Brenne, verfluchtes Dresden, brenne!

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6. Februar 2017 von UBasser


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Dresden (1939: 640 000 Einwohner), die sächsische Landeshauptstadt, als „Altstadt“ und „Neustadt“ an beiden Seiten der Elbe gelegen, ist eine Barockstadt mitteldeutscher Prägung. Ihr Gesicht verdankt die Stadt im wesentlichen König August dem Starken. Unter ihm entstand Anfang des 18. Jahrhunderts das einzigartige Bauwerk des Zwingers, 1718 durch M. D. Pöppelmann erbaut, von Gottfried Semper mit der Gemäldegalerie abgeschlossen und nach dem ersten Weltkrieg, durch Erneuerung von Grund aus, dem drohenden Verfall entrissen. Bedeutsame Bauten sind außerdem die von Gaetano Chaiveri 1739 erbaute katholische Hofkirche, das Japanische Palais, die berühmte Brühlsche Terrasse, das „Palais“, ein fürstliches Lustschloß in dem riesigen prächtigen Großen Garten, und als Inbegriff des protestantischen Barock der mächtige Kuppelbau der Frauenkirche von G. Bähr (1726). Dem mit Kunstsinn gepaarten Willen absoluten Herrschertums verdankt Dresden auch die meisten Schätze seiner ungewöhnlich reichen Sammlungen und Museen. Die Gemäldegalerie zählt, als Sammlung altniederländischer und altitalienischer Meister, mit dem Glanzstück der „Sixtinischen Madonna“, von Raffaello Santi (angekauft 1754), zu den bedeutendsten Bildersammlungen der Welt. Die Porzellansammlung und das „Grüne Gewölbe“, – eine Sammlung wertvollster Prunkstücke aus Edelstein, Edelmetall, Email und Elfenbein – und das Historische Museum stehen ihr kaum nach. Auch das Theaterwesen, das vor allem durch die Staatsoper (Semperoper) Weltruf besitzt, verdankt sein Entstehen und Aufblühen dem landesfürstlichen Willen. Die Landesbibliothek (im Japanischen Palais) besitzt zahlreiche seltene Drucke und Handschriften (Ausstellung der Kostbarkeiten im Erdgeschoß) und zählt über 700.000 Bände, die Stadtbibliothek 255.000.

13/14. Februar: Die Feuerhölle von Dresden – Aktion „Donnerschlag“

„Es war der größte Einzelholocaust durch einen Krieg.“ (engl., „the greatest single holocaust by war“) Harold Nicolson britischer Diplomat und Publizist in: Londoner Observer, 5.5.1963. Baumfalk, S. 94

“Es war, wie es Mose im 19. Kapitel seines ersten Buches beschreibt: `Da ließ der Herr Feuer und Schwefel regnen… vom Himmel herab und kehrte die Städte um und die ganze Gegend und… was auf dem Lande gewachsen war.`“ „Das Sodom lag in Sachsen. Den Part des alttestamentlichen Jehova spielte die Royal Air Force (RAF).“ Artikel: Dresden. Sodom in Sachsen. Luftkrieg, in : Der Spiegel, Nr 25, 1963, vom 19.6.63.

„Die Zerstörung von Dresden war eines jener Verbrechen gegen die Menschlichkeit, deren Urheber in Nürnberg unter Anklage gestellt worden wären, wenn jeder Gerichtshof nicht in ein bloßes Instrument alliierter Rache pervertiert worden wäre.“ Der britische Labour-Politiker Richard Crossman, der im zweiten Weltkrieg Leiter der englischen psychologischen Kriegsführung gegen Deutschland war, acht Jahre nach dem Krieg. U. Schwarz, Deutschland im Feuersturm – Überall Leichen, überall Tod, in: Spiegel-Special 1/2003, 1.4.2003, Seite 88.

Vorbemerkung

Im August 1944 unterbreitete Churchill dem US-Präsidenten Roosevelt einen Plan für eine „Operation Thunderclap“ (dt: Donnerschlag), bei der 220.000 Berliner bei einem einzigen Großangriff von 2.000 Bombern verwundet oder getötet werden sollten Roosevelt stimmte grundsätzlich zu. Seine Meinung über die deutsche Zivilbevölkerung pflegte er nicht zu verhehlen: „Wir müssen hart mit Deutschland umgehen, und ich meine die Deutschen, und nicht nur die Nazis. Entweder müssen wir das deutsche Volk kastrieren oder ihm so eine Behandlung verpassen, dass es nicht weiter Nachwuchs zeugen kann, der dann immer so weitermachen will wie in der Vergangenheit.“

Ausdrücklich sollte „Thunderclap“ der Bombardierung von Wohngebieten dienen. „Da das Hauptziel einer solchen Operation sich in erster Linie gegen die Moral richtet und psychologischen Zwecken dient“, hieß es im Konzept, „ist es wichtig, dass sie mit einer solchen Zielsetzung im Kopf gestartet wird und nicht auf die Vororte der Stadt ausgedehnt wird, auf solche Ziele wie Panzerwerke, Düsenjägerwerke usw.“ Jochen Bölsche, Luftkrieg über Europa: „So muss die Hölle aussehen“, Spiegel Online vom 1.4.2003.
Auf den Großraum Dresden wurden mehrere Luftangriffe von britischen und US-amerikanischen Luftstreitkräften geflogen. Davon sind die vier Angriffswellen vom 13 bis 15. Februar 1945 in die Geschichte der Menschheit eingegangen. Sie sind weltweit bekannt.

Einzelangriffe bis Februar 1945

Vor den Vernichtungsangriffen vom 13. bis 15. Februar hatte es schon drei schwächere Bombenangriffe auf Dresden und den Dresdner Raum gegeben. Am 24.8.1944 griffen etwa 60 US-amerikanische Bomber, die von zahlreichen Mustang-Langstreckenjägern begleitet wurden, um die Mittagszeit Freital an. Das hatte einen konkreten Grund: Der Luftangriff galt dem Voltol-Werk in Freital-Birkigt. Der Stadtteil wurde stark zerstört. 150 Tonnen Sprengbomben, die in der Hauptsachen den Ortsteil Birkigt trafen, zerstörten und beschädigten in sechs Minuten 2.230 Wohnungen und töteten 241 Menschen, vor allem Frauen, Kinder und ältere Leute. Sechs Wochen später, am 7.10.1944, erschienen 29 US-amerikanische Bomber über Dresden und warfen 290 Fünfzentnerbomben ab. Das Ergebnis waren 435 Tote, darunter allein im Betrieb Seidel und Naumann 59 Tote und etwa 400 Verwundete. Schäden entstanden vorwiegend in Dresden-Friedrichstadt und Dresden-Löbtau.

Erneut heulten am 16.1.1945die Luftschutzsirenen. Wieder waren es US-amerikanische Bomber, 127 an der Zahl, die ihre Bombenschächte in 7300 Meter Höhe über Dresden öffneten und weit über 250 Tonnen Bomben abwarfen. Bei diesem Angriff gab es 376 Tote. Alle drei Angriffe waren aber noch beileibe keine Großangriffe, wie sie zu dieser Zeit schon auf viele deutsche Städte stattgefunden hatten. Weidauer, S.47f.; wikipedia, Birkigt (Freital).

Abgesehen von diesen Angriffen war die Elbmetropole die einzige deutsche Großstadt, die bisher von Terror-Großangriffen verschont geblieben war. Die Bewohner glaubten daher, dass dieses Kleinod des Barock mit seinen weltbekannten Kunstsammlungen bewußt geschont werden sollte. In der Stadt waren nicht nur viele Behörden aus Berlin und anderen zerbombten Städten ausgelagert; sie war auch überfüllt mit Flüchtlingen, vorwiegend aus Schlesien, die vor den Exzessen der siegestrunkenen Rotarmisten sowie den sadistischen Grausamkeiten der Polen in die vermeintlich sichere Stadt an der Elbe geflohen waren. Die Lazarette waren voller verwundeter deutscher Soldaten. Es gab weder Flak noch Jägerstaffeln zur Abwehr. Die Stadt und ihre Bewohner waren vollkommen schutz- und wehrlos. Man schätzt, dass Ende Januar 1945 in Dresden 1 – 1,3 Millionen Personen weilten. Davon waren 640.000 Einwohner, die übrigen Flüchtlinge.

