogenanntes „Ponton“, gebracht, wo sie mit Österreichern, Türken und Arabern zusammengepfercht waren. Von hier aus ging es dann nach Afrika in 48stündiger Fahrt. Während der Überfahrt durften sie das Deck nicht betreten, sondern mußten unten im Schiffsraum bleiben, wo eine entsetzlich schlechte Luft herrschte. In Tunis angelangt, wurde der Transport ausgeladen, und während die Leichtverwundeten im Hafen von Bizerta arbeiten mußten, wurden die Schwerverwundeten, darunter auch die am [16] Bein oder Arm Amputierten, ohne Kopfbedeckung zur Schau des Publikums etwa 2 Stunden lang durch die Stadt geführt, wobei sie von den Schwarzen beschimpft wurden. Später in Kairoan sah Peters, wie einer seiner Kameraden von einem französischen Kapitän mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurde, daß das Blut herunterlief. In Kairoan wurden sie, obwohl schwer verwundet, in Erdhöhlen untergebracht, in denen man nicht einmal aufrecht stehen konnte. Sie mußten auf dem Boden schlafen, ohne Decken, ohne Stroh! ————————————————————————————————————————— Schwester Charles ——————————————————————————————————————————- In dem französischen Lazarett St. Dizier erfolgte die Pflege der verwundeten Deutschen durch eine Klosterschwester, die Charles genannt wurde. Wie die Gefangenen selbst gesehen haben, schlug und ohrfeigte sie die Kranken und Verwundeten häufig. Bei Schmerzensausbrüchen machte sie verächtliche Bemerkungen. Wiederholt begoß sie die Kranken mit einer ätzenden Flüssigkeit, die zum Auswaschen der Wunden gebraucht wurde. Als besondere Gefühlsroheit wurde es von den Deutschen aufgefaßt, daß die Schwester bei Schwerkranken, deren baldiges Ableben zu erwarten war, Totenhemd und Leichentuch vor den Augen der Betreffenden zurechtlegte. Schwester Charles arbeitete stets den Anordnungen des Chefarztes entgegen und benutzte schmutzige Instrumente, wodurch neue Eiterungen an den Wunden verursacht wurden. Zahlreiche Gefangene fanden durch die ungeheurliche Behandlung dieser Schwester den Tod. ——————————————————————————————————————————- „Der Boche soll sich verbluten.“ ——————————————————————————————————————————- Eie saubere Kreatur war auch der französische Assistenzarzt Brateau im Gefangenen-Lazarett Mas-Eloi. Als der Handlungsgehilfe Paul Sparmann aus Dresden vom Grenadier-Regt. Nr. 100 eine starke Blutung hatte, ließ dieser Arzt ihm durch den Dolmetscher sagen: „Der Boche soll verbluten.“ Nur durch die Hilfe von Kameraden wurde Sparmann gerettet. ——————————————————————————————————————————- Im Lazarett in Tours ——————————————————————————————————————————- Der Unteroffizier d. L. Robert Schall geriet am 29. September 1914 schwerverwundet in französische Gefangenschaft. Nach anfänglicher Behandlung im Hospital Nr. 10 in Amiens kam er am 19. November in das Lazarett Tours. Über die Behandlung dort erzählt er folgendes: „Die ärztliche Behandlung in Tours war zunächst schlecht. Das Verbinden besorgte ein Apotheker und nur ab und zu ging ein Arzt durchs Lazarett, der sich aber die Verwundeten nicht näher ansah. Erst wenn Fieber auftrat, kam der Chirurg, der dann die Operation vornahm. Bei mir sah [17] der Arzt erst Ende Januar oder Anfang Februar 1915 die Wunde nach, nachdem ich längere Zeit – wohl 14 Tage lang – Fieber gehabt hatte. Er schnitt mir nach der Untersuchung einen Abzeß im rechten Kniegelenk auf. Dann hat sich der Arzt nicht mehr um mich gekümmert bis etwa Mitte Mai, wo ich wieder Fieber bekam, und worauf dann die Einschußwunde am rechten Oberschenkel zwecks Entfernung von Knochensplittern operiert wurde. Diese zweite Operation machte ein Dr. Boullet. Vorher war unser Arzt ein Dr. Guillaume, der angeblich Professor in Paris war. Seitdem Dr. Boullet da war, kam dieser regelmäßig alle 14 Tage bis 3 Wochen, um sämtliche Wunden nachzusehen; es wurde überhaupt viel besser, seit Dr. Boullet da war. Die Behandlung durch das Personal war miserabel. Schwerverwundete wurden oft geschlagen. Besonders schlecht wurde ein Bayer namens Niederrainer behandelt. Er hatte wochenlang Durchfall und beschmutzte, da er wegen seiner Wunde nicht aufstehen konnte, nachts das Bett. Die Wärter gingen abends gegen 7 Uhr und kamen früh gegen 8 Uhr wieder. Sie rissen dem Bayern das beschmutzte Bettzeug unterm Leibe weg, zogen ihm das Hemd aus und schlugen ihm die beschmutzte Wäsche ins Gesicht. Dann wuschen sie den nackt daliegenden Bayern, nachdem sie die Fenster geöffnet hatten, kalt ab und ließen ihn naß bei offenem Fenster – auch im kalten Winter – liegen, bis sie die neue Wäsche geholt hatten; dieses Holen dauerte immer mindestens 5 Minuten. Diese Behandlung des Bayern ist häufig vorgekommen. Gefreiter Krämer von einem Rheinischen Inf.-Regt. legte eines Tages meine Decke – ich lag im Streckverband – zurecht. Ein Wärter gab dem Krämer den Befehl, ihm etwas zu besorgen. Krämer antwortete ‚oui‘, ging aber nicht gleich weg, da meine Decke noch nicht in Ordnung war. Darauf trat ihm der Wärter mit aller Gewalt ins Gesäß. Krämer hatte einen Bruch des linken Armes infolge Gewehrschusses. Über die schlechte Behandlung der Verwundeten wurde alles Mögliche erzählt. So waren bei meiner Ankunft von 100 Verwundeten aus der Marneschlacht, wie mir gesagt wurde, schon 40 infolge unterbliebener ärztlicher Versorgung und schlechter Behandlung durch das Personal gestorben. So starb auch ein Leutnant, der schwer verwundet war, als ich schon im Lazarett lag. Von ihm besonders wurde erzählt, daß er durch schlechte Behandlung zugrunde gerichtet worden sei. Ich persönlich wurde besser behandelt, weil ich mich mit Hilfe meiner französischen Sprachkenntnisse verständigen konnte, wie überhaupt solche Leute, die etwas Französisch konnten, besser behandelt wurden. Die Wärter kümmerten sich fast gar nicht um uns. Als einige von den Kameraden, die Armschüsse und leichtere Verwundungen hatten, aufstehen durften, mußten diese die Handreichungen machen. Um die Reinlichkeit war es sehr schlecht bestellt. Wir hatten weder Waschbecken noch Handtücher. An die Wasserleitung zu gehen, war verboten. – Später haben wir das für den Arzt bestimmte Waschbecken benutzt und verschafften uns ein Handtuch. Wir waren 22 Mann [18] in einem Saal, Löffel bekamen wir, Messer und Gabel hatten wir erst nach Weihnachten. Diese hatten sich die Leute durch Entwenden oder durch Bestechen der Wärter verschafft. Messer waren verboten. Wir mußten also das Fleisch zerreißen. Unsere Eßschüsseln, die wir auch als Trinkgefäße benutzen mußten, wurden von den Wärtern nicht gereinigt; das mußten die Verwundeten machen, die aufstehen konnten. Da das oft nur wenige waren, kam es häufig vor, daß die Schüsseln tagelang nicht gereinigt wurden. Warmes Wasser zum Reinigen haben wir während der ganzen Zeit, die ich in Tours war, nicht bekommen. Frische Bettwäsche und Hemden bekamen wir allerdings etwa alle 6 Wochen, auch wenn mal ein Verband durchgeblutet hatte und die Wäsche beschmutzt war. Das Hemd, mit dem ich von Amiens kam, hatte ich Weihnachten noch an. Auch das Zimmer wurde nur alle Vierteljahr einmal gescheuert. Der Raum, in dem wir lagen, war sehr eng, er war langgestreckt und hatte schräge Wände, an denen sich zusammen etwa 20 bis 24 Fenster befanden, die nicht richtig schlossen, so daß es im Winter immer kalt war. Da die Nachtgeschirre der 22 Mann nur je einmal nach dem Frühstück und nach dem Abendbrot geleert wurden, war in dem Raum ein wüster Gestank. Das außerhalb dieses Raumes liegende Klosett war sehr schadhaft und konnte nur von einem benutzt werden, der im vollen Gebrauch seiner Glieder war. Neben dem Klosett standen – oft eine Woche lang – Eimer mit blut- und eitergetränktem Verbandzeug, auf dem Fliegen und Ameisen herumkrochen.“ In diesem Lazarett Tours herrschte eine grausame Zucht. Wie auch der dort in Behandlung befindliche Johann Kolodziejczyk von der 5. Komp. Res.-Inf.-Regts. 22 erzählt, wurden die Verwundeten dort wie Strafgefangene behandelt. An die Luft kamen sie überhaupt nicht. Erst in der letzten Zeit vor dem Austausch wurden sie ein wenig an die Luft gelassen. Kolodziejczyk wurde mehrmals hinter und in dem linken Ohr operiert. Auf diesem Ohr hat er sein Gehör verloren. Der behandelnde Arzt, der Chefarzt, hat die Verwundeten unmenschlich behandelt. Er redete sie nur mit „Boches“ an. Die Behandlung der Wunden war äußerst schmerzhaft. Die letzte Zeit wollte der Genannte daher die ärztliche Behandlung überhaupt ablehnen. Er hatte das Empfinden, daß der Arzt mit absichtlicher Grausamkeit vorging. ——————————————————————————————————————————- Ärzte bestehlen einen betäubten Musketier ——————————————————————————————————————————- Der Musketier Hermann Dreesen aus Ostrohe bei Heide war am 31. August 1916 bei Estrey verwundet in französische Gefangenschaft geraten. Er wurde zunächst in ein Kriegslazarett gebracht, dort sollte er sofort operiert werden. Dafür verlangten junge [19] Ärzte von ihm seine Uhr, sonst wollten sie ihn zerschneiden, dabei hatten sie ein großes Messer in der Hand. Dreesen lehnte die Operation ab. Trotzdem ist er doch operiert worden, und als er aus der Narkose erwachte, fehlte auf seinem Nachttische die Uhr und sein Portemonnaie mit fünf Mark im Gesamtwert von etwa 40 Mark. ——————————————————————————————————————————- Grausame Bestrafung eines Lungenkranken ——————————————————————————————————————————- Der Lehrer Hans Kegel von der 53. Reserve-Pionier-Kompagnie erzählt, daß ein deutscher Soldat in St. Nassaire wegen Lungenentzündung im Lazarett gewesen ist und nach drei Wochen wieder als arbeitsfähig entlassen wurde. Da er Staubkohle aus den Schiffen entladen sollte, bat er um Erholung. Diese wurde ihm in der Weise gewährt, daß er sich acht Tage lang bei Wasser und Brot in der Revierstube aufhalten durfte. Als er nach Ablauf dieser Zeit nochmals um Erholung bat, weil er zu sehr geschwächt war, bekam er von dem Arzt 15 Tage Arrest. Dort hat er jeden Tag drei Stunden lang mit 25 Pfund Sandsack exerzieren müssen, so daß er nach Aussage der Kameraden schließlich so schwach geworden war, daß er sich nicht mehr zur Befriedigung seiner Bedürfnisse erheben konnte, sondern in seinem eigenen Schmutze lag. ——————————————————————————————————————————- Der ohrfeigende Chefarzt ——————————————————————————————————————————- „Im Lazarett in Besancon“ – so erzählt der Gefreite Wilhelm Müller von der 2. Komp. Grenadier-Regts. Nr. 109 – „hatte jeder Besucher Zutritt zu uns. Niemand hinderte die Besucher an abfälligen Äußerungen und Beschimpfungen gemeinster Art gegen uns. Der Chefarzt war ein äußerst roher Mensch. Eines Tages fuhr er mir mit dem Finger in die noch nicht verheilte Augenhöhle, aus der mir das Auge durch Gewehrschuß herausgeschossen war. Als ich durch die infolge dieses rohen unnötigen Eingriffes entstandenen Schmerzen zusammenzuckte, ohne etwa einen Laut von mir zu geben, versetzte er mir eine kräftige Ohrfeige. Von da ab behandelte er mich überhaupt nicht mehr. Gegen andere verwundete Kameraden benahm er sich in derselben rohen Weise. Von hier kamen wir Anfang September nach Annecy. Dort wurden wir auf dem Transport vom Bahnhof zum Lazarett mit Steinen und Unrat beworfen und beschimpft. Beschimpfungen und Drohungen durch Besucher, die dauernd aus- und eingingen, fanden auch hier statt.“ ——————————————————————————————————————————- Unmenschliche Behandlung Lungenkranker ——————————————————————————————————————————- Im Krankenhaus St. Dizier (Hospital Mixte) lagen die lungenkranken Gefangenen in einem feuchten, vermoderten Keller auf Strohdecken, und zwar etwa 30 Mann in einem kleinen Raum. Jeder Mann hatte zwei weiße Decken und zwei Leinentücher. Die Behandlung war, nament- [20] lich von Seiten der pflegenden Schwester, sehr schlecht. Häufig wurden die Kranken geschlagen. Die Verpflegung war ganz ungenügend. Morgens eine Tasse Kaffee mit einem Stückchen Brot, mittags 20 Gramm Fleisch, Suppe und 2 – 3 Eßlöffel Gemüse, 1 Trinkbecher Rotwein, abends die gleiche Kost. Die Genesenden mußten Kohlen und Holz fahren, zum Teil wurden sie als Krankenwärter bei schwerkranken Franzosen mit ansteckenden Krankheiten verwendet. ——————————————————————————————————————————- Verwundete von schwarzen Wärtern bewacht ——————————————————————————————————————————- In Melun lag der verwundete Schneider Anton Stegman aus Roßbach, Landwehrmann vom 13. bayr. Inf.-Regt., mit 5 anderen deutschen Verwundeten in einem Schulsaale unter 40 französischen Verwundeten. Die Deutschen lagen getrennt zwischen den Franzosen. Der Chefarzt verbot ihnen, miteinander zu sprechen und sich im Saale frei zu bewegen. Jeder von ihnen durfte nur um sein eigenes Bett herumgehen. Zu ihrer Bewachung verwendete der Chefarzt vier Schwarze, die sich Tag und Nacht in dem Saale aufhalten mußten. Diese waren keine Krankenwärter, sondern französische Soldaten, die jedenfalls selbst krank oder verwundet waren. Als Stegman einmal an den gegenüber von ihm liegenden Unteroffizier Wetzels vom 2. Garde-Regiment z. F., 5. Kompagnie, eine Frage richtete, kam einer der Schwarzen sofort auf ihn zu und schlug ihn mit der flachen Hand ins Gesicht. ——————————————————————————————————————————- Ein Pferdestall als Lazarett ——————————————————————————————————————————- Der Feldhüter Fritz Wimbeck aus Plötz, Kreis Bitterfeld, von der 3. Komp. des Res.-Inf.-Regts. Nr. 72 kam an Kopf und Arm verwundet in das Lazarett nach Dinan. Dort wurde er erst nach 5 oder 6 Tagen von einem Arzt behandelt. Seinen verwundeten Kameraden erging es ebenso. Bei vielen waren schon Maden in den Wunden. Infolge der schlechten Behandlung sind viele gestorben. Die ersten zehn Wochen hatte Wimbeck ein Bett. Dann kam er in einen Pferdestall, weil angeblich nicht genug Platz vorhanden war. Hier lagen die Verwundeten auf etwas Stroh, Decken waren überhaupt nicht vorhanden. In dem Stall mußte er ein Vierteljahr liegen! Es war sehr kalt dort und Winter, auch war der Stall nicht dicht. Die Verpflegung war sehr schlecht, es gab ganz dünne Suppen und nur ganz wenig Brot, Fleisch überhaupt nicht. Die Bewachungsmannschaften waren mit Knüppeln ausgerüstet. Auch die Schwerverwundeten wurden häufig geschlagen. ——————————————————————————————————————————- „Warum schreist du, ich wollte, ich könnte euerm Kaiser mal so das Bein abschneiden!“ ——————————————————————————————————————————- Im Hospital Arsenal in Brest herrschten ungeheuerliche Zustände, wie der Vizefeldwebel Reinhold Stehning von der 3. Komp. Res.-Inf.