Der Dresden-Angriff ging auf alliierte Pläne des Sommers 1944 zurück, einen „Donnerschlag“ über Berlin ertönen zu lassen, ein Kolossalmassaker mit über 100.000 Toten. Dieser Donnerschlag war die gemäßigte Version des Gas- und Bakterienangriffs, den Churchill damals 60 deutschen Städten zugedacht hatte. Bei der Landung der Alliierten mit ihrer tödlichen Fracht an Bord der Kriegsschiffe im italienischen Bari, hatte die deutsche Luftwaffe einen Angriff geflogen. Dieser war erfolgreich und es konnte der Einsatz von Gas- und Biowaffen vereitelt werden. Wie 110.000 tote Berliner zu erzielen sind, sollte die 8. US-Flotte erfahren, als sie im Februar 1945 einen halben Donnerschlag auf Berlin setzte. Anstelle der geplanten 2000 Maschinen flogen nur 937, statt 5.000 Bombentonnen fielen 2.266, und sie brachten nicht die errechneten 110.000 Zivilisten um, sondern „nur“ 2.893. Friedrich, S. 358. Berlin war eine auf Schutz der Bewohner bedachte Stadt. Es gab viele Luftschutzbunker, in denen sich die Bewohner retten konnten. Ganz anders in anderen deutschen Städten.

Die erste Angriffswelle in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar

Diese Welle führte die auf Massenvernichtung spezialisierte Bomber Group Nr. 5 an. Der Angriff begann am 13.2. um 22.03Uhr. Um 21.45 Uhr wurde in Dresden Fliegeralarm ausgelöst. Die Menschen begaben sich in die Keller ihrer Häuser oder Wohnblocks und die wenigen vorhandenen Luftschutzbunker. Die Angriffe begannen bei aufgeklartem, wolkenlosem Nachthimmel. Die Innenstadt wurde zunächst von einer „Pfadfinder“-Einheit mit Magnesium-Lichtkaskaden („Christbäumen“) ausgeleuchtet. Zwei Minuten darauf warfen neun britische Mosquitos rote Zielmarkierungen auf das gut sichtbare DSC-Stadion im Ostragehege nordwestlich des Stadtkerns. Von 22.13 bis 22.28 Uhr fielen die ersten Bomben. 244 britische Lancaster-Bomber zerstörten die Gebäude mit 529 Luftminen und 1.800 Spreng- und Brandbomben mit insgesamt 900 Tonnen Gewicht. Sie gingen südwestlich des Zielpunktes in einem 45-Grad-Fächer zwischen der großen Elbschleife im Westen der Stadt, dem industriell bebauten „Ostragehege“ (heute Messegelände) und dem etwa 2,5 Km Luftlinie entfernten Hauptbahnhof nieder. In diesen 15 Minuten wurden drei Viertel der Dresdner Altstadt in Brand gesetzt. Gezielte Treffer einzelner Gebäude waren bei diesen Nachtangriffen der RAF weder beabsichtigt noch möglich. Vielmehr sollte ein Bombenteppich die gesamte Innenstadt großflächig zerstören. Die Flammen der brennenden Innenstadt nach der ersten Angriffswelle waren im weiten Umkreis am Himmel zu sehen. Brände loderten noch vier Tage danach.

Die zweite Angriffswelle in der Nacht vom 13. auf den 14. 2.

Diese begann um 01.23 Uhr mit 529 britischen Lancaster-Bombern sowie Bombern der kanadischen Luftwaffe. Sie warfen bis 01.54 Uhr insgesamt 650.000 Stabbrandbomben (1.500 Tonnen) über einem Gebiet von Löbtau bis Blasewitz und von der Neustadt bis Zschernitz ab. Die von der ersten Angriffswelle verursachten Brände dienten nach Augenzeugenberichten britischer Fliegerbesatzungen zur Orientierung für die nachfolgenden Bomber. Ihre Bomben trafen auch die Elbwiesen und den Großen Garten, wohin viele Dresdner nach der ersten Welle geflüchtet waren. Die Frauenklinik in der Pfotenhauerstraße des Stadtkrankenhauses Dresden-Johannstadt und die Diakonissenanstalt in der Neustadt wurden schwer beschädigt. Beide Bombardements betrafen ein Stadtgebiet von etwa 15 Quadratkilometern. Die zweite Angriffswelle verhinderte weitere Löschaktionen, da sich die zahlreichen Einzelfeuer rasch zu einem orkanartigen Feuersturm vereinten. Dieser zerstörte ganze Straßenzüge; in der extremen Hitze schmolzen Glas und Metall. Der starke Luftsog wirbelte auch größere Gegenstände und Menschen umher oder zog sie ins Feuer hinein. Sie verbrannten, starben durch Hitzeschock und Luftunterdruck, erstickten in den Luftschutzkellern an Brandgasen. Wer sich ins Freie retten konnte, war auch dort dem Feuersturm und detonierenden Bomben schutzlos ausgesetzt.

Tagesangriffe vom 13. und 14.2.

Den Nachtangriffen folgte am 14.2. vom 12.17 bis 12.31 Uhr ein Tagesangriff von 311 bis 316 B-17-Bombern der USAAF, begleitet von bis 200 Jägern. Sie warfen bei Wolken bedecktem Himmel über Dresden nach Zielradar 1.800 Sprengbomben (474,5 Tonnen) und 136.800 Stabbrandbomben (8296,5 Tonnen) ab. Ihre Angriffsziele waren erneut der Bahnhof und das Reichsbahnausbesserungswerk Dresden in Friedrichstadt. Bombardiert wurden auch das dortige Krankenhaus und umliegende Stadtteile. Wegen einer Schlecht-Wetterfront wichen zwei Bombergruppen etwa 100 Km südwestlich vom Kurs ab und bombardierten nach Ausfall des Anflugradars einen Ortsteil von Prag, im Glauben, es sei Dresden. Im etwa 35 Km entfernten Neustadt in Sachsen (bei Bad Schandau) ging am 14.2. von den Nachtangriffen verursachter weißer Ascheregen nieder. Am 15.2. etwa um 10.15 Uhr stürzte die völlig ausgebrannte, weltberühmte Dresdner Frauenkirche ein.

Von 11.51 bis 12.01 Uhr folgte ein weiterer Tagesangriff von 211 US-amerikanischen B-17 Bombern. Bei schlechter Sicht warfen sie 460 Tonnen Bomben, verstreut auf das gesamte Gebiet zwischen Meißen und Pirna.

Weitere Angriffe auf Dresden

Am 2.März flogen 455 B-17-Bomber nach Angaben der USAAF zunächst das Hydrierwerk Schwarzheide (bei Senftenberg) an, wichen aber auf das Ersatzziel Dresden aus. Ab 10.27 Uhr fielen 853 Tonnen Sprengbomben und 127 Tonnen Brandbomben auf die Bahnanlagen in Friedrichstadt und Neustadt sowie auf die noch stehenden Wohnhäuser. Am 17.April flog die 8. US-Bomberflotte mit 572 Maschinen einen weiteren Angriffden sogenannten vergessenen Angriff – auf das Dresdner Stadtgebiet. Über der Stadt  warfen sie erneut 1.385 Tonnen Sprengbomben und 150 Tonnen Brandbomben, sowie auf ein nicht genanntes Industriegebiet weitere 25 Tonnen Sprengbomben ab. Der Bahnverkehr bracht nun komplett zusammen.