-Regts. Nr. 36 mitteilt. Es fehlten dort die nötigen Verband- [21] stoffe und die ärztlichen Instrumente, so daß in den ersten Tagen hauptsächlich mit einer einzigen großen Schere gearbeitet wurde. Die Behandlung war schlecht, die Verpflegung desgleichen. Die Verwundeten mußten Hunger leiden, so daß es vorkam, daß Leute während des Spaziergangs auf dem Hofe Brot- und Speisereste aus dem Schmutze aufsuchten, um dieselben zu verzehren. Das Personal und der Arzt waren ziemlich gewissenlos, verbunden wurde nicht oft und nur, wenn es die Verwundeten vor Schmerzen nicht mehr aushalten konnten. Durch diese Nachlässigkeit geschah es, daß fast an jedem Tage einer von ihnen seinen Wunden erlag. Ein Mann, dem die Schlagader des Armes zerschossen war, litt darunter, daß die Wunde wieder aufbrach. Es stellte sich bei ihm ein großer Blutverlust ein; da der Arzt nicht da war, so wurde auf Stehnings Veranlassung ein anderer aufgefordert, zu kommen und die Blutung zu stillen. Dieser erschien einfach nicht, sondern zog es vor, zum Essen zu gehen. Die Folge davon war, daß dem verwundeten Kameraden der Arm amputiert werden mußte. Stehning hat manchmal bei den Operationen zugesehen, und dabei bemerkt, daß die Ärzte geradezu roh vorgingen. Wenn die Verwundeten schrien, dann sagte der Arzt: „Warum schreist du, ich wollte, ich könnte euerm Kaiser mal so das Bein abschneiden.“ Ähnliche Äußerungen tat er und das übrige Personal fast täglich. ——————————————————————————————————————————- Schwerverwundeten werden die Krückstöcke fortgenommen ——————————————————————————————————————————- Der Maschinenführer Wilhelm Roß aus Düsseldorf erzählt von dem Lager von Chagnat, in dem nur Schwerverwundete waren, daß dort die ärztliche Behandlung, wenn man von einer solchen überhaupt sprechen darf, äußerst mangelhaft war. Trotzdem Durchfall infolge der mangelhaften Ernährung unter den Verwundeten im großen Maßstabe herrschte, ließ sich der Arzt dort jede Woche nur einmal sehen. Die ganze Behandlung bestand darin, daß er den Schwerverwundeten, insbesondere denen mit Beinverletzungen, die Krückstöcke, die sie sich immer wieder mühsam schnitzten, abnahm, und daß er Leute mit Armverletzungen in roher Weise anfaßte, sie an dem verwundeten Arm anzog und sie mit einem Stocke schlug. Im Lager von Roannes, in dem Roß ebenfalls lag, lief fast jeden Tag die Latrine über. Der Unrat ergoß sich bis unter die Betten, ohne daß Abhilfe geschaffen wurde. ——————————————————————————————————————————- Maden und Würmer am ganzen Körper ——————————————————————————————————————————- Aus dem Lazarett in Vitry-le François erzählt der in französische Gefangenschaft geratene Unteroffizier Chrysant unter anderem folgendes: „Mit einem Notverband, den ich am späten Abend des 6. September 1914 in einem deutschen Feldlazarett erhalten hatte, blieb ich etwa 8 bis [22] 14 Tage liegen, ohne daß sich jemand um mich gekümmert hätte. Unterdessen hatte sich, da ich gelähmt war, eine Menge Blut und Stuhl, der unbewußt von mir gegangen war, da auch der ganze Unterleib gelähmt war, im Bett angesammelt. Ein Sanitäter, der auf mein ausdrückliches Verlangen hin die Decken von mir nahm, stellte nun fest, daß das ganze Bett durch zwei Matratzen hindurch von Blut und Kot beschmutzt und durch und durch mit Maden und Würmern durchsetzt war. Überall an meinem Körper krochen die Würmer herum und haben sich solche sogar im Verband vorgefunden. Kläglich waren ferner die Zustände bei meinem Abtransport. Da man mir im Feldlazarett bei Anlegen des Verbandes und später die Kleider vom Leibe zerschnitten hatte, hatte ich nichts von ihnen zurückbehalten. Das Lazarettpersonal erklärte, es sei auch nichts vorhanden, womit man mich bekleiden könnte. Decken seien ebenfalls nicht da. Nach langem Suchen brachte man ein paar Socken und eine dünne Leinenhose von einem zehnjährigen Jungen, die man mir anzog. Zugedeckt wurde ich mit einem alten Rock. In diesem Zustand wurde ich während der Nacht von Vitry nach Troyes befördert, während es draußen regnete und stürmte.“ ——————————————————————————————————————————- Tod durch leichtfertige Behandlung ——————————————————————————————————————————- Nach einer Leidenszeit in Clermont-Ferrand und im Gefangenenlager in Mont-Lucon erzählt Chrysant folgenden Vorfall: „In letzterem Lazarett lag ein Wehrmann Tartzen aus Zülpich, der durch Oberschenkelschuß schwerverwundet war. Da die Wunde stark eiterte, legte man durch den Oberschenkel zwei Schläuche, um den Eiter abzuleiten. In der folgenden Nacht hörten wir plötzlich lautes Hilferufen. Eine Ader im Oberschenkel des Tartzen war geplatzt. Der wachhabende Arzt legte einen neuen Verband an und machte eine Einspritzung in den Oberschenkel. Von dieser Nacht an griff die Eiterung immer schneller um sich, und nach etwa 14 Tagen war Tartzen tot. Der ganze Vorgang wurde uns später durch einen Elsässer, Vilmint, der sich mit uns in Gefangenschaft befand und offen mit den Franzosen sympathisierte und auch später in deren Dienst trat, in weinseliger Stimmung wie folgt aufgeklärt (sein Wissen leitete er von einem der behandelnden Ärzte her): Bei Einführung der Schläuche hatte man unvorsichtigerweise eine der Hauptadern des Oberschenkels berührt. Infolgedessen war die Ader in der Nacht geplatzt. Der wachhabende Arzt hat nun die erwähnte Einspritzung mit einer schmutzigen, tags zuvor gebrauchten, aber noch nicht gereinigten Nadel ausgeführt. Bereits am anderen Morgen stellte der regelmäßig behandelnde Arzt fest, Tartzen sei nicht mehr zu retten. Eine Blutvergiftung sein eingetreten und habe schon starke Fortschritte gemacht. Der Tod Tartzens ist somit offenbar auf die leichtfertige Behandlungsweise eines der Ärzte zurückzuführen.“ ——————————————————————————————————————————- Ein Blinder beschimpft, geschlagen und – gestorben ——————————————————————————————————————————- Im Lazarettzug Troyes – so erzählt derselbe Unteroffizier – lag auch ein schwerverwundeter Blinder. Dieser war in einem Zustand fortwährender Delirien infolge seiner Kopfverletzung und riß sich in diesem Zustande immer wieder den Verband von den Augen. Er wurde deshalb am Bett festgebunden und von Franzosen beschimpft, ausgelacht und geschlagen. Er ist nachher denn auch dort gestorben. Die französischen Krankenwärter gingen dort in herzloser Weise mit den Verwundeten um. Nachts spielten sie auf dem Schlafsaal Karten, rauchten Zigaretten, lachten und lärmten und störten so die Ruhe. Wenn einer der Verwundeten die Bettflasche verlangte, so taten sie, als ob sie es nicht hörten, oder sagten, sie kämen nicht. (…..) ——————————————————————————————————————————- Die Bestie im Weltkriege: Verbrechen an deutschen Volksgenossen. Herausgegeben von zwei Kriegsbeschädigten http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/deutsch/archiv/bestie/bw00.html ——————————————————————————————————————————- ——————————————————————————————————————————- Stoßtrupp 1917 ist ein 1933/1934 von der in München ansässigen Filmfirma ARYA produzierter Kriegsfilm. Die Uraufführung fand am 20. Februar 1934 statt. Stoßtrupp 1917 zählte zu den populärsten Kriegsfilmen im Dritten Reich und zog Millionen Zuschauer in seinen Bann, da er als erster deutscher Film auf realistische, beinahe dokumentarische Weise den harten Frontalltag des Ersten Weltkrieges in die Kinos brachte. http://de.metapedia.org/wiki/Stosstrupp_1917 Stoßtrupp 1917 [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=SAUI3rSUvYQ&w=630&h=385]
  2. Skeptiker 1. November 2016 um 17:53

    Endlich als Video, siehe unten.

    „Die Re-Education wird für alt und jung gleichermaßen erzwungen und darf sich nicht auf das Klassenzimmer beschränken. Die gewaltige überzeugende Kraft dramatischer Darstellung muß voll in ihren Dienst gestellt werden. Filme können hier ihre vollste Reife erreichen. Die größten Schriftsteller, Produzenten und Stars werden unter Anleitung der „Internationalen Universität“ die bodenlose Bosheit des Nazismus dramatisieren und dem gegenüber die Schönheit und Einfalt eines Deutschland loben, das sich nicht länger mit Schießen und Marschieren befaßt. Sie werden damit beauftragt, ein anziehendes Bild der Demokratie darzustellen, und der Rundfunk wird sowohl durch Unterhaltung, wie auch durch ungetarnte Vorträge in die Häuser selbst eindringen. Die Autoren, Dramatiker, Herausgeber und Verleger müssen sich der laufenden Prüfung durch die „Internationale Universität“ unterwerfen; denn sie sind alle Erzieher. Von Beginn an sollen alle nichtdemokratischen Veröffentlichungen unterbunden werden. Erst nachdem das deutsche Denken Gelegenheit hatte, in den neuen Idealen gestärkt zu werden, können auch gegenteilige Ansichten zugelassen werden, im Vertrauen darauf, daß das Virus keinen Boden mehr findet; dadurch wird größere Immunität für die Zukunft erreicht.