Quelle: G. Zemella: Warum mußten Deutschlands Städte sterben? Seite 355 und folgende.

 

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Die Zahl der Dresdner Bombenopfer

Die Bomberbesatzungen konnten ihr Ziel problemlos erreichen und ihr sorgfältig geplantes Werk einer beispiellosen Zerstörung völlig unbehindert durchführen. Nach dem ersten Angriff warfen britische Flugzeuge drei Stunden später 600.000 Brandbomben ab, die die Stadt in ein Feuermeer verwandelten. Als alle Feuerwehren der Stadt und der Umgebung und alle Hilfsdienste im Einsatz waren, um Brände einzudämmen und Menschen zu retten, griffen am nächsten Tag US-amerikanische Bomber und Jäger an und steigerten das Inferno ins Maßlose. Dieses Bombardement trieb die Hilfskräfte in die Keller und wirkte sich deshalb besonders katastrophal aus. Die abgeworfenen Phosphorkanister führten in kurzer Zeit zu einem Feuersturm, in dem die Menschen zu Tausenden in den Kellern erstickten oder bis zur Unkenntlichkeit/komlett verbrannten. Die Dresdner Feuerwehr war schon beim ersten Angriff vollkommen außer Gefecht gesetzt worden. Löschzüge, die von anderen Orten zu Hilfe kamen, wurden von Mustang-Jägern unter Beschuß genommen.

Der Terrorangriff auf Dresden war die mörderischste Aktion des ganzen Krieges. Die bewußte und gewollte Zerstörung der Stadt mit all ihren Kulturbauten und Sammlungen als Kleinod und als Kulturgut der gebildeten Welt sowie die unvorstellbare Zahl der Opfer löste überall in Europa Entsetzen aus.

Die genaue Zahl der in Dresden getöteten Menschen wird sich nie feststellen lassen. Nach Angaben folgender Historiker und laut amtlichen und medialen Verlautbarungen gab es in Dresden folgende Opferzahlen:

  1. Oberst Curtis Dall, ehemaliger Schwiegersohn F.D. Roosevelts, 1970, in: Warlords of Washington, S. 34: 385.000
  2. Washington Post, 1990: 330.00
  3. Alexander McKee, Dresden 1945, das deutsche Hiroshima, 1983, S. 185: 300.000, vielleicht 400.000
  4. Der Neue Brockhaus, 1959: 300.000
  5. Internationales Rotes Kreuz, Report oft he Joint Relief Committee, 1948: 275.000
  6. Svenska Dagbladet, Februar 1945: 250.000
  7. Die Welt, 1992: bis zu 250.000
  8. Dr. K. Adenauer, 1955: etwa 250.000
  9. Dresdner Polizeipräsident, gezählt bis zum 22.3.1945: 202.040
  10. Stadt Dresden, 1992: 202.040 (möglicherweise 250.000 bis 300.000)
  11. Der Spiegel Nr. 25/1963 vom 19.6., Sodom in Sachsen: 135.000
  12. David Irving, Der Untergang Dresdens, 1964, S. 302: 135.000
  13. Wolfgang Schaarschmidt, Dresden 1945, 2005, S. 237: mindestens 100.000 (Schätzungen von 135.000 bis 150.000 sind begründet.)
  14. Norman Davis, Die große Katastrophe Europa im Krieg 1939-1945, S. 58: 60.000
  15. ADAC-Stadtplan Dresden, Auflage 2001: 60.000
  16. Jörg Friedrich, Der Brand, 6. Auflage, 2002, S.358: 40.000
  17. Walter Weidauer, Inferno von Dresden, DDR-Ausgabe 1983, S. 117, 194: 35.000
  18. Rolf-Dieter Müller, Der Bombenkrieg 1939-1945, 2004, S. 216: 35.000
  19. A.C.Crayling, Die toten Städte, 2006, Auflistung S. 385: über 30.000
  20. Wikipedia, Übersicht-Tabelle: 22.700 bis 25.000
  21. Spiegel-online vom 3.10.2008, Ende der Legenden: maximal 25.000 (wahrscheinlich weniger)
  22. Dresdner Historikerkommission 2010: bis zu 25.000

Die von der Dresdner Stadtverwaltung im Jahre 1992 offiziell bekannt gegebene Zahl der Todesopfer setzt sich aus folgenden drei Gruppen zusammen:

a.35.000 voll identifizierte Opfer

b. 50.000 nicht identifizierte, bei denen aber Eheringe, Metallschmuck und ähnliches gefunden wurden, was später zur Identifizierung hätte dienen können und

c.168.000 Bombenopfer, bei denen es nichts mehr zu identifizieren gab.

Die hier genannte Aufteilung und die Gesamtzahl von 252.000 Toten wurde am 30.4.1945 vom Dresdner Polizei-Oberst Grosse an das Führerhauptquartier in Berlin gemeldet. Nach Schätzungen der Dresdner Polizei lagen Ende April 1945 noch

d. mindestens weitere 100.000 Tote unter den Trümmern.

Mehrere Jahre nach dem Krieg, als ganze Straßenzüge enttrümmert wurden, fanden die Hilfskräfte immer wieder große Kellerräume voll mit Bombenopfern, erstickt wegen Sauerstoffmangel. In dem im April 2010 vorgelegten Historikergutachten wurde die Zahl der Dresdner Bombenopfer im Auftrag der Dresdner Stadtregierung unter Oberbürgermeisterin Helma Orosz, CDU, auf das politisch korrekte Limit von 18.000 bis 25.000 herunter gerechnet. Deshalb ist heute in fast allen Medien von „bis zu 25.000 Toten“, die Rede. Die Zahl der Toten von Dresden von 250.000 – 350.000 auf 25.000 herunter zu rechnen, ist eine Verhöhnung der Bombenopfer und eine Schande der daran beteiligten Historiker, Medien und der politisch tonangebenden Klasse.

Medienberichte:

Wegen der wahrhaft apokalyptischen Dimension dieser Massentötung von Zivilisten werden nachfolgend einige Medienberichte aus damaliger Zeit wieder gegeben.

Die schwedische Zeitung Avtonbladed vom 14.2.1945 schrieb: „Das britische Luftfahrtministerium gibt bekannt, von den 1.400 britischen Bombern, die in der vergangenen Nacht im Einsatz waren, nahmen fast 800 an einem Angriff auf Dresden teil. Der Angriff erfolgte in zwei Wellen in einem Abstand von drei Stunden. Es handelte sich um eine sehr konzentrierte Bombardierung, und kurz nachdem die erste Welle über der Stadt erschienen war, leuchtete die Wolkendecke rot vom Widerschein der großen Brände auf der Erde.“

Die Schweizer Neue Züricher Zeitung vom 14.2.1945 berichtete: „London, 14. February (United Press). Ungefähr 1.350 schwer amerikanische Bomber, von etwa 800 Langstreckenjägern begleitet, führten heute einen Tagesangriff auf Dresden durch. Dresden, das in der vergangenen Nacht von britischen Bombern angegriffen worden war, bildete das Hauptziel. Ferner wurden Magdeburg und Chemnitz bombardiert.

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Blick auf die zerstörte Frauenkirche

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Altstadt mit Schloß im Vordergrund

In einem Bericht der Berliner Redaktion des Svenska Dagbladet vom 21.2.1945 heißt es: „Die Luftangriffe auf Dresden müssen etwas vom Schrecklichsten gewesen sein, was bisher in diesem Krieg geschehen ist. Dresden wurde seit alters her eine Perle unter den Großstädten Deutschlands genannt… Aber was Dresden zu einer Perle der Kunst gemacht hat, existiert heute nicht mehr. Einige der schönsten und berühmtesten Bauwerke des Barock liegen jetzt in Schutt und Asche… die Altstadt mit ihren typischen engen Gassen ist ausradiert. Augenzeugen suchen vergeblich nach Worten, wenn sie andeuten wollen, was geschehen ist: Zuerst kam ein Hagel von Brandbomben. Und als die Menschen aus ihren brennenden Häusern flüchteten, folgten Sprengbomben und Luftminen, die mitten unter den Menschenmassen explodierten… Nach dem Angriff konnte man vielerorts seinen Fuß nicht hinsetzen, ohne auf Leichen oder Leichenteile zu treten… In der Elbe schwammen Leichen und Leichenteile, und verstümmelte Leichen lagen eingeklemmt zwischen den Trümmern… Große Scharen von Flüchtlingen wurden von den Bombern getroffen… Die Folgen können nicht beschrieben werden. Eine Ernte des Todes unter fliehenden Betagten, Frauen und Kindern. Wollte man das Geschehen auch nur andeuten, müsste man es in den Farben des Infernos malen.“

Bericht des irischen Sanitätsoffiziers Dr. H. O`Flanagan:

Der nachfolgende Bericht des irischen Sanitätsoffiziers Dr. Harry O`Flanagan (1917-2000) wurde im Journal of the Irish Colleges of Physicians, Band 21, Nr.3, Juli 1992, veröffentlicht. Er beschreibt nicht nur die sorgfältig geplante Vernichtung der Stadt und die gewollte Tötung der Bewohner und Flüchtlinge, sondern gibt auch interessante Einblicke in den Ablauf der ganzen Aktion:

„Ich war allein diensttuender Sanitätsoffizier bei der RAF Kirmington mit etwa 2.000 Mann. Am Abend des 13.2. versammelten wir uns zu einer abschließenden Einsatzbesprechung… Die Route der Hauptmacht ging nie vom Versammlungspunkt zum Ziel. Mehrere Kursänderungen erfolgten über Deutschland; Finten, um die Nachtjäger zu täuschen… Es herrschte Überraschung, als das Ziel angekündigt wurde. Es war bekannt, dass das Ziel ein weit entferntes sein würde, was ganz einfach aus dem Verhältnis der Bombenlast zur Treibstoffmenge hervorging, die am Nachmittag in die Maschinen geladen wurden… Der Nachrichtenoffizier eröffnete die Besprechung mit den Worten: `Ihr seid in die RAF eingetreten, um Deutsche zu töten, und genau das werdet Ihr heute Nacht tun.` Er fuhr dann mit der Erklärung fort, dass nach dem Zusammenbruch der deutschen Front im Osten Flüchtlinge nach Westen strebten, die Zuflucht vor der Winterkälte suchten. Dresden sei die einzige Stadt mit unbeschädigten Häusern, in denen die Menschen unterkommen könnten, und man rechnete damit, dass sie bis oben vollgestopft seien. In jener Nacht hatte der Einsatz den Zweck, die Stadt und ihre Bevölkerung zu vernichten. Es gab keine der üblichen schönfärberischen Redensarten, dass das Ziel ein Rüstungszentrum sei oder ein Eisenbahn-Instandsetzungswerk… Es sind über diesen Angriff Versionen in verschiedenen Berichten in die Welt gesetzt worden, die das Unternehmen rechtfertigen. Aber jede Rechtfertigung fehlte in der Einweisung auf unserer Station. Dies sollte die Nacht des Gemetzels an Zivilisten sein.

Fachleute erklärten dann den Angriffsplan. Es sollte zwei Wellen Lancaster geben. Die erste mit 244 Maschinen würde um 22.15 Uhr hauptsächlich mit Brandbomben zuschlagen. Aber auch mit einer 1.000 Kilogramm-Cookie oder Druckbombe mit barometrischem Zünder, der zur Detonation in der Luft über der Stadt eingestellt war. Der Zweck war, den alten Teil der Stadt in Brand zu setzen und einen Feuersturm zu erzeugen. Wenn die Innenstadt brannte und damit die Feuerwehr und die anderen Hilfskräfte voll in Anspruch genommen waren, sollte die Hauptmacht mit 529 Lancastern, die 2.000 Tonnen hochexplosive Bomben trugen, um 1 Uhr 30 zuschlagen …. der ganze Angriff sollte in einem Holocaust von 50 Minuten zusammengefasst werden. Die Lücke in den zwei Bomberwellen hatte den zweiten Zweck, die Stadt zur leichteren Identifizierung für die Hauptmacht in Brand zu setzen… Das Wetter entlang dem Anflugweg war wolkig mit Aufhellungen über dem Zielgebiet vorhergesagt, und diese Vorhersage war bemerkenswert genau. Zusammen mit dem Ablenkungsangriff auf Bohlen durch 320 Halifax um 22 Uhr, 15 Minuten vor dem Hauptangriff auf Dresden, und einem Scheinangriff auf Magdeburg waren in jener Nacht etwa 7.600 Angehörige des Bomberkommandos in der Luft.

Am folgenden Morgen würden 1.350 fliegende Festungen und Liberators mit Schutz durch Mustang-Jäger der US-Air Force weitere Bomben lösen, um die einst so schöne Stadt Dresden zu verwüsten und mit Bordwaffen zu belegen… Der Start bei völliger Dunkelheit klappte fehlerfrei… Als die Besatzungen am frühen Morgen zurück kamen und zur Einsatz-Nachbesprechung taumelten – müde und abgespannt – war die Stimmung gedrückt. Offensichtlich war der Angriff erfolgreich gewesen, alle hatten das Ziel erkannt, der Widerstand war unerheblich gewesen…“ Soweit der Bericht des irischen Sanitätsoffiziers Dr. Harry O`Flanagan.

Weiteres:

Aus Anlass des Besuchs der britischen Königin beschrieb die Tageszeitung „Die Welt“ die Bombennacht von Dresden wie folgt:

„Es war der 13.2.1945, Faschingsdienstag. Viele Menschen feierten Karneval, so gut es drei Monate vor Kriegsende noch ging. Um 21.45 Uhr heulten in Dresden die Sirenen: Fliegeralarm. Der Rundfunk unterbrach seine Sendung, im Radio hörte man, wie üblich, das Ticken einer Uhr. Die Wolkendecke über der Stadt riß auf. Die Menschen machten sich trotz des Alarms kaum Sorgen, obwohl die Alliierten bereits zahlreiche deutsche Städte in Schutt und Asche gelegt hatten. Dresden, so glaubte man zu wissen, würde verschont werden. Die Luftabwehr war abgezogen. Um 22.09 Uhr verstummte das Ticken der Uhr im Radio. Ein Ansager rief aufgeregt: `Achtung! Achtung! Achtung! Die Spitzen der großen feindlichen Bomberverbände haben ihren Kurs geändert und befinden sich jetzt im Anflug auf das Stadtgebiet.`

Vier Minuten später fielen die ersten Bomben, begann das Inferno, die Zerstörung einer der schönsten deutschen Städte. 244 britische Lancaster-Bomber stießen aus den Wolken um Dresden herab, flogen fächerförmig über die historische Altstadt. Grelle Blitze erhellten den Himmel, Brände flackerten auf.

Knapp drei Stunden später, am 14.2. gegen 1.30 Uhr kamen die Briten wieder, mit 500 Lancaster-Bombern. Die Stadt vor ihnen glich einem Feuermeer. Einer der Flieger notierte in seinem Tagebuch: `Der phantastische Schein aus 320 Kilometer Entfernung wurde immer heller. Selbst in einer Höhe von 6.700 Metern konnten wir bei dem gespenstischen Licht der Flammen Einzelheiten erkennen, die wir nie zuvor gesehen hatten; zum ersten Mal seit vielen Einsätzen fühlte ich Mitleid mit der Bevölkerung dort unten.`

Innerhalb von 20 Minuten luden die Maschinen der zweiten Welle ihre Bombenlast über der brennenden Stadt ab. Insgesamt warfen die Briten 650.000 Brandbomben und mehr als 200.000 Sprengbomben auf Dresden.