    Der Umerziehungs-Prozeß muß ganz Deutschland durchdringen und bedecken. Auch die Arbeiter sollen im Verlauf von Freizeiten vereinfachte Lehrstunden in Demokratie erhalten. Sommeraufenthalte und Volksbildungsmöglichkeiten müssen dabei Hilfestellung leisten.
    Viele deutsche Gefangene werden nach Kriegsende in Rußland bleiben, nicht freiwillig, sondern weil die Russen sie als Arbeiter brauchen. Das ist nicht nur vollkommen legal, sondern beugt auch der Gefahr vor, daß die zurückkehrenden Kriegsgefangenen zum Kern einer neuen nationalen Bewegung werden. Wenn wir selbst die deutschen Gefangenen nach dem Krieg nicht behalten wollen, sollten wir sie nichtsdestoweniger nach Rußland senden.

    Die „Internationale Universität“ ist am besten dazu geeignet, die Einzelheiten des deutschen Erziehungswesens, der Lehrpläne, der Schulen, der Auswahl der Lehrer und der Lehrbücher, kurz: alle pädagogischen Angelegenheiten zu regeln. Wir brauchen ein „High Command“ für die offensive Re-Education. Besonders begabte deutsche Schüler erhalten Gelegenheit zur Fortbildung an unseren Schulen; sie werden als Lehrer nach Deutschland zurückkehren und eine neue kulturelle Tradition, verbunden mit internationalem Bürgersinn, begründen.

    Die Professoren sollen nach Möglichkeit deutsche Liberale und Demokraten sein. Das Eindringen von „Fremden“ könnte aufreizend wirken und muß auf ein Minimum beschränkt werden; aber das darf nicht dazu führen, daß uns die Kontrolle verloren geht.

    Jedes nur denkbare Mittel geistiger Beeinflussung im Sinn demokratischer Kultur muß in den Dienst der Re-Education gestellt werden. Die Aufgaben der Kirchen, der Kinos, der Theater, des Rundfunks, der Presse und der Gewerkschaften sind dabei vorgezeichnet.
    Die Re-Education tritt an die Stelle des Wehrdienstes, und jeder Deutsche wird ihr zwangsläufig unterworfen, so wie früher der gesetzlichen Wehrpflicht.

    Uns ist die Aufgabe zugefallen, Frieden und Freiheit zu retten; jene Freiheit, die am Berge Sinai geboren, in Bethlehem in die Wiege gelegt, deren kränkliche Kindheit in Rom, deren frühe Jugend in England verbracht wurde, deren eiserner Schulmeister Frankreich war, die ihr junges Mannesalter in den Vereinigten Staaten erlebte und die, wenn wir unseren Teil dazu tun, bestimmt ist zu leben – all over the world!“

    Das Re-Education Programm wurde in begeisterter Zustimmung unterschrieben von:
    Truman, Wallace, Nelson, Wichell, Rickenbacker, Sigrid Undset, Rey Stout, Clifton Fadiman, den Senatoren Burton, Pepper, Capper, Joh. Scheel, Lowell Thomas, Gabriel Heatter, James W. Gerard, Lord Vansittart, Maurice Meaterlinck, Sommerset Maugham, Louis Bromfield, Dean Alfange, Famcie Hurst, Cecil Roberts, Henty Bernstein, Dr. Alvin Johnson, Dr. William Neilson, Gen. Marcel de Bear, Daniel A. Poling, Wallace Deuel, Paul Jordan-Smith, Burnet Hershey, Hugh Cowdin, Edgar Amsel Mowrer, Edwin H. Blanchard, J.H. Jackson, Dr. Melchior Polyi, H.R. Burke und vielen anderen Vertretern des „amerikanischen Geistes“.

    (Quelle: Nation und Europa, August 1958, Unabhängige Nachrichten, Postfach 1826, 55388 Bingen)

    Plan zur Vernichtung der Deutschen

    Ab der 23 Minute zum selber hören.

    Gruß Skeptiker

  3. Waffenstudent 30. Oktober 2016 um 21:19

    Gesichter des Todes – Tod – 1938/1952 – Hinrichtungen – Morde

    QUELLEN

    http://www.vol.at/der-henker-kam-extra-aus-wien/news-20100331-11400740

    HINRICHTUNGEN

    VERHINDERTE HINRICHTUNGEN

    FRISÖR

    SCHÄNDUNGEN

    ENDKÄMPFE

    Köln

    GEFANGENE

    • LOKI`s Feind 31. Oktober 2016 um 02:57

      Hier wurden gerade 20 Filmbeiträge geposetet…..scheint KAIN Problem zu sein!!!! Ich lache nur noch über euch DOCHTLER!!!

  4. LOKI`s Feind 29. Oktober 2016 um 22:40

    Um es ganz kurz auf den PUNKT zu bringen—(…weil niemand die Wahrheit hören will!)— Will NIEMAND mehr hören, weil komplett Systemverseucht und im orwellschem Sinn veganverschwult gegendert😦 Eine Gesellschaft die es zuläßt seine Sprache verhuntzen zu lassen, ist dem UNtergang geweiht—–schaut in die Schulen eurer Kinder, was dort grade abgeht!!! NIEMANDEN scheint es zu jucken😦 und da habe ich mich noch nicht einmal über den Le(h)erkörper aufgeregt… egal

    • LOKI`s Feind 29. Oktober 2016 um 22:46

      ps.:….ich denke das die Wahrheit vom überwiegendem Teil „deutsch“ längst erkannt wurde……es fehlt einfach nur die „Inizialzündung“, um Teutonicus loszulassen!!!

      • Ortrun 30. Oktober 2016 um 01:09

        Teutonicus braucht eine Rakete mit Rückstoß unter den A…. !

        • Skeptiker 30. Oktober 2016 um 01:36

          @Ortrun

          So wie hier?

          Ich meine ab der Stunde 1 und 40 Minuten.

          Aber was für aufwendig gemachte Filme, ich bin richtig in der Zeit eingebunden, zumindest beim zusehen.

          P.S. Ich war kein Zeitzeuge, aber ich bin erstaunt, was in Kirchenbibliotheken doch so alles zu finden ist.