Elf Stunden später traf Dresden der nächste Vernichtungsschlag. Um 12.12 Uhr griffen mehr als 300 amerikanische B-17-Bomber die brennende Stadt an. Sie warfen in neun Minuten 783 Tonnen Bomben ab. Danach rasten amerikanische Mustang-Jäger im Tiefflug über die Stadt, feuerten mit ihren Bordwaffen auf den Verkehr, auf die Straßen, die aus der Stadt herausführen und von den Kolonnen flüchtender Menschen verstopft waren. Es war der verheerendste Luftangriff der Geschichte: In nur 14 Stunden verwüsteten die Bomber 28 Quadratkilometer der Stadt; zum ersten Mal gab es nicht genügend unverletzte Überlebende, um die Toten zu bergen.

Schon nach dem ersten Angriff brannten das Schloß, die Hofkirche und die Semperoper. Das Wasser aus den zerstörten Hauptrohren überflutete die Straßen. Fernschreiber, Telefon und Funk fielen aus; die Luftschutzzentrale war ohne Verbindung zur Außenwelt. Der Feuersturm, die fürchterlichste Folge eines Flächen-Bombardements, entwurzelte mächtige Bäume, kippte Eisenbahn-Waggons, schleuderte Menschen mehrere Straßenzüge weit in die Flammen. Mehr als 70 Prozent der Opfer von Dresden starben wahrscheinlich an Sauerstoffmangel, oder Kohlenmonoxidvergiftung in Bunkern und Kellern. Noch mehrere Tage nach dem dreifachen Schlag waren die Straßen mit Tausenden von Opfern übersät.

`Nie habe ich geglaubt, dass der Tod in so verschiedener Form an den Menschen heran treten kann`, sagte der Leiter der „Abteilung Tote“, der Vermißten-Nachweis-Zentrale in Dresden, Hanns Voigt. `Nie habe ich für möglich gehalten, dass Tote in so vielen Gestalten den Gräbern übergeben werden können: Verbrannte, Verkohlte, Zerstückelte, Teile von ihnen, als unkenntliche Masse, scheinbar friedlich schlafend, schmerzverzerrt, völlig verkrampft, bekleidet, nackt, in Lumpen gehüllt, und als ein kümmerliches Häufchen Asche, darunter Reste verkohlter Knochen. Und über allem der beißende Rauch und der unerträgliche Verwesungsgeruch.`

Auf dem zentralen Altmarkt in Dresden waren große Löschwasserbecken von etwa 30 Metern im Quadrat gebaut worden. Hunderte von Menschen waren hinein geklettert, um sich zu retten. Das Wasser war zweieinhalb Meter tief, und die steilen Wände der Betondecken machten es unmöglich, wieder heraus zu klettern. Als Rettungsmannschaften ankamen, war das Wasser zur Hälfte verdunstet, die Menschen waren tot. Noch zwei Wochen nach dem Schlag wurden Tausende von Opfern aus den zerbombten Straßen und Kellern der Innenstadt geborgen. Die Gefahr von Epidemien wuchs, die Altstadt war abgesperrt. Die Polizeibehörden beschlossen in ihrer Not, die Opfer nicht mehr auf den Massenfriedhof im Norden Dresdens zu bringen, sondern mitten auf den Altmarkt. Dort waren heraus gerissene Träger des abgebrannten Kaufhauses Renner auf Sandsteinblöcke gelegt worden. Sie bildeten eine Reihe massiver Roste von acht Metern Länge. Unter die Stahlträger wurden Holz- und Strohbündel gesteckt. Auf den Rosten wurden die Körper von etwa 500 Toten geschichtet, wobei zwischen jede Schicht eine Lage Stroh kam.

Viele der toten Kinder trugen immer noch die Fetzen bunter Karnevalskostüme. Ein höherer Offizier steckte das Brennmaterial unter den Rosten in Brand. Die Zahl der Toten kann nur geschätzt werden. `Das amtliche Ergebnis der Zahl der (identifizierten) Gefallenen betrug 39.773 bis zum Vormittag des 6.5.1945`, schrieb der oberste Luftschutzleiter der Stadt. Dies ist die niedrigste Zahl, die genannt wird. Briten und Amerikaner gingen zeitweise von bis zu 250.000 Opfern aus. Der britische Historiker D. Irving hält es für realistisch, dass 135.000 Menschen ums Leben kamen. In Hiroshima starben am 6.8.1945 nach dem Abwurf der Atombombe 71.379 Menschen.“ aus: Die Bombennacht von Dresden, in: Die Welt, vom 22.10.1992.

Anlässlich des Besuchs der britischen Königin in Dresden wurde übrigens die Gedenktafel für die Bombenopfer entfernt. 1992 wurde hingegen in London für „Bomber-Harris“ auf Betreiben der Königin-Mutter ein Denkmal enthüllt. Als sich in Deutschland daraufhin Protest regte, ätzten Blätter wie der Evening Standard: „In jeder deutschen Stadt sollte eine Statue dieses Mannes stehen.“ J. Bölsche, So muss die Hölle aussehen, in: Der Spiegel 2/2003; Th. Kielinger, Denkmal für britische Bomberpiloten in London, in: Die Welt, 28.6.2012.

Dieser Bombenholocaust genügte den Anglo-Amerikanern freilich noch lange nicht. Um auch das letzte in der Stadt noch Heilgebliebene zu vernichten, entfesselten US-Bomber am 17.4.1945 ein Stahlgewitter über der Stadt. Binnen fünf Minuten fielen an die 1.000 Sprengbomben und etwa 32.000 Stabbrandbomben. Ihre Zielpunkte waren vor allem Verkehrseinrichtungen wie Bahnhöfe, Gleisanlagen, Lokomotivschuppen, Güterwagen usw. Das riesige Friedrichstädter Bahnhofsareal wurde buchstäblich umgepflügt. Zersplitterte, ausgeglühte, umgekippte Waggons und Lokomotiven, zerfetzte Schienen, Stellwerke, Weichen, Signale. Verdorbene und verbrannte Warenladungen und Tiertransporte, vernichtetes Wehrmachtsgerät. Im König-Alber-Hafen sanken Schiffe, brannten Lagerschuppen. Nicht viel besser sah es in dem und um den Altstädter Güterbahnhof aus. Auch in das leer gebrannte Gerippe des Hauptbahnhofs und auf den Wiener Platz und die nähere Umgebung hämmerten die Sprengbomben, sie wirbelten Ruinen bis zum Vitzthumschen Gymnasium und zur Wiener Straße durcheinander. Zahllose Bomben fielen in die Stadtmitte, die in der Februarnacht vollkommen verwüstet wurde. Auch diesmal erlitt die Bevölkerung schmerzliche Verluste. Beitrag Als Dresden unterging, in: Focus, vom 31.1.2005.

Eine sehr nüchterne Darstellung der Tragödie findet sich in dem Dokument „Tagesbefehl Nr. 47“ der Ordnungspolizei Dresden vom 22.3.1945. Darin sind die bei den Luftangriffen auf Dresden vom 13/14.2.1945 angerichteten Zerstörungen und Opferzahlen wie folgt dokumentiert:

Total vernichtet oder schwer beschädigt wurden 13.441 Wohnungen, das sind 36 % aller Wohngebäude in Dresden. Weiter total vernichtet bzw. schwer beschädigt, dass sie nicht mehr benutzt werden können, wurden: 30 Banken, 647 Geschäftshäuser, 18 Lichtspielhäuser, 31 Waren- und Kaufhäuser, 2 Museen, 36 Versicherungsgebäude, 19 Kirchen, 32 größere Hotels, 6 Kapellen, 25 größere Gaststätten, 22 Krankenanstalten, 75 Verwaltungsgebäude, 72 Schulen, 6 Theater, 5 Konsulate.

Bis zum 20.3. abends wurden 202.040 Tote, überwiegend Frauen und Kinder, geborgen. Es ist damit zu rechnen, dass die Zahl auf 250.000 steigen wird. Von den Toten konnten nur annähernd 30 % identifiziert werden… Da der Abtransport der Toten nicht rechtzeitig und rasch von statten gehen konnte, wurden 68.650 Gefallene eingeäschert, die Asche auf einem Friedhof beigesetzt. (…) Der Chef des Stabes, gez. Grosser, Oberst der Schutzpolizei.“ Zitiert nach Bombenterror unter: Die gleichen Daten sind – nach unendlich vielen Erlebnisberichten und Gesamtdarstellungen – im Buch von Franz Kurowski „Das Massaker von Dresden und er anglo-amerikanische Bombenterror 1944/1945“ – ISBN 3 8061 1103 0 (1995) enthalten (siehe Seite 209)

Wieviele Menschen sind bei dem Feuersturm nahezu Rückstandslos verbrannt? Tausende? Der Blick sollte immer wieder auf die vollkommen zerstörte Stadt gerichtet sein, die nur in den Außengebieten weniger von den Bomben getroffen wurde. 99 Prozent der Stadt wurden zerstört. Schätzungen zufolge waren rund 900.000 (plus/minus 100.000) Flüchtlinge in der Stadt. Dresden selbst hatte ca. 640.000 Einwohner, wobei erwähnt werden sollte,  das diese Summe zum Zeitpunkt der Bombardierung eher unwahrscheinlich ist. Wenn sich zum Zeitpunkt der Bombardierung ca. 1 bis 1,3 Millionen Menschen in der Stadt aufgehalten haben, sollte dies eher der Realität entsprechen. Wenn man bedenkt, Dresden hatte kaum Luftschutzbunker, fast ausschließlich nur Keller in den Wohnhäusern, kein militärischen Schutz, weil es keine Luftwaffe oder Luftverteidigung gab, die Stadt wurde als Sanitätsstadt eingerichtet, überall standen Zelte für die Verwundeten und Flüchtlinge… Es gab keine militärischen Einheiten in der Stadt, oder in der Nähe der Stadt.

Glauben Sie dann noch an 18 – 25.000 Opfer? Glauben Sie dann, daß dies kein Verbrechen, kein Genozid der Alliierten gegen das deutsche Volk war?

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Luftaufnahme aus einem Alliiertenbomber

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Dresden 1946

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Schauen Sie sich die Leute genau an, merken Sie sich die Namen und Gesichter, die heute unsere Ahnen verunglimpfen und den damaligen Alliierten heute in den Hintern kriechen, nur um das ihr Futtertrog immer prall gefüllt ist und bleibt. Es sind die Verräter, die uns ausnahmslos und ohne Pardon an den Feind ausliefern. Doch sehen Sie im Feind nicht den amerikanischen Cranberry-Pflücker, oder den Maisbauern, oder den Arbeiter bei GM, sondern begreifen Sie, daß dieses Systems des gegenseitigen Hasses bei allen Völkern eingesetzt wird. Die Völker sollen sich verfeinden, und die Drahtzieher dieser Politik des Teilen- und Herrschen-Spiels sitzen gemütlich zusammen, schlürfen ihren Champagner und machen sich Gedanken darüber, wie sie es möglich machen können, erneut die Menschheit gegeneinander auszuspielen.

So wie im Beispiel der Zerstörung Dresdens mit seinen wahrhaftig unzähligen Opfern seitens der Politik gelogen wird, so wird in allen historischen Ereignissen das deutsche Volk belogen. Ein Historikerkommission kann nach rund 60 Jahren keine neuen Erkenntnisse erarbeiten, außer man beginnt zu lügen. Seit mehr als 50 Jahren gibt es keine neuen Erkenntnisse über und um den 2. Weltkrieg. Bereits bis Ende der 1950iger bis Mitte der 1960iger Jahre wurden alle Ereignisse, alle Umstände und Hintergründen bereits tadellos aufgearbeitet. Sie fanden zwar in der Literatur ihren Platz, aber nicht in der Öffentlichkeit. Die meisten objektiven Aufarbeitungen der Vergangenheit stehen auf dem Index, initiiert durch die deutschfeindlichen Kräfte. Es ist noch nicht solange her, schrieb der namhafte Historiker und Ex-Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof in einem Artikel:

Wichtige Vorgänge der Geschichte werden zeitnah am Geschehen in Akten zu Papier gebracht und 20 oder 30 Jahre später zu Dokumentensammlungen zusammengestellt, abgedruckt, veröffentlicht und so der Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Der Autor hat bei seinen Arbeiten zur Zeitgeschichte oft von solchen gedruckten Sammlungen Gebrauch gemacht, um sich damit die Reisen in die Archive, in denen die jeweiligen Originalakten lagern, zu ersparen.

Hin und wieder fielen dem Autor dabei Textstellen auf, die nach den Zeitumständen oder anderen Indizien so, wie gedruckt, nicht stimmen konnten. Irgendwann begann der Autor, sich solche verdächtige Stellen mit ihren Akten – und Dokumentennummern zu notieren, um sie beim nächsten Archivbesuch in den Originalakten zu überprüfen.

In aller Regel bekommt der Archivbesucher nur Fotokopien der Akten ausgehändigt. Doch auch Kopien können noch den Leser täuschen. Der Autor bat jedes Mal um die Originale, und er bekam sie vorgelegt: Aktenordner mit 60 oder 70 Jahre alten, bis ins Bräunliche vergilbten DIN A4 – Blättern, dem damals gängigen, billigen Schreibmaschinenpapier. Nun kam die Überraschung.

In vielen Fällen war das Papier, auf dem die zweifelhaften Stellen standen, ein hellweißes Blatt. Manchmal stand oben auf der Seite „Abschrift“, manchmal fehlte der Vermerk. Es ist schon auffallend, dass hin und wieder ein einziges Blatt in mehrseitigen Dokumenten nicht dem Alterungszustand aller anderen Seiten entspricht. Da der Autor fast immer nur dort die weißen Seiten fand, wo er offensichtlich nicht Stimmendes vermutet hatte, lag für ihn der Verdacht nahe, dass hier nachträglich Textänderungen vorgenommen und die entsprechenden Seiten ausgetauscht worden waren.

Den ganzen Artikel lesen….

Um es auf den Punkt zu bringen, so wie die Geschichtsschreibung heute in Bezug auf Dresden alles verfälscht und ein Kartenhaus der Lügen erbaut, so verhält es sich zur gesamten anderen Geschichte unseres Landes. Es werden Lügen in die Welt gesetzt, Tatsachen verdreht, Schriften und Akten manipuliert oder vernichtet, um so eine spätere Rekonstruktion unmöglich zu machen.

Was bleibt uns? Die gesamte Aufarbeitung der Jahre 1933 bis 1945 und darüber hinaus, wurde bereits zu Buche gebracht. Wir müssen nur dafür sorgen, daß diese Bücher wieder gelesen werden und nicht das die bolschewistische Propaganda von Guido Knopp und Konsorten in unseren Geschichtsbüchern steht! Das ist unsere Pflicht! Es ist förmlich widerlich, wie diese deutschfeindlichen und regierenden Politiker unsere Toten zum Politikum machen – und sich dann hinstellen und mit den Finger auf uns zeigen, gar so, als wir es täten! Nein! Wir politisieren nicht, wir rehabilitieren und sorgen dafür, das man sie nicht vergißt! Und damit nie wieder eine Generation einen Krieg am eigenen Leib erfahren muß! 

..