          Gruß Skeptiker

  5. Kleiner Eisbär 29. Oktober 2016 um 21:45

    Schlußrede von Rudolf Heß vor dem IMT…

  6. Andy 29. Oktober 2016 um 11:25

    Zum IMT Themenbereich hier die Verteidigungsrede Grossadmiral Doenitz:

    https://archive.org/details/VerteidigungsredeKarlDoenitzBeimNuernbergerProzessIMT

  7. GvB 28. Oktober 2016 um 16:18

    Es ist für mich nicht erstaunlich, das es nach dem Kriege(ab den 1980-igern) Begegnungen zwischen russischen und deutschen Soldaten gab, die sich die Hände reichten(wie voher schon in Frankreich in Verdun etc.). Dabei wurden die nun der BW-zugehörigen WK-I Kriegsteilnehmer respektiert, ja sogar bewundert. Plattform für das gegenseitige Verständnis waren vor allem die Deutsche Krieggräberfürsorge..Heute ein von der BRD-Politik vereinnahmter „Laden“.Leider.

    Nach der sogenannten „Wende“ trafen sich Deustche und russische Soldaten zum Austausch und verstanden sich bestens.Wie zum Teil sogar auch später BW.. und NVA-Soldaten..
    Aber vor allem im Ausland..sogar unter amerikanischen, teilweise englischen und besonders russischen Soldaten waren die Militärs(Oft im Ausland in den Militärattachee-Corps ) sehr hoch angesehen.Ganz besonders die Soldaten in Asien standen stramm, wenn sie einen deutschen Militärattachee mit dem EK -I auf der Uniform sahen..

    Ein deutscher Offizier, der noch das eiserne Kreuz I. und andere Auszeichnungen auf der weissen Ausgeh-Uniform trug, erregte Interresse (Typisch für das BRD-Geschichts-Unverständnis:Das Hakenkreuz war nicht mehr auf dem Eisernen Kreuz..).
    Da aber Ende der 80-iger und vor allem in den 90-igern eine neue Offiziers-Generation in die BW kam.. änderte sich das. Parteibuch-Karrieren etc. spielten nun eher ein Rolle..was die Gesinnung veränderte..Kriegsteilnehmer hatten sich immer bzw. zum grössten Teil aus den Niederungen einer BRD-Parteizugehörigkeit herausgehalten. Aus gutem Grund, da es nur Unruhe und Zwist in der Truppe erzeugte.SPD-oder CDU-Mitglieder wurden an anderen Offizieren vorbei..z.B. schneller zum Brigade-General „befördert“(Ein-Sterne-Gneral).

    Soldaten vom aufrechten Schlage Schultze-Rohnhoffs und Günzels (also Kriegsteilnehmer..) hatten zu gehen.. In den 80-igern wollte man solche Soldaten möglichst schnell mit der „Aktion Sonnenschein“ frühpensionieren…Also ab 58 …bis 65 Jahren.
    Wie gesagt, im Ausland sind deutsche Soldaten(Kriegsteilnehmer) immer noch angesehen und von einem Mythos umgeben.. In der BRD wurden Soldaten in Unform in den 60-igern angespuckt, beleidigt und durch diese von dem linken Zigarettenmillionärs-Sohnemann Jan Philipp Reemtsma, initiierte Wehrmachstausstellung entehrt und diffamiert.
    Der Zweck dieser „Ausstellung“ gehörte auch zur Schuldkult-Umerzeihung.. ist aber kläglich gescheitert …da man zu stark überzogen und gelogen hatte!

    Ich weiss aus eigener Anschauung, das mein Vater (Jahrgang 22, Kriegsteilnehmer und Offizier) sich damals mit anderen Kameraden in der BW zusammenschloss, um Front gegen diese „Ausstellung“ zu machen. Es schlug hohe Wellen in bei den EX-Kriegsteilnehmern und in der Bundeswehr, sowie in den Familien..
    Solch einen Aufstand gab es übrigens auch bei dem unglaublichen „Fall General Kiessling“. Auch hier machten (zum erstenmal in der Geschichte der BW). eine Gruppe von kameradschaftlichen Offizieren Front gegen die Politiker(z.B.Wörner)….um Kiessling die Ehre wiederzugeben.


    …übrigens: Es gab schon mal eine Wehrmachtsausstellung von der Wehrmacht 1941 !
    Wehrmacht Ausstellung
    Kampf und Sieg 1941

    HINTER DER FRONTLINIE UKRAINE 1941 – WEHRMACHT AUSSTELLUNG WEHR UND SIEG 1941

    http://www.filmhauer.net/behind-front-ukraine-1941-wehrmacht-exhibition-fight-triumph-1941-p-2985.html

    • GvB 28. Oktober 2016 um 17:01

      KZs seien im Burenkrieg von den Briten erfunden worden..
      Ja, in Südafrika, Indien, Irland..

      Konzentrationslager (englisch concentration camp) ist eine Bezeichnung für verschiedene Formen von Gefangenenlagern. Die ersten „Concentration Camps“ ließ der britische Stabschef General Horatio Herbert Kitchener während des Burenkrieges (1899-1902) in Südafrika einrichten, um 120.000 Farmbewohner, vor allem Frauen und Kinder, in diesen „Konzentrationslagern“ zu internieren.

      Die ach so „menschrechtlichen“ Amerikaner..?! Ja..doch.
      Die vielen Rheinwiesenlager und… heute Guantanamo!

      Guantanamo-ähnliche Lager hat es u.a. auch bei der Besatzung des Libanon durch Israel gegeben. Heute ist fast das ganze palästinensische GAZA ein israelisches K-Lager..

      Engländer hatten ja jahrelange „Erfahrung“ im Foltern ..Ganz Indien war ein Folterlager..
      und in der Besetzungszeit in Deutschland?
      Auch..
      http://www.focus.de/politik/ausland/tid-29413/report-todes-folter-im-namen-der-majestaet-englaender-quaelten-kz-opfer-mit-folterwerkzeug-der-gestapo_aid_914935.html
      —-
      Oder die Franzosen:
      Im Algerienkrieg waren die Besatzer-Franzosen nicht zimperlich und folterten Algerier mit der neuesten (von den Amis übernommenen Methode ) des Waterboardings..
      Als Waterboarding wird eine Foltermethode des simulierten Ertränkens bezeichnet. Beim Opfer wird durch Ausnutzen des Würgereflexes physiologisch der Eindruck unmittelbar drohenden Ertrinkens hervorgerufen, indem durch ein Tuch über Mund und Nase, das ständig mit Wasser übergossen wird, der Atemwiderstand stark erhöht wird. Durch das Fixieren des Folteropfers in einer Position, in der sich der Kopf tiefer befindet als der restliche Körper, soll das Eindringen von Wasser in die Lungen und ein darauffolgendes tatsächliches Ertrinken verhindert werden.[1] Waterboarding wird als Trauma wahrgenommen. Je nach der allgemeinen psychischen Stabilität des Opfers kann es zu schweren bis irreversiblen traumareaktiven Erkrankungen kommen.
      Ursprüngliche Berichte behaupteten, dass der Widerstand der meisten Opfer in weniger als einer Minute breche. Dabei handelte es sich um Fehlinformationen, die aus der CIA an Medien weitergegeben wurden. Tatsächlich muss Waterboarding hierzu vielfach und gehäuft hintereinander eingesetzt werden.