Ubasser

14 Kommentare zu “Brenne, verfluchtes Dresden, brenne!

  1. Ortrun sagt:

    Der Untergang von Dresden

    (Nach dem Bericht eines Augenzeugen.)

    von Gerd Honsik

    Auf Rädern, Hufen, Achsen kriecht ein Wurm.
    In Abertausend Wagen, Kutschen, Karren
    Kommt’s angekreucht, gekrochen und gefahren –
    einhergetrieben vor dem großen Sturm.

    Die Elbestadt nimmt all die Menschen auf!
    Sie lagern sich in Straßen, Plätzen, Gärten,
    mit Kindern, Karren, Kochgeschirr und Pferden.
    Aus kleinen Feuern sickert feiner Rauch.

    Um jede Stunde, um Hügel und Rain
    ringen fern indessen deutsche Soldaten,
    die Frist zu erkaufen im Feuerschein
    der Schlacht, die da giert nach Tod und nach Taten.
    Der Fliehenden aber lauert schon Kain.
    Am Himmel nahen schon düstere Schatten.

    Da heulen plötzlich die Sirenen auf!
    Doch sinnlos scheint ihr Jammern dieser Stätte.
    Im Schoß der Kirchen und der Lazarette
    nimmt gnadenlos das Schicksal seinen Lauf.

    Dröhnt nicht im Westen jetzt ein fremder Laut?
    Klingt weit und ferne nicht ein leises Summen?
    Schon schwillt es an zu bösem, lautem Brummen,
    das, wachsend, sich zu wildem Tosen staut.

    Das größte Heer, das je am Himmel zog, –
    die Flotte der „Vereinten Nationen“ –,
    trat an zum Morde an Zivilpersonen,
    da es die Elbe brausend überflog.

    Vom Himmel hoch, da heulen nun herab
    Brandbomben tausendfach und sausen nieder,
    und drüber hin, auf silbernem Gefieder,
    kreist kalt der Mörder, der das Nest zertrat.

    Ein qualvoll Stöhnen später: „Dresden brennt!“
    Da taumeln Häuserzeilen hin wie Plunder,
    und Phosphor sprüht, und Stein verglüht wie Zunder!
    Es wankt die Erde und das Firmament.

    An Hunderttausend sterben in der Wucht
    des ersten Schlages noch an Ort und Stelle.
    Doch angebrandet kommt die nächste Welle
    und trifft ins Herz der wüsten, irren Flucht.

    Der Ordnung unsichtbarer Zügel reißt:
    Da jagen Rosse, die zerfetzten Stränge
    mit nach sich reißend, in die Menschenmenge,
    die eilt und rast und doch kein Ziel mehr weiß.

    Vom Bombenbersten ist die Luft durchgellt.
    In Panik tobt die Masse durch die Straßen,
    verbrannt, verstümmelt über alle Maßen,
    und trampelt nieder, was da strauchelnd fällt.

    Der Kinder blondes Haar wird schwarzer Staub,
    und blaue Augen schmelzen aus den Höhlen.
    Gedankenschnell verkohlen und verschwelen
    der Menschen Häupter in der Hitze Raub.

    Es stellte sich dem siedenden Orkan
    die Feuerwehr der Stadt getreu entgegen.
    Vierhundert Männer wagten drum ihr Leben!
    Sie sind gefallen bis auf einen Mann.

    Nach seiner Puppe flennt ein kleines Kind,
    in einem Hausflur steht’s, verirrt, vergessen,
    begreift nichts mehr und kann noch nichts ermessen,
    und seine Augen sind vor Tränen blind.

    Bald brennen Häuser, Bäume und Asphalt,
    die ganze Stadt scheint schon ein Raub der Flammen,
    und Menschen brennen, hilflos, jung und alt,
    und in den weiten, öden Himmel bahnen –
    aus Qualm und Asche, riesig von Gestalt –
    den Weg sich kriechend schwarze, zähe Fahnen.

    Indessen Phosphor auf sie niederspritzt,
    da folgten hunderttausend einem Rufe
    und stürzten rasend nun hinaus zum Flusse.
    „Zur Elbe“, gellt es, „dort sind wir geschützt!“

    Da drängen Löwen in der Kinder Lauf!
    Es brennt der Zoo, es barst das Raubgehege,
    und Tier und Menschen folgen einem Wege,
    denn Qualm und Tod hebt alle Schranken auf.

    Die sich gerettet wähnen auf dem Feld,
    hat längst der Mörder aus der Luft gesichtet,
    und schnelle Jäger haben bald gerichtet
    die Fliehenden und um die Flucht geprellt.

    Vom Feuerscheine ist der Strom umloht.
    Die Silbervögel stürzen immer wieder
    auf dieses Meer von Weibern, Kindern nieder,
    und Bordgeschütze spenden reichen Tod.

    Hoch über allem Tosen steht ein Schrei
    aus hunderttausend Kinderkehlen: „Mutter!“
    Doch längst sind sie schon zu Kanonenfutter
    verdammt und hingemäht wie dürre Spreu.

    Und Mütter schreien, herzzerreißend, wild,
    nach Hans und Gretchen, Walter, Fritz und Liese.
    Fort fährt das Morden auf der großen Wiese,
    wo Blut in Bächen auf den Rasen quillt.

    Da werfen Frauen schirmend ihren Leib
    zehntausenfach – gehorchend dunklen Trieben,
    im Wahn, zu retten – über ihre Lieben!
    Den Heldentod stirbt hier das deutsche Weib.

    Des Reiches Untergang, des Führers Fall,
    der nahe Sturz der ringenden Armeen
    genügte nicht! Der Mütter Höllenqual,
    das letzte Schluchzen deutscher Kinderseelen,
    das unersättlich hier der Feind befahl,
    mag fürderhin sein Mordgesicht erhellen.

    Im Herz des Feuers viele tausend Grad,
    erklimmt des Flächenbrandes wildes Glühen,
    und senkrecht rasend in den Himmel fliehen
    verglühte Lüfte einen roten Pfad.

    Das Maul des Feuers giert nach neuem Fraß,
    und unersättlich reißt es nah am Boden
    Gebirge frischer Luft in seinen Odem,
    herbei sich schlürfend ohne Unterlaß.

    So stiehlt ein fremder Mörder sich zum Raub:
    Wie ein Geschoß prescht durch die Schlucht der Straßen
    der Feuersog, um Mensch und Roß zu fassen,
    und fegt sie mit wie Herbstwind morsches Laub.

    Es krabbelt jetzt in wilder, toller Hast
    ein Meer von Menschen abwärts in die Keller.
    Der heiße Tod jedoch ist heute schneller:
    Die Atemluft wird sacht von ihm verpraßt!

    Man findet später sie – wie unversehrt
    und kaum berührt von Feuertodes Fängen –
    aufrecht in vollgepferchten Kellergängen,
    die Münder aufgesperrt, den Blick verstört.

    Im Stehen sind ganz langsam sie erstickt!
    Da war nicht Raum, um sterbend hinzusacken,
    und angeklammert an der Mütter Nacken,
    da hängen Kinder, frisch vom Tod gepflückt.

    Die geile Zunge hat die Feuersbrunst
    nach der Geburtenklinik nun gestreckt:
    Hochschwangere Frauen, auf den Tod erschreckt,
    die tauchen, halbnackt, auf aus Qualm und Dunst.

    Da regt sich Leben, längst verdammt zum Tod.
    Es kreißen kniend – gleich an Ort und Stelle –
    vereinzelt Weiber in der Flammenhölle
    gebären Kinder, winzig, naß und rot.

    Sie hasten weiter mit der zarten Brut,
    doch Frost und Hitze kennen kein Erbarmen:
    Erfror’ne Neugebor’ne in den Armen –
    so sterben Mütter in der Flammenglut!

    Da – wieder taumelt eine aus der Spur!
    Ein Spritzer Phosphor schlug ihr tiefe Wunden.
    Dem Kind im Arme ist sie noch verbunden
    im Todeskampfe durch die Nabelschnur.