      Italien und die Besatzungszeit in Libyen!
      Omar Muktar…der berühmte libysche Widerständler wurde gefoltert und umgebracht.. wie auch Oberst Gaddafi später..
      http://www.n-tv.de/wirtschaft/meldungen/Italien-entschaedigt-Libyen-article19791.html

      • Andy 29. Oktober 2016 um 12:08

        Wenig bekannt ist, das politische Gegner (meist Nationalsozialisten) in der Weimarer Republik oft Gefaengnis- bzw Zuchthausstrafen mit Vorbestraftenstatus erhielten, im sogenannten „Dritten Reich“ politische KL-Inhaftierte jedoch nach ihrer Entlassung nicht als vorbestraft galten und in nicht wenigen Faellen sogar Posten in der NSDAP erlangten.

        • GvB 29. Oktober 2016 um 23:25

          In den schlimmen weimarer Zeiten.. haben sich beide Seiten“die Keule gezeigt“..
          Deshalb gabs ja eigentlich nur zwei , drei Gruppen..denen man sich zugesellen konnte..dem Stahlhelm und NSDAP oder ROTFRONT und im bürgerlichen Lager sassen noch viele Juden in der Justiz, Unis,Banken, Medien usw..

    • Andy 29. Oktober 2016 um 12:20

      Ein Opfer der SPD-CDU Mitgliedschaft wurde schon frueh in der Bundeswehr Nichtmitglied, Fliegerass „Bubi“ Erich Hartmann.

    • Ortrun 29. Oktober 2016 um 17:54

      @ GvB

      Das waren Helden des WKII, Männer wie dieser hochangesehene Militärattaché. Sie haben auch viel für die Reputation unseres Volkes geleistet im Ausland. Ein Jammer, dass wir diese Männer nicht mehr haben !

      • Skeptiker 29. Oktober 2016 um 21:39

        @Ortrun

        Was ich nicht verstehe ist, das Metapdia kaum noch zu erreichen ist.

        http://de.metapedia.org/wiki/Adolf_Hitler

        Aber diese Seite immer.

        http://de.allbuch.online/wiki/Hitler,_Adolf

        Woran liegt das bloß?

        Ist doch ein und die gleiche Seite.

        P.S. Das ist mir heute erst aufgefallen, als ich auf der Seite war.

        https://minusseeleblog.wordpress.com/

        Ich meine damit das Metapedia ja doch geht, nur unter ein andrern Namen.

        Gruß Skeptiker

        • Skeptiker 29. Oktober 2016 um 21:52

          Weil Wikipedia ist bezogen auf diese Zeit, dazu verpichtet, Adolf Hitler möglichst ins schlechte Licht zu stellen.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler

          Kommt die Hoffnung aus Amerika? immerhin hat er Deutsche Wurzeln.

          Trump grillt Clinton mit üblen Wahrheiten

          Veröffentlicht am 27.10.2016

          Also ich fand die Rede witzig, er gibt ja auch zu, er war 3 Wochen Zimmermann.

          (Jesus)

          Ich habe mal gelesen, er hat von sein Vater 200 Millionen vererbt bekommen, aber er hat aus dem Geld eben 20 Milliarden gemacht.

          (Also Unabhängig)
          ======================

          Zumindest haben diese BRD GmbH & Kotze KG, irgendwie kein gutes Gefühl.

          He once told me, during a frank and stern conversation, “For me, the new Germany exists only in order to ensure the existence of the State of Israel and the Jewish people.”

          Also übersetzt:

          „Für mich existiert das neue Deutschland nur, um die Existenz des Staates Israel und des jüdischen Volkes zu sichern.“

          Ihr seht: man kann den Politikern vieles vorwerfen, aber sicher nicht, daß sie Verräter seien.

          Hier alles.
          https://killerbeesagt.wordpress.com/2016/10/26/martin-schulz-spd-sagt-die-wahrheit/

          Gruß Skeptiker

          • adeptos 30. Oktober 2016 um 11:15

            mit solchen „Zombies“ wie dieser Jude Schulz einer ist – oder die Blonde mit ihrem verzerrten Gesicht – welche keinen Satz rausbringt ohne zu stottern – dem schlechten Clown und Juden Gottschalk würde ich um KEIN GELD DIESER WELT zusammensitzen !!!
            Die Clinton und IHR Mann – Sunnyboy Billy – gehören nach AUSCHWITZ – steine klopfen bis ans Lebensende !
            Über deren KRIMINELLE VERGANGENHEIT als Governor in Arkansas kann man Nachlesen –
            Googeln >>>the Crime of Mena – mitsamt unterdossier – alles „Garniert“ mit Strohhalm und einer Line of Cocain……:-(

              • adeptos 30. Oktober 2016 um 16:47

                @Ortrun…Danke für den Hinweis – kannte ich noch nicht……
                Da fragt Mann sich doch – wieso noch niemand diese Mischpoke EINGESAMMELT HAT und nach Texas – zu den „BushMännern“ – dort gibt es für sowas mindestens 500 Jahre Knast.. :-))
                unsereiner Behandelt man wie einen Schwerverbrecher wenn wir ein Kilo „Gras“ besitzen – und wenn diese Kriminellen Elemente einfliegen wird der ROTE TEPPICH UND STAATSSCHUTZ ORGANISIERT ! – INKLUSIVE Verpflegung UND UNTERKUNFT IN DEN schönsten SCHLÖSSERN :-((
                Zu meinem Glück ist in meinem Bewusstsein das Wissen und die Erkenntnis fest VERANKERT
                dass wir in dieser jetzigen Welt durch DIE HÖLLE GEHEN MÜSSEN !!!….also kann es ja nach der „Transformation“ nur BESSER WERDEN. 🙂
                alles Gute Euch beim „Völkeraustausch“ !!!

    • Skeptiker 29. Oktober 2016 um 23:24

      German Victims – Deutsche Opfer

      Amerikanische Sadisten
      Posted on August 20, 2013 by eyes wide open
      germanvictims.com – Massaker von den Deutschen bei den Amerikanern!

      “Wir treiben die Christen in einen Krieg indem wir deren Dummheit, Ignoranz und nationale Eitelkeit ausnuetzen. Sie werden sich gegenseitig massakrieren und dann haben wir genug Platz fuer unser eigenes Volk.” (Rabbi Reichorn, in Le Contemporain, Juli 1880)

      “Wir Juden sind die Vernichter und wir werden immer die Vernichter bleiben. Egal was ihr auch tun werdet, unsere Wuensche koennt ihr nie befriedigen. Wir werden daher immer vernichten, denn wir wollen unsere eigene Welt.” (aus dem Buch YOU GENTILES vom juedischen Autor Maurice Samuels, Seite 155)

      http://www.germanvictims.com/wp-content/uploads/2013/08/Massaker-von-Holzheim.bmp
      US Verbrechen nach dem Kriegsende

      Die US-Schriftstellerin Marguerite Higgins berichtete in ihren 1955 in New York erschienenen Erinnerungen, „News is a singular thing“, was sie zehn Jahre zuvor mit ihrem amerikanischen Kollegen Knauth als Sonderkorrespondentin auf dem Gelände des KZ Buchenwald miterleben musste, wo jugendliche Deutsche barbarischen Foltern durch GIs ausgesetzt waren: „Als wir näher kamen, konnten wir Schläge und Schreie der Gequälten hören. ,Hey Chanly, das ist genug! Jetzt bin ich dran!’ schrie einer der GIs. Knauth und ich erreichten endlich den Beginn der Linie. ,Charly’ kam gerade aus einem der Zellenblöcke heraus und grinste triumphierend.“

      Und weiter: „Hinter den Gittern der Zelle, uns unmittelbar gegenüber, sahen wir uniformierte Deutsche. Zwei von ihnen, zerschlagen und blutüberströmt,
      lagen bewusstlos am Boden hingestreckt. Ein dritter Deutscher wurde am Haarschopf hochgehalten. Ich werde ihn nie vergessen, er hatte rote Haare
      wie Karotten. Ein GI drosch abwechselnd seinen Leib und schlug ihm ins Gesicht. Als das Opfer stöhnte und seufzte, brüllte der GI immer wieder:
      “Halt die Schnauze, verdammter Kraut!“

      „Was ist denn los?“ schrie ich über die Aufschreie und das Stöhnen hinweg zu dem nächsten Soldaten, der zufällig Charly war. „Das sind SS-Jungen“ , brüllte Charly zurück und setzte stolz hinzu: „Wir haben sie in den Wäldern gefangen. Wir geben ihnen etwas von ihrer eigenen Medizin. Wir machen sie fertig für den Leichenhaufen dort!“

      Es stellte sich heraus, dass fast eine Viertelstunde lang die doppelte Reihe von zwanzig bis dreißig amerikanischen Soldaten ausgerichtet stand, um methodisch abwechselnd die gefangenen Deutschen zusammenzuschlagen.“

      Später sei herausgekommen, so Higgins weiter, dass die GIs sechs junge Deutsche, die gar nicht zur SS gehörten, gefangen hatten. Die jungen Menschen waren nur vor wenigen Tagen in ein Reichsarbeitsdienstbataillon eingezogen worden. Bevor die 3. US-Armee dieses Gebiet erobert hatte, waren die Jungen noch damit beschäftigt gewesen, Schutzgräben auszuwerfen, die nie mehr besetzt wurden. Der jüngste von ihnen mit den karottenroten Haaren war 14 Jahre alt. Die anderen fünf deutschen Jungen in den Zellenblöcken waren zwischen 14 und 17 Jahre alt. Aber auf ihre Jugend und ihre Schuldlosigkeit kam es nicht an….“

      …Zu den furchtbarsten Schindern in US-amerikanischer Uniform, die von Deutschen über angebliche Kriegsverbrechen Geständnisse erfolterten, zählten nach 1945 (!) William R. Perl und Harry Thon. Sie führten vor allem in Schwäbisch Hall ein Terror-Regiment. Besonders an kriegsgefangenen Waffen-SS-Soldaten. Später wurde eine Untersuchungskommission mit dem Richter Colonel Edward Leroy van Roden offiziell eingesetzt.

      Nachfolgend Auszüge aus van Rodens Bericht (zitiert nach: Maurice Bardéche, „Nürnberg oder die Falschmünzer”, Wiesbaden 1957):

      Zitat:

      „Die als Beweise vorgelegten Geständnisse wurden von Männern erpresst, die zunächst einmal drei, vier oder fünf Monate lang in vollkommener Abgeschlossenheit gehalten worden waren. Sie wurden in einem Raum mit vier fensterlosen Mauern eingesperrt. Täglich wurden zwei kärgliche Mahlzeiten durch eine an der Zellentür angebrachte Fallklappe hereingeschoben. Sie durften nicht miteinander sprechen. Man verweigerte ihnen jegliche Verbindung mit ihrer Familie, einem Priester oder einem Pastor. In einigen Fällen genügte diese Behandlung bereits, um Deutsche soweit zu bringen, dass sie vorher abgefasste Geständnisse unterschrieben. Diese im Voraus angefertigten Geständnisse belasteten nicht nur den Unterzeichner, sondern oft auch andere Verdächtige.”

      In anderen Fällen, so fuhr Richter van Roden fort, seien auch direkte körperliche Folterungen Art zur Erpressung von „Geständnissen” angewendet worden. Der amerikanische Jurist: „Die Ermittler stülpten den Angeklagten eine schwarze Kapuze über den Kopf, schlugen sie dann mit Schlagringen ins Gesicht, versetzten ihnen Fußtritte und hieben mit Gummischläuchen auf sie ein. Mehreren deutschen Angeklagten waren die Zähne ausgebrochen, bei einigen die Kinnladen zertrümmert. In 139 überprüften Fällen war allen diesen Deutschen – außer zweien – mit solcher Gewalt in die Hoden geschlagen worden, dass eine dauernde Invalidität daraus entstand. Das war eine Standard-Prozedur unserer amerikanischen Ermittler.“
      Folter, Demütigung, Sadismus

      ======
      Mal nur ein Beispiel aus so ein Folterlager, der Amerikaner.
      Der-Malmedy-Prozess.mp4

      Ab der 20 Minute, es wurden den die Hoden weggetreten, es wurden den Streichhölzer unter die Fingernägel geschoben und angezündet nur damit die gestehen usw.

      Hier noch viel mehr.
      http://www.germanvictims.com/2013/08/20/amerikanische-sadisten/

      Oder hier.
      AMERIKANISCHE UNGEHEUER

      http://www.germanvictims.com/2013/06/19/amerikanische-ungeheuer/

      Gruß Skeptiker

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