    Das Lächeln, das wir liebten, das Gesicht,
    was Väter, Brüder, Söhne heilig wähnten,
    zermalmt, zertreten unter Feuerbränden,
    erdrückt vom Schutt, der prasselnd niederbricht.

    Jetzt birst das Lazarett im Bombenschlag,
    und tausend Krüppel humpeln, hasten, kriechen!
    Am Rücken schleppt ein Blinder einen Siechen,
    der ihm den Weg weist nach dem Jüngsten Tag!

    So wie die Wespen aus versengtem Nest,
    so quellen Kriegsversehrte aus den Fenstern
    und krabbeln, hüpfen, tanzen, gleich Gespenstern,
    mit blut’gen Stümpfen auf das wüste Fest.

    Als sie die Feuerwand rundum umbuhlt,
    da wird ihr Zucken, Drängen, Trachten leiser,
    das erst verstummt, als sich der Brand schon heiser
    grollend als Sieger auf der Walstatt suhlt.

    Zur selben Zeit, zum Schloßteich auf dem Platz,
    da drängen Menschen her aus allen Gassen.
    Ins Wasser taumeln sie in dichten Massen,
    gejagt, gepeinigt von des Feuers Hatz.

    Sie suchen Kühlung der verschorften Haut, –
    doch Phosphorbrand, den kann kein Wasser dämpfen.
    An hebt ein Ringen, Drängen und ein Kämpfen,
    und Weiberschreie gellen irr und laut.

    Es füllt der Teich sich quellend bis zum Rand.
    Die untersten zerquetscht, zerdrückt ertrunken,
    die oben schon erstickt im Sturm der Funken,
    und um den Riesenkochtopf brüllt der Brand.

    Ein Dutzend Kilometer im Quadrat,
    des heißen Brand’ und Tod’ zuletzt ihr eigen.
    Wo noch vor Stunden eine deutsche Stadt,
    da schwelen Trümmer, und Ruinen zeigen
    aufwärts zum Tor, durch das der Mörder trat,
    und klagen an als schamhaft stumme Zeugen.

    Ringsum das Tagwerk grauenhafter Wut:
    Verschmorte Kinder an verkohlten Brüsten, –
    verrenkt ein Meer von Gliedern, Schultern, Hüften –,
    gegart, gesotten in gekochtem Blut.

    Noch viele Tage hat’s geglost, geschwelt
    hier auf dem Schlachtfeld, nach dem großen Brennen.
    Unstillbar aber blieben Schmerz und Tränen
    für alle jene, die der Tod verfehlt.

    Warum sie alle, fragt ihr, tot und stumm?
    Warum die Jugend Deutschlands hier getötet?
    Weil Deutsch die Sprache, in der sie gebetet,
    drum hat man sie gemordet! Nur darum!

    Nicht um den Glauben ging’s in diesem Krieg:
    Aus zog die Welt im Schatten edler Fahnen, –
    doch Neid war es und Mißgunst, was sie trieb.
    Da sie dem Reiche Raum und Einheit nahmen,
    schlug Kain den Abel, und der Mörder Sieg
    trägt tief im Schoß der Rache eis’nen Samen.

    Als tags darauf, mit ruhig festem Schritt,
    getreu der Pflicht und voller bangem Ahnen,
    die Bergungstrupps aus der Umgebung kamen,
    hielt ich als Kriegsversehrter mühsam Schritt.

    Da lag ein Heer von Leichen hingestreut,
    umarmend sich im Tode, Kinder, Frauen,
    und ich, bestellt – ein Zeuge all des Grauen –
    ihr Grab zu schaufeln, lange vor der Zeit.

    Gekommen war ich in der Locken Blond,
    doch meine Jugend brach! Brach nicht am Tode,
    sondern am Leide, das der Tod verschont.
    Weiß ward mein Haar, als ich dem Aufgebote
    endlich entrann und wieder heim – zur Front –
    und vor den Feind kam, der von Osten drohte.

    https://www.johndenugent.com/deutsch/german-der-untergang-von-dresden-von-gerd-honsik/

  2. Gerhard Ittner sagt:

    AM SAMSTAG, 11. FEBRUAR IST ES SOWEIT

    Gedenkveranstaltung AUS DEM DEUTSCHEN VOLK FÜR DAS DEUTSCHE VOLK in DRESDEN!

    Dadurch, daß das volkstreue Gedenken dieses Jahr nach längerer Zeit erstmal wieder an einem Samstag stattfindet, wird auch den weiter weg von Dresden Wohnenden Gelegenheit gegeben, an der Veranstaltung teilzunehmen.

    Der gemeinschaftsstiftende Impuls bereits durch die Anmeldung des Dresden-Gedenkens drückt sich auch darin aus, daß viele Dresdner und andere Deutsche die Veranstaltung vom 11. Februar 2017 nicht nur freudig begrüßen, sondern von sich aus aktiv werden, diese auf eigene Faust zu bewerben.

    So erhielt ich eben folgende Nachricht:

    „ich war heute in Dresden und habe nochmal 800 Handzettel verteilt (Anhang). Den Text wie vorher habe ich einfach weggelassen, die Leute lesen sowieso kaum. Viele haben nachgefragt und die Resonanz war sehr gut. Mal sehen, wieviele dann wirklich kommen. Mehr kann ich wahrscheinlich nicht mehr tun. Wir sehen uns hoffentlich am Sonnabend.

    Heil und Segen

    S.“

    Wie viele mag es nicht nur in Dresden, sondern überall in Deutschland geben, die das Dresden-Gedenken vom 11. Februar 2017 in Eigeninitiative bewerben?

    Es könnte eine große Sache werden.

    SEI AUCH DU DABEI!

    KOMMT ALLE!

  3. gert73 sagt:

    Hat dies auf schwanseeblog rebloggt und kommentierte:
    Dieser ausgezeichnete Text bringt es auf den Punkt.

  4. Schmitti sagt:

    Moin Moin alle zusammen!!

    Da sind sie wieder, die zwei erbärmlichen Massenmörder Churchill und der behinderte Roosevelt – Dreck auf Euch und Verderben‼

    Eigentlich müsste es heißen: „Wir müssen hart mit der DRECKS USA und dem trottligen London umgehen, und ich meine die DRECKS USA und dem trottligen London, und nicht nur die Verantwortlichen. Entweder müssen wir das amerikanische und Londoner Volk kastrieren oder ihm so eine Behandlung verpassen, dass es nicht weiter Nachwuchs zeugen kann, der dann immer so weitermachen will wie in der Vergangenheit.“

    Da das deutsche Volk viel zu Erhaben ist, würde das deutsche Volk niemals so handeln und sowas verlauten, wie es dieser erbärmliche und behinderte Massenmörder Roosevelt getan hat.

    Schade eigentlich, dass diese nicht mehr zur Vollstreckung des eigenen Todesurteils nach Nürnberg verbracht werden können – so wie viele andere auch von denen, die es zu Recht verdient haben‼‼

    Diese Massenmörder dürften nicht mit dem Richtbeil oder der
    Fallschwertmaschine gerichtet werden, sondern mit dem Strick.

    Mit deutschem Gruß

  5. feld89 sagt:

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

  6. Dr. Nö sagt:

    Danke für diesen Artikel! Immer zum Jahresanfang geht mir, als direkter Nachfahre von in Dresden Ausgebombten, diese Geschichte nah. Diese unglaubliche Verhöhnung der Opfer, diese dreckige Vernichtungsfreude der Linken, das erbärmliche Kriechen vor den „Siegern“. Werden diese allerdings ewig Sieger bleiben? Nein, das werden sie nicht. Und sie wissen das. Darum beissen sie wild um sich. Sie wissen, daß selbst die Hölle ein Kurort für sie wäre……

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